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Wieso gibt es soviele Lehn- bzw. Fremdwörterim Deutschen aber keine deutschen in anderen Ländern?

gefragt von WasserschweinchenWasserschweinchen am 22.07.2007 um 15:20 Uhr

leider hat die Buchstabenzahl der ursprünglichen Fragestellung nicht gepasst. Also, hier im Ganzen: Wieso gibt es im Deutschen so viele Lehn- bzw. Fremdwörter, zum Beispiel aus dem Französischen, Englischen, Lateinischen, aber in anderen Sprachen eigentlich keine oder nur sehr wenige aus dem Deutschen übernommene. Eines kenne ich sogar...: Blitzkrieg...aber sonst? Warum?


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WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 22. Juli 2007 15:30
9x
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Es gibt eine Unzahl von deutschen Lehnwörtern in anderen Sprachen. "Kaffepausi" im Finnischen wurde sogar von irgendjemandem zum schönsten erklärt. "Kaputt" gilt in den meisten Sprachen.

Im Französischen gibt es u.a.: l'erzatz, le leitmotiv, le wasisdas (gut; das ist ein Gaubenfenster und der Zusammenhang ist kompliziert).

Englisch: schwerpunkt, panzer, rucksack, kindergarden uvm.

Kommentar von Bruno am 22. Juli 2007 20:58

Kaputt verstehen auch die Griechen. Gruss von der Insel

Kommentar von Simple_avatar5smallMismid am 23. Juli 2007 00:12

oder Brathering


Katzentatze
beantwortet von Katzentatze am 22. Juli 2007 15:24
8x
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In England hat man z.B. Kindergarten und Rucksack übernommen. Deutsche Worte gibt es recht häufig in anderen Ländern. Man kennt sie nur nicht.

Kommentar von Simple_avatar4smallWasserschweinchen am 22. Juli 2007 15:26

danke

Kommentar von 1e984dbe12c8a779526c498701b8bc73smallKnowledge am 22. Juli 2007 17:17

Nur zur Vervollständigung: Den Begriff "Handy" gibts nur im deutschen Sprachgebrauch (in englischen Sprache bedeutet es als Adjektiv etwas anderes). Nicht alle Worte, die englisch klingen, sind englisch.


casualuser
beantwortet von casualuser am 22. Juli 2007 15:28
6x
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Dass ins Lateinische Deutsche Lehnwörter nur schwer übernommen werden können, ist irgendwie verständlich ;)
(obwohl es durchaus im Lateinischen auch Wörter germanischen Ursprungs geben soll... entschuldige, wenn ich danach nicht suche, um das nachzuweisen)

Im Französischen ist es grundsätzlich so, dass die Sprache so "rein" wie möglich gehalten wird. Selbst für Computer gibt es ein eigenes französisches Wort: "ordinateur"

Im Englischen gibt es aber doch mehr deutsche Lehnwörter. Eine kurze Liste:
http://www.englisch-hilfen.de/vokabeln/lehnwoerter.htm

Warum es dort nicht mehr sind, mag mit der Vernreitung der deuschen Sprache im Englischen zu tun haben und mit ihrem recht niedrigen Rang als "Weltsprache". Diskriminierung (vgl. Tag) ist das sicher nicht, vielmehr werden Lehnwörter ja nur dann akzeptiert, wenn sie von einem Großteil der Bevölkerung auch verstanden werden.

Kommentar von Simple_avatar6smallcasualuser am 22. Juli 2007 15:29

Hier die Kurzliste aus englisch- hilfen.de
ablaut angst autobahn beer garden bildungsroman blitzkrieg blutwurst bratwurst dachshund delicatessen ersatz fahrvergnugen gesundheit (Ausruf) hinterland inselberg ja kaput kindergarten knackwurst leberwurst Lebkuchen leitmotiv Oktoberfest panzer poltergeist pretzel Privatdocent (auch – dozent) realpolitik rucksack sauerbraten sauerkraut schadenfreude schnapps schnitzel

Kommentar von Simple_avatar4smallWasserschweinchen am 22. Juli 2007 15:31

das war eine super Antwort, danke. "Diskriminierung" habe ich nur geschrieben, weil mir nichts anderes einfiel...mir fällt bei den Tags selten etwas sinnvolles ein.


anonym
beantwortet von Regenmacher am 22. Juli 2007 15:28
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Das Wort "Waldsterben" kennt man auch so in den USA, und nicht zu vergessen "Sauerkraut"

Kommentar von Simple_avatar4smallWasserschweinchen am 22. Juli 2007 15:31

wahrscheinlich haben sie das Sauerkraut erst bei uns kennen gelernt, oder?

Kommentar von Boldtbregu am 23. Juli 2007 08:47

So ist das ja meistens, dass die Lehnwörter aus der Sprache/dem Land stammen, aus dem das bezeichnete Ding stammt.

Kommentar von 8cd5fed0dc0b922a80a5e9b01c4ea24csmallSylboy am 31. Oktober 2008 07:12

Tatsächlich bezeichnen sie uns sogar als die krauts, obwohl sie gar nicht wissen, was die Deutschen da eigentlich essen.


anonym
beantwortet von Boldtbregu am 23. Juli 2007 08:48
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Im Serbokroatischen (heute: Serbisch, Bosnisch, Kroatisch) stammen z.B. viele technische Begriffe aus dem Deutschen!



bavaria2000
beantwortet von bavaria2000 am 30. März 2008 01:28
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Bin zwar ein bißchen spät dran mit meiner Antwort, aber es gibt ein wunderbares Buch zu dem Thema. Es heißt "Ausgewanderte Wörter" aus dem Hueber Verlag, herausgegeben von Jutta Limbach (Vorsitzende des Goetheinstituts). Sehr empfehlenswert!! Man glaubt ja gar nicht, wie viele deutsche Wörter es im Ausland gibt.Besonders hübsch finde ich "schubladiser" im frz. für zu den Akten legen, auf die lange Bank schieben...


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