Frage von wil13, 168

Wieso glauben viele "moderne" Christen nicht mehr daran, dass das Alte Testament wortwörtlich gemeint ist?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Aleqasina, 79

Ein Grund ist, dass sich das Alte Testamenst selbst nicht wörtlich nimmt. Es enthält nämlich sehr verschiedene Überlieferungen, Theologien, Kultvorschriften usw., die sich z. T. sogar widersprechen. Jede Überlieferung zeichnet eine zeitbedingte historische entwicklung nach.

Di Bibel ist ein pluralistisches Buch! ;-)

Kommentar von wil13 ,

hast du ein paar Beispiele für solche Dinge die sich widersprechen bzw Falsch sind? :)

Kommentar von Aleqasina ,

Ja, da gibt es viele.

Spontan, ohne lange zu suchen, ein typisches Beispiel für Abweichungen, die auftreten, wenn ein Sachverhalt durch mündliche Überlieferung verändert und zu einer Sage
wird:

Nach 1. Samuel 17 war es der Hirtenjunge David, der mit einer Steinschleuder den
riesenhaften Philisterkrieger Goliath besiegte.

Nach 2. Samuel 21, 19 war es jedoch ein anderer Betlehemiter, nämlich Eljahanan, der Sohn Jairs, der Goliath erschlug. Wobei von einer Riesengestalt des Kriegers nicht die Rede ist. Ein Vorkämpfer der Philister von riesenhafter Gestalt, der ebenfalls nicht von David, sondern von dessen Neffen Jonatan getötet wird, ist erst im nachfolgenden Vers 20 erwähnt. Das klingt historisch korrekt.

Beide Philister, der mit dem Speer, der dick war wie ein Weberbaum, und der Riese Goliath sind also in einem müdlichen Überlieferungsprozess zu einer Person verschmolzen, wobei der Sieg über "ihn" dem ruhmreichen David angedichtet wurde.

Eine Marginalie, aber sie zeigt, wie die Überlieferung abläuft.

Bekannter:
die beiden Schöpfungsmythen ganz am Beginn der Bibel.

Der priesterschriftliche Schöpfungshymmnus hat diese Reihenfolge:

1.     Wasser (war schon da)

2.     Licht

3.     Himmel

4.     Land

5.     Pflanzen

6.     Gestirne

7.     Tiere

8.     Menschen

Die jahweistische Schöpfungserzählung hat diese
Reihenfolge:

1.Land (war schon da)

2.Wasser (Tau)

3. (Pflanzen)

4.Mensch (männlich)

5.Paradiesgarten

6.Tiere

7. Mensch (weiblich)

Diese an sich ältere Erzählung aus dem agrarisch geprägten Norden Israels ist
so an den im babylonischen Exil entstandenen priesterschriftlichen
Schöpfungsmythos angehängt, dass er wie eine ergänzung wirkt. Sie war aber eine
ganz eigene Überlieferung aus einem anderen kulturellen Kontext.

Interessant ist auch, wie sich die Entwicklung im Opferkult entwickelte.

In Exodus 20, 24 können Altäre an jedem Ort errichtet werden, den sich Gott erwählt also irgendwie seine Präsenz zeigt. Dabei ist die Verwendung von unbehauenen Natursteinen und Erde vorgeschrieben. Das entspricht den Zuständen der Nomaden und Richterzeit, wo jeder Clanchef sein eigener Priester war und vor seinem Haus, auf einem Berg oder sonst einem numinosen Ort eine Opferstätte hatte. Beispiele: Richter 6, 24; 13, 19; 17,1ff)

In Levitikus 17 wird das Offenbarungszelt als einzige Opferstätte zugelassen. Übrigens nicht mit einem Altar aus Natursteinen, sondern aus mit Kupferblech überzogenem Holz (Exodus 27, 1ff).

Im Ablauf der Erzählung ist dieses Gesetz ein Gotteswort an Mose, also demnach eigentlich vor der Richterzeit verkündet worden. Aber das Zelt  dient hier schon als Modell des späteren Tempels.

