Frage von HerzSchmerz0612, 120

Wieso gibt es so viele Atheisten, die als Hassprediger fungieren?

Wenn ich im Internet unterwegs bin, dann finde ich ständig Kommentare wie:

  • ach, die sind doch dumm wenn sie religiös sind
  • anderer Glaube als der Meinen ist FALSCH und die Wurzel allen übels
  • religiöse Menschen sollte man verbieten / töten

LG

Antwort
von Eselspur, 113

Fairerweise muss angemerkt werden, dass es hassende Menschen auch im Christentum und anderen Religionen gibt.

Ich wundere mich allerdings auch, das manche Atheisten diese Gehässigkeit so offen zur Schau stellen. Ich persönlich erkläre mir das dadurch, dass sie alle Gegenstimmen in sich selber laut zum Schweigen bringen versuchen, um sich als die Besseren, Gescheiteren, in der Entwicklung Weiteren präsentieren zu können.

Antwort
von Andrastor, 105

Extremisten gibt es bei allen Lebenseinstellungen, seien es Religionen, Atheismus, Veganismus, Fußballclubs, polititsche Parteien etc.etc.

Lustig ist dass sie sich (bis auf die Fraktionszugehörigkeit) nicht voneinander unterscheiden.

Antwort
von sarahj, 41

Dummheit
(im Sinne von "etwas nicht wahrnehmen zu wollen"), also nicht unbedingt Unwissenheit.

Das mit der Dummheit bezieht sich mit Sicherheit auf "young earth Christen", die glauben, daß die Welt erst 6000 Jahre alt ist (weil das mal ein Depp im Mittelalter ausgerechnet hat). Oder daß es keine Evolution gibt. Oder daß Adam und Eva echt wirklich mal da waren. Oder sprechende Schlange. Oder Noah und so. Das mag bei uns weniger ein Problem zu sein, aber z.B. in den USA glaubt das ein großer Teil der Christen.

Ich würde mal behaupten, daß da auch die mehrheit der Christen hier im Forum zustimmt, daß man das anhand der überwältigenden Zahl von Hin- und Beweisen, die alle stimmig sind widerlegen kann. Brauchen wir also nicht weiter d'rüber reden.

Wurzel allen Übels

Viele Christen glauben, daß alles gut wird, wenn erst mal alle zu Christen geworden sind. Muslime glauben ebenso (natürlich umgekehrt). Und unter den Christen gibt es zig Unterglauben, genauso wie bei den Muslimen. Die meisten sind sich selbst nicht grün.

Und worum geht es faktisch: ob man Schweinefleisch essen darf, Bilder malen, Haare zeigen, schwul sein darf, oben beim Sex, Sex überhaupt usw.
Eigentlich lauter völlig banale Dinge, die andere einen feuchten F*rz angehen.

Also von außen betrachtet kommt einem das vor wie in einem Kindergarten.

Und schaut man sich auf der Welt um, kann man schon auf den Gedanken kommen, daß 90% aller Konflikte verschwunden wären, gäbe es keine Religion.

Vor allem: Religion lässt sich so wunderschön instrumentalisieren, und dumme (s.o.) Menschen dazu bringen, böses zu tun. Ohne Religion kein Instrumentalisieren. Können vermutlich auch viele nachvollziehen - aber jeder denkt halt: der andere solle auf seinen Aberglauben verzichten, ich niemals auf meinen.

Also auch klar.

Religöse Menschen sollte man verbieten / töten

Also ehrlich gesagt, ich habe schon gehört: "Religionen sollte man verbieten", und es könnte durchaus sein, daß die Welt dann besser wäre (s.o.). Aber ich habe noch nie gehört, man solle Religiöse töten.
Also aus dem Mund eines Atheisten noch nie.
Aus den Mündern Religiöser hört man das ja öfter, wenn es um die andere Religion oder Ungläubige geht (was für die jeweilig andere Religion meist das selbe ist).

Also ich wäre Dir dankbar, wenn Du uns (mir) dazu einen konkreten Link geben könntest. Denn da wäre ich höchst empört.

(natürlich gibt es auch vereinzelt Spinner, aber die sind schon sehr selten)

Antwort
von Schmolinsky, 111

Es gibt immer Menschen die andere Ansichten haben und versuchen andere davon zu überzeugen. Ich persönlich bin Agnostiker und sag immer: Leben und leben lassen. Ich wünschte, dass würde sich mehr Menschen zu Herzen nehmen.

Antwort
von Panazee, 120

Es gibt einfach viele Menschen, die sich für unfehlbar halten. Das Gleiche was du über manche Atheisten sagst trifft auch auf viele Gläubige zu.

Atheisten fühlen sich oft im Recht, weil sie sich auf die Logik und die Wissenschaft berufen. Gläubige fühlen sich oft im recht, weil sie ein Buch haben, in dem doch alles genau drinnen steht.

Kommentar von HerzSchmerz0612 ,

Na ja, Atheisten sind ja auch nur Gläubige :D ... stimmt aber: auch in anderen Religionen ist Extremismus vertreten.

Kommentar von Meatwad ,

Nein, Atheisten sind keine Gläubigen.

Kommentar von Panazee ,

@Meatwad

Jein.

Ich habe in einem anderen Kommentar die Glatzen-Metapher verwendet.

"Wenn Atheismus eine Religion ist, dann ist eine Glatze eine Frisur"

Ich möchte dieses Bild noch etwas weiter strapazieren.

Wenn man eine Glatze hat, weil man schlicht und ergreifend keine Haare hat, dann ist eine Glatze keine Frisur. Es ist einfach ein Zustand der Haarlosigkeit. Wenn man sich aber jeden Tag den Kopf rasiert, weil man es cool findet eine Glatze zu haben, dann ist eine Glatze doch eine Frisur.

Kommentar von Meatwad ,

Ist das dann, mit Verlaub gesagt, nicht einfach nur eine schlechte Metapher?

Kommentar von Panazee ,

Das liegt wohl im Auge Betrachters.

Kommentar von realsausi2 ,

Na ja, Atheisten sind ja auch nur Gläubige

Atheisten können alles mögliche glauben, nur nicht an Götter.

Daraus läßt sich aber keineswegs schließen, dass Atheismus selbst eine Form von Glauben wäre. Das ist unmöglich. Die Nichtvornahme einer spezifischen Tätigkeit ist niemals selbst eine Tätigkeit. Das läßt sich logisch nicht auflösen.

Kommentar von Panazee ,

@realsausi2

Wir kennen uns ja schon und ich bin eigentlich immer deiner Meinung, aber hier ist wohl die Verwirrung immer gegeben, weil der Begriff Glaube etwas schwammig ist.

Ich denke viele verwenden ihn im Sinne von "etwas nicht beweisen können, aber davon ausgehen, dass es so und so ist". In diesem Sinne haben auch Atheisten einen Glauben, denn einen absoluten Beweise für die Nicht-Existenz irgendeines Gottes gibt es nicht. Ich gehe auch ganz fest davon aus, dass so ein Wesen nicht existiert, aber ich kann nicht sagen, dass ich es 100% sicher weiß, sondern nur, dass ich mir ziemlich sicher bin.

Atheismus als Religion zu bezeichnen gibt der Begriff Religion allerdings in keinem denkbaren Sinne her. So schwammig ist der Begriff Religion nicht.

Kommentar von sarahj ,

streng genommen muß man auch unterscheiden zwischen einem "schwachen" und "starken" Atheismus:

ich glaube nicht, daß es Götter gibt
   vs.
ich glaube, daß es Götter nicht gibt

(vielleicht kommt daher die Verwirrung und ihr könnt euch darauf einigen?)

Antwort
von dompfeifer, 48

Hassprediger kenne ich bislang nur aus theistischen Kreisen. Wo bist Du auf einen Hassprediger gestoßen, der bekanntermaßen kein Theist (Gottgläubiger) ist? Das wäre mir neu und würde mich interessieren! Und dann gleich "viele Atheisten, die als Hassprediger fungieren?", wo gibt es die?

Antwort
von LisanneVicious, 78

Ja leider sind viele Menschen so sehr der Überzeugung, dass sie sich auf nichts anderes einlassen. Das hat allerdings nichts mit Atheismus zu tun. Das gibt es unter Christen, Moslems, Atheisten, überall. 
Anstatt immer nur zu sagen woran sie nicht glauben, könnten sie auch mal deutlich machen woran sie glauben. Ich bin auch Atheist, reg mich aber genauso darüber auf, wenn die gläubigen als dumm bezeichnet werden. 
Genauso wie ich mich darüber aufrege wenn wir Atheisten beleidigt werden.

Kommentar von HerzSchmerz0612 ,

Geht mir genau so (mal abgesehen davon, dass ich religiös bin).

Antwort
von Meatwad, 53

Von vielen Hasspredigern zu sprechen, ist absoluter Quatsch.

Fakt ist, daß man im Gespräch mit Gläubigen auf extrem viel Dummheit trifft. Wenn zum Beispiel behauptet wir, der Mensch stamme von Adam und Eva ab, die Geschichte um Noah hätte sich tatsächlich so zugetragen, die Erde sei erst 6000 Jahre alt, der Big Bang bzw die Evolution seinen lediglich Theorien oder Homosexualität sei nicht normal und und und.

Fakt ist, vieles religiöses Gedankengut IST die Wurzel nicht allen, aber einigen Übels. Wenn Wissen und Erkenntnis ignoriert werden, ja manchmal sogar bekämpft werden, wenn durch bewusstes Verbreiten von Lügen dafür gesorgt wird, daß der ärmste Kontinent der Erde immer noch massiv von Hunger und Kranheit geplagt wird, und man dann auf dieses geballte Nichtwissen trifft und immer wieder Leuten begenget, die es besser wissen müssten, die aber nicht das geringste Interesse an echter Erkenntnis haben, kann einem schon mal die Hutschnur hochgehen. Atheisten, die deswegen zum Mord aufrufen, wirst du mit einer großen Lupe suchen müssen. Aber klar, die mag es vereinzelt auch geben. Ist natürlich dämlich, aber begründet durch den Wunsch nach einer gesünderen Welt.

Ein Glaube ist Atheismus übrigens nicht. Das Gegenteil ist der Fall.

Kommentar von martin7812 ,

Fakt ist, daß man im Gespräch mit Gläubigen auf extrem viel Dummheit trifft. Wenn zum Beispiel behauptet wird, ...

Die Behauptungen sind zwar andere, aber dieselbe Form von religiös bedingter Dummheit findet man auch bei Atheisten.

Zwei Beispiele, welche ich von Atheisten immer wieder lese, sind:

(1) "Wenn man irgendein Phänomen erklären will, ist in der Regel die naheliegendste Erklärung richtig (Ockhams Rassiermesser)."

Tatsächlich hat sich bei fast allen Phänomenen der modernen Physik (Ätherwind, Tunneleffekt, Quantenmechanik, Teilchenphysik...) herausgestellt, dass die naheliegendste Erklärung noch nicht einmal ansatzweise mit der Realität übereinstimmt und eine derjenigen Erklärungen, die am Anfang wohl am unsinnigsten gegolten hätten, der Realität entspricht.

(2) "Wenn etwas weder bewiesen noch wiederlegt werden kann, muss man davon ausgehen, dass es falsch ist."

Es lässt sich sogar mathematisch nachweisen, dass dieser Satz in 100% aller Fälle falsch sein muss.

Von religiösen Menschen habe ich beide Sätze übrigens noch nie gelesen, so dass man tatsächlich davon ausgehen muss, dass es sich bei diesen Sätzen um Sätze handelt, die typisch für (bestimmte) Atheisten sind.

Von den Fakten her gesehen kann sich ein "atheistischer Hassprediger" also nicht darauf berufen, dass in diesem Punkt ein prinzipieller Unterschied zwischen Religion und Atheismus besteht.

oder Homosexualität sei nicht normal

Kommt darauf an, was man unter dem Begriff "normal" versteht.

