Frage von Yazheng, 8

Wieso führt die Verschiebung der Elektronendichte bei der Bindungsbildung von H2 zu einer Erhöhung der potenziellen Energie?

Eine übliche Erklärung der kovalenten Bildungsbildung von H2 ist, dass die Anhäufung der Elektronendichte zwischen den Kernen das Elektron bringt, wo es die starke Abstoßung durch postive Ladung der beiden Kerne z.T. abschirmt. Deshalb wird die gesamte potenzielle Energie niedriger. Aber mein Buch sagt, in Wahrheit ist diese schöne Erklärung sehr fraglich, die Verschiebung der Elektronendichte in das Gebiet zwischen den Kernen zu einer Erhöhung der potenziellen Energie....wieso?? Das gibt keinen Sinn. Was denkt ihr?

Antwort
von PWolff, 8

Wenn die Elektronen zwischen die Kerne verschoben würden, würde die potentielle Energie zunehmen, da die Abstoßung der Elektronen untereinander die Anziehung durch den 2. Kern überkompensiert.

Aber die Elektronen halten sich ja auch auf der rechten Seite des rechten Kerns und der linken Seite des linken Kerns auf (wenn wir die Verbindungsachse in die links-rechts-Richtung drehen).

Antwort
von PeterJohann, 7

Kann es sein, dass Du irgendetwas hier verwechselst? 

Die überlappenden Atomorbitale bilden ein größeres Molekülorbital und deshalb sinkt ihre Energie. Dies ergibt sich aus der Heisenbergschen Unschärferelation: 

Wird die Ortsunschärfe größer (durch ein größeres Orbital), wird die Impulsunschärfe kleiner (und damit sinkt die kinetische Energie auf ein günstigeres Niveau).

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten