Frage von Harkness1995, 227

Wieso gehen die Deutschen noch nicht auf die Barikaden?

Moin Leute, Ich frage mich schon seit einer geraumen Zeit wieso wir dutschen nicht endlich mal was gegen diesen ganzen Bullshit unternehemen...

Damit meine ich wie es momentan mit der Flüchtlingspolitik in den Sand gesetzt wurde, mit Erdogan, TTipp, Ukraiene und Griechenland (jetzt zwar nicht so aktuell aber immernoch vorhanden). Die Banken Affären und, und, und!

Es ist ja alles kein Geheimnis und sogar bestätigt dass diese (Grundlegenen) Sachen falsch laufen und nicht mit dem Volk abgesprochen wird und noch nicht mal an uns Kommuniziert wird!!!

Die Unzufriedenheit steigt! Aber keiner macht wirklich was! Woran liegt es (außer dass es uns noch zu gut geht) ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von berkersheim, 59

Weil sie fleißig ihre Tageszeitungen lesen, evtl. noch TV-Nachrichten, sonst nichts! Schon der alte Cäsar wusste: Divide et impera - Teile und herrsche. D.h. Politpropaganda: Gib den Linken Futter über die Schrecken des Weltkapitalismus und die Illusion dass ein 80-Millionenvolk mal eben so eine Milliarden schlecht organisierte und regierte Arme der Welt retten kann, und den Rechten die Angst davor, dass das auf ihren Knochen passiert und schon hast Du zwei, die aufeinander losgehen und sich gegenseitig kaltstellen. In der Mitte streust Du die Illusion einer funktionierenden Demokratie, viel Verwirrung und die Meinung, in Griechenland wäre alles in Ordnung, obwohl Tsipras gerade mit dem Staatsbankrott gedroht hat (der längst da ist) und Nachlass aller Schulden fordert. Die Banken sind doch wunderbar gerettet, wenn auch mit unseren Steuergeldern und fortwährend mit der Enteignung der Privatvermögen und öffentlichen wie Privatvorsorge. Mal schauen, was uns die Propaganda weismacht, wenn wir bankrott sind, warum wir bankrott sind. Du musst Geduld haben: Der Deutsche will seinen Untergang möglichst selbst erleben und mit Fähnchenwinken begleiten. So sind wir nun mal. Und jetzt ein Wort an die sogenannten Rechten: Die ersten, die aufstehen und motzen werden die Integrierten mit Migrationshintergrund sein, denn die sind nicht nach Deutschland gekommen, um hier den zweiten Untergang zu erleben. Die hofften hier auf eine gute Zukunft. Also nicht ausgrenzen - verbünden. Diese integrierten Deutschen mit Migrationshintergrund wissen noch, wie schlimm Armut sein kann und sind noch nicht durch Wohlstand verblödet.

Kommentar von HansH41 ,

Schwierig zu lesen, weil ungegliedert, aber vollkommen richtig.

Vor allem die letzten Bemerkungen.

Kommentar von Harkness1995 ,

Sehr gut! Und regt zum Nachdenken an!

Kommentar von LordFantleroy ,

Zu verschwörungstheoretisch. Es braucht keine übergeordnete Instanz um Unfrieden zu stiften, sperr zwei Leute mit begrenzten Ressourcen in einen Raum und schon hast Du Deine ersten Konflikte.

Kommentar von berkersheim ,

Wie bereits gesagt, man muss warten können. Man kann gespannt sein, wie die Reaktionen nach den Herbstwahlen ausfallen und was bis zur Wahl 2017 noch alles so passiert. Man stelle sich vor, die SPD sackt auf 17/18 Prozent, die CDU deutlich unter 30, dann kommt Bewegung auf. Noch halten z.B. unsere Medien Informationen über die Zuspitzung der Lage in Griechenland, in Portugal (neue Bankenkrise) wie in Spanien (Wahlwiederholung) zurück. In Italien wird man nervös, weil sie ihre faulen Kredite nirgends mehr verstecken können. In Frankreich gibt es Unruhen, die dem Front National in die Hände spielen. Mal schauen, wen die Österreicher wählen. Da braut sich was zusammen, und das ohne Völkerwanderung und Altersarmut.

Antwort
von AnonYmus19941, 127

Wenn du denkst, dass du es besser kannst, dann lass dich doch wählen...