Wenn man unter dem Begriff "normal" versteht, dass eine Person dem Bevölkerungsdurchschnitt entspricht, ist es auch nicht normal, dass eine Person ein außergewöhnliches Hobby betreibt, über besonders hohe Intelligenz verfügt oder ein Spitzensportler ist.

In diesem Sinne wäre Homosexualität ebenfalls nicht "normal".

Fakt ist, vieles religiöses Gedankengut IST die Wurzel nicht allen, aber einigen Übels.

Atheistisches Gedankengut ist die Grundlage des Kommunismus, der für 100 Millionen Tote verantwortlich gemacht wird.

Zum Vergleich: Das Christentum wird hingegen nur für 9-11 Millionen Tote (verteilt auf einen wesentlich längeren Zeitraum) verantwortlich gemacht.

Auch in diesem Punkt gibt es also zwischen Religionen und Atheismus keinen prinzipiellen Unterschied.

Wenn Wissen und Erkenntnis ignoriert werden, ja manchmal sogar bekämpft werden...

Lies dir den ersten Teil meines Kommentars durch:

Da sind es Atheisten, die sogar mathematisch nachweisbare Tatsachen als falsch darstellen.

Auch in diesem Punkt ist also kein prinzipieller Unterschied zwischen Atheisten und Gläubigen erkennbar.

Mal davon abgesehen:

Die vom Fragesteller als "Hassprediger" bezeichneten Personen behaupten nicht, dass "einige religiöse Gruppen" bestimmte Eigenschaften haben, sondern dass "Religionen prinzipiell" so sind.

Diese Behauptung würde nur dann zutreffen, wenn sie für alle großen Religionsgemeinschaften gelten würde.

Nehmen wir die derzeit größte Religionsgemeinschaft der Welt: Die römisch-katholische Kirche.

Welche Erkenntnis wird - Stand heute, 2015 - von der römisch-katholischen Kirche als falsch dargestellt?

Ein Glaube ist Atheismus übrigens nicht. Das Gegenteil ist der Fall.

Die Wissenschaft unterscheidet zwischen:

  • Starkem Atheismus (Aussage: "ich bin überzeugt davon, dass es keinen Gott geben kann") und
  • schwachem Atheismus (Aussage: "ich weiß nicht, ob es einen Gott gibt")

Als das Wort "Atheismus" um 1750 erstmalig in der deutschen Sprache aufkam, wurde darunter "starker Atheismus" verstanden.

Heutzutage verstehen einige Menschen, die unter dem Begriff "Atheismus" "starken Atheismus", andere "schwachen Atheismus" und andere den Überbegriff zu beidem.

Eine "offizielle" Begriffsdefinition des Wortes gibt es nicht, so dass man immer nachfragen muss, was der Andere mit dem Begriff "Atheismus" meint.

Solange Anhänger des "starken Atheismus" nicht nachweisen können, dass es keinen Gott gibt, ist der "starke Atheismus" genau so ein Glaube wie das Christentum oder der Islam auch.

(Für den "schwachen Atheismus" gilt dies natürlich nicht.)

Die vom Fragesteller geschilderten Personen sind jedoch ganz eindeutig Anhänger des "starken Atheismus".

Kommentar von sarahj ,

vieles was Du schreibst klingt richtig, ist es aber nicht (Du Schlingel ;-).

(1) Occam:
wenn das einfache Modell versagt, braucht es ein komplexeres. Und sie haben versagt. Occam besagt was anderes: wenn es zwei Alternativen gibt, die beide die selben Vorraussagen machen, dann sollte man das einfachere Modell wählen (solange es gültig bleibt). Die einfachen haben halt alle versagt.

Die Religionen arbeiten auch so: stellt ihr euch einen Gott vor, oder einen Gott mit Schnurrbart, Punkfrisur, Piercings in Badelatschen mit einer Clownnase?

Eben: auch hier das einfache Modell zuerst. Vielleicht, wenn es mal Latschen vom Himmel regnet, wird auch dieses Modell geändert. Aber erst dann.

