Wieso haben nur so wenig Menschen Probleme mit Datenkraken/Überwachung?

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8 Antworten

Ich persönlich nutze den Torwebbrowser (Tor = TheOnionRouter). Dort werden deine Daten über mehrere Identitäten versendet. Zur Zeit werden meine Daten erst in die USA, dann nach Niederlande und zum Schluss nach Russland gesendet. Das kann ich dir nur empfehlen, allerdings braucht er länger zum Starten und auch das Aufrufen der Seite kann manchmal etwas länger brauchen. Wenn du damit leben kannst, dann ist es eine gute Lösung =D

Zu deinem anderen Punkt: Natürlich ist es eine Ausrede. Wer nicht will das seine Komunikation abgehört wird und etwas sehr großes zu verbergen hat, der Verschlüsselt die Daten einfach und schon kann niemand mehr mitlesen. Die heutigen Verfahren sind enorm sicher. Wenn du möchtest kannst du ein Verfahren erzeugen, dass selbst  mit 10 Millionen Jahren Arbeitszeit wahrscheinlich kein Hochleistungsrechner knackt (AES oder RSA zum Beispiel gelten zur Zeit als sehr sicher).

Das Motto: "Häh? Is mir doch egal, ich habe ja nichts zu verbergen!" ist meiner Meinung nach komplett falsch. Jeder hat etwas zu verbergen, wenn auch nur kleinigkeiten und niemand will das jeder Mensch auf alle persönlichen Daten zu greifen kann. Viele Menschen sind sich dem Wert ihrer Daten einfach nicht bewusst, wie du richtig sagst.

Ein weiteres Beispiel sind Facecamps. In meinem Verwantenkreis setze ich mich stark dafür ein, dass sich die Leute bewusst werden, das ihr Handy/PC NICHT sicher vor Hackerangriffen sind, aber den meisten Menschen ist es egal - und das selbst wenn sie hören, dass es Websiten gab und wahrscheinlich immer noch gibt, bei denen Menschen 24h Live streamen (bzw. so lange ihr Handy/PC angeschaltet ist) ohne es zu merken. In der Regel kommt dann das Argument: "Warum sollte man mich denn Hacken. Ich bin ja ganz normal!" Allerdings wurden auf diesen Websiten eben ganz normale Menschen gehackt.

In meinem ganzen Leben habe ich weder irgendwo meinen (echten) Nachnamen angegeben, noch meinen realen Wohnort, da mir meine Privatsphäre sehr wichtig ist, auch wenn meine Geheimnisse sicher nicht sonderlich relevant (für andere Menschen) sind.

Manchmal ist es echt frustrierend, wie blind einige Menschen sind! Ich meine sie könnten sehen, aber sie machen es nicht, weil sie es nicht sehen wollen.

Fast niemand fragt sich, wie sich Google finanizert und was ist mit Facebook oder Twitter. Dinge die scheinbar Gratis wirken kosten am Ende doch einen sehr kostbaren Preis: Unsere Privatsphäre.

Also ich bin deiner Meinung und es ist nicht das erste Mal das ich mir eben diese Frage stelle und das obwohl ich erst 13 Jahre alt bin und die anderen Gleichaltigen mich auf Grund zugeklebter Kamera, falschen Namen in sozialen Netzwerken und dem nicht Vorhanden sein, von Bildern meiner Person häufig auslachen.

Liebe Grüße und eine schöne Restwoche

Bella

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Kommentar von PeterLustig1999
08.11.2016, 17:17

Hallo Bella.

Da ich mich sowieso für die IT-Sicherheit interessiere, ist mir das TOR-Project bereits bekannt. Ich selbst nutze TOR ebenfalls gerne. Allerdings lässt sich TOR nicht gut nutzen, wenn es um private Daten geht, da jeder Zwischenknoten theoretisch meine Daten abfangen und mit lesen kann.

Das bedeutet, wenn ich beispielsweise im Netz nach Eisdielen oder Pizzerien in meiner Gegend suche, kann ich schnell Daten über meinen Wohnort bei Leuten hinterlassen, die davon nichts wissen sollten.

Eine Verschlüsselung ändert an der Tatsache leider wenig, da der Schlüssel erst ausgetauscht werden muss und auch dieser Schlüsselaustausch mit aufgezeichnet werden kann. Daher nutze ich TOR nur bei Zwecken, die keine Rückschlüsse auf meine Person ermöglichen.