In Deuteronomium 12, 4ff ist dann von einer Stätte innerhalb aller Stammesgebiete die Rede, die Gott sich als einzigen Kultort auswählen wird. Klar: gemeint ist der Tempel in Jerusalem. Niedergeschrieben wurde der Text von Angehörigen der dort seit der Reichsgründung durch David zentralisierten Priesterschaft, die keine Konkurrenz von Außerhalb duldete.

Hier zeigt sich also ein historischer Prozess, der von dem archaischen Kult in der Landbevölkerung über viele Konflikte zu einem in der Hauptstadt zentalisierten, liturgisch ausgefeilten Kultus einer gut organisierten Priesterkaste führt.

Tja, ziemlich bunt, die Bibel! 

Antwort
von michi57319, 71

Deine Frage finde ich gut. Ich selbst habe auch versucht, meinen christlichen Glauben auf diese Weise zu leben und das alte Testament wortwörtlich zu glauben. Aber leider bin ich dabei auf einige Hindernisse bei meinen Mitmenschen gestoßen.

Die ersten, die sich von mir abwanden, waren meine Freunde aus dem
Fußballverein. Als ich ihnen erklärte, dass es laut Levitikus 11, 31 -
32 verboten ist, die Haut eines totan Schweines zu berühren und
vorschlug, wir sollten alle, nicht nur der Torwart, fortan beim Spiel
Handschuhe tragen, sahen sie mich zuerst noch komisch an. Als ich dann
aber nachsetzte und bekanntmachte, dass es nach Levitikus 19,27 verboten
und frevelhaft sei, sich die Bart- und Haupthaare zu schneiden und
forderte, dass wir auch das in Zukunft besser unterlassen sollten,
fragten sie mich, ob ich noch alle Tassen im Schrank hätte.

Ich habe den Kontakt zu diesen Sündern mittlerweile abgebrochen und
mich seither ganz und gar meinem Glauben verschrieben. Schließlich ist
das Alte Testament wortwörtlich gemeint und muss auch so befolgt werden.

Doch sogar bei der Ausübung meiner religiösen Pflichten wie dem
Gottesdiensbesuch kam es zu Problemen. In Levitikus 21,18-20 wird
nämlich dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf,
wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Leider leide ich
unter einer schwachen Myopie und muss deswegen eine Brille tragen,
weshalb Kirchenbesuche für mich als gläubigen Christen tragischerweise
ausfallen müssen.

Aber glücklicherweise fand ich eine Möglichkeit, GOTT mit mir zu
versöhnen und ihn anzunehmen, auch wenn ich nicht in die Kirche gehen
kann. Immer, wenn ich an meinem eigenen selbstgebauten Altar, den unser
Dorfpastor extra für mich geweiht hat, dem HERRN eine Kuh als Brandopfer
dargeboten habe, war mit bewusst, dass dies für den HERRN einen
lieblichen Geruch erzeugt (Levitikus. 1,2-9).

Glücklicherweise bin ich kürzlich in den Beseitz eines Bauernhofes
gekommen: Mein Schwager, ein Viehwirt, hatte nämlich gegen Levitikus
19,19 verstoßen, indem er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben
Feld angepflanz hat. Darüber hinaus trug meine Schwester stets
Kleidung, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht waren, nämlich aus
Baumwolle und Polyester. Als sie mich während eines Streits einen
"gottverdammten Spinner" genannt haben und auch dem Herrn übel fluchten,
habe ich das komplette Dorf zusammengeholt, um sie gemäßLevitikus 24,
10 - 16 öffentlich zu steinigen. Leider haben nur zwei weitere Brüder
aus meiner Gemeinde dabei mitgemacht, aber wenigstens gehört der Hof und
die Viehwirtschaft jetzt mir.

Doch damit fingen meine Probleme erst richtig an. Das Hauptproblem
waren nämlich meine beiden Nachbarinnen: Sie behaupten, der Geruch
meiner wöchentlichen Rinderopfer sei nicht lieblich für sie, weshalb es
häufig zu Streitigkeiten mit ihnen kam.Sie waren ohnehin nicht gut auf
mich zu sprechen, weil ich ihnen niemals die Hand gebe und auch sonst
jeden Kontakt mit ihnen vermeide. Sie halten dies für unhöflich, davon
gehe ich jedenfalls aus, doch was soll ich tun? Ich weiß, dass ich mit
keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sichim Zustand ihrer
menstrualen Unreinheit befindet (Levitikus15,19-24). Ich habe zuerst
immer noch versucht, sie zu Fragen, ob sie gerade ihre Tage hätten, aber
darauf reagierten die Damen sehr pikiert. 