(2) Die Wahrscheinlichkeit wäre nicht 100%,
den mathematischen Beweis möchte ich gerne sehen.

Gegenbeweis:
Ich könnte unendlich viele Aussagen aufzählen, die Du weder widerlegen noch beweisen kannst, bei denen du aber mit "falsch" absolut richtig liegen würdest. Also genau das Gegenteil: 0%.

Ich gebe Dir einige Beipiele: "ich kann aus dem Stand 17,47m hoch springen", oder "ich habe in der Badewanne ein singendes Nilpferd, das unsichtbar ist" oder "die Welt wurde vom XMonster einfach ausgeniest", oder "die Welt wurde vom Spagetthimonster erschaffen".

Du kannst keine Wahrscheinlichkeit angeben, da es unendlich viele solcher Fragen gibt. Sie geht mit der Anzahl Fragen sogar gegen 0, weil die Anzahl falscher Aussagen ungleich größer ist als die Anzahl der richtigen. Und bei falschen Aussagen liege ich mit "falsch" immer richtig. Dann ist sie sogar exakt gleich 0.

Homosexualität

nice trick.
Du tauschst geschickt den mathem. Begriff Norm mit der Umgangssprachlichen Bedeutung "moralisch, akzeptiert, vielleicht natürlich". Martin Du bist ein Schlingel. Nach Deiner Argumentation müssten wir alle 6.5cm lange Haare, BH-Cup C, in Missionarsstellung 3,5xwöchentlich du-weisst-schon, usw.
Und dabei vergisst Du die Varianz anzugeben. Ein schwerer Fehler, wenn man normiert.

Stalin

Er wäre ja fast Pfarrer geworden, hätten sie ihn nicht rausgeworfen (merkwürdige Analogie: ein Maler mehr und die Welt wäre auch besser). Das ist ein bisschen perfide von Dir, die Toten aufzurechnen, aber gut. Was er bei den Studien gelernt hatte, war dass die Massen jemanden brauchten dem sie verklärt hinterher rennen können. Daß die Masse der religiöse Menschen einen Wunsch haben, an der Hand geführt zu werden. Und dazu sollten die Religion durch eine Staatsreligion ersetzt werden. Er war ohne Frage ein zynisch berechnender Startege, der potentiellen Widerstand systematisch ausschaltete. Zu erwähnen wäre noch, daß die orthodoxe Kirche damals auf Seiten der Zaren stand, also tatsächlich als Gegner zu betrachten war. Wie mächtig die Kirche in Russland dennoch (wieder) ist, sieht man ja aktuell.

Zur Zahl der Toten: es könnte schlicht daran liegen, daß mit steigender Technologie das Erfassen der Gegener und Töten immer effizienter wurde. Auch wenn es zynisch klingt: früher konnte man einfach noch nicht so einfach so viele Menschen so schnell umbringen. Insofern ist so mancher mittelalterliche Krieg, bei dem "nur" ein paar 100Tausend umkamen, vielleicht durchaus vergleichbar (nimmt man % an der Bevölkerung). Aber ich will nicht weiter darüber schreiben und Zahlen gegeneinander aufrechnen. Stalin war ein übler Mörder. Daran gibt es nichts zu rütteln.
Böse Menschen gibt es auf allen Seiten.

Aber er schreibt ja, "..die Wurzel nicht allen, aber einigen Übels".

Antwort
von Phantom15, 23

Ist mir noch nicht aufgefallen, aber ich sehe es so, das durch Religionen viel Leid entstanden ist und entsteht. Was im Namen des Glaubens für schlimme Dinge geschehen ist viel heftiger.

Antwort
von ElenaBanana, 23

Weil es immer Menschen gibt, die nicht vernünftig diskutieren können oder wollen, egal um welches Thema es geht. Das hat nichts damit zu tun, dass es Atheisten sind, das findest du bei allen anderen emotionsgeladenen Themen genauso, auch bei Gläubigen, bei Fleischessern, bei Vegetariern, bei Heterosexuellen, bei Homosexuellen, bei Rechten, bei Linken usw.

Das ist einfach nur menschlich, wenn auch total nervig.


