Frage von CrayyZae, 169

Wieso glauben immernoch Leute an Gott?

In einer Welt in der man mit Wissenschaft alles beweisen kann gibt es tatsächlich noch Leute die an Gott glauben. Es ist ja wohl kein Zufall, dass die religiösesten Länder die Ärmsten sind. Zudem lassen sich viele Leute von Religionen das Leben einschränken...wieso?

Antwort
von JTKirk2000, 25
In einer Welt in der man mit Wissenschaft alles beweisen kann gibt es tatsächlich noch Leute die an Gott glauben.

Ich interessiere mich ebenfalls für Wissenschaft, um genauer zu sein für Physik, aber ich weiß auch, dass die Physik dort ihre Grenzen hat, wo der Sinn von Religion, nämlich die Natur Gottes und eines ewigen Daseins, beginnt.

Zu meinen, dass Wissenschaft Religion wirklich verdrängen kann oder gar zu meinen dass die Wissenschaft klar aufzeigen könne, dass es Gott oder ein ewiges Dasein nicht gibt, ist mindestens ebenso sehr ein Armutszeugnis, wie wenn jemand derart religiös ist, dass diese Person jegliche Wissenschaft ablehnt.

Zudem lassen sich viele Leute von Religionen das Leben einschränken...wieso?

Das kann eigentlich nur von jemanden kommen, der von den mit einer rechtschaffenen Religion verbundenen Geboten keine Ahnung hat. Sorry, aber das ist so. 

Beispielsweise beim Christentum die zehn Gebote (die auch dieselben beim Judentum sind) sind, wenn man mal von dem ersten in Bezug auf den einzigen Gott absieht eine Grundlage eines guten sozialen Zusammenlebens, dass man nämlich nicht stehlen, nicht morden, kein falsches Zeugnis aussagen soll, und auch nicht nach dem trachten sollte, was jemand anderem gehört, vielmehr sollte man seine Eltern respektieren und ähnlich positives pflegen. Wer da meint, dass dies einschränkt, der hat von diesen Geboten nichts begriffen. Es mag sein, dass man erst wirklich danach leben muss, um zu begreifen, dass hinter diesen eine solche Weisheit steckt, dass man eben durch solche Regeln wesentlich glücklicher leben kann, als wenn es diese nicht gäbe. Bei anderen Regeln, die in der heutigen Zeit noch befremdlicher sind, wie etwa Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft, Vergebungsbereitschaft, oder noch christlicher die Keuschheit vor der Ehe und Treue in der Ehe scheint dies für manche noch weit einschränkender zu erscheinen, doch diejenigen, die wirklich danach leben, vermissen keine andere Lebensweise, sondern sind mit der Art, wie sie leben sogar weit glücklicher, als wenn es anders wäre.

Ich hatte selbst eine Weile nach nicht so hohen Standards gelebt, wie ich diese seit einigen Jahren angenommen habe. Manch einer würde vielleicht behaupten, ich hätte mich dadurch entsprechend eingeschränkt, doch ich weiß für mich, dass es sich in Bezug auf meine Glücklichkeit, (in Hinsicht auf das so genannte Wort der Weisheit bei den Mormonen) auf meine Gesundheit und in noch vieler anderer Hinsicht eine wesentliche Verbesserung darstellt. Für mich ist dies keine Einschränkung, sondern im Gegenteil eine Befreiung, aber nicht von unliebsamen Regeln, sondern davon, etwas loslassen zu können, das man durch eine klarere Sichtweise als etwas negatives erkannt hat, was einem durch andere Einflüsse fälschlicherweise als positiv vorgegaukelt wurde.

Antwort
von atoemlein, 16

Die meisten Menschen suchen halt nicht nur nach körperlichem Heil, sondern auch nach geistigem und spirituellem. Das Unfassbare macht den wesentlichen Reiz des Spirituellen aus.

Die Religion ist ein Teil der Kulturgeschichte des Menschen. Und Kultur lässt sich nie wissenschaftlich weg"rational"isieren!

Die Wissenschaft kann diese Sehnsucht des Menschen auch nicht erklären!
Genausowenig kann sie beweisen, dass es Gott nicht gibt (dies zu beweisen ist wissenschaftstheoretisch sogar gänzlich ausgeschlossen).

Der Mensch tut vieles, was nur Kultur ist, aber biologisch oder physikalisch oder evolutiv nichts bringt: Man weiss fast sicher, dass das Anstossen vor dem Trinken den Wein nicht besser macht...

Das schlimme an Religionen ist primär das gewaltsame Missionieren. So gesehen sind sie aber weder besser noch schlechter als all unsere Ersatzreligionen:
Technikhörigkeit, Drogensucht, Machtstreben, Wachstumsgläubigkeit und ähnliches.


Antwort
von MarkusPK, 23

Eine gleichzeitig provokante wie engstirnige Frage. Wie erfrischend. Genug Antworten hast du ja schon gekriegt. Also vielleicht mal deine eigene Weltanschauung überdenken. Du bist auf dem besten Weg, dein Leben von einem arroganten Gefühl des Besserseins und dem Hass auf Andersartige lenken zu lassen. Mit Toleranz kommst du allerdings viel weiter.

Und bevor jetzt das Argument kommt, dass gerade die religiösesten oft die intolerantesten sind: ja, da hast du vollkommen recht. Aber willst du besser sein als die, die du so geringschätzt, dann verhalte dich auch besser.

Kommentar von CrayyZae ,

Ich will nur Wissen wieso Menschen religiös sind.

Kommentar von MaraMiez ,

Weil sie es vom Gefühl her brauchen. Leute die das nicht brauchen, können das natürlich nicht nachvollziehen, aber das machts deswegen nicht weniger wichtig/weniger richtig.

Leben und Leben lassen.

Antwort
von MaraMiez, 35

Ich kann dir nicht sagen, wieso andere an Gott (oder etwas göttliches) glauben, nur, wieso ich das tu.

Und ich tu es, weil es sich für mich richtig anfühlt. Das ist tief in mir drinnen und hat herzlichst wenig mit Logik zu tun.

Es fühlt sich genauso richtig an, wie dass ich meinen Mann liebe und mit ihm zusammen bleiben will,.So richtig, wie das Gefühl, dass meine Kinder das Beste in meinem Leben sind und so richtig, wie das Gefühl, mir ab und an die Haare bunt zu färben, ne Pizza zu bestellen oder zur Musik die ich höre durch die Wohnung zu tanzen.

Erstmal kann man mit Wissenschaft nicht alles beweisen...viele grundsätzliche Dinge sind nach wie vor Theorien, die im Moment am wahrscheinlichsten sind, vielleicht sogar richtig...vielleicht aber auch nicht.

Und nur weil ich an etwas Göttliches glaube, heißt das nicht, dass ich die Wissenschaft nicht ernst nehme. Im Gegenteil. Für mich ist die Wissenschaft nichts anderes, als eine Möglichkeit eben dieses Göttliche zu erklären und ich find das super. Aber die Wissenschaft ist eben für meinen Kopf. Die Religion für meine Seele.

Viele Menschen brauchen einfach beides, die einen das eine mehr, die anderen das andere und wieder anderen reicht auch eins von beidem um glücklich zu sein.

Und das ist alles absolut in Ordnung, solang man damit niemandem schadet.

Für mich ist Religion einfach Respekt gegenüber der Welt und den Lebewesen, Offenheit für Dinge, die wissenschaftlich (noch) nicht erklärbar sind und vor allem: mein persönliches Gleichgewicht. Meinen Göttern ist es ziemlich schnuppe, ob ich jeden Tag bete, denen ist wichtig, dass ich ein gutes Leben führe, ein guter Mensch bin und aus den Menschen, bei denen ich es kann, gute Menschen zu machen. Ich erziehe meine Kinder btw. nicht religiös. Gute Menschen können sie auch ohne Religion sein.

Kommentar von claushilbig ,

Sehr schön geschrieben, danke.

Ich glaube, vielen Leute ist gar nicht klar, dass es eine Religiösität auch außerhalb von Institutionen geben kann - und wie religiös (im weitesten Sinne) sie tatsächlich selber leben und handeln, obwohl sie sich für "Atheisten" halten ...

Kommentar von Baoshan ,

Magst du mich erhellen? Ich bin Antitheist und mich würde interessieren, welche Handlungen in meinem Leben auf religiösität zurückzuführen sind.