Das genau ist doch so schön an Deutschland, und das ist auch das, was uns von z. B. der Türkei unterscheidet: freie Wahlen. Jeder, den die Situation stört, kann jemand anderen wählen oder sich selbst als Kandidaten aufstellen lassen.
Oder man hofft eben, dass Frau Merkel weiß, was den Deutschen wichtig ist, und es (so gut wie möglich) umsetzt...

Kommentar von Akainuu ,

Die Verhältnisse in der Türkei sprechen nicht dafür, dass es dort keine freien Wahlen gibt :-)

Antwort
von ponter, 58

Wer sollte auf die "Barrikaden" gehen? Im Großen und Ganzen geht es dem Volk doch gut. Es gibt alles, was das Herz begehrt. Nahrung im Überfluss, Konsumgüter, uneingeschränkter Zugang zu allen Medien usw. Also kein Grund, sich ernsthaft in einen Aufstand zu begeben. 

Man bedenke, es gibt viele Länder, auch in Europa, in denen es den Bürgern deutlich schlechter geht, als hier.

Der Deutsche ist im Allgemeinen genügsam, geht es um die Politik, obwohl hier weiterhin ein Unterschied zwischen Ost und West besteht.

Teile des Volkes gingen immer mal wieder auf die Straße, im Westen in großen Rahmen zuletzt zu Beginn der 1980er Jahre, u.a. in Sachen "NATO Doppelbeschluss". 

Antwort
von Maimaier, 73

Gegen TTIP haben 250.000 demonstriert.

Antwort
von 1988Ritter, 39

Da hat aber einer in Geschichte nicht aufgepasst.

....gebt dem Volk Brot und Spiele.

Das kannten sogar schon die alten Römer.

Heute haben HartzIV, Playstation, RTL und Konsorten und zur Not Billigbier beim Discounter.

Einzig was jetzt nicht so in die Verabreichung von "Beruhigungspillen" passt, sind die Ostdeutschen, sprich neuen Bundesländer. Denen fehlen einfach 20 Jahre Volksverblödung. Und da findet sich ja auch zur Zeit der größte Zirkus.

Kommentar von atzef ,

Den Ostdeutschen fehlen keine 20 Jahre Verblödung, die haben vielmehr die Verblödung von ununterbrochener 56-jähriger Dauerherrschaft unter totalitären Verhältnissen auf dem Buckel und daher einen eklatanten Rückstand an demokratischer Kultur.

Kommentar von Harkness1995 ,

Ich frag mich nur eines: Wenn wr bei solchen Grundlegenden Dingen nicht mal im ansatz gefragt werden als Volk ob wir es wollen oder nicht...ist es dann noch ne Demokratie? Also wenn ne Handvoll leute sagen "hey heute machen wir so sche*ß mal auf die anderen 99 % der Meinungen..." (gewählt hin oder her.) Müsste man sich da keine sorgen machen was passiert wenn man den falschen "Wählt"

Kommentar von HansH41 ,

....gebt dem Volk Brot und Spiele.“

Dazu heute noch Fernsehen.

Antwort
von zippo1970, 80

Woran liegt es (außer dass es uns noch zu gut geht) ?

Genau daran. Sonst gibt es keinen Grund. Es geht uns gut. Warum soll ich auf die "Barrikaden" gehen? Ich habe ein Dach über dem Kopf, meiner Familie geht es gut, und ich habe einen Job, der mich zufrieden macht, und die Rechnungen bezahlt.

Natürlich gibt es vieles, dass ich mir anders vorstellen würde. Aber das ist alles relativ. Meine Eltern und Großeltern, haben ganz andere Zeiten in diesem Land erlebt.

Lass mal die Kirche im Dorf. Wir leben hier in Deutschland in einer sehr privilegierten, sozialen und politischen Lage. Und den meisten Bürgern, ist dieser Umstand, durchaus bewusst.

Also gehen wir nicht auf die Barrikaden, sondern auf die Arbeit. Und bevor wir über einen politischen Umsturz nachdenken, freuen wir uns auf den Sommerurlaub. 

Unzufrieden hin. Unzufrieden her. So schlecht läufts nicht. :-)

Kommentar von Potts86 ,

Noch!!!

