Frage von beeljavit, 39

Wieso gibt es egtl. einen Minus Pol?

Ich streite mich mit meinem Vater weil er meint es kommt eine Art Strom vom Minus Pol weil wieso sollten sie so Lange Kabeln verlegen nur für den Minus Pol wenn der so wie ich meine einfach nur Strom absobiert, Er meint man könnte mit einer Salzlösung bla bla das in die Erde versetzen und diese könnte einfach den Minus Pol spielen. Also könnte mir jemand einfach erklären wieso es einen Minus Pol gibt und wie das alles funktioniert. LG Malik

Antwort
von PWolff, 7

Man braucht einen geschlossenen Stromkreislauf, weil die Kräfte zwischen elektrischen Ladungen so groß sind, dass bei offenen Stromkreisläufen nur unmerklich kleine Ladungen und damit unmerklich kleine Energien übertragen werden. (Ausnahmen bilden z. B. sehr hohe Spannungen, wie sie bei Gewittern auftreten.)

(Wäre schön, wenn man Elektronen einfach über einen anderen Leiter entsorgen könnte, so wie wir das beim Abwasser tun. Aber das geht aus dem genannten Grund nicht - die Elektronen würden nicht der Gravitation, sondern dem elektrischen Feld folgen.)

Aber man kann tatsächlich einen Elektrolyten wie eine Salzlösung als Leitung verwenden, einschließlich des Grundwassers und der Feuchtigkeit im Erdreich, und man hat das früher auch öfters gemacht.

Leider leitet Erde nicht so gut wie Kupfer und auch die Kontakte in der Erde korrodieren entweder oder überziehen sich mit einer Salzschicht oder auch beides, sodass der Kontakt im Laufe der Zeit immer schlechter wird.

Für Signale mit sehr geringen Strömen, z. B. von einer Emfpangsantenne ins Haus, reicht die Erdleitung aber allemal. (Sofern benachbarte Anlagen nicht zu stark stören.)

Übrigens nimmt man bei Autos die Karosserie und bei Zweirädern (einschl. Fahrrad) den Rahmen als Rückleitung und Nullpotentialbezug ("Masse").

Antwort
von electrician, 6

Der Strom fließt bei Gleichspannung (physikalische Stromrichtung) vom Minus- zum Pluspol der Spannungsquelle.

Um einen Verbraucher zu betreiben, bedarf es einer Verbindung vom Minuspol der Spannungsquelle zum Verbraucher und vom Verbraucher zurück zum Pluspol der Spannungsquelle, damit der Stromkreis geschlossen ist und ein Ladungsaustausch in der Spannungsquelle stattfindet.

Die Technische Stromrichtung basiert auf dem früheren Irrglauben, dass der Strom vom Plus- zum Minuspol fließt. Der Minuspol wird oft auch als Masse (GND) benutzt, um ein gemeinsames Ausgleichspotential zu schaffen (etwa bei den leitfähigen Teilen im PC), gegen das mehrere unterschiedlich hohe Gleichspannungen anliegen.

Bei der Netz-Wechselspannung sieht es etwas anders aus: Die sinusförmige Spannung einer Phase wechselt 100 mal in der Sekunde die Polarität (50 mal positiv, 50 mal negativ). Dabei ist die gemeinsame "Masse" bzw. Nulllinie der Sternpunkt des Transformators, welcher meist als PEN bezeichnet wird und mit dem Erdreich verbunden ist. In der Hausinstallation wird dann eine Verbindung zum Erdreich geschaffen (Potentialausgleich), um im Fehlerfall den Strom abzuleiten, was letztendlich wieder eine gemeinsame "Masse" ergibt.

Im weiteren Verlauf trennt man den PEN auf und macht daraus den Neutralleiter N und den Schutzleiter PE, wodurch der Einsatz von RCD (bis 30mA Personenschutz, darüber Brandschutz) ermöglicht wird.

Vielleicht etwas zuviel Info oder am Thema ganz vorbei, zumal mich der Punkt "Leitungslänge" eher verwirrt hat, weil Du nicht schreibst, worum's eigentlich geht.

Aber die Fragestellung war m.E. auch nicht wirklich eindeutig.

Antwort
von gertsch1981, 14

Eine Batterie/Akku hat zwei voneinander isolierte Ladungsträger - einer ist positiv (+) geladen und der andere gegensätzlich (also negativ -) - Die beiden Ladungsträger haben das bestreben, diesen Ladungsunterschied auszugleichen. Und das passiert, wenn ein elektrischer Leiter (mit Verbraucher z.b. Glühbirne) die beiden Pole verbinden und somit Strom fließt, bis die beiden Ladungsträger (Pole) elektrisch ausgeglichen sind - also den gleichen Ladungszustand haben.

Antwort
von adi1199, 10

Stelle dir den Stromkreis wie ein Wasserkreislauf vor. Die Batterie ist eine Pumpe, der Verbraucher ein Wasserfall. Damit er funktioniert, muss dasWasser zum Wasserfall transportiert werden (Pluspol) und hinter ihm (Minuspol) wieder zur Pumpe gelangen, damit sie es wieder hochpumpt. Claro?

Antwort
von taunide, 12

Also mal so ganz banal:

Am Minuspol gibt es einen Elektronenüberschuss - diese würden gerne dort weg. Bei einem geschlossenen Stromkreis wandern sie über den Verbraucher (z.B. Glühbirne) zum Pluspol. 

Antwort
von Nightythehawk, 12

Damit Strom fließen kann muss es einen geschlossenen Kreislauf mit Verbraucher geben. Bei Gleichstrom gibt es daher immer einen Plus und Minuspol.

Antwort
von magicdrummer, 12

also, die stromrichtung ist   im volksmund von plus nach minus,  strom sind sich bewegende freie elektronen die von  einem potential angezogen werden, elektronen sind negativ geladen und "wohnen"  daher am minus pol wenn du es so willst.  wird jetzt ein plus pol angeschlossen  werden die negativ geladenen elektronen von diesem angezogen und bewegen sich vom negativen zum positiven Pol.    man braucht immer zwei, anfang und ende ^^

ein minus pol absorbiert den strom  auf keinen fall, strom wird nirgends verbraucht er wird einfach nur in ne andere form  der energie umgewandelt,  licht, wärme bewegung....

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