Wieso fühlen sich manche Atheisten und andere gottlose Heiden dazu verpflichtet, gläubige Menschen mit ihrer Meinung zu "beglücken"?

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13 Antworten

Als Christ nehme ich mir das Recht, anderen von meinem Glauben zu erzählen, wenn ich es für passend halte.
Warum sollen Atheisten das nicht auch dürfen?

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Ich hab schon einen Lehrmeister, sein Name ist Jesus.

Hmmm, dann ist entweder der Lehrmeister schlecht oder sein Schüler...

Schon vergessen oder nie gelesen? "Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei. ... Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen ... Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr Besonderes? Tun nicht dasselbe auch die Heiden?", sagte Jesus mal. (übrigens nachzulesen bei Mt 5, 41-47)

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Gestatte mir trotzdem eine Antwort auf deine Frage:

Religion ist (noch) Teil der gesamten Gesellschaft und beeinflusst diese. Ein Diskurs lässt sich nur unter zwei Bedingungen vermeiden:

  1. Errichtung diktatorischer Regimes mit entsprechenden Meinungsverboten (darin haben die Christen jahrhundertelang Übung)
  2. Religion wird Privatsache. Sobald die Religion aus dem Gesellschaftsbild verschwindet und dorthin kommt, wo Jesus sie sehen wollte ("Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten." Mt 6, 6), wird auch der Diskurs abebben und sich niemand mehr genötigt sehen, dich ebenso zu "beglücken", wie du ihn "beglückst".

Denn was du vergisst, ist die Tatsache, dass Religion im Gesellschaftsbild omnipräsent ist: Ich werde am Wochenende ständig von Kirchenglocken geweckt. Und das Tanzverbot am Karfreitag macht die Leute auch gesprächsbereiter. Die staatlich eingetriebenen Zwangs-Abgaben der gottlosen Heiden an die habgierigen Christen ergeben auch zahlreiche Gesprächsthemen. Und nicht zuletzt gibt es jede Menge weiteren Redebedarf, etwa, wenn die CARITAS mal wieder Schwule diskriminiert und in den Selbstmord treibt...

... Du siehst also: Der Diskurs auf gesellschaftlicher Ebene ist von den Christen erzwungen. Ich kenne jedenfalls keinen gottlosen Heiden, der nicht erleichtert aufatmen und sich viel lieber anderen Themen zuwenden würde, wenn er nicht ständig von Christen "zwangs-beglückt" werden würde...

Vielleicht hat Jesus ja deshalb gesagt: "Deine Religion ist deine Privatangelegenheit. Verschließe sie hinter deiner Tür, denn Gott sieht, was im Verborgenen ist. Er weiß bereits, was du sagen willst, noch bevor du es weißt. Also brauchst du auch keine 'äußere Repräsentation' dafür."?

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Wieso fühlen sich manche Christen und andere dümmliche Fanatiker  dazu verpflichtet, intelligente Religionskritiker mit ihrer Meinung zu "beglücken"?

Leben und leben lassen! Denkt bitte daran, bevor ihr eure nächste Antwort zum Thema Religion/Glaube niederschreibt.
Ich habe schon einen Lehrmeister, sein Name ist Vernunft und Bildung.

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Denk bitte selbst einmal daran das auch viele Atheisten keine Lust haben von der Meinung so mancher religiöser Menschen "beglückt" zu werden.

Leben und leben lassen, ist ne feine Sache aber wenn man sich so einem Motto verschreibt sollte man vielleicht nicht im selben Text anderen Menschen seinen Glauben aufzwingen wollen, sich als Botschafter einer "einzig wahren" Sache aufspielen und im selben Zug andere Leute niedermachen; "gottlose Heiden".

Jedem Tierchen sein Pläsierchen und damit hats sich;)

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weil Religion ein Teil unserer Gesellschaft ist und darüber genauso diskutiert werden sollte wie über viele andere Themen. Es gibt zig Gläubige, die Probleme haben und so manch ein Atheist konnte ihnen da schon helfen.