Meine Nachbarinnen kommen beide aus Polen. Das brachte mich auf eine
Idee: Ich habe mir überlegt, mir einen Sklaven aus Polen zu kaufen, der
die Wogen zwischen uns ein wenig glättet.Levitikus 25,44 stellt nämlich
fest, dass ich durchaus die Erlaubnis habe, von benachbarten Nationen
Sklaven zu erwerben. Das mit dem Sklaven ist aber vollkommen schief
gegangen... Dabei hätte ich es besser wissen müssen. Mein Vater wurde
vor Jahren schon ins Gefängnis gesperrt, weil er meine Schwester in die
Sklaverei nach Rumänien verkauft hat, wie es inExodus 21,7 erlaubt wird.

Mein Vorhaben, den Streit mit meinen Nachbarinnen beizulegen, fand
ein jähes Ende, als ich erfuhr, dass eine von ihnen jeden Samstag als
Reinigungskraft in der City Galerie arbeitet. Exodus 35,2 stellt
deutlich fest, dass sie getötet werden muss. Die andere habe ich
außerdem gesternim Supermarkt beobachtet, wie sie sich einen
Krabbensalat gekauft hat. Wegen dieses Greuels (Levitikus 11,10) werde
ich die beiden heute abend, wenn ich Feierabend habe, zusammen mit
meinen beiden Freunden steinigen.

Hast du nicht Lust, bei uns mitzumachen? Wenn du eine Frau bist, geht
das natürlich nur, wenn du gerade nicht deine Tage hast, ist ja klar.
Aber wärst du dabei? Ich freue mich immer, neue Menschen kennenzulernen,
die wie ich der Meinung sind, dass das WORT GOTTES ewig gültig und
unabänderlich ist.

Kommentar von michi57319 ,

Der Verfasser möge sich bitte bei mir melden.

Einen besseren und eindringlicheren Text bezüglich dieser Thematik ist mir bislang nicht untergekommen.

Kommentar von kotzmichnichtan ,

Guter Text!:)

Kommentar von michi57319 ,

Fand ich auch. Geistesgegenwärtig hab ich ihn kopiert, als ich gemerkt habe, daß meine Votes nicht angenommen wurden.

Kommentar von Rowal ,

Da bist du aber auf dem Holzweg. Denn im Galaterbrief des Apostel Paulus Kapitel 5 heißt es: "Zur Freiheit hat uns Christus befreit... Wenn ihr also durch das Gesetz gerecht werden wollt, dann habt ihr mit Christus nichts mehr zu tun." In Kapitel 2 desselben Briefes bestätigt Paulus, dass auch auf dem Apostelkonzil klargestellt wurde, dass es keinerlei Auflagen für Christen gibt (außer der persönliche Auflage an Paulus, auch an die Armen in Jerusalem zu denken).

Das heißt, wer sich versklaven läßt, sei es durch Gesetze, sei es durch Elementarmächte, durch Herrscher oder weiß der Kuckuck was, der hat mit Christus nichts zu tun. Das ist ja von vornherein schon klar, denn die alten Gebote wurden von Moses dem Menschen gebracht, aber die neuen von Christus. Und was sind die Gebote von Christus? Liebe Gott und deinen Nächsten. Punkt. Das ist wirklich alles.

Kommentar von michi57319 ,

Lex generalis, Lex specialis. Da haben die Menschen von Anfang an nach gusto und Opportunismus entschieden. Daher kann ich die Bibel als "Wort Gottes" schon seit vielen Jahren auch nicht Ernst nehmen.

Gott offenbart sich nicht durch menschliche Worte.