Kommentar von zippo1970 ,

Ich schau da ganz entspannt in die Zukunft. 

Meine Eltern und Großeltern, haben Hunger erlebt, Krieg, Anarchie, Obdachlosigkeit, Unfreiheit, Inflation, Verfolgung, Vertreibung, eine faschistische Diktatur, schlechte Bildungschancen, kalter Krieg mit einer realen atomaren Bedrohung.....

Ich glaube nicht, dass ich in den nächsten 40 Jahren, auch nur annähernd, etwas vergleichbares erlebe. Da habe ich keine Angst. Und die lass ich mir auch nicht einreden. Weder von der AFD, noch von anderen.....

Antwort
von Orney, 106

Das ist die deutsche Kultur und noch aus der Kaiserzeit übrig. Wir akzeptieren Autoritäten. Franzosen machen öfter mal ne Revolution

Kommentar von Crack ,

Franzosen machen öfter mal ne Revolution

Ja,
die letzte vor etwa 225 Jahren.

Welche Revolutionen kennst Du denn noch?

Kommentar von whabifan ,

Naja er meint wohl die permanenten Proteste der Franzosen. Ich denke an die Proteste gegen das El Khomri Gesetz (sind noch im gange) oder die aktuellen "Nuit Debout" Proteste.

Antwort
von MrHilfestellung, 119

Ich für meinen Teil geh auf die Straße, aber die Mehrheit der Deutschen scheint wohl zufrieden sein, kann ihnen ja auch keiner verdenken.

Antwort
von Frikadello, 97

Das gleiche habe ich mich auch schon gefragt. Denke es wird wirklich daran liegt das es dem deutschen Michel noch zu gut geht.I Die Deutschen sind einfach kein Volk für Revulutionen. In anderen Länder würden wahrscheinlich die Leute alles kurz und klein hauen wenn dren Regierung solche dinger reißen würde. Sprich mal eben 1,1 Millionen Menschen ins Land holen aber nicht wissen wohin mit diesen Menschen. Und nicht zu vegressen die Hundertausenden die unregistriert hier im Land rum rennen. Fest steht es wird sich nichts ändern solange es uns noch gut geht. Fragt sich nur noch wie lange.

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 27

1. Inwiefern wurde denn die Flüchtlingspolitik "in den Sand gesetzt"?

"Die Politik" wurde wie wir alle von der Ereignisdynamik der Flüchtlingswelle buchstäblich überrannt. Mittlerweile ist man aber erfolgreich dabei, die Flüchtlingskrise zu meistern. Niemandem geht es wegen der Flüchtlingskrise schlechter, keiner hat irgendwelche Abstriche machen oder Verluste erleiden müssen.

2. Erdogan.

Was soll mit dem sein? Ein autokratischer Herrscher wie Putin, ok, so schlimm vermutlich auch wieder nicht. Aber warum sollten wir wegen "Adolf" Erdogan auf die Barrikaden gehen?

3. TTIPP

Weiterhin wird nur verhandelt. Beschließbare Ergebnisse liegen gar nicht vor. Insofern bleiben irgendwelche Befürchtungen reichlich abstrakt und vollkommen surreal. Ein vernünftiges TTIPP-Abkommen stärkt die nordatlantische Wirtschaftsregion gegenüber Konkurrenzregionen, eigentlich eine ultimative Voraussetzung für die Aufrechterhaltung unseres Wohlstands...

4. Ukraine

Warum sollten wir wegen der Ukraine auf die Barrikaden gehen?

5. Griechenland

Einmal mehr haben sich doch gerade die alarmistischen Kritiker und Weltuntergangspropheten bis auf die Knochen blamiert. Vielmehr greifen die Mechanismen zur Stabilisierung des Euro und zur Handhabung der griechischen Finanzkrise!

6. Banken-Affäre

Was meinst du denn damit? Die Krise des Finanzsystems vor 10 Jahren? Wunderbar ohne spürbare Konsequenzen für uns gelöst.

Unter dem Strich leben wir in den erfolgreichsten, sozial abgesichersten Zeiten, in denen Deutsche in ihrer Geschichte jemals gelebt haben.

Demgegenüber haben die extremistischen Dauernörgler und Berufsmotzkis lediglich Untergangsszenarien im skurilen Stile der Zeugen Jehovas entgegenzuhalten.

