Frage von EddieWinkler, 226

Wieso haben deutsche Jugendliche einen Hang zu schlechter Grammatik?

In der heutigen Zeit ist die deutsche Sprache bei der deutschsprachigen Jugend immer weniger von Bedeutung. Einmal die Anglizismisierung. Diese ist jedoch nicht Thema meiner Frage. Vielmehr mache ich mir Gedanken über die Grammatik. Es gibt Neuschöpfungen wie Das Kommentar, Auf etwas klarkommen und auf Arbeit gehen, Bäcker gehen etc. Woher kommen oben genannte Beispiele und woher generell der Drang zur Zerstörung der Sprache?

(Ich will hier nichts von "Sprache ist lebendig" hören)

Antwort
von zehnvorzwei, 91

Hei, EddieWinkler, Pidgin-Deutsch: Von den Ausländern abgeguckt: Ich gehe Arbeit, ich gehe Karstadt ~ in der Tat geht´s auch ohne Artikel, um sich verständlich auszudrücken.

"Auf e Arbeit" und "auf e Halle" sind bei uns umgangssprachlich; soll heißen "zur Arbeit" und zur bzw. in die Halle, etwa zum Schützenfest oder Oktoberfest und so.

Falsche Artikel resultieren daraus, dass die Jugendlichen in der Schule nur noch unzureichenden Deutsch-Unterricht bekommen haben und danach das Lesen, das sprachbildend unerlässlich ist, eingestellt haben.

Ein weiteres Übel (neben vielen anderen grammatikalischen Schnitzern) ist die Abschaffung des Akkusativ. Beispiele wie  "ich muss ein Text schreiben" findest du hier bei Gute Frage täglich im Dutzend.

Und so. Grüße!

Kommentar von Bswss ,

Es ist aber nicht nur die Abschaffung der -en-Endung im Akkusativ. Es geht leider auch um Dativ statt Genitiv ("Sie gedachten dem Toten" - hört man täglich auch in besseren Medien!)  und die Abschaffung des Genitivs("Die Blätter von dem Baum sind jetzt gelb"";  "dem sein Buch") .

Kommentar von zehnvorzwei ,

Dass der Dativ dem Genitiv sein Tod ist, wissen wir ja schon länger; doch der Verlust des Akkusativs ist nach meiner Einschätzung ein neueres Phänomen. Dennoch: Dein Hinweis ist Bswss selbstverständlich richtig. Grüße!

Antwort
von heide2012, 94

Zunächst einmal muss man unbedingt unterscheiden zwischen echten Anglizismen, Scheinanglizismen - Germish/Denglish, Neudeutsch und Jugendsprache.

Schon immer hatten Jugendliche eine eigene Sprache (sie gehört einfach zur Entwicklung und wird auch nur zeitlich begrenzt gebraucht), wobei es sich nicht wirklich um eine eigene Sprache, sondern um eine Varietät handelt. 

Zurzeit gibt es  u.a. Kennzeichen wie das Weglassen von Präpositionen oder der falsche Gebrauch derselben.

Besorg dir einfach mal gute Literatur zu diesem Thema, dann verstehst du es vielleicht besser.

Antwort
von Dahika, 56

Das ist sog. Jugendsprache, hat was mit Abgrenzung gegenüber "den Alten" zu tun und wächst sich gewöhnlich auch  wieder aus. Es sei denn, jemand ist ganz bildungsfern aufgewachsen, lernt nichts in der Schule. Der oder die kann halt nicht anders.

Aber bei den Meisten ist es eine pubertäre Phase.

Kommentar von Bswss ,

Hättest Du mit Deiner Einschätzung  doch Recht!

Kommentar von Dahika ,

spätestens beim Vorstellungsgespräch für einen Beruf, der mehr ist als Laubkehren, wird den Jugendlichen klar, dass Jugendsprache in ganz weiten Lebensbereichen nicht so gut ankommt.

Kommentar von kiniro ,

Ist zwar schon einige Zeit her - aber an grammatische Unfälle bezüglich Abgrenzung zu den Erwachsenen - kann ich mich nicht erinnert.

Allerdings gab es da auch keine Werbung im Stile von

"So muss Technik" oder "Mama, kann ich noch mehr keine Wurst".