Kommentar von gottesanbeterin ,

Warum sollte denn jemand "Perlen vor die Säue werfen"? Du willst ja doch bloß argumentieren und über die "Gläubigen" lästern.

Ich nehme dir nicht ab, dass du ehrlich an diesem Thema interessiert bist

Kommentar von Baoshan ,

Wie es mir scheint ist Kritikfähigkeit scheinbar keine Stärke von religiösen Menschen.

Erwarte ich aber auch nicht von Menschen, die glauben und dies versuchen als Wahrheit zu verkaufen.

Dein Satz

"Du willst ja doch bloß argumentieren und über die "Gläubigen" lästern."

sagt eigentlich alles. Ja, ich will argumentieren. Wenn du das als lästern empfindest. Nun ja....

Kommentar von claushilbig ,

Sorry, sehe Deine Nachfrage erst jetzt ...

Tatsächlich fußt m. E. eigentlich alles, was man allgemein als "Moral" oder "Ethik" bezeichnet, auf Religionen.

Zwar begründen die Atheisten ihre Werte nicht mit "göttlichem Willen", aber der Inhalt dieser Werte stammt m. E. doch ursprünglich (historisch) aus religiösen Überzeugungen.

Oder anders gesagt: wer nach westlich-atheistischen Werten ein "guter Mensch" ist, handelt automatisch auch nach christlichen Werten, auch wenn er das nicht eigentlich beabsichtigt.


 

Kommentar von claushilbig ,

Nachtrag:

M. E. ist überhaupt "Ethik" und "Religion" im Grunde das Gleiche - wenn man den Religionsbegriff etwas weiter fasst und nicht mit "Theismus" gleichsetzt.

Antwort
von ClochardFranken, 27

Servus!

Ich vermute mal, weil es für sie eine Hilfe im Alltag ist. Es gibt ihnen vermutlich die Antwort, auf die 2  Lebensfragen: Wo kommen wir her, und wo gehen wir hin?

Menschen die arm sind, oder in schlechten Lebenssituationen suchen besonders oft nach Trost und Hoffnung. Anscheinend bietet ihnen Religion das.

Desweiteren bietet Religion Orientierung. In unserer sich immer schneller verändernden Welt, gibt sie einen Haltepunkt, und mit ihren Regeln, einen moralischen Kompass.

Und was wir als Einschränkung wahrnehmen, ist für sie vermutlich eine Bereicherung, und wird als wohltuend empfunden.

Ich habe Respekt davor.

LG :)

Kommentar von CrayyZae ,

Ja ich hab auch Respekt davor :)

Antwort
von SibTiger, 27

Ein emotionaler Glaube an Gott, hat kaum einen naturwissenschaftlichen Hintergrund und so einen Glauben kann man auch in der heutigen Zeit bewahren.

Das ist dann natürlich kein Lückenfüller-Gott, der nur noch in den Ecken herumsteht, die die Naturwissenschaft (noch) nicht erklären kann, sondern eher ein Glaube, der unabhängig von der Naturwissenschaft steht.

So ein Glaube muss auch nicht notwendigerweise das Leben einschränken und kann auch unabhängig von Religionen sein. 

Ich denke da beispielsweise an Deismus oder auch Pantheismus, wobei Pantheismus natürlich kein persönliches Gottesbild beinhaltet.

Antwort
von ProfFrink, 25

mit Wissenschaft alles beweisen kann

Alles beweisen kann man ohnehin nicht. Gerade in der Mathematik (und Mathematiker verstehen etwas vom Beweisen) hat man erkannt, dass es Zusammenhänge gibt, die wahr sind und trotzdem nicht beweisbar sind. Siehe: Gödelscher Unvollständigkeitssatz.

noch Leute die an Gott glauben

Es ist eher umgekehrt: Gerade weil wir soviel herausgefunden haben und beweisen können, drängt sich immer stärker die Erkenntnis auf, dass diese Schöpfung kein Zufall sein kann. 

religiösesten Länder die Ärmsten sind

Nicht unbedingt. Gerade die christlich geprägten Regionen wie Westeuropa und Nordamerika gehören zu den reichsten Ländern.

Zudem lassen sich viele Leute von Religionen das Leben einschränken

Wenn einem die Religionen Gesetze auferlegen, dann mag das stimmen. Jesus hat die Schriftgelehrten seiner Zeit gescholten, weil sie ihren Zeitgenossen unnötige Lasten auferlegt haben. Ich persönlich habe das genaue Gegenteil erlebt und die Begegnung mit Jesus als sehr befreiend erlebt. Es gilt immer noch die folgenden Zusage bis auf den heutigen Tag:

1Petr 5,7: Alle eure Sorge werfet auf ihn; denn er sorgt für
euch!

Kommentar von CrayyZae ,

Ich wette in Deutschland sind nicht mehr als 1% wirklich religiös, nur weil jemand konfirmiert wurde etc heisst das nicht das er an gott glaubt.

Kommentar von kreisfoermig ,

Es wäre nicht 1%, aber definitiv nicht die angeblichen ca. 60%.

Kommentar von ProfFrink ,

Das mag schon sein. Nun ist aber die Wahrheit nicht von einer Mehrheitsentscheidung abhängig. Gerade der Mainstream hat sich des öfteren kollektiv geirrt. Gerade die Aussagen der Bibel über die Natur des Menschen waren schon immer unpopulär. Aber sie sind trotzdem wahr.

Diese Tendenz beobachtet man auch in der Wissenschaft. Noch bis in die1960er Jahre hinein hielt man das Weltall für eine relativ statische und ruhige Angelegenheit. Erst in jüngerer Zeit entdeckt man dass dort draussen äussert dynamische Prozesse im Gang sind. - Auf das unvoreingenommene Hinschauen und Beobachten kommt es an.

Antwort
von Franz1957, 28

Wer von Wissenschaft glaubt, daß man mit ihr "alles beweisen kann", der hat noch eine voraufgeklärte und eher mythologische Auffassung davon, wie sie funktioniert. Ich glaube an Gott, seit ich im Physikunterricht in der Schule die Maxwellgleichungen sah und über die mathematische Regelhaftigkeit, Berechenbarkeit und Beschreibbarkeit des Universums staunen lernte. Dieser Zugang zur Welt über Bildung ist gerade den Menschen in den ärmsten Ländern der Welt ebenso versperrt wie der zu genügend Nahrung und sauberem Trinkwasser. So wie auch den Menschen bei uns, die sich von der kapitalistischen Klassengesellschaft schon im Grundschulalter aussieben und dann in ihren Lebensmöglichkeiten so sehr einschränken lassen müssen, daß ihre Lebenserwartung um rund zehn Jahre kürzer ist. Ich bin ziemlich sicher, daß diese Einschränkung des Lebens ihnen schlimmer zusetzt als die, die Du vermutest.

Antwort
von Einstein2016, 24

Ich weiß nicht in welcher Welt DU lebst und wie alt bzw. jung Du zudem bist.

Die Wissenschaft kann definitiv nicht alles beweisen - eher im Gegenteil !      Es ist sicher nur ein ganz geringer Prozentsatz aller bestehenden Wahrheiten, welche wir anhand wissenschaftlichen Erkenntnissen als sicher zutreffend bewerten können. Sehr vieles ist ohnehin nur blanke Theorie und die Wissenschaft ist teilweise sogar untereinander zerstritten und uneinig.

Gerade die Physik-Wissenschaften verschlingen Unmengen an Geldern, welche deren wirklichen Nutzen in keinster Weise rechtfertigen können !

Diese Gelder könnte man für bestehende drastische Unterversorgungen von vielen solcher armen unterentwickelten Länder der "3. Welt" vorrangig viel sinnvoller und helfender einsetzen. 

Deine Ableitung mit den Ländern, weil diese religiös beeinflusst und damit  - selbst schuld - die Ärmsten sind ist einfach nur dumm und unzutreffend.

Was können arme Leute solcher naturgemäß zurückgebliebenen Länder dafür, wenn sie in ständiger Dürre / Hungersnot leben und dadurch sozial / wirtschaftlich total benachteiligt mehr oder weniger zu Grunde gehen.

Sicher werden von deren (tlw. diktatorischen) Regierungen auch Fehler begangen oder es fehlt einfach an nötigem Wissen, was nie vorhanden war.     Auch gibt es Glaubenskriege, welche im Prinzip nur Negatives erzeugen.