Theoretisch verhält es sich hier mit Terroristen genau gleich, auch die können durch Verschlüsselung ihre Daten nicht zu 100% schützen, da ein einfacher MITM-Angriff ausreicht, um den Schlüssel abzufangen und die Daten zu entschlüsseln. Jedoch lassen sich Terroristen so einiges mehr einfallen, um sich vorm mitlesen anderer zu schützen. Codesprache, zum Beispiel, oder ein Schlüssel, der persönlich ausgetauscht wird, auch Terroristen verstecken sich im Deep Web, was die Suche nach Terroristen im Clear Web schwachsinnig macht. 

Zur Verschlüsselung entwickle ich zur Zeit sogar ein eigenes Verfahren auf AES basierend, daher ist mir auch Verschlüsselung kein Fremdwort. Ich nutze sie, um wichtige Daten auf meinem USB-Stick zu schützen, sollte der mal verloren gehen.

Aber du hast Recht. Irgendwo wollen Menschen einfach nicht sehen, wie abhörbar und angreifbar ihre Technik ist oder sie ihre Technik machen. Hacking zeigt so viele Schwachstellen auf, vor denen Menschen sich schützen können, aber statt dessen sagen Menschen nur ignorant "an meine Daten will eh keiner". Im gleichen Moment halten sie das Handy-Display so, dass man die Mails nicht mit lesen kann, weil das ist ja was anderes.

Abschließen will ich meinen Kommentar mit einem englischen Zitat eines Profis in dem Bereich: "If you give a new phone to your mom, the first question she asks will be, what the phone can do. If you give a phone to a hacker, his first question will be, what he can make the phone do".

Gruß

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Ich werde hier sicherlich nicht auf alles eingehen weil es sonst den rahmen sprengen würde:

Zu Cookies etc_:

Um das Internet bequem nutzen zu können, was auch immer mehr Menschen wollen ist es nunmal nötig Daten zu sammeln. Warum ? Die möchten gerne informiert werden oben morgen auf dem Weg zur Arbeit Stau herrscht oder nicht und das ohne nachzufragen. Die Menschen mögen es bequem haben. Die möchte ohne groß etwas einzugeben das Fußballergebnis sehen.

NSA, BND & Co. :

Man nehme ein Beispiel. Einer von einer millionen Menschen ist ein Terrorist. Man hat einen Test, der in 99,9% der Fälle richtig liegt, ob eine Person ein Terrorist ist oder nicht. Dass bedeutet, bei 0,1% der Fälle liegt der Test falsch, das sind Tausend Menschen von einer Millionen Menschen und wenn sich der Terrorist in dieser 0,1%-Gruppe befindet, wird er als normaler Bürger empfunden, obwohl er dies nicht ist. Das bedeutet, selbst, wenn man den einen Terroristen aus der Gruppe entfernt, sind es immer noch 999 false positives. Und das soll eine Technik sein, um ein Land sicherer zu machen? Das ist reines Chaos. 

Und wenn man das nicht macht ?  Sollte man sich dann nicht nach einem möglichen Atentäter über Internetdaten suchen ? Attentäter sind vernetzt. Hat man einen möglichen Attentäter könnte dieser schon zu einer größeren Gruppierung führen. Und so hat man plötzlich mehr als 0,1% (Nur ans Beispiel angepasst)

Egal, wo und wie ich mich im Internet bewege alles und jeder will nur noch an meine Daten. Ich will meine Daten aber nicht hergeben, es geht Google und die über Google aufgerufenen Websites nichts an, was ich im Internet suche. Es geht Google nichts an, welche Websites ich in letzter Zeit besucht habe oder ob ich den Chrome-Browser überhaupt nutze. Es geht Facebook nichts an, wo ich wohne, wie alt ich bin und wie es um meinen Beziehungsstatus steht. Das ist der Grund, wieso ich auf viele dieser Dienste mittlerweile verzichte. Ich habe meinen Facebook-Account gelöscht, ich nutze DuckDuckGo als Suchmaschine und verzichte so viel auf diese Datenkraken, wie es mir nur möglich ist.

Die bringt auch die sicherste Suchmaschine, Browser sowie Betriebssystem nichts wenn der Netzbetreiber deine Daten sammelt. Sie sehen deine Suchanfragen, wann du das getan hast, können so auch sehen wo du dich vielleicht befindest. 

Ich arbeite ebenfalls in der IT-Branche. Bisher macht mir das Daten sammeln nicht viel aus. Ich nutze hautpsächlich Pseudonyme, wenn man nach meinem Namen sucht findet man nirgends ein Eintrag über mich. (Gut, außer von ein paar lokalen Nachrichten wo über mein Fußballteam oder anderem berichtet wird wo ich erwähnt wurde. Wobei das ja auch nichts schlechtes ist.).

