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Wieso fühlte sich mein Kollege heute "wie gerädert"? Was hat es mit der Redensart auf sich?

gefragt von Gluggsi am 29.10.2009 um 20:52 Uhr

Mein Kollege Markus kam heute ins Geschäft mit einem ziemlich langen Gesicht und er hätte gar nicht sagen müssen, dass er sich wie gerädert fühlt, man sah das schon...frage mich nur, woher das kommt? Wurde der Redensart nach jemand mit einem Rad überfahren oder was? Also in seinem Fall glaube ich eher, dass es was anderes war. Aber egal. Kann mich jemand aufklären?

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Sprache x 10.550 Deutsch x 5.621 Bedeutung x 1.218 Spruch x 539 Herkunft x 193 Redensart x 153 Sprachgeschichte x 5 wie gerädert x 1

Vom Fragesteller als hilfreichste Antwort ausgezeichnet


Lotta1
beantwortet von Lotta1 am 29. Oktober 2009 20:54
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Sich müde, zerschlagen fühlen.

Das "Rädern" meinte im Mittelalter eine grausame Art der Todesstrafe. Dabei wurde der Verbrecher auf einer Unterlage (manchmal ein Rad!) festgebunden. Dann wurden ihm (an den Füßen beginnend) die Gliedmaßen zerschlagen – meist mit einem großen Rad oder auch einem Hammer.

Mitunter wurde der so Gepeinigte dann mit dem Rad auf einem Pfahl zur Schau gestellt. Nicht selten dauerte der Todeskampf dann noch mehrere Tage. Wer heute sagt: "Ich fühle mich wie gerädert", übertreibt also ziemlich. Quelle: Neo.de

Kommentar von Gluggsi am 29. Oktober 2009 20:56

jo, da hat er dann echt mal übertrieben...danke für infos :-)

Kommentar von 54451c4cb40abcc88533287df21c903csmallLotta1 am 29. Oktober 2009 20:56

Gern! :-)


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wiesenau
beantwortet von wiesenau am 29. Oktober 2009 20:54
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glaub aus dem mittelalter..da wurden die früher gerädert..als foltermethode...also aufs rad gebunden


wiesudennblues
beantwortet von wiesudennblues am 29. Oktober 2009 20:54
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umgangssprachlich; Das Rädern war bis zum frühen 19. Jahrhundert eine Form der Hinrichtung in Deutschland und Frankreich, bei dem den Deliquenten mittels präpariertem Wagenrad (hervorstehendes Eisenteil) die Knochen, bzw Gelenkverbindungen an Armen, Beinen und Schenkeln gebrochen wurden. In Frankreich erfolgte dies durch eine Eisenstange (Barre). Danach wurden die (teilweise noch lebenden) Personen auf ein Wagenrad "geflochten" und dem Verfall ausgesetzt. Diese Form der Hinrichtung wurde nur für schwere Vergehen angewandt (Kapitalverbrechen). Wenn man heute den Ausdruck "Ich fühle mich heute wie gerädert" verwendet, dann meist im Zusammenhang mit einer durchzechten Nacht und den daraus entstandenen Gliederschmerzen (Hinweis eines Nutzers) --> Quelle: www.redensarten-index.de


Rayap
beantwortet von Rayap am 29. Oktober 2009 20:54
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Früher wurden Menschen auf ein rad gespannt un gestreckt als foltermetode Gab meißt tote durchwirbelbruch kommt so aus der zeit der römer


raubkatze
beantwortet von raubkatze am 29. Oktober 2009 20:54
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Rädern und vierteilen,- eine Foltermethode des Mittelalters. Danach bist Du geschafft, wenn nicht gar tot.

Kommentar von B4dd20be3503b4d3c11e4a553a5e701dsmallkataha am 29. Oktober 2009 20:58

Wer nach dem Vierteilen nur geschafft ist, ist mein Held! :)

Kommentar von 1a7719370b030074d1e4671d0e54bd94smallraubkatze am 29. Oktober 2009 21:09

Lach! Du hast ja so Recht! Was man manchmal so schreibt.... :)


anonym
beantwortet von Imera am 30. Oktober 2009 21:52
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als ob er überfahren geworden wäre


kataha
beantwortet von kataha am 29. Oktober 2009 20:57
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Das war eine mittelalterliche Foltermethode: http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A4dern

Danach fühlte man sich nicht so wirklich gut, und das hat sich bis heute gehalten.


anonym
beantwortet von Dudy1 am 29. Oktober 2009 20:56
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rädern war früher ne Strafe Du wurdest auf ein Rad geflochten.

http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A4dern

Danach fühlte man sich "wie gerädert" oder gar nichts mehr.

Kommentar von Dudy1 am 29. Oktober 2009 21:01

siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Andreaskreuz

Dann könntest Du auch sagen: "Ich fühle mich wie am Andreaskreuz"


Noppenball
beantwortet von Noppenball am 29. Oktober 2009 20:56
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das gerädert fühlen bezieht sich auf eine alte foltermethode. da wurden leute, meines wissens, auf große holzräder gefesselt und die sahen so wie große zahnräder aus. das gefühl war wohl nicht so prickelnd. ich hoffe mal ich täusche mich da nicht.


anonym
beantwortet von sa100 am 29. Oktober 2009 20:55
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ich denke mal vom platten reifen. da ist es ja dann auch schwerer zu fahren. wenn man sich gerädert fühlt, dann ist man ziemlich kaputt. XD


mugie77
beantwortet von mugie77 am 29. Oktober 2009 20:54
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er hat schlecht geschlafen u ist noch müde klingt sächsisch?


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