Antwort
von Jonas711, 119

In der heutigen Zeit ist die deutsche Sprache bei der deutschsprachigen Jugend immer weniger Bedeutung hat. Einmal die Anglizismisierung.

Ganz schön grammatikalisch schlechte Sätze, für jemanden, der sich hier über schlechte Grammatik beschwert...

Kommentar von EddieWinkler ,

Während ich diesen Satz schrieb wurde ich abgelenkt und habe in deswegen falsch beendet, das hat wenig mit meiner allgemeinen Verwendung der Sprache zu tun.

Kommentar von kiniro ,

Kleiner Hinweis: Auch wenn der Text schon abgeschickt wurde, gibt es für eine gewisse Zeit die Möglichkeit, diesen zu korrigieren.
Sollte einem das erst später auffallen, gibt es ja noch die Kommentarfunktion, um eine Korrektur vorzunehmen.

Kommentar von EddieWinkler ,

Wie du sehen kannst, wurde das längst schon korrigiert.

Antwort
von schmidtmechau, 11

Hallo EddieWinkler!

Dass Sprache sich verändert, sollte man nicht in Zweifel ziehen. Vor 200 Jahren hat die deutsche Sprache unendlich viele französische Begriffe aufgenommen - es hat ihr nicht geschadet! Heute sind es eben englische Begriffe - und auch das wird sie überstehen.

Aber es gibt zweierlei wirkliche Probleme:

1. Den ersten Punkt hast Du in Deiner Antwort an Jonas711 selbst formuliert: Du warst abgelenkt. Es scheint zu unserer Zeit zu gehören, dass die Menschen gleichzeitig auf so vielen Hochzeiten tanzen, dass es ihnen nicht mehr gelingt, einen einzigen grammatikalisch richtigen Satz über ihre Lippen, geschweige aufs Papier zu bringen. Dagegen hilft nur Konzentration!

2. Als zweites - und das gilt besonders für Jugendliche - scheint mir die Auswahl der Vorbilder ein Kernproblem. Gegen Jugend- oder Kanak-Sprache ist solange gar nichts einzuwenden, solange sie sich selbst ihrer Randposition bewusst ist, und die Jugendlichen sich nicht ausschließlich daran orientieren. Das aber genau geschieht ja: Die Jugendlichen orientieren sich an den Leuten, die kaum Deutsch können und verachten die Leute, die sich ausdrücken können und etwas wissen.

Interessant wäre natürlich die Frage, warum das letzte so ist.

Vielleicht liegt es daran, dass unsere Medien suggerieren, man wüsste schon ganz viel, wenn man nur auf einen Bildschirm glotzt?

Vielleicht haben sich aber auch die Eliten aus der Gesellschaft zurückgezogen und verfolgen nur noch ihren eigenen Vorteil?

Sicher gibt es darauf keine eindimensionalen Antworten!

Gruß Friedemann

Antwort
von GanMar, 115

"Ich geh auf Arbeit" ist kein besonders gutes Beispiel, da es sich dabei nicht um eine aktuelle Neuschöpfung handelt, sondern zumindest im Ruhrgebiet seit langer Zeit verwendet wird.

Kommentar von joheipo ,

Ist auch hier in Norddeutschland gang und gäbe.

In Hamburg gibt es sogar die Präposition "auf", wenn von der Firma/dem Betrieb die wörtliche Rede ist "Ich arbeite auf der Werft", "Mein Vater war auf der Phoenix" (Phoenix war eine Reifenfabrik in Hamburg.Harburg). Kommt vermutlich von der Schiffs- und Hafentradition Hamburgs, als viele auf Schiffen beschäftigt waren.

Kommentar von NkyyNinetyNine ,

"Ich arbeite auf dem Strich."

Kommentar von earnest ,

... auffem Strich.

;-)

Kommentar von EddieWinkler ,

Hier im Süden ist es erst im Kommen, vor allem bei der Jugend.

Kommentar von lost2000 ,

Phoenix gibt es hier doch noch?

Kommentar von lost2000 ,

Ups, ich glaube, ich habe mich geirrt.

Phoenix wurde ja von Continental übernommen, da ist nur immernoch das Phoenix-Logo.

Kommentar von Bswss ,

"auf Arbeit" klingt mir eher nach Sachsen.