Religionen schränken aber gerade bei uns in Europa kein Leben ein, sondern lehren im Prinzip Weisheiten, von denen unsere rein oberflächlich agierende, egoistische, kommerzbedachte Gesellschaft zunehmend nichts mehr wissen will und diese daher gerne einfach als unpassend oder unverstanden abtut.

Sei Dir gewiss - viele religiösen, spirituellen Weisheiten und Lehren beinhalten viel mehr an tiefgründigen Erkenntnissen und (höheren) Wahrheiten als die Wissenschaft jemals auch nur ansatzweise für uns Menschen erbringen kann.

Man muss nur innerlich offen, ehrlich und "gegenwärtig" dafür sein, um diese Erkenntnisse und Wahrheiten in deren wahrhaftiger Substanz und Wert zu erfahren.

Antwort
von Ifosil, 27

Es ist ehr andersherum, Länder die besonders arm sind, suchen zuflucht in der Religion. 
Aber natürlich ist das alles nicht so unproblematisch, dass hast du richtig erkannt. Religionen dürfen unter keinen Umständen je wieder zuviel macht bekommen. Siehe Saudi Arabien, da schreibt dir die Religion jedes Detail des Lebens vor. 

Kommentar von lionclaw00 ,

unwissender

Kommentar von SturerEsel ,

Falsch, Ifosil hat mit diesem Posting mehr Wissen herüber gebracht als deine eine abfällige Bemerkung.

Kommentar von mrauscher ,

Ist grundfalsch, Ifosil. Schauspieler Tom Cruise bekennt sich zu Scientology. Denkst du, er ist arm? - Wirklich: Issa nich! -

Religion darf keine Macht haben, ist allerdings richtig. Gott, der Schöpfer hat die Macht, er hat Unviersum und das Leben erschaffen und wird die Macht über unseren Planeten seinem Sohn geben. Denn der hat sich ja bewährt. Gemeint ist Jesus.

Gott schreibt übrigens in der Bibel gar nichts vor, er empfiehlt. Das ist genau in seinem Sinn. Denn er hat uns als frei entscheidende Wesen gemacht, mit einer eigenen Meinung. - Comprende?

Antwort
von blechkuebel, 23

Du bist ziemlich optimistisch, wenn du sagst:

"In einer Welt in der man mit Wissenschaft alles beweisen kann (....)"

Es gibt so viele Dinge, die man nicht beweisen kann.

Gerade die Existenz von Göttern ist meiner Meinung nach durch die Wissenschaft weder überzeugend belegt noch widerlegt worden. 

Die Existenz (und genauso die Nichtexistenz) von Paralleluniversen oder Aliens oder einer Seele ließ sich z.B. bisher auch nicht beweisen. 

Und damit hättest du die Antwort: Da die Wissenschaft noch keine eindeutige Meinung zu Gott hat, eröffnet das den Raum für Spekulation. Und da der Glaube, dass Gott existiert, für viele irgendwelche positiven Konsequenzen hat oder aus einem subjektiven Gefühl irgendwie logisch erscheint, entscheiden sich die Leute eben für den Glauben.

Solche positive Konsequenzen sind:
- sich in einem großen und ganzen eingebettet fühlen
- das Gefühl, die Dinge passieren aus einem bestimmten göttlichen Grund und das damit doch irgendwie alles richtig so ist, wie es passiert
- Das Gefühl, dass man eine Art "Ansprechpartner" hat in schwierigen Situationen
- eine Richtschnur für das Leben zu haben mit klaren Regeln (mehr oder weniger). (Nächstenliebe ist z.B. ein schöner Gedanke).

oder Menschen glauben einfach nur deswegen, weil sie sich nicht vorstellen können, dass alles "zufällig" (d.h. nur aufgrund von irgendwelchen Naturgesetzen) geschehen ist. Und deswegen erscheint der Glaube aus einem subjektiven Gefühl heraus irgendwie logisch.

Kommentar von CrayyZae ,

Ja ich weiß klar es gibt riesige Lücken in dem Wissen der Menschheit (Tiefsee, Weltall). Klar gibt es positive Aspekte der Religionen wie zB die Nächstenliebe,aber dass eine Gesellschaft so nicht funktionieren kann hat uns doch die Vergangenheit gezeigt.

Kommentar von blechkuebel ,

...joa. Also ich bin auch kein Fan der Religionen, aber ich kann verstehen, warum es sie gibt. Und ich denke, die positiven Gründe, die ich genannt habe, erklären das so ein bisschen.

Und Religiösität ist nicht immer negativ. Manchmal ja, aber nicht immer. Es kommt halt darauf an, wie "aufgeklärt" der Glaube ist, bzw. wie mit neuen Informationen (z.B. aus der Wissenschaft) umgegangen wird.

Ich glaube auch nicht, dass ärmere Regionen deswegen arm sind, weil sie religiös sind. Ich denke es ist eher umgekehrt. Wer arm ist, braucht einen Halt und sucht sich den z.B. in der Religion.

Kommentar von Baoshan ,

Die Nächstenliebe hat allerdings sein Ursache nicht in der Reiligion, sondern in der Evolution.

Kommentar von MatthiasHerz ,

Die Vergangenheit zeigt so vieles und trotzdem sind Menschen so blöd, es wieder zu tun, wie Kinder, denen Du als Elternteil vermeintlich gute Ratschläge gibst und sie tun dann doch etwas anderes.

Gegenfrage: Wie funktioniert denn „eine Gesellschaft”?

Kommentar von SturerEsel ,

Sorry, das stimmt so nicht: die Wissenschaft hat eine eindeutige Meinung zur Religion und zum Gottesglauben. Sie sagen: das sind zwei Paar Schuhe, wir haben nichts miteinander zu tun.

Wissenschaftler sind dazu da, uns z.B. die Wechselwirkungen von Molekülen zu erklären. Wie eine Sonne funktioniert. Eine Zellteilung. Ökonomische Zusammenhänge. Naturkonstanten ... etc. pp.

Wenn sie an die Grenzen ihres Wissens stoßen, werden weitere Versuche oder Berechnungen gemacht, um diese Lücken zu schließen. Gott ist dabei völlig außen vor. Damit will ich nicht sagen, dass es keine gläubigen Wissenschaftler gibt.

Deine "positiven Konsequenzen" sind nicht von der Hand zu weisen, aber Religion oder Glauben hat nichts, garnichts mit Logik zu tun.

Kommentar von blechkuebel ,

Ich kann dir nicht so ganz zustimmen, wenn du sagst: "das sind zwei Paar Schuhe, wir haben nichts miteinander zu tun." Natürlich sagen das vielleicht einige Wissenschaftler, denke aber nicht, dass das die Aussage der Wissenschaft schlechthin ist und ich denke auch nicht, dass sie stimmt.

Wenn z.B. morgen ein bärtiger Mann am Himmel erscheint und spontan aus dem Nichts irgendwas zaubert, dann würde die Wissenschaft vielleicht sagen: Ok, wir haben Evidenz für Gott.

Und das allein zeigt, dass Wissenschaft und Glaube nicht zwangsläufig zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Bzw. nur dann, wenn man glaubt, dass Gott sich in keinster Weise offenbaren kann und wird.

Kommentar von SturerEsel ,

WENN morgen ein bärtiger Mann am Himmel erscheint und sagt: "Ich bin Gott!" dann glaube ich eher an die fortgeschrittene Projektionstechnik einer außerirdischen Zivilisation, die uns versklaven will. :)

Sorry, nein, kein theoretischer Gottesbeweis.

Kommentar von blechkuebel ,

Ja gut, vielleicht kann man sich etwas überzeugenderes zusammenbasteln. Ich wollte nur sagen, dass es vielleicht doch irgendeine Beobachtung geben kann, die Aufschluss geben kann über Existenz von Göttern. Und ich verstehe nicht, warum man diese Möglichkeit von vornherein prinzipiell ausschließt.

Kommentar von claushilbig ,

Ich sag's mal so:

Unter einem "Gott" verstehe ich etwas, dass sich außerhalb / neben den Naturgesetzen befindet.

Wenn man nun Götter mit den Mitteln der Naturwissenschaften nachweisen könnte, wären sie "natürliche Phänomene" - und damit ihrer "Göttlichkeit" beraubt ...

