leider hat die Buchstabenzahl der ursprünglichen Fragestellung nicht gepasst. Also, hier im Ganzen: Wieso gibt es im Deutschen so viele Lehn- bzw. Fremdwörter, zum Beispiel aus dem Französischen, Englischen, Lateinischen, aber in anderen Sprachen eigentlich keine oder nur sehr wenige aus dem Deutschen übernommene. Eines kenne ich sogar...: Blitzkrieg...aber sonst? Warum?
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Es gibt eine Unzahl von deutschen Lehnwörtern in anderen Sprachen. "Kaffepausi" im Finnischen wurde sogar von irgendjemandem zum schönsten erklärt. "Kaputt" gilt in den meisten Sprachen.
Im Französischen gibt es u.a.: l'erzatz, le leitmotiv, le wasisdas (gut; das ist ein Gaubenfenster und der Zusammenhang ist kompliziert).
Englisch: schwerpunkt, panzer, rucksack, kindergarden uvm.
In England hat man z.B. Kindergarten und Rucksack übernommen. Deutsche Worte gibt es recht häufig in anderen Ländern. Man kennt sie nur nicht.
danke
Knowledge am 22. Juli 2007 17:17 Nur zur Vervollständigung: Den Begriff "Handy" gibts nur im deutschen Sprachgebrauch (in englischen Sprache bedeutet es als Adjektiv etwas anderes). Nicht alle Worte, die englisch klingen, sind englisch.
Dass ins Lateinische Deutsche Lehnwörter nur schwer übernommen werden können, ist irgendwie verständlich ;)
(obwohl es durchaus im Lateinischen auch Wörter germanischen Ursprungs geben soll... entschuldige, wenn ich danach nicht suche, um das nachzuweisen)
Im Französischen ist es grundsätzlich so, dass die Sprache so "rein" wie möglich gehalten wird. Selbst für Computer gibt es ein eigenes französisches Wort: "ordinateur"
Im Englischen gibt es aber doch mehr deutsche Lehnwörter. Eine kurze Liste:
http://www.englisch-hilfen.de/vokabeln/lehnwoerter.htm
Warum es dort nicht mehr sind, mag mit der Vernreitung der deuschen Sprache im Englischen zu tun haben und mit ihrem recht niedrigen Rang als "Weltsprache". Diskriminierung (vgl. Tag) ist das sicher nicht, vielmehr werden Lehnwörter ja nur dann akzeptiert, wenn sie von einem Großteil der Bevölkerung auch verstanden werden.
Hier die Kurzliste aus englisch- hilfen.de
ablaut
angst
autobahn
beer garden
bildungsroman
blitzkrieg
blutwurst
bratwurst
dachshund
delicatessen
ersatz
fahrvergnugen
gesundheit (Ausruf)
hinterland
inselberg
ja
kaput
kindergarten
knackwurst
leberwurst
Lebkuchen
leitmotiv
Oktoberfest
panzer
poltergeist
pretzel
Privatdocent (auch – dozent)
realpolitik
rucksack
sauerbraten
sauerkraut
schadenfreude
schnapps
schnitzel
das war eine super Antwort, danke. "Diskriminierung" habe ich nur geschrieben, weil mir nichts anderes einfiel...mir fällt bei den Tags selten etwas sinnvolles ein.
Das Wort "Waldsterben" kennt man auch so in den USA, und nicht zu vergessen "Sauerkraut"
wahrscheinlich haben sie das Sauerkraut erst bei uns kennen gelernt, oder?
So ist das ja meistens, dass die Lehnwörter aus der Sprache/dem Land stammen, aus dem das bezeichnete Ding stammt.
Sylboy am 31. Oktober 2008 07:12 Tatsächlich bezeichnen sie uns sogar als die krauts, obwohl sie gar nicht wissen, was die Deutschen da eigentlich essen.
Im Serbokroatischen (heute: Serbisch, Bosnisch, Kroatisch) stammen z.B. viele technische Begriffe aus dem Deutschen!
Bin zwar ein bißchen spät dran mit meiner Antwort, aber es gibt ein wunderbares Buch zu dem Thema. Es heißt "Ausgewanderte Wörter" aus dem Hueber Verlag, herausgegeben von Jutta Limbach (Vorsitzende des Goetheinstituts). Sehr empfehlenswert!! Man glaubt ja gar nicht, wie viele deutsche Wörter es im Ausland gibt.Besonders hübsch finde ich "schubladiser" im frz. für zu den Akten legen, auf die lange Bank schieben...
Kaputt verstehen auch die Griechen. Gruss von der Insel
oder Brathering