Antwort
von webschamane, 78

Die Trennung von Staat und Kirche war schlichtweg eine Frage des Überlebens, der 30-jährige Krieg zwischen Katholiken und Protestanten hat Westeuropa ganz knapp an den völligen Untergang geführt.

Persönlich möchte ich mir nicht Vorstellen, wie der Kalte Krieg ausgegangen wäre, wenn sich nicht NATO und Warschauer Pakt gegenüber gesessen hätten. Sondern Mullahs und Christianisten die Gewalt über den roten Knopf gehabt hätten.

Aus meiner Sicht, würden wir dann nicht hier sitzen. 

Antwort
von realsausi2, 37

Ich weiß nicht, wo Du sowas gelesen hast, aber es gibt natürlich auch unter Atheisten dumme Menschen. Die sind aber nach meiner Einschätzung eher selten.

Antwort
von earnest, 30

Mir ist noch kein "atheistischer Hassprediger" untergekommen. 

Verwechselst du da vielleicht etwas?

Antwort
von Christi88, 75

Das ist jetzt aber sehr fixiert. Würde man jetzt ein bisschen über das Thema nachdenken, könnte man irgendwann die Frage in "Warum gibt es so viele intolerante Menschen" umformulieren.

Antwort
von Hamburger02, 37

ach, die sind doch dumm wenn sie religiös sind

Das hat nichts mit Hass zu tun. Allerdings gibt es in der Tat den Zusammenhang, dasss Bildung zu weniger Religiosität führt. Und viele religiöse Argumente sind tatsächlich eine Beleidigung für die menschliche Vernunft. Allerdings hört man auch von Religiösen oft, dass Andersgläubige dumm seien, weil sie das falsche glauben…und nach meiner Meinung haben die alle recht.

anderer Glaube als der Meinen ist FALSCH und die Wurzel allen übels

Das ist doch genau die Denkweise, die zu religiöser Gewalt führt: der Anspruch, die absolute Wahrheit zu kennen. Diese Denkweise ist typisch für Religiöse und bei Atheisten nur sehr selten anzutreffen. Auch hier liest man oft genug von Moslems und Christen, dass die anderen einer Irrlehre anhängen...und vermutlich haben beide recht.

religiöse Menschen sollte man verbieten / töten

Das wäre predigen von Hass. Das kenne ich von Atheisten aber nicht, sondern wieder nur von Religösen. Die meisten Atheisten treten für Religionsfreiheit ein, während gerade in religiös orientierten Ländern, speziell in islamischen, der falsche Glauben verboten ist und dessen Anhänger verfolgt oder gar getötet werden.

Das, was du hier Atheisten vorwirfst, ist typisch für Gläubige und ein Hauptgrund, warum Atheisten gegen Religion kämpfen.

Sobald sich in den Religionen herumsprechen würde, dass alle Menschen Gottes Kinder und von Natur aus gleich sind, und keiner besser als der andere wegen seines Glaubens ist, wäre das der Ansatz zur Verhinderung religiöser Gewalt. Deine Behauptung, es gäbe viele Atheisten, die Hass predigen, halte ich schlichtweg für eine Erfindung.

Kommentar von HerzSchmerz0612 ,

Das hat nichts mit Hass zu tun. Allerdings gibt es in der Tat den Zusammenhang, dasss Bildung zu weniger Religiosität führt. Und viele religiöse Argumente sind tatsächlich eine Beleidigung für die menschliche Vernunft.

Den Beleg würde ich mal gerne sehen. Einstein war Gläubig, Kurie war gläubig, Maxwell war gläubig usw und so fort. In deinen Augen also alles nur dumme mit wenig Bildung.

Kommentar von Hamburger02 ,

Es ist eine bekannte Tatsache in der Religionssoziologie und dies entspricht auch meinen Beobachtungen, dass sich vor allem gebildete Schichten von traditionellen Religionsformen lösen. Unter Gymnasiasten findest du garantiert mehr Moslems, die das Mittelalter hinter sich gelassen haben, als unter Hauptschülern.