Kommentar von blechkuebel ,

Und ansonsten wird halt mit den Schultern gezuckt. Z.B. bei Behauptungen, dass Jesus irgendwelche Wunder vollbracht haben soll. Das kann man 2000 Jahre später nicht rekonstruieren und ist deswegen nicht testbar. Aber weil das aus praktischen Gründen nicht geht, heißt das nicht, dass Wissenschaft und Religion PRINZIPIELL zwei verschiedene Paar Schuhe sind.

Kommentar von SturerEsel ,

Doch. Natürlich gibt es auch Theologen, die sich wissenschaftlich betätigen, aber die lasse ich jetzt außen vor.

Die Behauptung, dass Jesus Wunder vollbracht hat ist nicht mehr als die Geschichte vom Kleinen Muck, der Siebenmeilenstiefel gefunden hat. Geschichten, Fabeln und Märchen, durch unzählige Neuerzählungen verbrämt und glorifiziert.

Antwort
von Sockendiebin94, 18

Weil der Mensch nach etwas strebt woran er sich fest halten kann. Gott gibt vielen Menschen in den schwierigsten Phasen Halt, das begründet auch, warum es mehr und mehr in ärmeren Ländern so ist. 
Deswegen beten auch viele nur, wenn es Ihnen schlecht geht. Dann hofft man auf eine höhere Macht, die Probleme scheinbar lösen kann. 

Kommentar von CrayyZae ,

Stimmt :) danke auf solche Antworten hatte ich gewartet, Danke!

Kommentar von sozialtusi ,

"Dann hofft man auf eine höhere Macht, die Probleme scheinbar lösen kann."

Es geht meistens eher um Halt und Unterstützung. Nicht ums "Erledigen-lassen".

Kommentar von Sockendiebin94 ,

Streite ich auch nicht ab, dass es darum geht. Habe mit der Aussage ja nicht meine Meinung gesagt, sondern was anderen denken.

Aber viele suchen Gott eben nur auf, wenn sie Probleme haben. 

Antwort
von Marcellus19, 27

Religiöse Menschen sehen ihren Lebensstil übrigens nicht als "Einschränkung", das wird nur von Nicht-Gläubigen  so gesehen. Sie sehen diesen Verzicht viel mehr als "Wegmarkierung" für den richtigen Weg.

Antwort
von christ1235, 28

weil es ihn gibt. das ist so als ob eine Menge von Stühle sagen würden, warum glauben noch so viele an die Existenz eines Tischlers??

Kommentar von Baoshan ,

"Weil es ihn gibt" Punkt aus, basta, so isses. So wurde es mir beigebracht, so habe ich es gelernt und so isses.

Das ist typisch für Religionen und für viele gläubige.

Nebenbei. was ist mit Plastikstühlen?

Kommentar von christ1235 ,

das mit den Stühlen war nur ein Beispiel.

Und übrigens... nicht weil es mir so beigebracht wurde.. das würde mir niemals niemals ausreichen um an Ihn zu glauben. Sondern weil ich Gott erlebt habe, persönlich. Er hat in meinem Leben so eine Veränderung bewirkt, er hat mir Frieden gegeben, und vieles vieles mehr. Und das kann mir KEINER abstreiten.

Kommentar von Baoshan ,

Das mit den Plastikstühlen sollte dir veranschaulichen, dass nicht der Mensch Ursache eines Gottes ist, sondern Gott eine Ursache des Menschen ist.

Abhängig von Zeit und Region.

Als Holzstuhl glaube ich an den Tischler, als Plastikstuhl an den
Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik

Deinem Namen nach bist du Christ. Wärst du vor 3.000 Jahre geborden worden, würdest du an Zeus glauben. Ich mag an dieser Stelle Dawkins nicht komplett zitieren, kannst mal googlen, bzw youtube.

"Er hat in meinem Leben so eine Veränderung bewirkt"

Ich bin mir sicher, dass diese Veränderung bewirkt wurde, weil du sie zugelassen hast. Zugelassen hast du Sie, da du dir eine Veränderung gewünscht hast oder diese als erforderlich angesehen hast.

Daher ist die Verändung passiert. Unabhängig, ob mit oder ohne Gott, Jupiter, Zeus, Allah, Mars, oder den ganzen nordischen Jungs....

Kommentar von christ1235 ,

Ich bin mir sicher, dass diese Veränderung bewirkt wurde, weil du sie zugelassen hast.

woher weißt du das?? du kennst mich doch gar nicht! ich habe es zugelassen das Gott in meinem Leben sein Platz hat, ja.

Aber am Anfang hatte ich es gar nicht zugelassen, ganz im Gegenteil, ich habe gekämpft und wollte nicht mein Leben in den Händen und Steuerung Gottes geben.

Ich wollte selber entscheiden, und das Sagen haben.

Aber es war Gott der immer wieder zu mir auf verschiedene Arten gesprochen hat, er hat mich zu sich gerufen, bis ich mich entschieden habe und seit dem habe ich Frieden in meinem Herzen. Den ich davor NIE hatte.

Ich kann auf einmal die Menschen lieben die ich früher gehasst habe, ich denke auf einmal ganz anders über das Leben, z.B über Geld. Früher dachte ich immer ich brauche Geld, um glücklich zu sein. Jetzt bin ich glücklich weil ich Jesus habe und ich bin voll zufrieden mit dem was ich habe.

Gott schenkt mir die Kraft denen Gutes zu tun die mir Schaden angerichtet haben, und für sie zu beten. Hätte ich das aus eigener Kraft jemals geschafft?? niemals.

Gott ist so real. Aber ich kann es verstehen das du an ihm nicht glaubst, du hast ihn einfach nie erlebt.

Kommentar von Baoshan ,

Ich bin mir sicher, dass diese Veränderung bewirkt wurde, weil du sie zugelassen hast.

"woher weißt du das?? du kennst mich doch gar nicht! ich habe es zugelassen das Gott in meinem Leben sein Platz hat, ja."

Sage ich doch, wusste ich., auch ohne dich zu kenne. Menschen sind nicht ganz so Individuell, wie du vielleicht glaubst.

"Ich wollte selber entscheiden, und das Sagen haben"

Bedeutet im Umkehrschluss, dass du du dich wohler dabei fühlst, wenn jemand anderes dies für dich übernimmt.

"Ich kann auf einmal die Menschen lieben die ich früher gehasst habe"

Das kann nicht nur schädlich sein, sondern ist auch viel einfacher für dich selbst. Passt zu dem Punkt der Selbstbestimmung.

"Jetzt bin ich glücklich weil ich Jesus habe und ich bin voll zufrieden mit dem was ich habe."

Auch mit diesem Punkt bringst du zum Ausdruck, dass du dich persönlich nicht weiterentwickeln kannst/musst bzw. Konflikten aus dem Weg zu gehen versuchts.

Könnte hier evtl. eine asthenische Persönlichkeitsstörung vorliegen?

Kommentar von christ1235 ,

so kommt es dir vielleicht vor. Und wie ich schon gesagt habe, bevor ich Gott kennengelernt habe, war ich nicht glücklich. Jetzt schon. Wenn ich eine Persönlichkeitsstörung hätte, wäre ich weder glücklich, noch zufrieden, und hätte keinen Frieden im Herzen.

In der Bibel steht geschrieben: der Narr sagt in seinem Herzen: es gibt keinen Gott.

Ich wünsche dir das du eines Tages Gott persönlich kennenlernst, dann wirst du es vielleicht verstehen.

Kommentar von gottesanbeterin ,

Auch Plastikstühle sind nicht aus dem Nichts entstanden!

Kommentar von Baoshan ,

Genau so wenig wie die antiken, germanischen oder sonstigen Götter aus dem nichts entstanden sind. Une eben auch nicht der christliche...

Kommentar von CrayyZae ,

Der Mensch entstand durch die Evolution und nich weil irgendein Gott sie erschaffem hat. Der Menschen haben sich einen Gott geschaffen und nicht der Gott die Menschen.

Kommentar von gottesanbeterin ,

CrayyZae, das ist halt deine Meinung (die dir ja zusteht,) und deine persönliche Idee; nicht mehr und nicht weniger.

Kommentar von Baoshan ,

Die Evolution ist aber keine Meinung, genauso wenig wie das Wetter eine Meinung ist.