Kommentar von DerKleineRacker ,

vielen Dank für dieses kleine Meisterwerk haha

Kommentar von wil13 ,

ich selbst bin atheist. Und stelle diese Frage deshalb, weil ich es für falsch halte wenn viele Menschen nur ein Teil der Bibel wörtlich glauben. Das widerspricht ja dem was Gott sagt.

Aber denkst du nicht, dass es im 21. Jhd. Vllt nicht angebracht ist homosexuelle zu töten. Gott ändert sich. Gott ist nicht ewig. Und genau deshalb existiert er nicht. Wieso meint Gott am anfang das man Homosexuellr nichtm Leben lassen soll. (Im AT) und im NT meint er das man jeden lieben soll wie ich selbst. Das widerspricht sich.

Kommentar von michi57319 ,

Es ist NICHT Gott, es sind Menschen, die so sprechen.

In seinem Namen. Vermessener geht es nicht.

Kommentar von wil13 ,

ENTSCHULDIGE

ich habe den Text erst überflogen und dachte du meinst das ernst. EIN GRANDIOSER TEXT! Vielen Dank!!!

Antwort
von Whitekliffs, 39

Ich würde dir raten, das Neue Testament gründlich zu lesen. Vielleicht auch online auf bibel-online.net. Denn dort kannst du immer direkt den Bezug zum AT oder anderen Paralellstellen anklicken.

Vor allem der Galaterbrief und der Brief an die Hebräer beschäftigt sich mit dem AT.

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/galater/1/#1

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/hebraeer/1/#1

Antwort
von KommandoJDI, 87

Gibt es einen Grund danach zu Leben? Nö

Besitzen wir als Menschen keinen einen eigenen Verstand und müssen und diesen Veralteten regeln unterwerfen? Nö, ich hoffe das viele einen Verstand Haben.

Können unser Leben den selbst bestimmen? Ja

Kommentar von wil13 ,

Bin exakt deiner Meinung. Wenn man nur einmal über Religionen nachdenkt, merkt man das keine die richtige sein kann!

Kommentar von KommandoJDI ,

Nun ich finde zwar Religion okay aber das auch nur im Privaten sinne. Es hat nichts in unseren Gesetzen oder sowas zu suchen mit Ausnahme von Moralischen und Gesellschaftlich wichtigen Aspekten wie z.B. Das Töten von Menschen ist Verboten und wird Bestraft.

Kommentar von DerKleineRacker ,

Selbst für Moralfragen benötigt man keine Religion. Religion ist dort meiner Meinung sogar eher ein Hinderniss, weil moralische Überlegungen einfach durch bloße Regeln ersetzt wird. 

Kommentar von KommandoJDI ,

Aus der Religion muss man sich nun mal das richtige raussuchen man kann auf jeden Fall sagen das sie wenige aber sehr wichtige regeln für ein Gemeinsames zusammenleben geliefert haben auch, wenn man sich diese mühselig raussuchen muss.

Antwort
von michi57319, 42

ICH EMPFINDE ES ALS BODENLOSE FRECHHEIT, EINEN SEHR WAHREN KOMMENTAR LÖSCHEN ZU LASSEN !!!!!

Ich habe den Verfasser leider nicht mitkopiert, aber seinen Text.

Wenn dir die "wahren" Worte nicht passen, hör einfach auf, die Bibel zu lesen!

Gerne poste ich auch den mit Bibelstellen versehenen Kommentar nochmals.


Kommentar von wildcarts2 ,

Wenn man "wahre Worte" hören möchte, sollte man weit weg von der Bibel sein.

Antwort
von Netie, 25

Christen, die die Bibel als die Wahrheit anerkennen, nehmen jedes Wort des Alten Testamentes für sich in Anspruch. Sie beschäftigen sich damit genauso wie mit dem NT. Überall im AT findet man die Person des Herrn Jesus in prophetischer Voraussicht.

Wer das AT nicht anerkannt, hat nicht erkannt wer Gott ist und das Er sich im AT und NT geoffenbart hat.

Viele denken, das AT ist überwiedgend die Geschichte der Juden und hat nichts mit den neutestamentlichen Christen zu tun. Das ist ein Irrtum. Denn auf jeder Seite, ist Gott zu finden, der der Gott aller Menschen ist.

