Wieso gab es in den 70er 80ern Stromzwangsabschaltung?

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5 Antworten

die angesprochenenen zwangsabschaltungen gab es in deutschland so wie das in dem weiter unten erwähten youtube video dargestellt wird nie. damit hat die Atomkraftlobby gedroht, um weitere kraftwerke genehmigt zu bekommen.

ganz ähnlisches hatte der film "380.000 Volt -  der große Stromausfall" der neulich mal auf Kabel1 lief zum thema....

es gab und oder gibt aber sehr wohl noch Abschaltungen bei Strommangel in deutschland. allerdings nicht so, dass einfach mal eben ganze Ortschaften lahm gelegt werden, sondern über ein Tarifsteuergerät in bestimmten Anlagen...

das betrifft z.B. Nachtspeicherheizungen oder Wärmepumpen, bei denen, wenn wirklich mal Strommangel besteht, vertraglich bis zu 3 Stunden am Tag der Strom über das sogenannte Tarifsteuergerät gesperrt werden darf. Auch größere Photovoltaikanlagen können bei Engpässen im Netz über ein tarifsteuergerät bedarfsweise vom Netz genommen werden.

Größtverbraucher wie Stahl- oder Aluminumhütten z.B. arbeiten mit den Energieversorgern eng zusammen und kaufen ihren Strom direkt an der Leipziger Börse. das heißt, die Kraftwerker werden entsprechend vorgewarnt, noch ne schippe drauf zu legen, wenn der große Lichtbogenofen, der so viel strom verschlingt wie eine Kleinstadt angeworfen wird.

lg, Anna

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Wir sollten 2 Dinge unterschieden:

1. Eine planmäßige Abschaltung

2. Eine außerplanmäßige Störung

Für Punkt 1 besteht in aller Regel keine Notwendigkeit aus Sicht der an der Energieversorgung betiligten Unternehmen.

Denkbare Szenarien wären aus Versorgersicht:

- planmäßige Schalthandlungen in einem Netzgebiet mit nicht ausgeprägter Ring- bzw. Maschennetzstuktur wie sie erforderlich wird, wenn Arbeiten im Netz und/oder Trafostationen vollzogen werden müssen.

- Erzeugerstättenrevisionen sind zwar auch denkbar, jedoch werden diese überregional so geplant, dass selbst bei einer Erzeugerstättenrevision stets eine Nozreserve in Höhe von mindestens der höchsten Erzeugerkapazität vorliegen muss, um eine nachgeordnete Netzstabilität in einem zugeordneten Versorgungsgebiet zu gewährleisten.

Dabei sind unterschiedliche Regelzeiten von maßgeblicher Bedeutung

https://de.wikipedia.org/wiki/Regelleistung_(Stromnetz)

Häufiger als Punkt 1 ist der Punkt 2.

Bei den unplanmäßigen Ereignissen überwiegen die Störfälle im Netz, und/oder Trafo- und Umspannstationen verteilt auf mehrere Spannungsebenen.

Insbesondere in ländlichen Bereichen sind die Ringstrukturen bzw. Vermaschungen nicht ausgeprägt sind, können sich diese Störfälle des öfteren über längere Zeit unangenehm bemerkbar machen.

Ein andere denkbares Szenario wäre ein Störfall in der Erzeugung, wenn also z. B. die Primärenergiezufuhr für die Erzeugerstätte gestöt ist oder andere Anlagenteile die Erzeugestätte lahm legen und die Reserve nicht verfügbar ist.

Das hat also nichts damit zu tun, wie die Energie erzeugt wurde.

Günter

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Ich kann mich nicht an irgendwelche "Zwangsabschaltungen" erinnern. Lediglich daran, dass das Stromnetz insgesamt noch nicht so zuverlässig war wie heute. D. h. der Strom ist tatsächlich öfter mal ausgefallen. So 30-60minütige Blackouts sind mehr als einmal im Jahr vorgekommen, zumindest bei uns in der Gegend.

Was es damals tatsächlich als "Zwangsmaßnahme" gab, waren im Kontext der beiden "Ölkrisen" die sogenannten "autofreien Sonntage". Das war eine staatlich verordnete Rohstoff-Sparmaßnahme, um das Aufbrauchen von staatlichen Reserven zu verhindern.


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Hallo,

ich wohnte im "Westen".

Mir sind diese Abschaltungen nur aus Erzählungen aus dem "Osten" bekannt.

Auf dem Land wurde der Strom zu bestimmten Zeiten abgeschaltet, um Energie zu sparen, oder sie für andere Bereiche zu nutzen.

Gruß

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das KANN evtl. vereinzelt vorgekommen sein, ist mir aber nicht bekannt !

.... und deshalb eher unwahrscheinlich !

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Kommentar von hanslernt88
24.10.2016, 02:12

vielen dank

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