Frage von Schischa3, 110

Wieso gehen sehr viele nicht gerne zur Schule/Arbeit?

Antwort
von testwiegehtdas, 6

Ich muss sagen, bei mir war das in der Schule sehr Lehrerabhängig. Dabei hatte es bei mir nichts mit "netter" und "strenger" Lehrer zu tun, sondern wie fair der Lehrer war.

Ich hatte lange Zeit das Glück, für gute Noten wenig tun zu müssen, weil ich eben schon den Ruf hatte gut zu sein und es mit den Arbeiten bestätigt habe. Auf dem Gym musste ich dann wieder für Noten "kämpfen", da ich den Status auf der neuen Schule nicht mehr hatte.

Zeitweise war ich aber auf der Realschule nicht gerne in der Schule, da ich stark gemobbt wurde. Es fingt auf dem Schulweg an und irgendwann haben es meine Klassenkammeraden auch gemacht. Wobei es wirklich so weit ging, dass ich richtig bedroht und z.B. mit verschimmeltem Nutellabrot (weil das so schön klebt) beworfen wurde, also nicht bloß kleine Späße. In der Klasse waren es hauptsächlich die Schlechten, die vermutlich einfach neidisch waren. Ich war sogar anfangs "selbst schuld", sie hatten mit einer Freundin von mir angefangen und ich habe sie verteidigt und so erst deren Aufmerksamkeit auf mich gezogen. Erst kamen nur Sprüche wie "dummer Streber" und dann haben sie sich irgendwann auch an den stärkeren Attacken beteiligt.

Das ganze ging soweit, dass meine mündlichen Noten total abgesagt bin, denn wenn ich doch mal was falsches gesagt habe, wurde ich später dafür total fertig gemacht. Auf der Realschule ging es noch, weil die Lehrer mir noch gute Noten gegeben haben, aber auf dem Gym sind meine mündlichen Noten total abgesackt. Ich hatte totale Angst mich zu melden und was falsches zu sagen, auch wenn ich rational wusste, dass das Quatsch ist und wenn ich doch mal was sagen musste und es falsch war ja auch nichts passiert ist. Trotzdem war es tief in mit drinnen und ich bekomme es erst langsam hin. Vor älteren z.B. Arbeitskollegen geht es, aber mit Gleichaltrigen ist es noch schwer. Da falle ich schnell in meine alte Rolle zurück.

Zur Arbeit gehe ich momentan recht gerne. Es ist nicht mein Traumjob, aber dort hätte ich schlechte Arbeitszeiten und kaum Gehalt gehabt. Das hier ist für mich ein guter Kompromiss.  

Ich habe mal überlegt, dass wenn ich im Lotto gewinnen würde (blöderweise wird das schwer, da ich nicht spiele), würde ich mir evtl. einen anderen Job suchen.  

Mein Vater geht nicht gerne zu seinem Job, weil sein alter Job outgesourced wurde. Er hatte die Wahl was anderes zu machen oder zu gehen. Da er über 50 war und so auch Angst hatte nichts neues mehr zu finden ist er geblieben, aber nicht mehr glücklich. Das war die Richtung von seinem Beruf in die er nie gehen wollte, aber nur dort war eine Stelle frei... Er musste da eben nicht nur an sich sondern auch noch seine Familie denken, da wir da noch in der Schule waren. Er geht da hin, macht seinen Job, aber der Gedanke an Arbeit macht ihn nicht glücklich. Es dient eben nur noch dem Geldverdienen...

Meine Mutter war teilweise sehr frustriert, weil ihr neuer Chef (der alte war gegangen) vieles geändert hat, aber zum schlechten. Das Arbeitsklima ist dadurch extrem schlecht geworden und sie hat sich nach einigen Jahren in eine andere Abteilung beworben, wo es nun wieder neutral ist.

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 15

Hallo!

Das liegt vermutlich daran, dass das Klima im Beruf/in der Schule oftmals recht rau ist bzw. viele Leute in Stellen arbeiten, in denen sie weder Freude noch Erfüllung finden & in denen sie auch ihre Kompetenzen nicht zum Ausdruck bringen können.. ganz einfache Sache. Bei meinem Bruder ist es z.B. so, dass er 'ne Stelle hat die ihm keinen Spaß macht & die ihn täglich annervt, mit primitiven Kollegen die nur pöbeln usw. -------> ein typisches Schicksal. Aber viele sind auf solche Jobs bzw. auf die Arbeit allgemein angewiesen & können auch nicht einfach aufhören/sich was anderes suchen. Da greift ein Rad ins andere.

Ich persönlich bin gern zur Schule gegangen & gehe auch gern zur Arbeit. Meine Ausbildungszeit war auch okay. Ich bin nie "ungern" aus dem Haus gegangen.

Antwort
von bikerin99, 25

Wenn man sich in der Schule nicht wohl fühlt, weil man gemobbt wird, weil die Lehrer unangenehm sind usf., dann kann man nicht gerne in die Schule gehen, denn es nagt am Selbstwertgefühl und Selbstbewußtsein. Es ist nur Belastung.
Ähnlich ist es in der Arbeit: Unter- oder Überforderung, die Belastungen stehen in keinem Verhältnis zur Bezahlung. Die Arbeit ist völlig uninteressant, macht es nur, wegen der Bezahlung.
Oder wie es mir zunehmend geht: Der Inhalt der Arbeit und die Arbeit an sich gefällt mir, aber die Rahmenbedingungen der Arbeit verschlechtern sich immer mehr, der Druck mehr zu leisten, immer mehr Kontrollen, da fällt es schwer die Motivation aufrecht zu erhalten, obwohl ich meine Arbeit liebe.