Antwort
von wildcarts2, 37

Vielleicht weil sie wissen, dass das AT nur eine Sammlung von erfundenen Geschichten ist? Schließlich ist erwiesen, dass diese Geschichten sich nie ereignet haben und aus verschiedenen zusammengebastelt wurden.

Außerdem hat die Bibel (Auch das NT) nichts mit Christen zu tun. Diese Schriften wurden ausschließlich von Juden für Juden geschrieben. Christen haben diese Schriften nur benutzt um ihre eigenen Regeln in eine neue Geschichte zu packen.

Kommentar von wil13 ,

das klingt alles sehr interessant aber hast du bspl oder beweise? :)

Kommentar von Aleqasina ,



Außerdem hat die Bibel (Auch das NT) nichts mit Christen zu tun. Diese Schriften wurden ausschließlich von Juden für Juden geschrieben.

Dieser Kommentar zeugt leider nicht von Sachkenntnis. Die Apostelgeschichte und die Briefe des Neuen Testamentes zeigen deutlich die schrittweise Trennung von Judentum und Christentum bzw. das Ausgreifen der Verkündigung über den traditionel jüdischen Rahmen hinaus. Einfach mal lesen und nicht irgendetwas Aufgeschnapptes weiterplappern!

Kommentar von wildcarts2 ,

Ich plappere nichts weiter, sondern nenne die Fakten. Christen lesen gern etwas in die Bibel hinein, weil sie die Entstehungsgeschichte des Christentums nicht kennen. Sie glauben nur der Selbstdarstellung der Kirche, die in ihren Anfängen viel dafür getan hat ihre Stellung zu legitimieren.

Als die Bibel geschrieben wurde gab es keine Christen. Erst Jahrzehnte später griffen Nichtjuden diese Ideen auf und fingen an sie zu interpretieren. Dies waren kleine unbedeutende Sekten, mehr nicht. Erst im 4. Jahrhundert entwickelten die Römer daraus eine Religion, indem sie ihre eigenen Lehren mit weiteren im Volk beliebten Dingen verknüften und dann eine Verbindung zur Bibel herstellten.

Du musst die politische Lage der Autoren einbeziehen. Das Judentum bzw. das VOLK Juda war beinahe ausgestorben. Kleinere Gruppen versuchten den Widerstand, verloren aber natürlich. Die Erfinder des Jesus Mythos gingen einen anderen Weg. Sie wollten erst genügend Menschen für ihre Sache überzeugen und wandten sich - sehr zum ärger vieler ihrer Brüder - auch an andere Feinde Roms. Sie wussten, ein offener Widerstand gegen Rom wäre zwecklos. Daher agierten sie im Untergrund.

Tatsächlich ist über ein wachsendes "Christentum" in den ersten beiden Jahrhunderten nicht nachweisbar. Es gibt nicht einmal hinweise darauf. Statt dessen gibt es Schriften, die nachweislich im 5. Jahrhundert von der Kirche gefälscht wurden, um eine Verbindung zw. Bibel und Kirche zu erzeugen.

Es würde zu weit führen hier die ganzen historischen Beweise und Fakten vorzulegen und das muss ich auch nicht. Denn nicht ich bin ich der etwas behauptet, sondern die Gläubige hier, die nur die Ideen ihrer Kirche nachplappern, statt selbst zu forschen und die Dinge zu hinterfragen.

Antwort
von josef050153, 21

Viele Dinge kannst du nicht wortwörtlich nehmen.

Gehst du etwa bei einer Verfehlung mit einem Schaf nach Jerusalem, um ein Sündopfer darzubringen?

Antwort
von Viktor1, 24

Hallo,

Dazu gibt es keinen Handlungsbedarf - und es gab ihn nie.
Die Botschaft Jesu war und ist die Basis des Glaubens für Christen  und sie
ist im Gegensatz zu den Schriften (Gesetzen) des AT nachvollziehbar und vollständig.
Der "Neue Bund" ("Neues Nestament"), für den Jesus sein Leben hingab, hat den "Alten Bund" ("Altes Testament") abgelöst und die Menschen von der Knechtschaft der Schriftgläubigkeit befreit.
Nachzulesen u.a. Jeremia 31,31-34 und Hebr.8,7-13.
Aus Letzterem:

13 Indem er von einem neuen Bund spricht, hat er den ersten für veraltet
erklärt. Was aber veraltet und überlebt ist, das ist dem Untergang nahe.

