Wieso hat ein Papst das Recht eine ganze Religion umzugestalten?

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8 Antworten

Dieses Recht hat er erst seit dem 2. Vatikanischen Konzil. Vorher war er an die Schriften des Neuen Testaments sowie an die Tradition gebunden. Doch das Konzil hat beschlossen, dass die Kirche jetzt am Puls der Zeit sein muss und der alte Plunder auszumisten ist.

Damit hat der Papst eine große Definitionsfreiheit, was er gerade für zeitgemäß hält. Das beste Beispiel ist der jetzige Papst. Er sieht sich als Vorsitzender eines Weltkonzerns und damit als freier Unternehmer, der jeden Tag anders entscheiden kann. Er entscheidet manchmal das genaue Gegenteil, was er vorher entschieden hat. Sogar innerhalb eines Dokuments (hier: „Amoris Laetitia“, das erst kürzlich veröffentlicht wurde) wird dieser Regierungsstil durchgezogen. Dürfen jetzt geschiedene Wiederverheiratete die Kommunion empfangen oder nicht? Mal so, mal so, je nach Laune der Prälaten gemäß diesem Dokument. Was hingegen die früheren Päpste Pius XI (Enzyklika Casti connubii) oder Leo XIII (Rundschreiben "Arcanum") usw. zum selben Thema zu sagen haben, interessiert nicht mehr, denn das gehört ja zu dem alten Plunder.

Diesem Übelstand könnte nur abgeholfen werden, wenn das 2. Vatikanische Konzil für ungültig erklärt würde, aber das möchte der Papst und seine treuen Prälaten nicht.

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Kommentar von wolfruprecht
07.06.2016, 10:00

Glaub nur nicht diesen Unsinn!

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Ganz simpel:
Weil die Anhänger seiner Religion daran glauben.

Im Katholizismus ist der Papst nunmal das Oberhaupt der Kirche und es wird davon ausgegangen dass der dieser Religion zugrundeliegende Gott mit der Wahl des Papstes - und somit auch seinen Entscheidungen - grundsätzlich einverstanden ist.

Der Papst ist halt der "Stellvertreter Gottes auf Erden" und somit sind seine Entscheidungen grundsätzlich als im Sinne Gottes anzusehen.

Und da eine Religion nunmal darauf fußt an das zu glauben was der von ihr postulierte Gott tut..

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In deiner Frage ist eine falsche Behauptung enthalten sie ist deshalb völlig daneben.
Die christl. "Religion", hier die kath. Kirche, hat sich über die 2000 Jahre gestaltet unter Mitwirkung von Denkern (z.Bsp.Justin, Augustinus, Thomas von Aquin ), und "Geistlichen" der Kirche oft auf Konzilen. Der Papst war (meist) immer der "Chef".
Es geht da halt zu, wie in jedem "Unternehmen", der Chef muß  letztendlich entscheiden auch wenn er sich dann dem Ergebnis der Beratungen anschließt. (Konzile haben oft Jahre gedauert)
Eine ganz Religion wurde dabei noch nie "umgestaltet".
Religion ist Menschenwerk. Die Basis des Christentum ist (sollte sein !) die Botschaft Jesu. Daran versuchten sich die "Gestalter" i.R. zu orientieren.

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Zunächst mal: die christliche Religion ist nicht etwas, das in allen Teilen für die Ewigkeit festgezurrt ist. Natürlich gibt es einige Dinge, die nicht verhandelbar sind. Aber es gibt eben auch andere Dinge.

Hier hat der Papst als Nachfolger des Apostels Petrus und aufgrund seines Vorrangs (s. I. Vatikanisches Konzil) Gestaltungsraum. Von daher ist es übertrieben zu sagen, er könne "eine ganze Religion" umgestalten. Aber aufgrund seiner besonderen Stellung hat er besondere Möglichkeiten.

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Der Papst ist das Oberhaupt der Katholischen Kirche. Aber nicht das Oberhaupt aller anderen Christen. Die Kirche sieht den Papst als Stellvertreter Gottes auf Erden mit entsprechender Kompetenz und Autorität. Sie gehen davon aus, daß Petrus der erste Papst war und alle anderen seine Nachfolger. Entsprechend kann er natürlich tun und lassen was er will und Entscheidungen treffen.

Daß dies im Laufe der Geschichte der RKK oft zu Chaos, Krieg, Verrat, Intrigen etc. führte, ist allgemein bekannt. Als bibelorientierter Christ kann man das auch ganz anders sehen, und sowohl Papsttum und Kirchenglauben (Religion) nicht zwangsläufig einem Glauben an Jesus Christus und seiner Nachfolge gleich stellen.

Vielmehr sogar zweifeln, ob Jesus eine Kirche gründete oder das Papsttum wollte. Christen sollten auch nicht an eine Kirche oder Religion glauben, sondern an das Evangelium Jesu Christi. Daß dies nicht dasselbe ist, zeigt die oft zweifelhafte Praxis der Kirche. Glaube im biblischen Sinne ist nur mit Jesus als den Gekreuzigten mit Inhalt und Wahrheit zu füllen - sonst nichts!

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Hat er nicht und tut er auch nicht.

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Tut er das, bzw. hat er die Macht dazu? Er ist "Chef" über die römischen Katholiken, aber nicht über alle Christen.

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er ist der boss

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