Doch die Zukunft naja, vorallem IoT macht mir Angst. Wenn das alles mal richtig vernetzt ist dann weiß man wann ich mein Kühlschrank geöffnet habe, wann mein Kind schreit und wann ich aufstehe und aus dem Haus gehe. 

Aber ehrlich, so langsam zerstört sich  doch eh unsere Welt. Siehe hier das angehängte Bild an, das zeigt meine Gedanken recht gut. Würde ich darauf noch eingehen würde das in zuviel Politik abstreifen.

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Kommentar von RakonDark
06.11.2016, 01:27

Das es kein Attentat verhindert alle zu kontrollieren ist schon bewiesen . Diese Datensammlung wird da nicht viel erbringen .

Was was bringt wurde vorher auch schon gemacht ,  genau geziehlt Leute zu überwachen , da hat niemand was gegen .

Also bleibt es immer noch ein "warum darf die Wirtschaft das" , warum darf mein Arbeitgeber in Zukunft bestimmen wieviel ich zum leben Brauch . Warum darf die Bank wissen was ich tu . Weil sie uns somit zum Sklaven machen kann . Machen sie sowieso aber ohne die Daten müssen sie allen das gleiche bieten . Mit den Daten können sie jeden einzelnt in die Eier treten .

Und unter dem befriff Freiheit stelle ich mir nicht vor das ich erst Überwacht werde damit ich Frei sein kann .

Ich stelle mir auch nicht vor das ich alle Verbrecher gleich umbringe , damit keine Verbrechen mehr geschehen . Wenn es jedem gut geht , würde es keine Verbrechen geben , das klappt , anders rum nicht .


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Kommentar von PeterLustig1999
06.11.2016, 01:48

Dass ein großer Teil der Menschen es bequem haben will, ist vollkommen in Ordnung. Ich persönlich würde mich auch freuen, es persönlicher zu haben. Nur das Problem ist folgendes: Je mehr Informationen ein Unternehmen über mich hat, desto kalkulierbarer werde ich für sie und desto einfacher wird es, mich durch diese Daten zu Käufen oder dergleichen zu drängen. Mit Informationen lassen sich unglaubliche Mengen an Geld verdienen. Mit Informationen, von denen es eigentlich meine Entscheidung sein sollte, ob ich sie mit dem Unternehmen teilen will, oder nicht. Und hier ist das eigentliche Problem, dass ich mit der Geschichte habe.

Ich als Nutzer habe keine Transparenz darüber, welche meiner Daten wo hin wandern, ich habe keine Kontrolle darüber, welche Daten und wie viele dieser Daten von den Unternehmen erhoben werden, ich habe keine Ahnung, in wessen Hände meine Daten fallen, wer noch von meinen Daten profitiert und wie sehr mich diese Daten einschränken, wenn sie in die falschen Hände fallen. Egal, ob es mir gefällt, oder nicht, die Daten werden erhoben, und das von immer mehr Diensten im Web. Damit die Unternehmen daran ihr Geld verdienen können.

Denken wir das mal einen Schritt weiter. Die NSA hat in den USA die Möglichkeit, sämtliche Informationen von Unternehmen anzufordern, die sie wollen. Wie lange dauert es dann, bis dieses Recht dazu genutzt wird, Personen aus dem Verkehr zu ziehen, die eine bestimmte Meinung besitzen? Beispiel Türkei. Wenn Erdogan an solche Daten kommt, wie lange dauert es, bis es zu Exekutionen oder dergleichen kommt, nur weil Personen Anti-Erdogan sind?

In solchen Datenbergen sehe ich keinen Nutzen, ich sehe darin eine Gefahr für mich selbst und wenn du mich fragst ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese Daten gegen die Bevölkerung genutzt werden. Denn mit Informationen lässt sich nicht nur Geld, sondern auch Macht gewinnen. Macht gegenüber denen, die die Daten verursachen.

Außerdem, selbst wenn es nicht zu genanntem Szenario kommt, wie lange dauert es, bis diese Dienste gehackt und meine Informationen geleakt werden? Plötzlich kann jeder alles über mich einsehen. Ich als Mensch bin gläsern geworden, transparent, während Unternehmen, Geheimdienste und die Politik es nicht sein müssen. Ich will kein gläserner Mensch sein, ich will selbst entscheiden können, wie viel ich über mich preis gebe und ich will selbst entscheiden, wie viele Daten erhoben werden. Und wenn man sich den Verlauf bisher anschaut, wird eben dies nicht möglich sein in der Zukunft. Wie du schon sagtest, selbst mein Internetanbieter weiß prinzipiell bereits alles über mich und durch Vorratsdatenspeicherung wird dieses Problem nur verschlimmert.