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Kommentar von Janus2
20.06.2016, 16:09

Wenn ich Hilfe benötige, bitte ich darum. 

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Kannst du so auf keinen Fall pauschalisieren. Ich kenne das nämlich genau andersrum.

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Kommentar von DonkeyDerby
20.06.2016, 16:06

Er/Sie hat doch nicht pauschalisiert, sondern spricht von "manche".

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Gegenfrage:

"Wieso fühlen sich manche Gläubige und andere selbsternannte "Gottes Heiden" dazu verpflichtet, ungläubige Menschen mit ihrer Meinung zu "beglücken"?"

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Die wenigsten Gläubigen haben sich ernsthaft und tiefgehend mit ihrem Glauben befaßt; sie haben nicht die Glaubensentstehung nachverfolgt (anhand historischer Belege), keine Quellen kritisch geprüft, nichts logisch analysiert, Aussagen nicht verglichen, die eklatanten Widersprüche nicht aufgedeckt.

Sie haben meist nur eine Gehirnwäsche hinter sich, indem ihnen antike Vorstellungen durch Elternhaus und Prediger eingehämmert wurden.

Dagegen sehr viele Religionsgegner sind massive Gegner geworden, WEIL sie sich intensiv mit dem Gewirr auseinandergesetzt haben und erkannt haben, wie lächerlich dieses rein menschengemachte Gestümper ist.

Daher sehen Religionsgegner die Menschen, die im Religionswahn leben, vor allem als Opfer und wollen HELFEN, daß diese in die Realwelt zurückfinden. Denn jeder hat nur dieses eine Leben und das ist zu kostbar um es sich durch tausenderlei unnötige Religionsfesseln zu vermiesen.

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Aus dem selben Grund wie es viele Chirsten, Muslime, Islamisten, Pastafari (ja das ist eine Religion) auch tun.

Manche Menschen glauben einfach dummerweise DIE eine richtige Wahrheit zu kennen und meinen andere Überzeugen zu müssen.

Außerdem solltest du dich mal über die genaue Bedeutung von "Heide" informieren, und darüber hinaus mal drüber nachdenken ob das nicht auch eine diskreditierung anderer Religionen ist, sie als Heiden zu beschimpfen.

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Kommentar von DonkeyDerby
20.06.2016, 16:27

 Heidentum oder Paganismus (von lat. paganus ‚heidnisch‘; lat. pagus ‚Ort‘) bezeichnet religionsgeschichtlich den Zustand, nicht zu einer der vorherrschenden Religionen zu gehören. Wikipedia.

Heide ist keine Beschimpfung, sondern nur die Feststellung, dass derjenige einer Minderheit angehört. Bist Du beleidigt, wenn ich Dich als Goj bezeichne?

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Es ist, wie es immer so ist. Du glaubst, du ißt Fleisch, etc.

Was immer du tust, du mußt dich nicht rechtfertigen, so lange dein Tun nicht gegen irgendwelche Gesetze verstößt.

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Dass Atheisten "gläubige Menschen beglücken wollen", kommt doch vergleichsweise wirklich selten vor. Solchen Leuten bin ich noch nie im Leben begegnet. In der Realität sieht es doch genau umgekehrt aus: Da wird man ständig von gläubigen Fanatikern belästigt, an der Wohnungstür und auf der Straße.

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Ach glaub mir, das gibt es andersherum und zu anderen Themen genauso.

Auch ist der Spruch "Leben und leben lassen" nicht für jeden gültig. Das ist eine Ansicht mehr, die du vertrittst, aber nicht jedermann.

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Kommentar von Suboptimierer
20.06.2016, 16:12

Leuten in Form einer Frage den Mund zu verbieten, ist denke ich mal nicht die klügste Strategie. Viele werden das wie eine Herausforderung sehen.

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Weil manche Atheisten genau wie manche Gläubige es einfach nicht lassen können, anderen ihre Meinung auf die Nase zu binden.

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Kommentar von zahlenguide
20.06.2016, 16:21

man darf also in der Gesellschaft nicht über Religion reden...

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