Antwort
von Kandahar, 84

Ich finde diese Entwicklung schrecklich!

Ich sehe immer wieder deutsche Kinder und Jugendliche, die sprechen, als wären sie erst ein halbes Jahr im deutschen Sprachraum. Die finden das auch noch cool.

Vielleicht liegt das an den Eltern, die sich zu wenig mit ihren Kindern beschäftigen und sich nicht mehr die Mühe machen, ihnen ordentliches Deutsch beizubringen. Keine Ahnung.

Kommentar von NkyyNinetyNine ,

Aber das ist doch normal so, dass man unter Freunden etwas anders spricht, z.B mit dem heutigen Jugendslang. Ich selbst rede auch etwas anders, wenn ich mit Freunden unterwegs bin, aber wenn ich mit meiner Oma rede, dann ist das anders. Das hat, denke ich, auch viel mit dem Gesprächspartner zu tun, ob es sich dabei um eine Respektperson oder um einen Gleichgesinnten handelt.

Kommentar von Kandahar ,

Sicher reden viele Leute unterschiedlich, je nach Gesprächspartner.

Aber das sollte nicht so weit gehen, dass man jegliches Sprachverständnis verliert.

Antwort
von life1990, 4

weil viele Deutsche ihre wunderbare Sprache nicht mehr wertschätzen

Antwort
von Gilgaesch, 70

Naja das ist schon immer so gewesen. Jugentliche haben schon immer die Sprache verfälscht. Das ist aber überall so. Schon im alten Griechenland hat man sich darüber aufgeregt. Im Enteffekt normaliesiert sich das bei den Meisten mit der Zeit.

Allerdings "auf Arbeit gehen" wird im Ruhrgebiet schon sehr lange benutzt. Du must auch manchmal unterscheiden zwischen Dialekt und einfach falscher Sprache. 

Kommentar von earnest ,

-Jugendliche

-Endeffekt

-normalisiert

-bei den meisten (inzwischen üblicher, aber mit "M" nicht falsch)

-Allerdings wird ...

-musst

Kommentar von Gilgaesch ,

Nur sechs Fehler.

Ich hab ziemlich starkes LRS, weshalb das für einen Text, den ich schnell schreibe, recht gut ist.

Kommentar von earnest ,

Nein, nur 5 Fehler.

Antwort
von Bswss, 66

Nicht "deutsche Jugendliche", sondern "eine zunehmende Anzahl von Jugendlichen".

Gründe für schlechte Grammatik und Wortwahl  gibt es viele:

Nachlassende Qualität des Deutschunterrichts in Schulen (z.B. Grundschulen)

Mantra, dass es nicht auf Sprachrichtigkeit ankommt, sondern nur darauf, dass man sich irgendwie verständlich macht

Lese-Schreib-Methode von Reichen , die zumindest zwei Jahre lang anfangs ALLE Fehler duldet

Proletarisierung durch Rap-Texte

Grammatikunterricht ist als unkreativ verpönt

Auch dies muss man sagen (Mir ist klar, dass mir dies der eine oder andere als fremdenfeindlich  oder sogar "Rassismus" auslegen wird) : Hoher Ausländeranteil (bis zu 80%) in manchen Schulklassen und Stadtgebieten

und ganz besonders:  das allgegenwärtige Handy-Chat- , Whatsapp- und Twitter Gequassel

P.S. Das Wort "Anglizismisierung" gibt es (noch) nicht.  Wirklich schlimm sind Anglizismen aber eigentlich nur, wenn es sich um FALSCHE Anglizismen handelt, wie z.B. Das ist ein absolutes No-go"; "die Securitys",   und wenn es sich um völlig überflüssige Wörter handelt, wie "liken", "adden" usw.

Kommentar von GanMar ,

und wenn es sich um völlig überflüssige Wörter handelt

Wortneuschöpfungen sind notwendig, wenn sie ein neuartiges Subjekt bezeichnen sollen, darüber hinaus sind sie unnötig.

Kommentar von LolleFee ,

In Deiner Auflistung fehlt das Verschwimmen der Grenzen von Mündlichkeit und Schriftlichkeit. 

