Frage von oggeogge, 47

Wieso gibt es nur für eine kurze Zeit einen Blitz und kein Dauerleuchten?

Antwort
von hypergerd, 7

Statt diesen Spezialfall zu betrachten, solltest Du Dir das universell logisch selbst herleiten:

Immer, wenn man mehr Energie in ein Speichermedium hineinsteckt, als die Speichertechnik hergibt, kommt es zur Energie-Entladung auf kleinstem Energie-Weg (nicht kürzesten, sonst wären Blitze ja geradlinig) in sehr kurzer Zeit.

Dabei ist die Art der Energie egal:

Elektrische-Kapazität:

Egal ob kleiner Kondensator oder große Wolke -> wenn Isolationsbedingungen (el. Spannung) überschritten werden, kommt meist es schlagartig zum Durchschlag mit extrem schnell fallenden Widerstand (immer heißer, bis Plasma extrem gut den Strom leitet) und damit wird Energie in sehr kurzer Zeit gewandelt, was extrem hohe Leistung ergibt: P = E / t

Potentielle Energie:

Staudamm, Druckbehälter mit Luft oder Wasser usw.

Wenn Druck (mechanische Spannung ) zu groß wird (größer als deren

Festigkeit), sinkt schlagartig der Gegenwiderstand (Gegendruck des Gleichgewichtes) -> und in sehr kurzer Zeit Energie-Entladung

(Explosion, Dammbruch, ...)

Will man länger was von der Energie haben, benötigt man einen "seichten" Energieabfall. Das macht man mit großen Widerständen, die jedoch nicht so groß sind, dass 0 Energie abließt, sondern nur ein kleiner Teil (kleines Loch im Staudamm lässt lange Abflusszeiten zu).

Schließt man an eine Autobatterie eine Glühlampe mit langem dünnen Wendel-Draht (hoher Widerstand), wird diese schwache Leistung lange Zeit leuchten. Kurzer dicker Draht (hohe Leistung) wird nur kurz leichten...

Bei elektrisch geladenen Wolken sind jedoch viele kleine Teil-Ladungen sehr weit verstreut. Das macht es extrem schwer, diese gesteuert mit großem Widerstand leicht/langsam abfließen zu lassen. 

Man kann jedoch der Explosion entgegenwirken, indem man sehr viele kleine Spitze Nadeln (Blitzableiter) in das Feld bringt. siehe

https://de.wikipedia.org/wiki/Koronaentladung

Bei Hochspannungsleitungen ist es unerwünscht, aber zur langsamen Entladung einer Gewitterwolke kann (bei extrem vielen Spitzen am Boden) die Energie langsam abgeführt werden. siehe auch

https://de.wikipedia.org/wiki/Elmsfeuer

Es gibt Untersuchungen, wo in Gebieten mit sehr vielen Blitzableitern weniger große Blitze auftreten, weil schon vorher Energie abfließt, bevor es zu den extremen el. Spannungen kommt.

Eine etwas andere Art der langsamen Energieentladung sind 

https://de.wikipedia.org/wiki/Polarlicht

(hat aber nicht direkt was mit Gewitterwolken zu tun) -> ionisierte Atmosphäre und optimale Magnetfelder führen Energie langsam ab.

Antwort
von Maimaier, 28

Weil durch den Strom auch die Temperatur der Luft steigt, es bilden sich Ionen und Plasma welches sehr viel besser Strom leiten kann als normale Luft, dadurch fließt nochmehr Strom usw. Das ist wie bei einem Staudamm im Sandkasten, dort wo ein bisschen Wasser fliesst reisst es weiter Sand weg und es fliesst immer mehr und mehr. Ein selbstverstärkender Effekt.

Durch die extremen Spannungen geht das schneller und schneller, wenn erstmal das leuchtende Plasma da ist gibts kein Halten mehr, eben blitzschnell.

Kommentar von HanzeeDent ,

Höhö, blitzschnell... :'D

Antwort
von konzato1, 27

Weil nach dem Blitz das unterschiedliche Potential ausgeglichen ist.

Antwort
von schattenrose96, 34

Weil es eine kurze Entladung ist, die Energie ist schnell futsch

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