Du hast natürlich recht, dass das Auffinden von Terroristen durch andere, gefundene Terroristen einfacher wird. Dabei vergisst du aber eine Sache. Die Tests, mit denen nach "auffälligen" Daten gesucht wird, sind nicht zu 99,9% akurat, sondern eher zu 30% und es ist nicht einer von einer Millionen Menschen, der Terrorist ist, sondern eher einer von 100 Millionen.

Jeder, der von der Norm an Internetnutzung abweicht, ist ein potenzieller Amokläufer und ein potenzieller Terrorist. Und welcher Internetnutzer weicht bitteschön nicht von der Norm ab? Man stellt durch solche Methoden quasi die gesamte Bevölkerung unter Generalverdacht und genau das sollte man nicht tun. Es sollte nicht meine Pflicht sein, durch das Offenlegen meiner Daten den Geheimdiensten zu beweisen, dass ich kein Terrorist bin, die Geheimdienste sollten mir nachweisen, dass ich ein Terrorist bin, bis ich meine Daten offenlegen muss.

Wie könnte man statt dessen an die Sache heran gehen? Simpel. So, wie es mit Pädophilen im Netz getan wird. Oder mit Hackern. Mit Honeypots. Wie findet man einen IS-Propagandisten am besten? Indem man ihm vorgaukelt, man könnte rekrutiert werden. Wenn man es geschickt anstellt, geben sich diese Idioten selbst zu erkennen, somit muss man keine Daten sammeln.

Zu deinem letzten Abschnitt kann ich jedoch zustimmen. Die Welt zerstört sich selber und merkt es nicht einmal. Zu schade, dass man immer erst auf die Schnauze fallen muss, bis man merkt, dass man einen Fehler gemacht hat.

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Kommentar von TeeTier
06.11.2016, 06:08

Nur eine kleine Randnotiz zu der Cookie-Sache:

Um das Internet bequem nutzen zu können, was auch immer mehr Menschen wollen ist es nunmal nötig Daten zu sammeln.

Wenn ich GF aufrufe, will die Seite 12 (in Worten: ZWÖLF) Tracker einbinden, und das ist nur der Teil, der aus SLD und TLD besteht. Tatsächlich sind es fast 30!

Und jeder dieser Server wird mehrfach angefragt, wir landen also bei ca. 100 Verbindungen an Drittanbieter, die alle schön mit Cookies arbeiten.

Zurück zu deiner Behauptung: Ich habe die alle geblockt und GF funktioniert einwandfrei. Also offensichtlich ist es ganz und gar nicht nötig, Daten in solchem Ausmaß zu sammeln, um eine Funktionalität bereit stellen zu können.

Das trifft übrigens auch für fast alle anderen Websites zu, die hunderte von Requests an Dritt-Server schicken ... zu 99% ist das alles tatsächlich völlig unnötig und die Websites funktionieren auch so.

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Ich habe deinen Roman nur überflogen und musste mir erst mal überlegen, ob ich dir überhaupt antworten soll. Eigentlich ist das ja gar keine Frage.

Wahrscheinlich ist es 1) die Bequemlichkeit, nicht auf Dienste wie Google und YouTube verzichten zu wollen, und 2), dass man nicht wirklich sieht, was mit den Daten passiert. Und ich gebe dir auch teilweise recht, dass das nicht besonders gut ist.

Anders sehe ich das mit der Überwachung durch den Staat. Damit man nur die Terroristen überwacht, muss man ja erst mal wissen, wer ein Terrorist ist. Und das findet man nur raus, wenn man überwacht. Und hier in Deutschland (und in vielen, wahrscheinlich den meisten, Ländern auch) ist es ja nicht so, dass all unsere Daten abgezapft werden. Du bist anderer Meinung und du scheinst ein Typ zu sein, der da von fest überzeugt ist, also geh ich da auch nicht weiter drauf ein.

Aber sieh dir mal an, wie viele Terroranschläge durch Überwachung verhindert wurden, und stell dir mal vor, was in Deutschland los wäre, wenn keiner überwacht würde. Was ist dir lieber? Dass die NSA oder so ein paar Daten von dir abzapft oder dass Deutschland von Terrorismus überrollt wird?