Bibelgläubige fühlen sich (wie sehr viele Menschen) wohler, sicherer wenn sie Verbote und Vorschriften haben welche sie "abhaken" können bei ihrem Handeln.
Jesus hat mit dem einen Gebot des Herzens ("Neuer Bund") den Menschen von dieser Knechtschaft befreit.
Jesus: "..die Wahrheit (=Erkenntnis) wird euch frei machen"

Warum - um auf deine Frage einzugehen - sollten Christen die Slaverei der Schriften wählen statt der Freiheit in Jesus ?

Gruß Viktor

Kommentar von wil13 ,

Gegenfrage: Wieso ändert sich Gott wenn er doch so ewig ist? Wieso War es damals ok schwule zu töten und heute nicht mehr?

Kommentar von Viktor1 ,

Ich weiß ja nicht , welchen Glauben du hast.
Wo hast du das her, daß Gott sich ändert ?
Auf die "Bibel" habe ich mich ja nicht berufen. Du bist bibelgläubig ?
Dann mußt du damit leben - mit deiner Hinterfragung.

Kommentar von wildcarts2 ,

Ich weiß ja nicht , welchen Glauben du hast.
Wo hast du das her, daß Gott sich ändert ?
Auf die "Bibel" habe ich mich ja nicht berufen. Du bist bibelgläubig ?
Dann mußt du damit leben - mit deiner Hinterfragung.

Wenn du die Bibel gelesen hättest und dich dann auch mit deren Entstehung und Kontext befasst hättest, würdest du wissen, dass es in der Bibel nicht nur einen Gott  gibt. Allein im AT findest du 3 Götter die erst bei Vollendung der Schriften zu "dem einen" zusammengesetzt wurden. Und im NT findest du etliche Widersprüche und Gegensätze. Die Götter des AT waren kriegslüsterne, willkürlich handelnde und sehr aggressive Götter, während der Gott des NT eher Wischiwaschi ist und sich nicht mehr klar ausdrückt. Das liegt vor allem daran, dass die Autoren eigentlich keinen neuen Gott schaffen wollten und die Adressaten diesen Gott ja kennen mussten, da es sich nur an Juden richtete. Die Autoren rissen das AT aus dem Kontext, malten ein anderes Bild bzw andere Seiten dieses Gottes, die sie anhand ihrer eigenen Ideen und der zu ihrer Zeit vorherschenden Meinung anpassten. Schließlich waren sie sehr beeinflusst von der griech. Philosophie und anderem.

Kommentar von Viktor1 ,
Wenn du die Bibel gelesen hättest

Ich sagte ja schon, daß ich mich nicht auf die Bibel berufe und schon garnicht die wechselnden Vorstellungen der vielen Autoren von Gott. Warum sollten diese Inhalt der christl. Botschaft sein oder der von Jesus ?
Deine Gegenhaltung geht ins Leere, wie die meisten deiner Beiträge.
Du wechselst einfach das Thema (andere Frage) und bringst Aspekte ein, bei denen du meinst irgendwie punkten zu können.
Das ist ziemlich wirres Vorgehen. Glaubst du wirklich, du könntest da  irgendeinen halbwegs intelligentem Menschen beeindrucken  ?

Kommentar von wildcarts2 ,

Die Botschaft Jesu war und ist die Basis des Glaubens für Christen  und sie
ist im Gegensatz zu den Schriften (Gesetzen) des AT nachvollziehbar und vollständig.

Falsch! Die Basis des Christentums ist die Lehre der römischen Kirche. Die Bibel ist die Basis für das Judentum. Es gibt keine christliche Lehre die in der Bibel zu finden ist. 