Fehler werden übrigens in der 1. und 2. Klasse der Grundschule nicht nur geduldet, sondern man darf Fehler auch nicht verbessern oder darauf hinweisen. Und es geht sogar noch weiter: 

  • Es wird kein Bewusstsein für Wort- und Satzgrenzen geschaffen (Resultat: tatsächliche Bandwürmer ohne "Leerzeichen" zwischen den Wörtern und kein Punkt nach Sätzen). 
  • Es wird nicht gesagt, dass man Großbuchstaben - wenn überhaupt - nur am Anfang von Wörtern braucht (Resultat: Wörter werden wahllos mit Groß- und Kleinbuchstaben geschrieben, auch innerhalb der Wörter).
  • Und: Zu Hause soll nicht gelesen werden, Vorlesen nur, ohne die Aufmerksamkeit auf die Schriftsprache zu lenken. Lesen lernt man heutzutage nämlich durch Schreiben. Das führt natürlich dazu, dass das Kind auch nur seine eigenen Kreationen liest...

Erlebe ich gerade. Und ich bin eine systemfeindliche Mutter, die 

  • mit ihrem Kind gemeinsam liest,
  • ihrem Kind erklärt hat, dass Punkte und Leerzeichen wichtig sind,
  • ihm gesagt hat, dass im Wort immer alles klein geschrieben wird, 
  • ihm nicht sagt "Schreib es so, wie du es meinst", sondern ihm auf seine Frage antwortet, wie ein Wort geschrieben wird, und ihm sogar Strategien zeigt, um das selbst herauszufinden (bspw. Vokallänge, Silbensegmentierung).

Mein Kind liest und schreibt übrigens gerne. Das ist ja die Urangst von den Pädagogen, die davon ausgehen, dass Kinder die Schriftsprache ablehnen, wenn sie erfahren, dass nicht alles so geschrieben wird, wie man es sagt. Ich finde es viel frustrierender, wenn man spätestens auf der weiterführenden Schule erfahren muss, dass so vieles von dem, was man bisher gelernt hat, falsch ist.

Kommentar von Bswss ,

Gratuliere zu Deinem Kind ! Ich bin Dir wirklich dankbar für Deine "Systemfeindlichkeit" und Deine Stellungnahme.  Es beruhigt mich aber nur ein bisschen, dass auch andere  besorgte Menschen (Darf man "besorgt" überhaupt noch sagen?) mit derzeitigen Entwicklungen in der Schule Bauchschmerzen haben, denn der Methode- Reichen-Methode-Wahnsinn grassiert weiterhin, und das etliche Jahre nach dem Tod dieses Pädagogen.

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Reichen

Kommentar von earnest ,

Niveau bei GF ist Glückssache.

Hier hat das Glück bei Antwort und Kommentaren hold gelächelt.

;-)

Kommentar von Bswss ,

Schön gesagt. Merci, Bswss

Kommentar von adabei ,

Die Methode kenne ich natürlich. Dass es so schlimm ist, war mir aber nicht bewusst.
Soweit ich weiß, wird an bayrischen Grundschulen immer noch relativ "normal" lesen und schreiben gelernt.

Kommentar von earnest ,

Tu felix Bavaria ...

Kommentar von LolleFee ,

Die hiesige Grundschule erfindet das Rad immer wieder neu, und zwar in allen sieben Klassen anders. Ich frage mich, wie ich damals mit Umi (kennt den noch jemand?) unbeschadet Lesen und Schreiben gelernt habe...

Kommentar von adabei ,

Das war dann schon nach meiner Zeit.
Ich glaube bei uns gab es nur "Mein Lesebuch" mit Mama, Papa, Otto, ....

Antwort
von Y0DA1, 57

Alles unterliegt dem Wandel, auch die Grammatik.

Schau dir mal die Grammatik vor 100, 200, 300 Jahren an.

Ob es besser oder schlechter ist, sei jetzt dahingestellt.

"Der warme Tag ist's, der die Natter zeugt." William Shakespeare

Antwort
von kiniro, 43

Von diesem Hang sind nicht nur Jugendliche (und auch nicht alle) befallen.

Wenn ich mir so manche Texte - sei es Werbung oder etwas anderes - durchlese bzw. anhöre, frage ich mich, wo die betreffenden Erwachsenen ihre Deutschkenntnisse her haben.