Antwort
von kiara36, 21

Das ist aber mal sehr pauschal gesagt.

Als ich noch zur Schule ging - ging ich nicht durchweg gerne hin, sondern hatte besondere Fächer oder Tage die ich gar nicht mochte.
Beeinflusst wird so was ja auch durch Noten, wenn ich eine Zeitlang gute Noten schrieb, war es wesentlich einfacher ;)
Am nervigsten fand ich es, wenn Lehrer kollektiv Klausuren schreiben ließen und man vor lauter Lernen kein Bock mehr hatte.

Jetzt habe ich eine Arbeit, die ich sehr mag, weil das Geld-Leistung-Verhältnis stimmt. Die Arbeit ist zwar teilweise anstrengend und stressig - aber ich werde damit belohnt das diese gut bezahlt wird. Auch das Umfeld (Kollegium, Vorgesetzte) stimmt GsD.

Freunde von mir gehen tatsächlich nicht gerne zur Arbeit, weil z.B. der Vorgesetzte ungerecht ist, oder der Lohn gerade mal über den Hartz4-Satz ist oder weil der Stress überhand nimmt und kein Ende in Sicht ist.

Antwort
von daCypher, 24

Weil man da täglich mehrere Stunden hin muss und nicht das machen kann, was einem Spaß macht. Wenn man dann noch ständig gesagt kriegt "Die Kinder in anderen Ländern wären froh, wenn sie zur Schule gehen könnten" oder "Sei froh, dass du einen Arbeitsplatz hast", dann kriegt man zusätzlich zur schlechten Laune auch noch ein schlechtes Gewissen und fühlt sich genötigt, Dinge zu tun, die man nicht tun will, wodurch man noch weniger Lust auf Schule oder Arbeit hat und irgendwann depressiv wird, weil man sich von der Last nicht befreien kann.

Antwort
von lelchen1, 12

Ich glaube einfach, dass viele mit dem System nicht klarkommen.
Sie kommen einfach nicht damit klar, dass das Leben so gesehen vorgeschrieben ist, und man im Großen und Ganzen keinen freien Willen hat. Das soll jetzt nicht heißen, dass sie faul sind, nur würden diese Menschen vielleicht selbst Kontrolle haben wollen.
Aber es gibt einfach auch individuelle Faktoren, die von jedem einzelnen abhängig sind.

Antwort
von Wuestenamazone, 11

Weil man da hin muß und ruhig sein und zuhören muß. Man hat Hausaufgaben in dem Alter alles lästig. Arbeit da hat man mit guten Noten eine reelle Chance auf nen Job der einem Spass macht

Antwort
von BigBoo, 46

Frage dich das doch einfach mal selber. Im ersten Moment ist es doch schöner immer das zu machen was man gern möchte und nur das worauf man auch Lust hat. - Das ist auf Arbeit oder in der Schule eben meist nicht möglich.

Aber wenn du mal eine Weile Zuhause warst, wirst du selber merken das ein gewisser Alltag oder eine Aufgabe in deinem Leben auch gut tut. Man merkt doch manchmal schon in 6 Wochen Sommerferien, das es etwas langweilig wird. (zumindest ging es mir so, als ich noch in der Schule war)

Mit freundlichen Grüßen, Boo

Antwort
von Mediatio, 5

Es kommt halt darauf an, ob man das macht, dass einem spass macht.

Viele Menschen machen leider eher die Sachen, die viel Geld bringen.

Man merkt es auch wenn man mal den Job verliert und je nach dem mehrere
Monate nichts mehr findet. Mit der Zeit wirst du dir wünschen, etwas
machen zu können.

Antwort
von Shany, 9

Die denken den kommt schon so Alles Gute ,,zugeflogen``

Bis sie merken sie waren zu faul und bekommen wenn überhaupt nur noch die nicht so guten Jobs vielleicht

Antwort
von Marakowsky, 11

Weil sie den täglichen Gang zur Arbeit nicht als selbstbestimmtes Handeln wahrnehmen.

Antwort
von Gerneso, 26

Weil sie erfolglos sind. Erfolg macht Spaß. Wer Erfolg hat und für seine Leistungen belohnt wird, geht auch gerne arbeiten oder zur Schule.

Kommentar von Carlystern ,

Nicht immer

Kommentar von Gerneso ,

Ich kenne keinen erfolgreichen und anerkannten Menschen der seine Tätigkeit nicht gerne tut.

Antwort
von TheAllisons, 25

Weil si glauben, dass man auch ohne im Leben weiterkommt, aber das stimmt nicht. Und wenn sie es bemerken, ist es leider schon zu spät

Antwort
von Carlystern, 18

Ich hatte kein Bock und hatte mich gedrückt, weil ich eine Ausbildung machen musste die nicht zu mir gepasst hat und kein Interesse daran hatte. Ich wurde einfach reingesteckt ohne vorherige Rücksprache mit mir.


Antwort
von SoVain123, 32

Weil die Leute faul sind!

Kommentar von Carlystern ,

Du bist faul. Nein faul sind sie rein garnicht. Klar gibt es auch diese, aber die sind deutlich in der Minderheid. Habe geschrieben das du faul bist, da ich dies als eine persönliche Beleidigung auffasse.

Kommentar von SoVain123 ,

Vielleicht ist es aber auch eine Tatsache, wenn man deine Rechtschreibung beachtet.

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