Und was mal nur Einstein betrifft, der andauernd als Kronzeuge herhalten muss, so hat er in einem Brief selber Stellung dazu genommen:

„Es war natürlich eine Lüge, was Sie über meine religiösen Überzeugungen gelesen haben, eine Lüge, die systematisch wiederholt wird. Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und ich habe dies niemals geleugnet, sondern habe es deutlich ausgesprochen. Falls es in mir etwas gibt, das man religiös nennen könnte, so ist es eine unbegrenzete Bewunderung der Struktur der Welt, so weit sie unsere Wissenschaft enthüllen kann.“

Kommentar von Panazee ,

Einstein war Pantheist;  Pierre Curie war Atheist; Marie Curie war ihrer eigenen Aussage nach "eine nicht praktizierende Christin" - was das auch immer heißen mag;

Einzig James Maxwell war unzweifelhaft wirklich gläubig.

Einen Wissenschaftler namens "usw und so fort" habe ich auch nach ausführlicher Suche nicht finden können. ;-)

Wobei ich es total irrelevant finde an was diese Menschen zu dieser Zeit geglaubt haben. Zu dieser Zeit war die öffentliche Bekenntnis zum Atheismus teilweise noch wirklich problematisch. Was die gesagt haben und was sie glaubten muss nicht zwangsläufig identisch gewesen sein. Außerdem muss man nicht zwingend dumm sein um an Gott zu glauben und das behauptet auch kein Atheist den ich kenne, aber es erleichert die Sache doch ziemlich, wenn man den Statistiken glaubt.

Antwort
von ElizabethI, 64

Weil Atheismus auch nur eine religiöse Überzeugung ist wie alle anderen auch.

Kommentar von Panazee ,

Da würde dir so gut wie jeder Atheist vehement widersprechen.

Das Beispiel das oft kommt ist: "Wenn Atheismus eine Religion ist, dann ist eine Glatze eine Frisur."

Kommentar von Eirene2007 ,

Dazu bräuchte man nun die Definition des Begriffes "Religion" und "religiös"....

Kommentar von Eirene2007 ,

Religion Definition: Der Glaube an einen Gott oder an mehrere Götter und die damit verbundene Praxis in Kult und Lebensformen.
Religion Definition: Unter dem Begriff Religion versteht man eine Vielzahl unterschiedlicher kultureller Phänomene, die den Glauben an eine Welt der Gottheiten oder der Spiritualität beinhalten. Sie beeinflussen das menschliche Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen und auch die Wertvorstellungen. (http://www.religion-ethik.de/religion/definition-was-ist-religion.html)
Religion Definition: (meist von einer größeren Gemeinschaft angenommener) bestimmter, durch Lehre und Satzungen festgelegter Glaube und sein Bekenntnis; gläubig verehrende Anerkennung einer alles Sein bestimmenden göttlichen Macht; religiöse Weltanschauung  (duden.de)

Kommentar von martin7812 ,

Demnach wäre der Buddhismus keine Religion.

Kommentar von martin7812 ,

Das Wort "Religion" kann ich in der Antwort nirgendswo lesen, nur den Ausdruck "religiöse Überzeugung".

Der Unterschied:

Der Glaube an ein Leben nach dem Tod ist zwar eine "religiöse Überzeugung", die in unterschiedlichen Religionen (und angeblich sogar unter einigen Atheisten) vorkommt, aber keine "Religion".

Als nächstes müsste man das Wort "Atheismus" genauer definieren:

Ist damit "schwacher" oder "starker Atheismus" gemeint (das sind die beiden wissenschaftlichen Begriffe)?

Im Zusammenhang mit den vom Fragesteller genannten Personen sicherlich das zweite: Also die Überzeugung, dass es keinen Gott geben kann.

Definitiv ist dies eine Überzeugung zu einer religiösen Fragestellung - und somit eine "religiöse Überzeugung".

Das einzige, was man "ElizabethI" vorwerfen kann, ist, dass sie/er unter dem Wort "Atheismus" "starken Atheismus" versteht, einige User hier aber "schwachen Atheismus" darunter verstehen.

