Frage von SarahSonne22, 42

Wieso fühle ich mich so allein?

Hallo

Ich glaube die Frage trifft nicht 100%-ig auf mein Anliegen zu, aber man muss ja eine Frage in der Überschrift stellen

Ich weiß gar nicht so genau, wie ich es sagen soll, aber ich fühle mich seit einer gewissen Zeit, so ungefähr einem Dreiviertel Jahr öfter ein wenig allein... Das Seltsame daran ist jedoch, dass ich relativ viele Freunde habe und auch nicht wenig unternehme, aber es ist irgendwie nicht so, dass ich mich einer Person komplett anvertrauen kann. Ich hatte eigentlich immer eine beste Freundin, mit der ich eine wirklich innige Freundschaft hatte und es gibt auch jetzt Freunde (ungefähr 2-3), mit denen ich über das reden kann, was mich beschäftigt, aber irgendwie möchte ich das gar nicht mehr... Ich habe seit ungefähr einem halben Jahr keinen Kontakt mehr zu meiner letzten besten Freundin. Unsere Wege haben sich leider einfach getrennt, womit ich aber auch gut abgeschlossen habe. Seitdem habe ich jedoch aber keine beste Freundin mehr, was mich glaub ich ein wenig zu schaffen macht. Ich habe auch eine sehr gute Freundin, mit der ich zwar nicht mehr so viel unternehme, bei der von beiden Seiten aber ein großes Vertrauen herrscht. Trotzdem aber erzähle ich ihr, im Gegensatz zu früher, auch nicht mehr alles... Ich behalte ziemlich viel für mich und versuche, so viel, wie es geht, mit mir selbst auszumachen.

Ich glaube, dass das auch das Problem ist, weshalb ich mich ein wenig "alleingelassen" mit meinen Problemen fühle. Weil es wie gesagt nicht so ist, dass ich keinen hätte, mit dem ich reden könnte, nur möchte ich es irgendwie nicht... Ich habe sehr viele verschiede Freunde, die ich alle super gern habe und mit manchen unternehme ich auch mehr, als mit anderen, aber ich habe in letzter Zeit irgendwie das Gefühl, dass ich mich zu einem Einzelgänger entwickle... Ich liebe menschlichen Kontakt und brauche ihn auch, doch irgendwie bin ich auch öfter gerne alleine und bin für mich. Wenn ich z.B. nichts zu tun habe oder auch wenn ich traurig bin, dann lese ich super gerne und vor allem auch viel, was mich immer glücklich macht. Trotzdem sehe ich aber, dass ein paar Freunde von mir, mehr unternehmen als ich, weil sie wahrscheinlich viel enger mit manchen sind. Und es ist wie gesagt nicht so, dass ich keine engen Freunde habe, das nämlich schon, aber es ist irgendwie anders... ich kann es nicht wirklich beschreiben...

Vielleicht fühle ich mich auch manchmal einsam, weil ich mehrere Freunde habe, mit denen ich was mache, aber es (weitesgehend) nur "oberflächliche" Freundschaften sind... Ich bin eigentlich überall immer herzlich willkommen und ich habe keine Feinde in dem Sinne, streite mich so gut wie nie und bin auch nicht depressiv. Fühle mich auch ganz oft total glücklich, habe aber einfach oft diese Tiefen deswegen...

Ich weiß nicht, ob das hier jemand lesen wird und wenn ja, dann entschuldige ich mich jetzt schon mal für den langen Text
Es hat mir aber auf jeden Fall jetzt schon total gut getan, dass mal al

Antwort
von elagtric, 11

Du musst einfach mal wieder die Sau rauslassen. Abfeiern, neue Enegie tanken ... ohne Dich für Dein Umfeld entschuldigen zu müssen.

Ich kenn das alles und meine bisher beste Medizin : Abschalten, die "anderen" ausblenden und erstmal ausloten, was DIR guttut.

Auf den ersten Blick egoistisch, aber bei genügend guter Party auch jede Menge psychischen Ballast davonblasend.

Würde Dir gerne helfen, stecke auch gerade in einem ähnlichen Tief, aber ich lass das lieber raus als es ewig in mich reinzufressen.

