Frage von Maschodepischo, 180

Wieso fremdgehen?

Ich habe nie verstanden, wieso manche Personen fremdgehen. Kenne viele Freunde, die fremdgegangen sind oder es machen würde. Würde gerne wissen, was bei den in den Köpfen vorgeht. Wenn man in einer Beziehung ist, ist man glücklich. Naja, manche Beziehungen laufen schief und einer geht fremd, aber wieso verheimlicht man das und hält die Beziehung aufrecht. Ist das die Angst nichts besseres zu finden oder ohne den anderen mehr klarzukommen? Wie können das diese Personen mit sich vereinbaren bzw. damit leben? Manche behaupten auch, dass sie es nicht wollten, aber es gemacht haben. Ich rede über Beziehungen, die länger als 1 Jahr andauerertbhaben. Was denkt ihr, was für weitere Punkte gibt es noch? Wieso können sich manche nicht entscheiden?

Anzeige
Antwort
von expermondo, 5

Hallo Maschodepischo,

Schau mal bitte hier:
Liebe Beziehung

Antwort
von fernandoHuart, 54

Ohne zu befürworten oder verurteilen, wurde ich schreiben dass es im Natur des Menschens liegt.

Dazu gehört Monogamie nicht.

Und dass sie Lügen und den Partner betrügen ist eine Art Strudel indem sie gefangen sind. Weh tun wollen sie den Partner meistens nicht, deswegen halten sie es geheim.

Geborgenheit und Suche nach Abenteuer. Kein Expedition ohne Rückzug Möglichkeit.

Unzufriedenheit und ewige Suche. Sicherheit und Neugier.

Mir ist aufgefallen dass Leute die oft den Partner "wechseln" im Grunde auf ein bestimmte Typus festgesetzt sind. Und wenn der feste Partner sich fragt "Was hat er/sie was ich nicht habe?", ist die Antwort eigentlich einfach.

Es ist ein andere Wesen (Charakter) dass der Betrüger sich wunscht. Sonst stimmt alles.

Aber im Grund betrügen sie sich selbst. Sie geben nicht zu, sich geirrt/getauscht zu haben.

Sie suchen nach Perfektion. Das geht selten in einen Person.



Kommentar von Maschodepischo ,

Nehmen wir das Beispiel, dass ich im Kommentar unten mit dem Russen beschrieben habe. Es wäre doch ignorant, wenn man das pauschalisieren würde. Es wäre der Fall, er ist ein regelmäßiger Betrüger, aber wenn er die Chance hätte, würde er sein Leben opfern. Sieht man häufig in romantischen Filmen. Dann wäre sehr schwer zu begründen, ob er sie nicht lieben würde und mehr eine Störung hätte. 

Ich habe eine Theorie. Es könnte darin liegen, dass man im Leben zwei verschieden starke tupys Arten entwickelt hat, wie du oben teils es aufgegriffen hast. Doch wie handhabt man das? Wie setzen wir den Begriff Liebe dabei ein. Wo ist die Grenze?

Natur würde ich herunterspielen. Es sind Triebe, die bei manchen stärker ausgeprägt ist und bei manchen weniger.Es ist vermutlich so, wenn jemand den Trieb stark ausgeprägt hat, dass das krankhaft ist und somit nicht seine Willen mehr durchsetzen kann. 

Kommentar von fernandoHuart ,

Dass er sein Leben opfern wurde kann ein Ausdruck von Liebe sein, oder Dankbarkeit (Mutter wundervolle Kinder blablabla), oder Anerkennung, oder einfach selbstverständlich sein wie Jemandem Fremd das Leben dadurch retten(Pflichtbewußtsein).

Den Aspekt der Selbstverwirklichung ist auch nicht außer acht zu lassen (Ich kann es noch. Ich bin also noch attraktiv. Es liegt nicht an mir wenn die Ehe sehr ruhig vor sich hindumpelt). Nichst anderes als Selbsttauschung.

