Frage von HeroHacker, 130

Wieso gucken Betriebe nur auf die Schulnoten wenn die Themen aus der Schule 0.001% mit dem Beruf zu tun haben?

Wenn man in Mathe z.b. Eine 6 hat und Kaufmann werden will, dann würde jeder Arbeitgeber sofort sagen ne den nehmen wir nicht. In kaufmännischen Berufen muss man nur Plus minus und selten mal mal und geteilt rechnen. Und in der Schule hat man die Themen die niemand jemals wieder brauchen wird höchstens wenn man mathe Lehrer werden will. Somit sagen die Schulnoten doch absolut gar nichts über ein aus. Nur weil man die Themen in der Schule nicht kann heißt das doch nicht das man kein Plus und Minus kann. Und im Beruf hat man sogar noch immer einen Taschenrechner dazu. Also wieso würde ein kaufmännischer Betrieb niemals jemanden mit einer 6 in Mathe nehmen? Ps. Ich habe keine 6 sondern eine 4 in Mathe und das nur weil ich die Themen nicht ganz verstehe. Sonst kann ich alles in Mathe perfekt! Und jeder Arbeitgeber sagt mir mit einer 4 in Mathe wird das nichts...

Antwort
von BlackRose10897, 92

Die Noten im Zeugnis geben dem Arbeitgeber u.a. schon einen Hinweis, ob du auch gewillt bist zu lernen und ob du für die Ausbildung überhaupt geeignet bist, oder diese zu anspruchsvoll wäre. 

Mathematik z. B. hat nicht nur mit Rechnen an sich, sondern auch mit logischem Denken und Lösungsorientierung zu tun.

Antwort
von Klife1, 64

In kaufmännischen Berufen sollte man durchaus mehr drauf haben als bisschen Plus und Minus. Wer keine Ahnung von Mathe hat, wird sich mit einer kaufmännischen Ausbildung sehr sehr schwer zu tun. Man braucht für vieles eine "mathematische und logische Denkweise".

Es bringt nichts, wenn man Tasten auf einem Taschenrechner eingeben kann, aber die Hintergründe nicht versteht. ;-)

Antwort
von Ursusmaritimus, 65

Nun es zeigt allerdings auch den Umgang im logischen Denken und die Verwendung der Abstraktion. Das sind schon Punkte welche einen Kaufmann auszeichnen....

Noten sind keine zehn Gebote, aber sie sind ein Werkzeug mit welchem der Personaler deine zu erwartenden Fähigkeiten einstuft.

In zehn Jahren schaut keiner mehr auf deine Noten, aber heute sind sie wichtig für deinen Start......

Expertenantwort
von Nadelwald75, Community-Experte für Schule, 44

Hallo HeroHacker,

das tun Betriebe auch, um etwas über die Person zu erfahren:

Hat er was auf dem Kasten? - Mathe, Sprachen, Deutsch, Physik

Ist er fleißig? - Lernfächer wie Erdkunde, Geschichte, Chemie

Hat er zwei linke Hände? - Kunst, Werken, Sport

Ist er vielseitig einsetzbar? - Teilnahme an freiwilligen Arbeitsgemeinschaften, Ämter

Was macht er, wenn er eine Aufgabe bekommt, die er nicht machen muss? - Vermerk über Abmeldung in ....(.freiwilligen Fächern)

Hat er Klassen wiederholt? - Geburtsdatum

Kommentar von JanfoxDE ,

Ist das eine scherz Antwort?

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo JanfoxDE,

nicht unbedingt. Und verallgemeinern kann man das nicht. Aber zumindest habe ich das mal in einem Betrieb im Zusammenhang mit einem Schülerpraktikum gehört.

Frage des Tages: Womit muss ich rechnen, wenn der Betrieb mein  Zeugnis sieht? - Antwort: mit allem.

Antwort
von SoDoge, 29

"Somit sagen die Schulnoten doch absolut gar nichts über ein aus."

Das würde ich so nicht sagen bzw. muss das nicht sein. Die Schulnoten geben einen gewissen Aufschluss über die Fähigkeiten der Person, zwar nur in ein paar bestimmten Themen, aber letztendlich sagt die Note auch etwas über die Arbeitshaltung der Person aus, ob man bereit ist, sich anzustrengen, beispielsweise.

