Frage von nanananabatman, 50

Wieso habe ich solche Probleme damit ich selbst zu sein?

Hallöchen Ich bin zur Zeit ziemlich verwirrt. Mir ist erst vor kurzen aufgefallen, dass ich ziemliche Probleme damit habe ich selbst zu sein. Es fällt mir schon längere Zeit schwer mich mit Leuten zu unterhalten und wenn ich Augenkontakt halten muss werd ich direkt nervös und kann mich nicht mehr auf das Gespräch konzentrieren. Gegenüber Leuten die ich nicht kenne verstellen ich mich um gut anzukommen und Leute die ich liebe, verletzte ich ohne es zu wollen. In dem Moment bekomme ich das gar nicht mit. Erst später, jedoch lerne ich scheinbar nicht daraus, denn es passiert ja immer wieder. Wenn ich mich auf eine positivere Sicht aufs leben einstelle braucht es nur Kleinigkeiten um mich wieder runter zu ziehen. Ich bin total gestresst wenn ich erst mit drei Freunden unterwegs bin und der eine kurz auf Toilette geht und ich mit dem anderen allein bin. Ich habe Hemmungen meinen Freunden davon zu erzählen. Sie denken ich wäre verpeilt, weil ich nie aktiv in Gesprächen beteiligt bin sondern immer in Gedanken abdriften und ab und zu Kommentare abgeben. Ab und zu habe ich sowas wie Wahnvorstellungen. Einmal dachte ich zum Beispiel ich wäre ziemlich dumm\behindert aber alle anderen behandeln mich so das ich mich normal fühle. Ich möchte einfach ich selbst sein und mit Ablehnung klar kommen. Hat jemand Tipps? Was bis jetzt hilft ist Musik und Sport.

Habe nicht sonderlich auf die Rechtschreibung geachtet;)

Antwort
von Perle2801, 15

Hallo, was hinter deinen Problemen steckt, lässt sich ohne eine gute Kenntnis deiner Person nicht sagen. Nur eines: Wahnvorstellungen hast du sicher nicht - Leute, die Wahnvorstellungen haben, bemerken das niemals selbst.

Keinen Augenkontakt halten und sich nicht in andere einfühlen zu können, spräche prinzipiell für das Asperger-Syndrom (eine Form des Autismus). Das ist allerdings angeboren; falls du also die genannten Beschwerden erst seit einiger Zeit hast, ist Asperger sehr unwahrscheinlich.

Falls du wirklich rausfinden willst, was los ist, und dann auch Hilfe erhalten, musst und kannst du tatsächlich einen Psychologen aufsuchen. Dazu ist dann zu raten, wenn dich deine Beschwerden in der Lebensqualität einschränken (und das klingt ganz so.)

Kommentar von nanananabatman ,

Jau habe mir eine Frist gesetzt. Wenn es bis dahin nichts wird, gehe ich zu seelendoc. Autismus ist es nicht denk ich, liegt mehr am Selbstwertgefühl würde ich behaupten. Das ding mit den "Wahnvorstellungen " ist, immer wenn ich si was habe und meine Freunde darauf ansprechen müssen sie lachen weil es so abwegig ist( was mir in dem Moment gut tut) aber ich nehme halt die Realität anders war und auf einmal interpretiere ich alles falsch. Ist im nachhinein lustig aber in dem Moment die Hölle.

Kommentar von Perle2801 ,

Das glaube ich dir, dass das schrecklich ist. Solche Fehlinterpretationen sind mitunter mit Depressionen verbunden, da wären wir auch bei deiner Selbsteinschätzung mit dem mangelnden Selbstwertgefühl. Aber, wie gesagt, das muss jemand anders auf anderem Weg diagnostizieren. Ich wünsche dir sehr, dass du einen Weg findest, wie es dir besser geht - wie auch immer.

Kommentar von nanananabatman ,

Danke dir. Dir auch alles gute.:)

Antwort
von Yuuki0906, 33

Öffne dich deinen engsten Freunden und du wirst sehen, dass es nicht schlimm ist, du selber zu sein. Nach solchen intensiven Gesprächen ist das Verhältnis viel lockerer und du weißt, dass sie dich verstehen :)

Antwort
von TheFreeman, 18

Das hatte ich auch eine Zeit lang...

Ich hab die Sache dann beendet als ich mich vor meinen Eltern als schwul geoutet hab... (zu dem Zeitpunkt war ich 15 und hab dann endlich kapiert wer ich wirklich bin)

Aber auf dem langen weg dahin hab ich mich viel für Musik interessiert... Am besten du hörst dir mal alles mögliche an was es an Musikrichtungen gibt und findest so heraus was du am liebsten hörst. Ich hab zum Beispiel "punk rock" für mich entdeckt... 

Außerdem war ich sehr unzufrieden mit meinem Körper... ich hab eine Trichterbrust und ich war jedes mal kurz davor zu weinen wenn ich das im Spiegel gesehen hab... Ich hab mich dann zusammen mit meiner Mutter in einem Fitness Studio angemeldet. Das hat mir sehr geholfen besser mit meinem Körper klar zu kommen (falls du auch Probleme damit hast) 

Es könnte auch von vorteil sein wenn du dich einem Psychologen öffnest und ihm deine Sorgen erzählst.

Kommentar von TheFreeman ,

Vielleicht bist du auch einfach nur introvertiert...

„Introversion“ ist der Gegenpol zu Extraversion. Introvertierte Charaktere wenden ihre Aufmerksamkeit und Energie stärker auf ihr Innenleben. In Gruppen neigen sie eher zum passiven Beobachten als Handeln und werden häufig als „still“, „zurückhaltend“ und „ruhig“ beschrieben. Introversion ist nicht unbedingt gleichzusetzen mit Schüchternheit.

Ein markanter Unterschied zwischen introvertierten und extravertierten Personen ist, dass sich der Introvertierte nach längerer Dauer ohne Zeit „für sich selbst“ im Gegensatz zum Extravertierten energielos und „ausgesaugt“ fühlt. Daher bevorzugen introvertiert geprägte Menschen oft eine ruhige Umgebung, wie z. B. die eigene Wohnung, Bibliotheken, Parks, Wälder etc. Oft nutzen Introvertierte auch ihre Wochenenden und ihre Freizeit, um sich zu erholen, indem sie je nach Möglichkeit so viel Zeit wie möglich allein oder mit engen Freunden und Bekannten verbringen. Dabei genießen sie, anders als von Außenstehenden häufig angenommen, diese Zeit, da sie sich nur auf diese Art effektiv erholen und nachdenken können.

Irrtümlicherweise werden Absagen von Partys, Ablehnungen von Verabredungen oder ein Ausbleiben von Kontaktaufnahme vom Bekannten- und Freundeskreis introvertierter Menschen in vielen Fällen so aufgefasst, als ob von Seite des Introvertierten kein Interesse oder Gleichgültigkeit an der Freundschaft bzw. Bekanntschaft bestünde. Introvertierte streben genauso wie auch Extravertierte nach sozialen Kontakten, Freundschaften und Unternehmungen, jedoch nicht in solchem Umfang wie andere. So meiden Introvertierte meist überfüllte Partys und Veranstaltungen, verbringen dagegen aber gerne ein paar ruhige Stunden mit ihnen bereits vertrauten Freunden, solange die Gruppe nicht größer als 4-6 Personen ist.

Introvertierte Temperamente sind der Phlegmatiker und der Melancholiker (siehe Temperamentenlehre).

Antwort
von Arianek1212, 20

So ähnlich ist es bei mir auch

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