Hey, was würdest Du am liebsten ganz alleine mal machen, ohne den ganzen Zirkus drumherum ? Nur Du, keine anderen ?

Kommentar von SarahSonne22 ,

Vielen Dank für deinen Rat! :) Das könnte mir wirklich helfen haha... Ich bin aber so gut wie jedes Wochenende los, nur ziehe um die Bars als richtig die Sau in einem Club oder ähnliches rauszulassen. Vielleicht sollte ich das aber wirklich mal tun... Ja ich weiß was du meinst, aber das stimmt wirklich. Nach dem Feiern fühlt man sich immer besser :)
Aber was ich ganz allein tun wollte, das weiß ich gar nicht so genau. Ich träume immer so gerne von einer aufregenden und vielversprechenden Zukunft, aber die ist so natürlich nicht greifbar... 

Kommentar von elagtric ,

solange Du noch träumen kannst, hat die Verweiflung ganz schlechte Karten. Bleib dran !

Würde jetzt ganz gerne mit Dir mit Dir über Gott und die Welt palavern, fühle mich ebenso alleingelassen.

Aber hey, das Leben geht weiter !

Antwort
von TheSouthFace, 14

Hey, 

erstmal, ich bin der Meinung das du mit diesem "Problem" nicht alleine bist.
Das ist ja schon mal ein guter Schritt gewesen, wenn es dir jetzt schon besser geht.

Wenn ich das richtig verstanden habe hast du keine Kontakt mir mit deiner besten Freundin und du hast das verkraftet. Aber es macht für mich den Eindruck als ob sie dir doch noch ganz dolle fehlt! Hast du dir schonmal überlegt wieder Kontakt zu ihr aufzunehemen???

Hast du Angst davor Einzelgänger zu werden??? Das ist eine schwierige Veränderung aber lass sie zu. Es gibt nämlich Einzelgänger die wirklich gar nichts mehr mit anderen machen aber es gibt ja auch welche die überwiegend ihr ding alleine durch ziehen und ab und zu noch was mit anderen machen, diese Zeit dann aber sehr genießen. 

Das ist leichter gesagt als getan aber schnapp dir doch einfach mal deine momentane beste freundin und erzähl es ihr einfach.

und auch wenn du keine Depressionen usw. hast ein Psychologische Beratungsstelle kann helfen!!!

Ich hoffe ich konnte dir ein bissle helfen.

LG, TSF

Kommentar von SarahSonne22 ,

Hallo, vielen Dank an dieser Stelle erst mal für deine Antwort! :)

Ja genau, ich habe jetzt seit ungefähr 8 Monaten keinen Kontakt mehr zu meiner ehemaligen besten Freundin. Ich weiß, was du meinst und ich würde dir da auch zustimmen! :) Nur weiß ich, dass wenn wir einen Neuanfang starten würden, alles von Vorne losginge... Wir würden wegen unnötigen Kleinigkeiten diskutieren, was letztendlich wieder in große Streitereien mündet.
Ich sehe nämlich auch bei einer anderen Freundin von mir, wie oft sie sich noch mit ihr streitet, und sie regt sich so oft über sie auf... Ich will das Ganze nicht wiederholen, es ist stressig, energieaufwendend und auch irgendwo verletzend.

Zu deiner Frage, ob ich Angst davor habe, Einzelgänger zu sein:
Nein, natürlich nicht! Es macht mir nur mit dem Hintergrund Angst, dass ich eigentlich gar nicht zu so einer introvertierten Richtung neige. Ich bin total offen, bei allen auch bekannt für meine liebe und lustige Art und für mein offenes Wesen.
Ich "chille" sehr gerne allein zuhause und bin für mich, nur eben nicht immer und fühle mich nach einer gewissen Zeit dann schnell allein, wenn ich in dieser Zeit wenig unternommen habe... 

Danke für den Rat! :) Daran habe ich sogar auch schon gedacht, nur müsste ich dann meinen Eltern davon erzählen, doch das möchte ich eigentlich vermeiden. Es ist nicht so, dass ich meinen Eltern das nicht erzählen kann, nur möchte ich es vielleicht auch nicht wahrhaben, dass dieses Problem schon so grpß ist, dass ich fremde Hilfe in Anspruch nehmen muss...