Antwort
von marty55, 15

Weil sie als Kinder nichts anderes gehört haben. Man hat ihnen gesagt dass es ihnen schlecht geht wenn sie nicht an Gott glauben. Die sind dann keinerlei logischen Argumenten mehr zugänglich. Jedenfalls ist die Erschaffung der Welt durch eine allmächtiges Wesen welches dann auch noch dafür sorgt dass ein einzelnes Volk (!warum dann nicht alle Menschen?)  in der Wüste überlebt und zu seinem angestammten Recht auf sein eigenes Land kommt noch absurder als die Entstehung der Welt aus Quantensuppe.

Antwort
von CatNSaege, 31

Du musst SEHR wenig Ahnung von Wissenschaft bzw. ein sehr eingeschränktes, naives Weltbild haben, wenn du der Meinung bist, die Wissenschaft könne schon alles erklären.

Es ist ja wohl kein Zufall, dass die religiösesten Länder die Ärmsten sind.

schonmal dran gedacht, dass es auch andersrum sein könnte? Dass Menschen aus armen Ländern im Glauben an einen Gott Hoffnung finden? Der Glaube wird ja wohl kaum der Grund dafür sein, dass diese Länder z.B. schlechte Umweltbedingungen haben oder von reicheren Ländern ausgebeutet werden.

Kommentar von Baoshan ,

Diese Leute haben Stumpf eine schlechtere Bildung und sind somit empfänglicher für religiöse Indoktrination.

Kommentar von CatNSaege ,

Das spielt natürlich auch eine Rolle. Aber der Aspekt mit der Hoffnung erscheint mir fast als wichtiger. Wenn es diesen Menschen schlecht geht, sind sie logischerweise offen für eine Religion, die ihnen verspricht, dass nach dem Tod alles besser wird und Gott ihnen ihr Leid nimmt.

Kommentar von Baoshan ,

Da gebe stimme ich zu, wobei die Hoffnung auf ein besseres Leben nicht unbedingt dazu beiträgt das diesseitige verbessern zu wollen bzw. zu können.

Sieht man z.B. in Afrika, auch wenn es ntürlich auch noch andere Gründe gibt.

Kommentar von CatNSaege ,

Zumindest das eigene Leben wird durch Hoffnung verbessert. Hunger fühlt sich nicht so schlimm an, wenn sich unter die Schmerzen eine Vorfreude auf das Leben nach dem Tod mischt.
In Situationen, in denen Menschen keine Möglichkeit haben, ihr Leben zu verbessern, hilft Glaube also wirklich.
Aber auch in wohlhabenderen Ländern gibt es viele christliche Organisationen, die Menschen helfen wollen und sich dabei auf das Gebot der Nächstenliebe beziehen.

Kommentar von Baoshan ,

Woher Nächstenliebe kommt, habe ich bereits oben geschrieben.

Jeder Mensch hat immer die Möglichkeit seine Situation zu verbessern. Der Glaube an ein Leben nach dem Tod verhindert aber genau das.

Kommentar von CatNSaege ,

Wo hat z.B. ein Kind, das die Wahl hat, in einer Textilfabrik mit menschenunwürdigen Bedingungen zu arbeiten oder zu verhungern die Möglichkeit, seine Situation zu verbessern?

Die Nächstenliebe ist eben ein Gebot im Christlichen Glauben. Klar kann ein Atheist mehr gutes tun, als der Großteil der Christen aber ich sprach ja von Hilfsorganisationen etc. Die meisten (und ersten) dieser haben, soweit ich weiß, eben ihren Ursprung im christlichen Glauben

Kommentar von Baoshan ,

Nochmal, die Nächstenliebe ist ein Resultat der Evolution des Menschen, welche ledilgich als Gebot im christilichen Glauben formuliert wurde, aber deren Ursprung eben nicht aus dem christlichen (oder sonstigem Glauben) stammt.

Ein Kind hat selten viele Möglichkeiten seine Bedingungen zu Verbessern, als Erwachsener ist dies aber möglich.

Beispiel China.

Viele Menschen gehen in die Städte, lassen ihre Familie allein um in der Stadt ein besseres Einkommen zu erzielen und ihren Kindern eine bessere Bildung zu ermöglichen.

Ein jenseitsbezogener Mensche würde in seinem chinesischen Bergdorf bleiben und auf ein besseres Leben nach dem Tod hoffen.

Generation für Generation.....

Kommentar von CatNSaege ,

Hab ich irgendwann behauptet, dass es anders wäre?
Alle Gebote aus allen Religionen sind Resultat der Evolution. Religiöse Schriften wurden Schließlich von Menschen verfasst.
Aber Religionen geben eben einen gewissen Anreiz zum Helfen. (Und wie gesagt haben sehr viele Hilfsorganisationen einen religiösen Ursprung)

Erwachsene haben auch nicht immer die Möglichkeit, sich selbst zu helfen. Schau dir noch mal mein Beispiel an. Wenn dieses Kind erwachsen ist, wird es aufgrund seiner Arbeit als Kind starke körperliche Einschränkungen haben. Wie soll ein blinder, kranker, arbeitsunfähiger Mensch ohne Bildung aus dieser Situation rauskommen?
Dein Beispiel zweigt, dass es nicht überall so ist aber trotzdem ist der Glaube an Gott nicht pauschal etwas schlechtes.

Kommentar von Baoshan ,

"Aber Religionen geben eben einen gewissen Anreiz zum Helfen"

Traurig, wenn man dafür eine religöse Motivation braucht, weil man sich dafür Vorteile im Jenseits erhofft.

Oder es sogar vollkommen "versaut" wie Mutter Theresa in ihrem religösem Wahn.

Der glaube an einen personalen Gott ist nunmal ein trennendes Element. War es immer, und wird es immer sein. daher ist es pauschal etwas schelchtes.

Wenn wir über ein deistisches Gottesbild sprechen, bin ich bei dir zu sagen, dass ein solches nicht pauschal schlecht sein muss.

Kommentar von CatNSaege ,

Traurig, wenn man dafür eine religöse Motivation braucht, weil man sich dafür Vorteile im Jenseits erhofft.

ja, so ist die Welt leider. Die einen spenden ein bisschen Geld, weil ihr Gott das so will, die anderen spenden größere Beträge, damit die Medien darüber berichten und ihre Berühmtheit zunimmt aber die wenigsten helfen wirklich nur aus Mitleid ohne dabei einen Vorteil für sich selbst zu erwarten.

Ja.

Das ist schon wieder eine viel zu lange Diskussion über ein Thema, bei dem sich jede Diskussion sowieso im kreis drehen und zu nichts führen wird. Einen schönen Abend dir noch :)

Kommentar von Baoshan ,

Zitat einer Antwort zu dieser Frage_
"Ich kann auf einmal die Menschen lieben die ich früher gehasst habe, ich denke auf einmal ganz anders über das Leben, z.B über Geld. Früher dachte ich immer ich brauche Geld, um glücklich zu sein. Jetzt bin ich glücklich weil ich Jesus habe und ich bin voll zufrieden mit dem was ich habe."

This rests my case....

Kommentar von sozialtusi ,

"Jeder Mensch hat immer die Möglichkeit seine Situation zu verbessern.
Der Glaube an ein Leben nach dem Tod verhindert aber genau das."

Das ist doch Unsinn.

Glaubst Du ernsthaft, ein gläubiger Mensch möchte es nicht schon im Leben gut haben?

Kommentar von Baoshan ,

Du meinst z.B. die Männer und Frauen, die sich ab und an mal in die Luft sprengen?

Antwort
von claushilbig, 21

Erstens:

Wir leben noch längst nicht in "einer Welt in der man mit Wissenschaft alles beweisen kann".

So stellt z. B. die Urknall-Theorie zwar eine sehr gute und plausible Erklärung für die Entstehung des Universums dar, einen endgültigen Beweis für ihre Richtigkeit gibt es aber nicht (und kann es gerade nach wissenschaftlicher Denkweise auch niemals geben, eindeutige wissenschaftliche Beweise gibt es nur in der Mathematik).

Und eine Erklärung, warum das Universum entstanden ist, liefert sie sowieso nicht - und das "Warum" können und wollen die Naturwissenschaft auch gar nicht klären. Menschen fragen aber nach dem "Warum", und diese Frage können nur Philosophie und / oder Religion beantworten.