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Kommentar von RakonDark
06.11.2016, 01:07

Das mit den Terroristen wäre ja noch lustig , naja, ist eh gelogen , den das ist nur der Vorwand , genauso wie beim Irak Krieg .

Nein es soll darauf hinauslaufen , das ganz geziehlt die Wirtschaft über alles Herrscht . Der Staat und seine Politiker sind genauso in der Hand wie der Bürger uns seine Handlungen .

Da wird ganz schnell ein Klassen System draus .

Bald gibt es genau den Preis für Dich den ein andere nicht hat , weil Du viel mehr Geld auszugeben hast . Weil der der in der und der Gesellschaft bzw Club drinne ist gleich mal vergünstigungen bekommt .

Und das gibt es ja auch schon so , nur jetzt wird es Digital .

Du wirst quasi erpressbar in jeder hinsicht , einschränkbar und kalkulierbar . Die Unternehmen geben Dir nur noch das was Du haben darfst . Da gibts sogar schon so ein Endzeit Film  , der wo es mit Lebenzeit bezahlt wird . Dort kannst Du ganz genau sehen wie man Menschen einschränkt und gar nicht erst gewisse Möglichkeiten zulässt. 

Privat Patient oder Kassenpatient ... je nachdem was Du bist weisst Du nciht mal das es ein viel besseres Mittel gibt . Und wenn man via algorythmus sein Profit maximieren kann , dann wird es auch geschehen . Im schlimmsten Fall wird halt doch alles gegen Dich verwendet . Das hier in Deutschland der Staat noch so eine art Soziale Marktwirtschaft hat , wird auch abgeschafft .

Wenn ich ausrechnen kann was Du eigentlich brauchst , dann werde ich Dir genau das ermöglichen was noch ausreichend ist . Ich werde Dir nur noch die Informationen geben die für Dich nötig sind .

Aber erstmal schaffen wir den Anfang . Dann wenn alles eingerichtet ist , dann legen wir los .

Und Terrorismus ist nur Angstmache , gab es vorher viel mehr . Nur jetzt wird es als Mittel zum Zweck benutzt  und der rest wird dann von der Wirtschaft und den oberen 1% erledigt . Denn die haben nicht Angst vor Terror , die haben Angst vor dem Bürger der die Ungerechtigkeiten langsam spürt . Ob in den USA oder woanders , überall wird der Mensch zum Knecht . Da ist unser Sozialstaat eine wahre Ausnahme , aber auch das werden die hinbekommen .

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Kommentar von PeterLustig1999
06.11.2016, 02:12

Bitte sehe dir den Kommentar von mir auf greenstar19s Antwort an, da habe ich einiges genannt, was auch deine Argumente hier widerlegt. Es ist möglich, Terroristen zu finden, ohne gleich die gesamte Weltbevölkerung unter Generalverdacht zu stellen, und es gibt sogar gute Wege. Weiter werde ich darauf hier nicht eingehen, für eine genauere Erklärung, schaue dir bitte den oben genannten Kommentar an.

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Kommentar von TeeTier
06.11.2016, 06:35

Aber sieh dir mal an, wie viele Terroranschläge durch Überwachung verhindert wurden, und stell dir mal vor, was in Deutschland los wäre, wenn keiner überwacht würde.

OK, dann nenne mir doch mal einen EINZIGEN Terroranschlag, der dank Massenüberwachung verhindert wurde.

Es wird nämlich immer vom Innenminister suggeriert, dass es die "Arbeit" der Geheimdienste war, nur leider hat sich im Nachhinein IMMER (!) rausgestellt, dass Tatverdächte nur aufgrund von Zeugen und ganz normaler Polizeiarbeit gefasst wurden.

Überwachung oder Geheimdienste haben in Deutschland noch nicht einen einzigen Terroristen geschnappt. Und ich neige dazu, diese Aussage auf ganz Europa auszuweiten.

Also dann ... verlinke doch mal eine einzige nicht-nebulöse Quelle mit handfesten Fakten! (Ich kann dir jetzt schon sagen, dass es dir nicht gelingen wird!) :)

Dass die NSA oder so ein paar Daten von dir abzapft oder dass Deutschland von Terrorismus überrollt wird?

So ein Quark ... bin mir gerade nicht sicher, ob ich auf Satire reingefallen bin. Nächstes mal bitte deutlicher als solche markieren! :)

Es muss VERHÄLTNISMÄẞIG sein! Und das ist es bei weitem schon lange nicht mehr. Punkt.