Bilde dich lieber weiter und abonniere eine Tageszeitung. Es ist auffällig, dass die politische Dummheit in Deutschland mit der immer geringeren Abo-Quote von Tageszeitungen zusammenfällt...:-)



Kommentar von Harkness1995 ,

Erdogan kann erfolgreich bei uns in die Zensur eingreifen und zeigt damit wie abhängig wir von ihm sind.

nun ja die Banken bekommen zuschüsse ohne ende und verpielen die immer wieder.

Ach ja das Geld von Griechenland bekommen wir auch nie wieder.

Die Ukraine wurde erfolgreich destabilisiert...

Weißt du was da genau was bei TTIP genau verhandelt wird!? Oder steht dass auch in den Tageszeitungen...? Nein!

Und ich denke mal nicht dass wir die Flüchtlingsangelegenheiten in den nächsten 25 Jahren zu gunsten von wem auch immer lösen können...

Kommentar von atzef ,

Es gibt bei us keine "Zensur". Erdogan hätte auch ohne diesen obrigkeitsstaatlichen SOnderparagraphen aus der Zeit der Herrschaft des deutschen Rechtskonservatismus die Möglichkeit gehabt, eine Klage gegen Böhmermann wegen beleidigung, übler Nachrede, Verleumdung und Falschverdächtigung zu stellen. Und hat das ja auch schon getan.

Da nunmal ein solcher Strafrechtsparagraph vorliegt, spricht rein gar nichts dagegen, ihn auch einem betroffenen Staatsoberhaupt vorzuenthalten. Kein Grund für barrikaden.

Banken brauchen mittlerweile keine Zuschüsse mehr in Deutschland und haben die auch nie ohne Rückzahlungsverpflichtung bekommen. Mittlerweile sind die banken weitgehend konsolidiert. Die Alternative wäre gewesen, die Banken zu Lasten der Sparer einfach bankrott gehen zu lassen. Die hätten wir dann alle zu dir nach Hause geschickt. da hätten die sicher nicht nur Barrikade gebaut...

Griechenland wird dabei unterstützt, teure alte Kredite durch günstige neue zu ersetzen. Witzigerweise kostet uns das nicht nur keinen Cent, sondern wir haben unter diesen Rahmenbedingungen sogar ausgeglichene Staatshaushalte und eine drastische Absenkug der eigenen Nettoneuverschuldung hinbekommen.

Stabil in der ukrainischen Kleptokratie war bis heute lediglich das Phänomen der Bereicherung poststalinischer Eliten und deren bemühen, die Ausbeutung der Bevölkerung durch zügellosen nationalismus ethnisch zu übertünchen.

Über die TTIP-Verhandlungen wird viel berichtet. Natürlich werden die Verhandlungen nicht öffentlich und transparent geführt. Das ist an sich nichts besonderes.

Das Verhandlungsergebnis kann dann aber immer noch vom Eu-Parlament oder dem Europäischen Rat oder deem Rat der Europäiischen Union gekippt werden.

Antwort
von ReverserK, 71

Nur weil du die Entscheidungen im Bundestag nicht gut findest, gehen nicht alle auf die Barrikaden. Viele sind auch weitergehend zufrieden.

Antwort
von LordFantleroy, 83

Weil offenbar noch immer kein Grund dazu besteht. Du bist mit einigen Entscheidungen der Bundesregierung nicht einverstanden und willst auf den Barrikaden nun genau was erreichen? Einen Systemwechsel? Einen Putsch gegen eine demokratisch gewählte Regierung anzetteln um eine Minderheitendiktatur zu etablieren?

Was hält euch eigentlich alle davon ab, selbst in die Politik zu gehen und zu beweisen, dass ihr es alle besser könnt? Die Angst, Wahlen zu verlieren und hinterher eingestehen zu müssen, dass ihr die Mehrheit des Volkes eben doch nicht hinter euch habt?

Antwort
von Roderic, 60

Aber keiner macht wirklich was!

Nächste Bundestagswahl ist 2017.

Antwort
von whabifan, 72

Also ich bin mit der Politik einverstanden, deshalb gehe ich nicht auf die Strasse.

Antwort
von DarcVader, 89

Wieso machst du nicht was ? Und setzt dich fur was ein ? 

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