Und übrigens wird keine Wissenschaft der Welt jemals "beweisen" können, dass es keinen Gott gibt - der Beweis von Nicht-Existenz ist in den empirischen Wissenschaften sozusagen "prinzipiell nicht möglich".

Zweitens:

Es ist überhaupt nicht so, "dass die religiösesten Länder die Ärmsten sind." Z. B. sind die USA äußerst religiös ("Im Jahr 2008 bezeichneten sich 82 % der Amerikaner als „religiös“ und 55 % als „sehr religiös“", https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigte\_Staaten#Religion, und "In God we trust" ist das Staatsmotto), in Japan gehören über 80 % der Bevölkerung gleichzeitig den beiden Hauptreligionen Buddhismus und Shintoismus an (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Japan#Religion), und die beiden würde ich nun wahrlich nicht zu den armen Ländern zählen.

Drittens:

Die meisten religiösen Menschen empfinden ihre Religion eben gerade nicht als Einschränkung, sondern im Gegenteil als Befreiung und Erlösung.

Antwort
von sozialtusi, 18

Bisher hat noch niemand bewiesen, dass es Gott nicht gibt ;)

Außerdem reden wir ja von Glauben - nicht von Wissen.

Kommentar von Baoshan ,

Viele gläubige Menschen sind aber der Annahme, dass ihr Glaube Wahrheit ist. Und da beginnt es problematisch zu werden.

Kommentar von sozialtusi ,

Problematisch - finde ich - wird es dort, wo Menschen ihren GLauben für die EINZIGE Wahrheit halten ;)

Kommentar von Baoshan ,

Kann es in diesem Bereich mehrere Wahrheiten geben?

Kommentar von sozialtusi ,

Wahrheit wäre wohl wieder Sache des Beweises ;)

Kommentar von Baoshan ,

Und da kein theistischer Glaube bisher einen Beweis für die existenz eines Gottes (oder mehrerer) geben konnte ist die Annahme ersmal als falsch zu betrachten

Kommentar von gottesanbeterin ,

"Und da kein theistischer Glaube bisher einen Beweis für die existenz
eines Gottes (oder mehrerer) geben konnte ist die Annahme ersmal als
falsch zu betrachten"

Eben, so wie das kleine Kind, dass sich die Hände vors Gesicht hält und glaubt, es kann so nicht gesehen werden;

Ich sehe nichts, also kann ich auch nicht gesehen werden; - genauso einfältig ist deine Betrachtungsweise!

Kommentar von Baoshan ,

Wenn ich etwas behaupte liegt es an mit den beweis zu erbringen, dass das von mir behauptete wahr ist.

Etwas behaupten ohne zu belegen macht mein sohn, 7 jahre alt

Kommentar von sozialtusi ,

Du hast das Wort "Glauben" immer noch nicht verstanden, oder? Du hast doch gefragt "Warum GLAUBEN" Menschen?" und nicht "Warum versuchen Menschen (nicht) zu beweisen?"

Kommentar von sozialtusi ,

Weißt du, was das Schöne am Glauben ist? Man muss es nicht diskutieren ;)

Kommentar von reisil95 ,

Gottes Existenz hängt aber nicht davon ab, ob irgend ein par Wissenschaftler an ihn glauben oder nicht!

Kommentar von sozialtusi ,

Eben.

Antwort
von Schoggi1, 22

In einer Welt in der man mit Wissenschaft alles beweisen kann 

Alles? LOL Sorry aber wie oft hat sich die Wissenschaft schon geirrt? Plötzlich heisst es: ''ach es ist doch nicht so, es ist so und so'' 

An die Wissenschaft zu glauben ist genau das selbe wie an Gott und seine Schöpfungsgeschichte zu glauben. 

Nur das die gläubigen wohl immer die Gewinner sein werden... Was wenn es Gott doch gibt? hmm? Ich als Christ habe zumindest nichts zu verlieren. Der glaube an Gott hat mich in eine Freiheit geführt in ein korrektes Leben. Mein Sinn im Leben ist es Gott zu dienen, zu lernen meinen nächsten zu lieben, zu lernen meinen nächsten zu achten. In Bescheidenheit zu leben und dem willen Gottes nachzugehen geführt von seiner liebe, geduld und Gnade :-) 

Die Welt bietet leider nichts was für immer ist... alles ist vergänglich. Welchen Sinn hat dein leben? Dein Leben endet irgendwann... all deine Sorgen, alle deine Freuden, all deine bemühungen...alles war für nichts...du bist tot und alles ist vergessen? 

Dasist doch traurig und sinnlos..... 

Ich gewinne mit meinem sterben das Leben ;) und es war nicht für nichts... es hat einen Sinn! Alles hat einen Sinn... Die Welt verarscht dich mit dieser Evolutionstheorie.... es ist eine Theorie... Was ist schon ein Beweis? 

Ich weiss ich kann Gott nicht beweisen aber muss ich das überhaupt? Nein muss ich nicht :-) Ich muss auch niemandem beweisen dass meine Eltern mich lieben, weil ich es weiss. Ich weiss es weil sie für mich sorgen. Mit Gott ist es genauso. Er hat mich noch NIE entäuscht. Die Bibel hat noch NIE gesagt ach...es war doch nicht so... die Bibel wurde über jahrtausende exakt übermittelt und übersetzt. Da gab es keine änderungen... die Wissenschaft schafft sowas nicht ;) 

Kommentar von Baoshan ,

Zitat 1

"Die Welt verarscht dich mit dieser Evolutionstheorie.... es ist eine Theorie... Was ist schon ein Beweis"

Zitat 2

"die Bibel wurde über jahrtausende exakt übermittelt und übersetzt. Da gab es keine änderungen... die Wissenschaft schafft sowas nicht"

Stelle doch bitte mal die Frage, was eine wissenschaftliche Theorie ist und was Wissenschaft ist. Diese Plattform könnte sich sogar dafür anbieten.

Dann wird dir einiges klarer

Antwort
von SturerEsel, 19

So leicht kann man eine jahrtausendealte Indoktrination nicht über Bord werfen. Immerhin wurde und wird den Menschen immer wieder gesagt, dass sie schön den jeweiligen Gott anbeten und verehren sollen, damit sie ins Paradies und nicht in die Hölle kommen. Im ersteren erwartet sie ewige Zufriedenheit, im letzteren ewige Qual. Wer kann da schon Nein sagen?

Der Grund ist erschreckend simpel: Geld!

Schon sehr früh mussten die Menschen, die sich auserwählt fühlten und keinen Bock hatten, zu jagen oder das Feld zu bestellen, auf diese Idee gekommen sein. So haben dann andere die Priester, Schamanen und Zauberer mit ernährt, um (gerade in Krisenzeiten) Hoffnung und Gottes Segen zu erhalten.

Die katholische Kirche hat das System perfektioniert. So existiert sie seit 2000 Jahren durch dieses System und hat mittlerweile eine unvorstellbares Vermögen angehäuft.

Gebracht haben die vielen Versprechungen zwar nichts aber glauben tun die Menschen immer noch gern. Siehe Kommentare auch hier: "Ich weiß, dass es ein Leben nach dem Tod gibt."

Antwort
von comhb3mpqy, 24

Ich glaube an Gott, ich bin Christ.

Ich glaube, dass diese durchdachte Welt geplant wurde, ich glaube
nicht, dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Auch gibt es die
Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Auch gibt es Wunder, die von Ärzten untersucht werden. Wenn es keine
wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann
ist ein Schritt getan, damit das Wunder auch bestätigt wird. Die Ärzte
wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind.

Ich glaube auch an ein Leben nach dem Tod. Sie können im Internet
nach "Mädchen begegnet Jesus" und "Wissenschaftler Nahtoderfahrung Buch" suchen (ohne Anführungszeichen). Das sind Gründe, um an Gott und an ein Leben nach dem Tod zu glauben.

Kommentar von SturerEsel ,

Wie simpel dein Weltbild ist! Alles, was wir (noch) nicht erklären können, braucht also einen Gott?

Vor ein paar Hundert Jahren war es Zeus, der die Blitze vom Himmel warf - so what? Dein Gott hat sich bereits erübrigt, auf den Zeitpunkt 0 bis 10^-43 s nach dem Urknall.