Warum forderst du nicht auch, dass jedem Deutschen ein Polizeibeamter zur Seite gestellt wird, der ihn überall hin begleitet. Es ist keine Frage, dass man damit nahezu ALLE kriminellen Aktivitäten auf einen Schlag unterbinden könnte. Deutschland wäre sofort das mit Abstand sicherste Land der Erde. Was? Das wäre nicht verhältnismäßig?

ist es ja nicht so, dass all unsere Daten abgezapft werden.

Ähm, doch! Es gibt die Vorratsdatenspeicherung, bei der immer gespeichert wird, wer wann wo mit wem wie kommuniziert hat. Das ist anlasslos und trifft auch auf dich und mich zu.

Und dank dem neuen Überwachungsgesetz dieser Woche sind es jetzt nicht nur mehr Vorratsdaten, sondern auch der gesamte Inhalt von z. B. Nachrichten.

PS: Uralte Artikel und Berichte, die sich im Nachhinein als Lügen herausgestellt haben, zählen natürlich nicht. Bin ja mal gespannt ob du auch nur eine einzige Meldung finden kannst, die auch Belege für Behauptungen liefert.

Bisher war es nämlich immer so: "Der BND hat X Anschläge verhindert, aber weitere Details könnten Teile der Bevölkerung beunruhigen". Wenn dann die Opposition im Bundestag eine kleine Anfrage gestellt hat, kam danach dann immer raus, dass die "beunruhigenden Details" nur heiße Luft waren.

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Aber weil eben immer mehr Leute einfach blind ihre Daten im Internet verteilen und keine Probleme mit solcherlei Strategien hat, werd ich nicht weiter darum herum kommen. Wenn zum Beispiel dieses britische Unternehmen, von dem vor nicht all zu langer Zeit die Rede war, ihr Produkt fertig stellt, wenn plötzlich jeder Arbeitgeber nur mit einem Bild sämtliche Informationen über eine Person im Netz finden kann, was soll ich dann noch tun? Wenn es tausende Leute gibt, die alles in ihrem Leben teilen, die genau profilierbar sind, wieso sollte ein Arbeitgeber dann noch Jemanden einstellen, der eben dies nicht tut?

Ich habe wirkliche Probleme damit, dass jeder irgendwie an meine Daten will, alles über mich wissen will, sich ein genaues Profil von mir als Person erstellen will, wenn ich nicht mal mehr selbst entscheiden kann, welche Daten ich mit wem teile, weil ich benachteiligt bin oder sein werde, wenn ich meine Daten nicht mit allem und jedem teile. Ich will und kann das nicht unterstützen, ich will dagegen vorgehen. Aber hier sind wir schon beim nächsten Problem: Wie kann ich bzw. die wenigen Personen, die sich um so etwas scheren, etwas gegen diese Datensammelwut tun?

Gerade ich als angehender Informatikstudent werde, wenn ich zu arbeiten anfange, genau das entwickeln müssen, was ich am meisten verabscheue. Ich selbst werde an so etwas arbeiten müssen, um mein Geld zu verdienen. Es wird kaum einen Weg darum herum geben. Und wenn ich daran denke, dass dies vermutlich meine spätere Aufgabe im Beruf sein wird, da diese Mentalität bei Unternehmen immer mehr Einzug findet, nimmt mir das die Lust, überhaupt im Bereich IT zu arbeiten. Dabei ist die Programmierung mein liebstes Hobby, das, was mir am meisten Freude bereitet.

Eine weitere Sache, die mich stört, ist diese elende Generalüberwachung, wie sie vom BND oder der NSA durchgeführt wird. Man tut dies unter dem Hut ab, man wolle somit Terroristen finden. Man sucht die Nadel in einem Heuhaufen, aber wie wird dieser Heuhaufen angegangen? Indem man ihn noch mehr vergrößert. Indem man noch mehr Daten hinzufügt. Das ist Bullshit, das ist schwachsinnig und wenn ich ehrlich sein soll, denke ich, dass das eine Ausrede ist, dass die Daten nicht zu den genannten Zwecken gesammelt werden, sondern zu wirtschaftlichen/politischen Zwecken.

Man nehme ein Beispiel. Einer von einer millionen Menschen ist ein Terrorist. Man hat einen Test, der in 99,9% der Fälle richtig liegt, ob eine Person ein Terrorist ist oder nicht. Dass bedeutet, bei 0,1% der Fälle liegt der Test falsch, das sind Tausend Menschen von einer Millionen Menschen und wenn sich der Terrorist in dieser 0,1%-Gruppe befindet, wird er als normaler Bürger empfunden, obwohl er dies nicht ist. Das bedeutet, selbst, wenn man den einen Terroristen aus der Gruppe entfernt, sind es immer noch 999 false positives. Und das soll eine Technik sein, um ein Land sicherer zu machen? Das ist reines Chaos.

