Wieso gehen Männer eigentlich nie zum Arzt - haben sie zu sehr Angst?

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6 Antworten

Ja, echt krass. Man kann nur an die Vernunft appellieren oder im ein paar süße Bilder aus dem Internet präsentieren von abgenommenen Gliedmaßen. Oder nicht heilenden Wunden. Kannst ihm ja mal so was ganz zufällig mitschauen lassen, wenn du so tust, als wenn du recherchierst. Wenn er fragt sagst du, dass du dich mit dem Anblick schon mal vertraut machen willst, wenn er das hat, damit du dich nicht übergeben musst.

Kommentar von Zwergenfrau1997
31.05.2016, 23:44

Vor allem meidet er auch alles was mit Krankenhaus und Arzt zu tun hat.

Er regt sich da immer total auf, wenn ich mal wieder rede über Krankheiten.

ich schau jeden tag Achtung Notaufnahme an und jeden dienstag in aller Freundschaft, bin zudem 1 mal die Woche im Krankenhaus und informier mich generell sehr viel über Medizin und Krankheiten weils so interessant ist, und da red ich halt auch gern drüber, also ich informier mich auch viel über so Krankheiten wie krebs oder so  chronischen Geschichten die im Fernseher vorkommen, da ich gerne reinfühlen will, wie sich diese Menschen fühlen die das wirklich haben und sag halt auch zum spaß immer wenn ich im Krankenhaus war und abends sowas anschaue, sag ich immer ach ich hab schon lang kein Krankenhaus mehr gesehen. ich schau selbst auf YouTube manchmal so krankheitsvideos an, meistens zwar irgendwelche Videos von jungen müttern mit ihren Babys und Kleinkinder ( warum weiß ich nicht, vielleicht schon die Vorfreude auf meine Ausbildung zur Kinderpflegerin, da Krankenschwester nichtgeklappt hat ) aber naja er regt sich immer über Krankheiten auf wenn ich davon rede.

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Bei mir ist es genau andersrum...mein Vater rennt wegen jedem bisschen zum Doc, meine Mutter muss man hinschleifen. Und das obwohl sie mehrere Bypässe hat, Diabetikerin ist und einen Schilddrüsenwert von 88 hat (normal sind 0,1- 2,5 ). Sie will das nicht hören, will nicht realisieren, das sie Behandlung braucht. Alle anderen schickt sie immer zum Arzt.

Kommentar von Ockhams
01.06.2016, 09:58

Schöne Geschichte. Und welchen Rat gibst du damit ? Erzähl noch eine Geschichte.

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Angst. Schlichtweg Angst. Erstens vor dem Arzt und der Untersuchung und der Diagnose. Und vor der eigenen Sterblichkeit.

Ich hatte einen heißen Knoten in der Schilddrüse, der gerade nachts immer rumgesponnen hat (sehr unangenehm, Panikattacken) und habe diesen mit einer Radio-Jod-Behandlung (Radioaktivität und Quarantänestation) weg bekommen. Dafür war ich dankbar, daß es diese Möglichkeit gab, ohne OP.

Als ich im Familienkreis dies ankündigte, kam mein Schwiegervater daher (vielleicht im gleichen Alter wie dein Vater) und kramte Unterlagen raus und erzählte mir, daß er seit Jahren auch einen heißen Knoten in der Schilddrüse habe, aber ihn nicht behandeln lasse, weil er "den Ärzten nicht traue", das wären alles Quacksalber.

Nun, ich habe den Ärzten vertraut, bin das Ding los und auch die Beschwerden.

Kann es sein, daß Frauen mehr Mut haben, sich mit körperlichen Defiziten und der eigenen Sterblichkeit und Verwundbarkeit auseinanderzusetzen?

Ich halte deinen Vater für einen Feigling, ehrlich gesagt. Vielleicht zeigst du ihm mal die Antworten hier. Warum sich jahrelang rumquälen, wenn es mit einer Behandlung oder OP für den Rest des Lebens erledigt ist?

Kommentar von Zwergenfrau1997
31.05.2016, 23:38

ja ich halt ihn auch für einen Feigling. Denn wenn man so stark blutet dass man Eisenmangel hat, ist es echt schon krass. War ja auch jahrelang immer wieder in Behandlung wegen eisenmangel, hatte aber immer Infusionen gewählt, da ich kein bock auf Übelkeit und Verstopfung hatte weil genau das eintritt wenn ich Eisenpräparate nehme. Das war mal so schlimm, seitdem nie wieder eisentabletten.

Genauso wie mit seinem rücken, er hat seit ca. 30 jahren Rückenschmerzen, Ärzte sagten eine op hilft, aber nein er jammert lieber rum daheim, also bei sowas einfachen würd ich mich sofort operieren lassen.

Klar leichter gesagt als getan wenn man selbst nicht der Lage ist, kenns halt von mir dass ich ärzten auch dauernd sagen muss ich will keine Op, aber bei mir geht um eine milzentfernung mit nur 30-40 Prozent heilungschance, also was ganz anderes.

Aber in rücken da eine platte und zwei wirbel einsetzen ist doch nichts dabei oder?

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 Ich glaub es ist eine Mischung aus Sorgenlosigkeit, Faulheit und eine Art Fluchtmethode um Problemen und Mühsal, die ein Arztbesuch und eine Behandlung danach mit sich bringt aus dem Weg zu gehen. Was eigendlich ziemlich paradox ist. So ist es bei mir wenn ich so was mache.

weil er sich dann an regeln halten muss - und weil ihn wahrscheinlich jeder arzt (mit recht) fragt, warum er so leichtsinnig ist.

selbstbestimmung über alles. er weiss genau, wie falsch er sich verhält - aber gesunder leben ist ja mit disziplin verbunden.

ich kenne solche leute - aber es gibt auch andere. auch männer, die auf sich achten und sich um ihre gesundheit kümmern.

Männer sind machos due meinen sie könnten alles selber und sowieso besser als andere ;-) 

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