Der "Neue Bund" ("Neues Nestament"), für den Jesus sein Leben hingab,
hat den "Alten Bund" ("Altes Testament") abgelöst und die Menschen von
der Knechtschaft der Schriftgläubigkeit befreit

Auch das ist falsch. Der Bibeljesus sollte nichts ablösen, sondern erfüllen und fortzsetzen. Lies doch mal die Bibel im Kontext und lass die Interpretationen der Kirche weg

Kommentar von Viktor1 ,

Wenn du unbedingt irgend eine "Glaubenslehre" (egal welcher Konfession) als Basis des Christentums nehmen willst, ist das deine persönliche Angelegenheit. Wenn Christen sich verständigen wollen (scheint oft schwer zu sein, wie deine "Einwände" zeigen) dann geht dies zuerst nur über den Ursprung aus den Evangelien.

Lies doch mal die Bibel im Kontext und lass die
Interpretationen der Kirche weg

Nein, die Bibel interessiert mich in dem Zusammenhang nicht sondern nur die Botschaft Jesu.
Dort wird keine "Fortsetzung" der Gesetze und Vorschriften des AT angemahnt und auch keine "Aufpfropfung" ( Jesus: ".. man setzt keine neue Flicken auf alte Kleider")
Jesus hat das "eine Gebot" für alles gesetzt (das ist die Erfüllung des ganzen Gesetzes) genau wie "vorgedacht" bei Jerm. 31,31-34 (bestätigt auch durch Hebr.8.7-13) und auch diesen "Neuen Bund" durch sein Blut besiegelt (Luk.22,20).
Dies und sehr viele andere Zeugnisse für seine (neue) Botschaft kannst du mal als "Kontext" durchlesen - wenn du überhaupt willst.
Aber dies scheint dich nicht zu interessieren, da du andere Intentionen hast, dem Christentum zu begegnen, als die Wahrheit.

Antwort
von Hooks, 11

Weil sie keine Christusnachfolger sind sondern Kirchnachfolger.

Antwort
von Antonions, 50

Weil der moderne Christ nicht mehr alles hinnimmt. Er wagt es sich auch mal zu wiedersprechen und viele Abschnitte auch nicht mehr in die Moderne passen. Die Kirche reformiert sich doch laufend. Nur viel zu langsam.

Kommentar von wil13 ,

Aber wenn die Kirche sich reformiert dann weicht sie ja immer mehr von der Bibel ab und alle werden schlechtere Christen (aber bessere Menschen). Das zeigt, dass die Bibel und Gott nicht ewig sind!

Kommentar von Antonions ,

Wer hat wann die Bibel geschrieben? Die wurde teilweise erst
hunderte von Jahren später geschrieben und sehr oft übersetzt. Da sind genug Fehler aufgetreten. Ein guter Christ ist doch auf keinen Fall ein schlechter Mensch.

Antwort
von Evileul, 39

Man kann kein buch der Welt wortwörtlich nehmen , ok vieleicht Kochbücher.

Kommentar von KommandoJDI ,

Ahja Kochbücher ein kleiner Fehler und es schmeckt schlecht oder sieht schlecht aus. <3

Antwort
von reisil95, 18

Ich denke es ist nicht so, dass es nicht Wortwörtlich gemeint ist, das ust es auf jedenfall! Aber durch den Tod Jesu werden die Gesetze gebrochen! Und darum kann\muss nicht mehr alles si gelebt werden! Jesu Tod hat Alles verändert!

Antwort
von Thomas2201, 67

Ja es sind oft Gleichnisse und Metaphern. Die meisten Dinge im alten Testament kann man zu unserer heutigen Zeit nicht mehr wirklich wörtlich nehmen, da die zeiten sich verändert haben.

Kommentar von wil13 ,

richtig. Aber das beweist doch nur das Gott nicht ewig ist, wenn er kein Buch schreiben kann was für immer gilt. Demzufolge gibt es diesen Gott nicht bzw wenn ist er schwach.

Kommentar von michi57319 ,

Irgenetwas hast du gründlich falsch verstanden. Gott hat die Bibel nicht geschrieben. Es waren Menschen, die diese Worte als die Worte Gottes niedergeschrieben haben.

Kommentar von wil13 ,

Gott hat die Bibel durch den Menschen geschrieben. Aber Gott steht doch dafür was dadrinnen steht oder etwa nicht?

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