Man kann nicht anhand von persönlichem Datenverkehr darüber urteilen, ob eine Person ein Terrorist ist. Also ist es abwegig, als Geheimdienst diese Daten zu sammeln, um Terroristen zu entlarven. Vor allem: Wo waren die Geheimdienste bei den terroristischen Anschlägen in Frankreich? Die Terroristen waren den Geheimdiensten bekannt. Wieso haben sie nichts unternommen? Wo waren die Geheimdienste bei Amokläufen in den USA? Das ist auch eine Form von Terrorismus, wieso wurde da nichts gegen unternommen?

Die Antwort liegt doch auf der Hand: Die Geheimdienste sind nicht, was sie vorgeben zu sein. Sie sind nicht dazu da, die Gesellschaft sicherer zu machen. Sie sammeln diese Daten nicht, um gegen Terroristen vorzugehen. Nur stellt sich auch hier wieder die Frage, was sie dann mit diesen Daten machen? Viel mehr als wirtschaftliche oder politische Interessen können da nicht hinter stecken, so viel ist sicher.

Komischerweise scheinen meine Bedenken hier niemanden zu interessieren. Egal, wen ich darauf aufmerksam mache, es kommt immer nur eine Reaktion nach dem Motto "If you have nothing to hide, you have nothing to fear". Ich habe etwas zu verstecken. Meine Daten. Niemand hat das Recht, mir meine Daten zu entlocken oder zu entscheiden, welche Daten ich mit wem teilen muss. Niemand hat das Recht, mir meine Privatsphäre zu nehmen.

Man sollte einfach mal bedenken: Ein Mensch flieht aus den USA, lässt einen gut bezahlten Job, die Familie, Frau, womöglich Kinder, Freunde, all dies zurück, um uns eine Botschaft zu überbringen. Die Rede ist hier von Snowden. Und ein großer Teil der Gesellschaft tritt diese Informationen mit Füßen. Dieses Verhalten wird einfach so zur Kenntnis genommen und teilweise sogar verteidigt. Selbst mein eigener Vater widert mich in der Hinsicht an. Er ist der Meinung, dass diese Aktionen wichtig und notwendig sind.

Mir stellt sich einfach nur die Frage, ob die Menschheit überhaupt noch hinterfragt, was getan oder gesagt wird, oder ob sie einfach nur alles hin nimmt und sich gegen nichts mehr wehrt. Dieses Verhalten beobachte ich nämlich nicht nur beim Thema Datenschutz, bei vielen, vielen anderen Dingen auch. Beispiel: TTIP, CETA, die EU und vieles, vieles mehr. Wieso ist das so? Wieso geben sich so viele Menschen mit dem zufrieden, was sie kriegen, wieso unterstützen so viele ein solch ekelhaftes Verhalten?

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Kommentar von polygamma
06.11.2016, 00:44

Hey! Ich stimme dir zu, mich widert all dies ebenso an. Aber es funktioniert eben, weil es fast niemanden interessiert. Es ist zu bequem, einfach auf "Mit Facebook verbinden" zu klicken, um einen Dienst nutzen zu können. Wirklich häufig habe ich versucht, mit Menschen in meinem Umfeld über dieses Thema zu sprechen - meist ergebnislos. Es interessiert sie schlicht nicht. Mittlerweile versuche ich es auch nicht mehr...

In der Hinsicht sorge ich einfach dafür, dass von MIR möglichst wenig in die falschen Hände gerät. Aktuell studiere ich noch, aber wenn ich fertig bin, möchte ich gerne dafür sorgen, dass es möglichst einfach für den Endanwender sein kann, Daten bei sich zu behalten, zu verschlüsseln, etc., wenn er denn will... Wenn nicht, kann man ihm eh nicht helfen. Aber das ist mir dann auch egal.

Um das erreichen zu können, habe ich 4 Semester lang Mathematik als Hauptfach studiert und studiere nun Informatik als Hauptfach. Spezialisiert habe ich mich auf Logik, Zahlentheorie, Mengenlehre und Kombinatorik, um die Grundlagen für eine solide Kryptografische Ausbildung zu haben.