Kommentar von elagtric ,

streiche fremde Hilfe und ersetze es durch etwas unverfänglicheres. Du hast vielleicht ein kleines Down, aber mit Sicherheit kein Problem.

Das mit dem die Eltern nicht beunruhigen kenne ich auch zur Genüge, aber ich hab auch gelernt, zunehmend offener damit umzugehen. Eine Mutter merkt ganz schnell, wenn sie an der Nase herumgeführt wird.

Nun ist es ja auch nicht Sinn und Zweck des Daseins, sich ewig an Muttern zu orientieren, aber ein kleiner Halt ist es schon.

Antwort
von AriZona04, 20

Was ist konkret Deine Frage? Ob Du so richtig lebst, wie Du lebst? Ja, warum denn nicht! Du bist nicht depressiv und Du bist nicht wirklich unglücklich. Du hast Dich nur von ein paar Leuten getrennt, mit denen Du früher zusammen warst. Hab ich auch. Im Prinzip lebe ich genau Dein Leben. Und mir geht es gut. Steh zu dem, wie Du Dich entscheidest! Du bist Du selbst und autentisch. Bleib so, so lange Du Dich wohl fühlst. Man muss Freundschaft doch nicht erzwingen und -pflegen- um jeden Preis. Du wirst doch auch noch wieder neue Leute kennen lernen, die interessant für Dich sind! Warum denn auch nicht! Lass das Leben einfach auf Dich zukommen!

Kommentar von SarahSonne22 ,

Erst mal danke für deine Antwort! :) 

Du hast recht, ich habe keine wirklich konkrete Frage gestellt :D, ich wollte glaub ich einfach nur erst mal das rauslassen, was mich beschäftigt... Nein ich würde auf keinen Fall sagen, dass ich unglücklich bin! Und ich habe auch nur den Kontakt zu einer Freundin abgebrochen, zu der ich den Kontakt auch nur ungern wieder herstellen würde... 
Ich glaube das was mich stört, ist, dass sich mein Leben zu früher so verändert hat. Ich unternehme viel weniger als früher. Einerseits "chille" ich liebend gerne zuhause, auch mal mit meinen Eltern zusammen, bin aber andererseits auch gerne unterwegs. Es ist nicht so, dass ich wenig unternehme, aber ich habe jedes Mal wenn ich unterwegs bin, oder etwas vorhabe, das Gefühl, ich müsste mich schon darum kümmern, was ich als nächstes tue... Ich habe keine Ahnung warum das so ist... 
Außerdem würde ich auch eigentlich gar nicht von mir sagen, dass ich ein Einzelgänger bin bzw. das sein könnte, denn dafür bin ich viel zu offen und kontaktfreudig. Wahrscheinlich würde ich den Leuten erst auf die Nerven gehen, bevor ich mich komplett abkapsle :D

Was vielleicht zu diesem Gefühl der Einsamkeit beiträgt, ist vielleicht auch, dass ich keinen Freund habe. Dass Heißt, ich habe also keine Person, die immer für mich da ist, mit der ich am meisten unternehme und bei der von beiden Seiten ein großes Vertrauen herrscht. Das macht mich einfach so oft so traurig... :( 

Es ist finde ich auch schwierig, das ganze als Einsamkeit zu bezeichnen, weil ich mit jedem meiner Freunde was unternehme und es jedes Mal in vollen Zügen genieße, aber wenn ich dann zuhause bin, und das dann mal über längere Zeit (Z.B. in den Ferien über 2-3 Tage), fühle ich mich sofort allein...

Ich hoffe, du konntest mir ein bisschen folgen und verstehen wie ich mich fühle... Ich glaube nämlich, dass du doch ein wenig anders lebst, oder ich steiger mich da in etwas rein und bin deshalb traurig... Ich kann es irgendwie auch nicht wirklich sagen...

Kommentar von AriZona04 ,

Ich habe Deinen 1. Text nicht als traurig erkannt. Wenn Du traurig bist, frage Dich, WAS Dich genau traurig macht. Ist es nur eine Ein-Tag-Depression (hatte ich heute auch) oder ist das schon länger so? Daran musst Du dann arbeiten.

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