Der Arbeitgeber sieht erstmal nichts anderes als das Zeugnis und muss anhand von diesem einen frühen Eindruck finden. Ist das Zeugnis schlecht, ist der Eindruck erstmal schlecht. Und ob und inwiefern die Noten die Leistung der Person wiederspiegeln, kann der Arbeitgeber auch nicht wissen. Bei machen Leuten kann die Note auch 1:1 der Leistung entsprechen, eben gerade so ausreichend, vielleicht noch mit Ach und Krach. Wenn die Ursachen für die Note woanders liegen, dann hast du immer noch ein Vorstellungsgespräch als Gelegenheit, das aufzuklären und einen wiederum guten Eindruck zu hinterlassen. Wenn du bis dahin kommst, hat man dir auch bereits eine gewisse Chance gegeben und dann ist das auch vielleicht machbar. Es kann auch sein, dass nicht die 4 an sich das Problem ist, sondern die "Konkurrenz". Spätestens wenn andere Bewerber bessere Zeugnisse vorlegen, hast du schlechte Aussichten auf den Job. Das mag im Einzelfall nicht fair sein, aber wenn du der Personalleiter wärst, würdest du wahrscheinlich auch nicht anders handeln - auch wenn es sich möglicherweise nicht einmal um wichtige Fächer handelt. 

Antwort
von Knoerf, 37

Ich bin auch der Meinung, dass Noten überhaupt nichts aussagen. Ein gutes Beispiel war das Fach Bwl was ich an meiner damaligen Schule hatte. Bei der Lehrerin die ich außer in der "zweiten" Abschlussklasse die ganze Zeit hatte, hatte ich immer fast eine 5. Nur durch eine zusätzliche Präsentation bzw. Prüfung konnte ich mich auf eine 4 retten. Dann musste ich das Maturaabschlussjahr wiederholen weil die Umstände einfach nicht gepasst haben.

Im zweiten Abschlussjahr bekam ich einen super Lehrer in den kaufmännischen Fächern und siehe da ich hatte eine 3 in Bwl und das ohne Prüfung oder anderen Schnickschnack und hätte sogar mit Prüfung eine 2 haben können, habe aber dankend abgelehnt, da mir nur das durchkommen wichtig war. Ich habe nicht anders gelernt als bei der Frau davor. :)

Aber andererseits kann ich die Arbeitgeber schon ein bisschen verstehen. Sie wollen halt das Beste für die Firma. Wenn du dir einen PC oder ein Auto kaufst dann nimmst du auch das, wo dir die Daten besser gefallen zum gleichen Preis oder nicht? ;)

Antwort
von LeCux, 65

Die Sicht ist zu kurz. Man braucht durchaus viel mehr davon.

Mathematik hat auch was mit dem logischen und lösungsorientierten Denken zu tun und das ist teils sehr wichtig.

Antwort
von Barolo88, 48

weil auch in der Berufsschule viel Mathe benötigt wird, in jedem Beruf, und kein Unternehmen möchte Leute ausbilden die dann die Prüfung nicht bestehen. Außerdem spiegeln Schulnoten schon die Einstellung zum Lernen, Leistungsbereitschaft und Intelligenz wider

Antwort
von suziesext08, 35

also der Kaufmann muss schon n bisschen mehr draufhaben als 3€ und 7€ macht bittschön 10€, die gnädige Frau.

Er muss wissen, was Prozente sind und wie man sie ausrechnet, er muss ingesamt ein gutes Zahlenverständnis als Grundlage für die Ausbildung haben. Er soll ja später disponieren können, gründlich Ahnung von Buchführung und all sowas kriegen

Und ein Abgangszeugnis gibt schon einen ziemlich anschaulichen Überblick für den Personalchef oder den Ausbilder, mit wem er es zu tun hat. Natürlich machen die sich ihr Bild auch aus dem Bewerbungsgespräch, aber wenn da 50 sich um ne Lehrstelle bewerben, dann werden die 6er Schüler schon erst gar nicht eingeladen. Denen schreibt man dann: "Vielen Dank für Ihre Bewerbung. Leider haben wir uns aus der großen Anzahl für einen anderen Lehrstellenbewerber entschieden. Wir wünschen Ihnen viel Glück für Ihren weiteren Lebensweg."

Antwort
von glaubeesnicht, 36

Warum? Weil du mit einer 4 in Mathe die Zusammenhänge nicht verstehst! Dann nützt dir auch der Taschenrechner nichts.

Antwort
von Hausameise, 41

Wenn du eine 6 in Mathe hast sagt das, dass du überhaupt keine Ahnung von Mathe hast und wahrscheinlich nichtmal Plus und Minus rechnen kannst. Außerdem braucht man schon etwas mehr als nur plus und minus.

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