Kommentar von Meatwad ,

Es ist aber auch irgendwie gemein. Da muss man ständig so einen Blödsinn wie diesen hier lesen und wenn man sich dann aufregt, ist man der Böse.

Antwort
von qosimo, 18

ach, die sind doch dumm wenn sie religiös sind

Weil es leider nicht sehr intelligent anmutet, eine völlig unbelegte Story für bare Münze zu nehmen, nach der beispielsweise eine sprechende Schlange eine Dame überzeugt habe, ihren LG zu bequatschen, von den Früchten eines verbotenen Zauberbaumes in einem Fabelland mit Namen Paradies zu naschen, entgegen den Anweisungen eines kosmischen Zombies, der aussieht wie ein Mensch, dennoch unsichtbar sein soll und zudem nicht nur allwissene, allmächtig sondern auch noch überall zur gleichen Zeit, worauf die beiden durch einen Rausschmeißer mit Flammenschwert dieses Fabellandes verwiesen wurden..... und irgendwann ein Geist eine Jungfrau gepoppt hat.... etc......

Dies nur als Beispiel, da gibts auch andere "Tolle" von Leuten, die mittels Leiter in den Himmel geklettert sein sollen, Flügelpferde geritten, usw.

Da drauf reinzufallen, allen Ernstes, kann leider nicht sehr schlau sein, wirklich nicht.

anderer Glaube als der Meinen ist FALSCH und die Wurzel allen übels

Atheisten glauben nicht. Sie wissen oder wissen nicht. Du verwechselst das mit den Religioten anderer Märchen, denn jeder meint ja, gerade sein Märchen sei wahr. und die jeweils anderen ein klares Feindbild.

Und die Wurzel allen Übels? Naja, zähl mal die Toten durch, die Religionen, egal welche, in der Geschichte verursacht haben. Also wenn das nicht übel ist......

religiöse Menschen sollte man verbieten / töten

Religiöse Menschen verbieten? Wie kommst Du da drauf? Heilen vielleicht, heilen durch Bildung, aber nicht verbieten.

Töten? Also wirklich, wer hat Dir denn den Unsinn erzählt. Getötet wird allenthalben von Leuten, die die Nichtanhänger der eigenen Religion abschaffen, also bitte nicht zwei Sachen miteinander vermischen, die gar nichts miteinander zu tun haben.

Ich habe noch nie gehört, dass ein atheistischer Mob auf die Straße gegangen und randaliert hat, weil die Nichtexistenz von Göttern beleidigt worden sein soll.

Was verboten gehört, sind Religionen, zumindest die, welche nicht:

1.) Die Freiheit jedes Einzelnen respektieren, ja gar fördern, zu einem selbstbestimmten Leben in Freiheit aufrufen.

2.) Zur Forschung und zur Hinterfragung der eigenen Thesen und Behauptungen alle aufrufen.

3.) Keine unbedingten Wahrheitsanspruch verbreiten.

4.) Die absolute Gewaltlosigkeit predigen - und vor Allem - stets gepredigt haben.

5.) In deren Namen noch niemals, nicht ein einziges Mal, ein Mensch getötet, verletzt, vertrieben oder unterdrückt wurde oder wird.

Im Angesicht dieser 5 Punkte bleibt halt nur noch der Buddhismus übrig, der Rest wäre eigentlich langsam überflüssig.

Das hat nichts mit Hass zu tun. Hass zerfrisst. Hass ehrt auch - und ich weigere mich, Geschichten, in deren Namen gemordet, unterdrückt, gefoltert und vertrieben wird, zu ehren.

Religionen bekommen meinen Hass nicht - aber ich mag sie auch nicht, denn sie haben mehr Blut und Tränen über die Menschheit gebracht, als alles andere.

Sie bekommen meinen Hass nicht, aber auch nicht meine Akzeptanz oder meinen Respekt. Akzeptieren werde ich nicht deren Mordgeschichte, Respekt wird verdient, durch die v.g. 5 Punkte. Eine Religion, die nicht alle der 5 Punkte erfüllt, respektiere ich nicht!

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