Kommentar von CatNSaege ,

Die Einstellung "mir ist bewusst, dass die Wissenschaft niemals alles  erklären können wird und trotzdem schließe ich eine übersinnliche Kraft  komplett aus" zeugt nicht weniger von einem simplen Weltbild, als "die Wissenschaft kann sich vieles nicht erklären also geh ich davon aus, dass es einen Gott geben muss"
Man kann weder beweisen, dass ein Gott existiert, noch, dass keiner existiert. Sich stur mit der Überzeugung, die andere Seite wäre falsch auf eine Seite zu stellen, ist ziemlich engstirnig.

Kommentar von Baoshan ,

Lieber comhb3mpqy,

mal davon ab, dass wir deine gegebene Antwort bereits kennen würde mich mal interessieren, wofür in dieser geplanten, durchdachten Welt, Vulkane gut sind.

Welchen Zweck erfüllen diese? Wissenschaftlich kann ich mir die Usache herleiten, aber da die Welt ja geplant ist müssten diese ja auch einen Zweck erfüllen?

Kommentar von comhb3mpqy ,

Dann frage ich mal Sie: Was würde denn passieren, wenn es keine Vulkane geben würde?

Kommentar von Baoshan ,

Nichts, rein gar nichts. Jedenfalls fällt mir da nichts ein. Vulkane haben keinen Zweck, genauso wenig wie ich den Zweck meines Banscheibenvorfalls erkennen kann. Der ist auch zu nichts gut.

Kommentar von SturerEsel ,

Nun, immerhin waren es die Vulkane, die den Eisplaneten Erde vor vielen Millionen Jahren durch ihre Emissionen wieder aufgetaut haben. Ohne Vulkane gäbe es uns nicht.

Antwort
von Gingeroni, 22

Nunja es kann aber auch nicht bewiesen werden das es keinen Gott gibt.

Antwort
von lionclaw00, 21

Guck dich um und sieh vielleicht auch mal aus dem Fenster und sag mir dann dass das alles aus Stock und Stein einfach so gebaut wurde auch wenn man genügend zeit hat. Denk mal intensiver über sowas nach.

Kommentar von CrayyZae ,

Tu ich jeden Tag und all dies erklärt sich mir auf Weise der Wissenschaft

Kommentar von lionclaw00 ,

mach halt was du willst ist nicht mein ziel dir irgendwas zu erklären das du nicht verstehst :D

Antwort
von gottesanbeterin, 15

Warum denn dieses "noch"?

Glauben oder nicht ist doch nicht an Mode oder Zeit gebunden.

Kommentar von CrayyZae ,

Naja aber mittlerweile kann man sich zB Gewitter korrekt erklären und muss keinen gott dafür erfinden. Und vor ca. 500 Jahren war ein weitaus größerer Teil der Menschheit religiös.

Kommentar von gottesanbeterin ,

Unsere westliche Gesellschaft ist zur Zeit (extrem) dekadent, was das erklärt, das du beobachtest, doch das bedeutet gar nichts, denn auch das (wie vieles andere)geht vorüber.

Antwort
von DBKai, 22

Ich glaube auch an Gott.. aufgrund von einigen Erfahrungen, die ich in meinem Leben so gemacht habe...

Ausschließen kann man es ja auch weiterhin noch nicht...

Antwort
von Askomat, 21

Es ist nicht irrational an Gott zu glauben. Frag mal den Herrn Immanuel Kant.

Antwort
von alexander329, 22

Die Wissenschaft kann nur erklären, wie etwas funktioniert, aber nicht warum etwas ist.

Das kann nur die Religion.

Ich formuliere es mal so. Wenn es den Menschen gut geht und sie alles haben, verlieren sie den Glauben an Gott schneller, weil sie ihn beiseite schieben und es sich gut gehen lassen wollen. Deshalb gibt es in ärmeren Ländern vielleicht mehr Glauben. Der Glaube macht die Länder ja nicht arm, dass sind die Menschen, die sie ausbeuten und ausnutzen.

Deshalb benutzt Gott das Leid, um Menschen an sich zu erinnern.

Und das Christentum befreit von der Sklaverei der Sünde, von dem Trieb alles zu regeln zu wollen, alles zu haben und das Neuste zu besitzen, sein Leben um jeden Preis zu genießen-und sei es auf Kosten anderer, und dem Hochmut selbst zu bestimmen, was gut und richtig ist oder böse und schlecht.


Kommentar von Marcellus19 ,

Wird übrigens auch schon im AT mehrmals erwähnt - wenn es Israel wirtschaftlich und militärisch gut ging, wandten sie sich von Jahwe ab und huldigten andere Götter oder gar keinen. Kam wieder eine Katastrophe oder eine fremde Armee, wurden sie wieder demütig. Das war früher schon so und ist heute auch noch so. Ist eigentlich ein schöner Beweis, wie der Hochmut in allen Menschen verwurzelt ist und immer wieder hervorkommt. :)

Antwort
von Andrastor, 25

Sie glauben noch weil die Religionen ein starkes System der Indoktrination etabliert haben. Die Menschen wachsen auf mit dem Glauben dass das was ihnen beigebracht wurde richtig ist.

Nur wenige Menschen konnten sich bisher einer erfolgreichen Indoktrination erwehren.

Kommentar von Baoshan ,

Seht gute Erklärung. Danke dafür

Kommentar von alexander329 ,

Das glaube ich nicht, denn warum legen manche ihren "indoktrinierten Glauben" als Erwachsene ab und andere Erwachsene von ihrem "indoktrinierten Atheismus" zum Glauben über?

Kommentar von Andrastor ,

Ich zitiere mich selbst:

Nur wenige Menschen konnten sich bisher einer erfolgreichen Indoktrination erwehren.

Atheismus ist nicht indoktriniert.

Kommentar von Baoshan ,

Ergänzung:

Atheismus ist natürliche "Urzustand" des Menschen.

Kommentar von claushilbig ,

Atheismus ist natürliche "Urzustand" des Menschen

Das bezweifle ich ernsthaft - denn Religionen (im weitesten Sinne, der Glaube an "höhere Mächte") lassen sich schon fast soweit zurück nachweisen wie die Menschheit selbst.

 

Kommentar von Andrastor ,

lassen sich schon fast soweit zurück nachweisen wie die Menschheit selbst.

Die Menschheit existeiert seit mehr als 2 millionen Jahren, Religionen lassen sich bis knapp 200.000 Jahre zurückverfolgen.

Jeder Mensch wird als Atheist geboren. Wenn man Kindern nichts von Gott verrät, wissen nichts davon. Sie glauben nicht automatisch an irgendwelche kosmischen Zauberer, sondern erst wenn ihnen das so beigebracht wurde.

Kommentar von gottesanbeterin ,

Bloß, weil man etwas (vielleicht noch) nicht zurückverfolgen kann, bedeutet das doch nicht, dass es nicht existiert hat.

Den Erdteil, der nun als "Amerika" bezeichnet wird, gab es doch auch schon lange, bevor die Europäer dort eingefallen sind und nun denken, sie hätten es entdeckt.

Bloß, weil man etwas noch nicht gefunden hat, zu glauben das gäbe es nicht ist aber genauso, wie ein Kind, dass sich die Hände vor die Augen hält und denkt, es kann so nicht gesehen werden!

Kommentar von Andrastor ,

Deine Metapher ist gut gewählt, weil sie auf die Gläubigen eher zutrifft als auf Vertreter der Wissenschaft.

Du sagst "Glaube gab es schon immer". Ich sage "Alle Beweise sprechen dagegen", du hältst dir die Hände vor die Augen und sagst "Es gab ihn schon immer und die Beweise wurden nur nicht gefunden".

Das ist eine durchaus kindische Einstellung die jeglicher Logik entbehrt. Aber kein Wunder dass du diese Einstellung vertrittst, denn immerhin entbehrt der Glaube an kosmische Zauberer im Allgemeinen bereits jeglicher Logik.

Kommentar von alexander329 ,

Lieber Andrastor - sicher glaubt man anfangs nicht an Gott wenn niemand von ihm erzählt, als Kind stellt man erstmal keine Frage nach dem Sinn und dem Warum, aber wenn man reifer und älter wird stellt man normalerweise die Sinnfrage, woher und wohin man geht.

Und so gab es Glaube sicher schon seit es die ersten Menschen gab - natürlich erstmal noch nicht konkret an einen einzigen Gott.