Vielleicht kann ich den Wenigen, die mit dem aktuellen Zustand unzufrieden sind, helfen, es wenigstens für sich persönlich zu ändern ;)

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Also nach der Meldung mit dem BND-Gesetz - man muss sich das mal vorstellen: 7 Zeitungen titeln "Lizenz zum Datensammeln" - also nach dieser Meldung habe ich beschlossen meine Telekommunikation komplett zu kündigen. Ich weiß noch nicht, ob ichs durchziehe, aber im Moment bin ich bei ca. 85 %. Dann wird halt wieder Brief geschrieben.


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Kommentar von PeterLustig1999
06.11.2016, 01:19

Nur ist es einfach so, dass Briefe nicht mehr aktuell sind und man in vielen Bereichen einfach nicht mehr darum herum kommt, das Internet zu nutzen. Da Internet ist mittlerweile ein großer Teil der ersten Welt und er wird im Laufe der Zeit noch größer werden. Irgendwann wird man nicht mehr darum herum kommen.

Ich persönlich hatte mir bereits überlegt, ob ich im Ausland einen Server mieten soll, auf dem ich dann eine Software aufspiele, die ihn wie eine Art Proxy-Server macht. So könnte ich meine Daten im Ausland anfordern und komprimiert und verschlüsselt hierhin übermitteln lassen, sodass die Daten nur für mich lesbar sind. Die Frage ist nur, wie lange meine Datenströme im Ausland abhörsicher bleiben.

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Ich habs gelesen, den ganzen Text. Vorne weg muss ich dir schon sagen, dass wir wohl eher gegenteiliger Meinung sind. Nichts desto Trotz versuch ich mich in dich hinein zu versetzen... Dir ist es nicht wohl das man dich überwacht. Dir geht es darum rein ums Prinzip, um deine Privatsphäre, deine Rechte. Alles völlig berechtigt. Man kann sich darüber aufregen. Oder wie die meisten Menschen - auch ich - es einfach ignorieren. Das Problem ist selbst wenn du dich darüber aufregst wirst du nichts bewirken können. Du könntest dagegen demonstrieren, briefe schreiben, foren eröffnen. Ich wünsche dir Glück dabei.
Das Problem ist die Leute haben Angst vor veränderung, bzw. Angst es könnte schlimmer werden.
Nehmen wir das Beispiel Terrorismus. Was wenn man auffhört die Leute zu überwachen und die Anschläge um das 10 fache steigen oder so?
Dann wären die Leute plötzlich wieder einverstanden mit der Überwachung.
Du fragst dich wo die Geheimdienste waren bei verschiedensten Anschlägen? Tja da waren sie ausnahmsweise nicht zur Stelle. Du kannst aber nicht wissen wieviele verdächtige Terroristen TÄGLICH gefasst werden und womöglich schon tausende Anschläge durch das verhindert wurden. Wir erfahren nur die Dinge bei denen die Geheimdienste versagt hat. Ist so. Punkt.
Verurteile die Leute nicht, weil sie nichts dagegen haben. Entweder sie sind zu Faul um etwas zu ändern oder es Stört sie nicht. In beiden Fällen wirst du nichts verändert können, also unterstütze die Leute die, die selbe Ansicht haben wie du und versuch nicht andere zu überzeugen. Teile deine Meinung aber versuche nicht andere Umzustimmen und rede nicht sondern Handle

Mit freundlichen Grüßen ✌🏻️

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Kommentar von RakonDark
06.11.2016, 01:10

das ist ja lustig , als würde alles was mann macht nichts bringen .

Warum haben wir dann überhaupt Demokratie und das Wahlrecht .

Ach ja, wahlen bringen nichts weil sonst gäbe es sie nicht .

Es fängt immer mit 1 Meinung an  und dann gehts weiter .

Es fängt mit nur einem Terroranschlag an und dann  ist die ganze Welt in Panik und alle werden pseudoüberwacht , Kriege werden geführt  etc , gelogen betrogen , alles nur

WEIL 1 PERSON einen ANSCHLAG GEPLANT hat . Ob das nun Busch oder BinLaden war wollen wir gar nicht erwähnen . Aber es Beweisst , genau 1 Mensch reicht um etwas zu ändern .

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Kommentar von Pilzlisammler
06.11.2016, 01:13

Tötest du jemanden redet eine 1 mio Menschen davon, tust du einer person etwas gutes juckt das gerade mal höchstens 10 leute verstehst du was ich meine?

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Naivität, siehe Frazenbuch !

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keine Ahnung wie lange man das noch umgehen kann,

aber solange es möglich ist, versuche ich es bestmöglich zu umgehen

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