Ich mache bestimmt auch den einen oder anderen grammatischen Fehler - aber so etwas wie "das Kommentar" kommt garantiert nicht darin vor.

Leider habe ich keine Idee, wie Leute (egal, ob Jugendliche oder Erwachsene) auf solche Wortschöpfungen kommen.

Antwort
von schnuffpuff20, 86

Ich denke ganz einfach weil es sich ja so *cool* für einige anhört und viele zu faul sind es richtig auszusprechen.

Antwort
von CounterMonkey, 81

Die bildungsferne Unterschicht ist halt der fortpflanzungsfreudigste Teil der Bevölkerung, demnach sieht man immer mehr Kinder deren Eltern auch schon  geistig hängengeblieben sind, was will man da erwarten? Die können ja teilweise nicht mal mehr einen Satz geradeaus sprechen.

Kommentar von kiniro ,

Erwähnte ich schon mal, dass ich den Ausdruck "bildungsfern" gefressen habe?

Zudem hast in dem Fall du ein Problem damit - "man" kannst du hier getrost außen vor lassen.

Kommentar von CounterMonkey ,

Nee erwähntest Du nicht, ich kann mich aber auch nicht erinnern schonmal mit Dir zu tun gehabt zu haben. Und die Quote Likes - Dislikes beträgt zZ 3:1, also lieg ich mit "man" schon richtig ^^

Antwort
von Brainus, 92

viele tippen doch nur irgendwas in ihr Smartphone rein und schreiben kaum mehr richtige Sätze. Weiter wird mehr rumgetippt oder geschrieben, anstelle dass man sich mit Leuten unterhält.

Antwort
von natusxy0, 64

"In der heutigen Zeit ist die deutsche Sprache bei der deutschsprachigen Jugend immer weniger Bedeutung hat."

Macht Sinn oder?

Kommentar von EddieWinkler ,

s.o.

Kommentar von natusxy0 ,

Hast du gut bearbeitet. 

Antwort
von spriday, 20

Die haben einfach "kein Bock" auf anständige Rechtschreibung und Grammatik.
Es ist ihnen zu anstregend, zu überlegen, wo jetzt welches Kommata hingehört und warum man "Karls Flasche" anstatt "Karl sein(e) Flasche" sagt.

Antwort
von ray2016, 44

ist eine neue generation ,neue grammatik

Antwort
von ElefantenBub, 32

Die Jugend hat wahrscheinlich die Intention, cool zu erscheinen, indem sie ihre eigenen Worte und grammatikalischen Wendungen verwendet.

Es gäbe Autokorrektur, behaupten sie und im persönlichen Gespräch gilt es anscheinend als "lässig", wenn man bei deutschen Jugendlichen einen Mischmasch aus Englisch, Gestammel und Türkisch zu hören bekommt.

Das Problem ist der Effekt der Gewöhnung: Im Vorstellungsgespräch fällt die korrekte Redewendung dem Bewerber plötzlich nicht mehr ein, und "Isch mah ersma Praktikum" beeindruckt eher wenige Arbeitgeber.

Traurig, aber wahr.

Antwort
von tommy40629, 38

Weil die Politik mit Absicht das Bildungssystem immer mehr vor die Hunde gehen lässt.

Wenn man erst in der 6. Klasse, ich wiederhole: In der 6. Klasse die bestimmten und unbestimmten Artikel lernt, dann ist das eine Katastrophe.

Ich konnte am Ende der 1. Klasse so lesen, dass ich nur noch Einsen hatte und in der Grammatik wurden wir auch richtig rangenommen.

Aber ich sehe auch, dass ich nicht mehr so gut in Deutsch bin, wie nach dem Abi 2011.

Aber und das lernt man auch im Soziologie LK, ist die aktuelle Regierung nicht an einer gut gebildeten Bevölkerung interessiert.

Ein harter Fakt ist, dass man ungebildete Menschen besser unter Kontrolle hält.

Hätten wir alle ABI, dann würden wir viel zu viel hinterfragen, so aber spielen wir den ganzen Tag an unseren iphones herum, rennen dabei fast vor Autos und Straßenbahnen und spielen Pokemon und anderen Mist.

Das ist das perfekte Volk für die herrschende Klasse.

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