Aber der Mensch hat eine Seele und diese sucht in jedem Menschen nach dem Sinn des Lebens, der nur Gott sein kann - das ist die logischste Schlussfolgerung - kein kosmischer Zauber.

Kommentar von Andrastor ,


stellt man normalerweise die Sinnfrage, woher und wohin man geht.

Nein. Diese Frage ist absolut irrelevant und nur wenn man bereits zuvor mit derartigen Aberglauben in Kontakt geraten ist, stellt man sich diese Frage.

Kinder interessiert das "Wie" und "Warum" nicht, es ist ihnen nur wichtig dass es generell IST.


Und so gab es Glaube sicher schon seit es die ersten Menschen gab

Nein gab es nicht.

Nicht einmal Affen glauben.


Aber der Mensch hat eine Seele

Ach, kannst du diese gewagte Behauptung auch mit Beweisen untermauern, oder gehst du einfach nur aus dass es so sei und in uns allen ein geisterhaftes Abbild unserer Selbst vorhanden sei?


und diese sucht in jedem Menschen nach dem Sinn des Lebens

Also etwas das es nicht gibt, sucht ohne unser Einverständnis in uns nach einem tieferen Sinn in etwas dass keinen solchen hat.

Sehr logisch



der nur Gott sein kann

Selten so gelacht.

Um die Erkläriung von oben Fortzusetzen:

Etwas das es nicht gibt, sucht ohne unser Einverständnis in uns drin nach einem tieferen Sinn in etwas das keinen solchen hat und kommt zu dem Ergebnis dass dieser Sinn etwas ist das es nicht gibt



das ist die logischste Schlussfolgerung

Du hast offensichtlich keine Ahnung von Logik.

Du hast gerade behauptet "Der Sinn der Schöpfung ist der Schöpfer."

Das bedeutet der Sinn des Autos ist Carl Benz.

Der Sinn des Flugzeuges ist Gebrüder Wright.

Der Sinn des Harry Potter ist Joanne K. Rowling.

Der Sinn des Der Herr der Ringe ist J.R.R. Tolkien.

Also hat Gott uns deiner Meinung nach nur geschaffen um sich selbst zu bestätigen? Sehr menschliche Züge für ein Wesen das als allmächtig und allwissend beschrieben wird.

Kommentar von alexander329 ,

Wollte Benz das Auto für sich? Nein-er wollte es für die menschen.

Wollten die anderen alle es für sich selbst? Nein-sie wollten es für ihre Mitmenschen als Wohlwollen.

So wollte auch Gott die Schöpfung aus Liebe für die Geschöpfe und nicht für sich selbst.

Aber verkriech dich in deinem begrenzten Weltbild wo kein anderer Gedanke zählen darf, damit es nicht beschädigt wird. Denn die Sinnfrage ist absolut nicht irrelevant-außer vielleicht in deinem Weltbild.Affen haben übrigens keine Seele.

Kommentar von Andrastor ,

So wollte auch Gott die Schöpfung aus Liebe für die Geschöpfe und nicht für sich selbst.

1.) Man kann nichts lieben was (noch) nicht existiert,

2.) Sagtest du selbst der Schöpfer ist der Sinn der Schöpfung, also widersprichst du dich gerade selber, denn laut deinen obigen Ausführungen ist der Sinn der Schöpfung auf einmal der Empfänger.

Was jetzt? Entscheide dich!

Aber verkriech dich in deinem begrenzten Weltbild wo kein anderer Gedanke zählen darf, damit es nicht beschädigt wird.

Ich finde es immer wieder lustig wenn Gläubige mit solchen Sprüchen kommen, immerhin ist es ihr Weltbild dass sich seit 2.000 Jahren + dagegen wehrt sich zu verändern und jeden Schaden mit blut und Feuer straft, während das wissenschaftliche Weltbild sich stetig wandelt.

Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen ;)

Denn die Sinnfrage ist absolut nicht irrelevant-außer vielleicht in deinem Weltbild

Traurig wenn du dein Leben nur dann als erfüllt und sinnvoll betrachten kannst, wenn du dich einem kosmischen Zauberer zu füßen wirfst.

Affen haben übrigens keine Seele.

Du weißt schon das wir ebenfalls Affen sind? Primaten aus der Gattung der Trockennasenaffen.

Warum glaubst du hat der Mensch eine Seele aber seine nächsten Verwandten nicht? Ganz schön egozentrische Einstellung für sich selbst einen derart gehobenen Status zu beanspruchen.

Aber hey, immerhin glaubst du ja auch das Zentrum der Aufmerksamkeit der gewaltigsten Kraft zu sein dass die Menschheit je erfunden hat.

Genieße dein imaginäres Rampenlicht XD

Kommentar von alexander329 ,

Du hast es verstanden - dass Gott der Mittelpunkt ist, der alles aus Liebe erschaffen hat. Und somit ist jeder mensch das Zentrum seiner Aufmerksamkeit.

Kommentar von Andrastor ,

Falsch, du hast mich nicht verstanden. Ich sagte nicht das Gott der Mittelpunkt sei, sondern dass du, als Gläubiger dich als Mittelpunkt der gesamten Existenz siehst.

Das mächtigste fiktive Wesen der Geschichte soll die gesamte Existenz geschaffen haben nur damit du darin leben und diesem Wesen huldigen kannst? Alles was dieser kosmischer Zauberer jemals wollte war deine Aufmerksamkeit?

Extremst egozentrisch. Die Religionen erheben den Menschen durch ihre Einstellung über ihre eigenen Götter, was nach ihrem Verständnis Blasphemie wäre.

Da soll sich nochmal einer wundern wenn immer mehr Menschen die Religionen verlassen.

Kommentar von sozialtusi ,

Ach du liebe Zeit, was ist Dir denn über die Leber gelaufen?

Kommentar von Andrastor ,

Die Religionen, was sonst.

Kommentar von claushilbig ,

nur wenn man bereits zuvor mit derartigen Aberglauben in Kontakt geraten ist, stellt man sich diese Frage.

Wenn dem so wäre, hätte sich logischerweise niemals Religion entwickeln können ...

Da es aber Religionen gibt, muss es ja irgendwann eine "erste Religion" gegeben haben. Und die Begründer dieser Religion müssen sich diese Frage gestellt haben, ohne dass sie ihnen vorgegeben wurde.

Kinder interessiert das "Wie" und "Warum" nicht

Offenbar hast Du in Deinem Leben noch mit keinem Kind gesprochen - meine Kinder fragen mich ständig danach, wie etwas ist und warum es so ist, wie es ist ...

Kommentar von claushilbig ,

Nachtrag:

Um sich die Sinn-Frage zu stellen, braucht es ein gewisses Maß an Intelligenz, dass zum einen die von Dir angesprochen Affen nicht besitzen, zum anderen aber auch die frühen Menschen (noch) nicht besaßen.

Kommentar von Andrastor ,

Wenn du dich mit der Geschichte der Religionen befasst hättest, würdest du nicht solchen Unsinn von dir geben.

Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.

Kommentar von Baoshan ,

Andrastor hat mir die Antwort dankenswerter Weise voraus genommen.

Kommentar von sozialtusi ,

Nein, der Mensch sucht von Natur aus nach "dem Höheren". Schon immer.

Kommentar von Andrastor ,

Nein, tut er nicht. Wie gesagt lassen sich derartige Bräuche erst bis 200.000 Jahre zurückverfolgen, die Menschen selbst gibt es aber seit mehr als 2 millionen Jahre.

Antwort
von RealistAtheist, 18

Amerika ist sehr gläubig und auch Reich sowie Kanada . Armut hat einfach was mit Geschichte zu tun und nicht mit Religion

Kommentar von MatthiasHerz ,

Amerika ist nicht reich und Kanada ist auch ein Teil von Amerika.

Wie fast überall anders auch, gibt es in den Industrienationen wie USA und Kanada eine im Verhältnis kleine Bildungselite, die den Reichtum verkörpert, und den größeren „Rest” bekommst fast nie zu Gesicht.

Antwort
von Sturmwolke, 20

Hier habe ich ein paar Gründe aufgelistet, warum ich an Gott glaube:

https://www.gutefrage.net/frage/frage-an-glaeubigewarum-glaubt-ihr-an-einen-gott...

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