Natur sollte man bei menschlische Verhalten nie außer acht lassen.

Antwort
von nextreme, 65

Weil ganz einfach die Spannung aus der Beziehung raus ist. Es ist Alltag eingezogen. Das liegt aber an der Art der Beziehung selbst. Wenn man zB so garnichts mehr zu entdecken hat, weil man genau weiß was der Partner mag und wie er es mag und man schon fast im Kalender ankreuzen kann wann mal wieder was ist. Tja dann... Weißt du wenn man schon nach 2 wochen weiß in welchem Winkel sein Partner auf dem Klo sitzt, weil er es nicht für nötig hält, dass eine oder andere Geheimnis für sich zu behalten, oder beim Sex vorallem auf dem Rücken liegt und es mehr oder weniger über sich ergehen lässt und womöglich statt nach der Zigarette dannach erstmal zum Handy greift um Whatsapp zu beantworten, tja dann mag es zwar ansonsten immernoch eine Beziehung sein und man mag gewisse regelmäßigkeiten sicher nicht mehr missen, aber die Schmetterlinge sind halt weg und der Trieb veranlast zu neunen Ufern. Schließlich hat man ja schon alles und es scheint sicher zu sein.

Antwort
von willwissen199, 8

Ich bin 3 Jahre in einer Beziehung und bin nie fremdgegangen. Ich liebe meine Freundin und sie mich. Ich denke mal das Menschen die fremdgehen sind nicht Selbstbewusst und wissen nicht was sie im Leben wollen. Ein Grund dafür angst über Sex zu reden wenn etwas nicht gefällt oder wenn die Liebe vorbei ist aber du bist an eine Person schon gebunden. Was die Personen denken werden wir nie wissen außer man macht es selber.

Antwort
von Akainuu, 77

Weil sie nicht lieben können.

Es gibt wirklich wenig Menschen, die einen anderen Menschen wirklich und mit ehrlichem Herzen lieben können. Wenn ein Mensch einen anderen wirklich liebt, dann tut er ihm das nicht an.

Viele können aber überhaupt nicht lieben. Ich gehe sogar so weit und behaupte, dass sie die Fähigkeit dazu überhaupt nicht haben.

Deshalb solltest du dir deinen Partner sehr weise aussuchen. 

Kommentar von Maschodepischo ,

Sehr schwierig darzustellen. Liebe hat doch jeder? Kenne jemanden (ein Russe), der geht immer wieder fremd und seine Frau weis nichts davon, aber ich kenne ihn so gut, dass ich sagen würde, der würde für seine Frau über Leichen gehen.

Kommentar von Akainuu ,

Natürlich kann jeder Gefühle entwickeln, sich (ver)lieben etc, aber ich verstehe unter Liebe nicht, dass man seinem Partner fremdgeht. 

Ich unterscheide hierarchisch also zwischen bloßer Verliebtheit und Liebe. Liebe ist das größte Gefühl, das man für eine andere Person empfinden kann.

De facto betrügt er seine Partnerin, lässt sie im Irrglauben. Würde er sie wirklich und ehrlich lieben, dann würde er sie nicht betrügen, weil er weiß, dass es sie verletzen würde. Im Gegenzug sollte man sich fragen: Wie würde ich mich fühlen, wenn sie das mit mir tun würde? Würde ich trotzdem denken, dass da Liebe besteht?

Das er sie mag und für sie "über Leichen gehen würde", kann gut sein, aber so jemand würde im Normalfall auch mit offenen Karten spielen und seinen Partner nicht betrügen (finde ich).

Kommentar von Maschodepischo ,

Der ist nicht blöd, der weis genau, dass sie es nicht billigen würde. Nach deiner Sicht ist die Liebe eine Definitionssache. Betrügen kann auch sein, dass man das Geld verspielt oder einen in rechtlichen Angelegenheiten anlügt. Diese Punkte werden in unserer Gesellschaft nicht so extrem gebilligt. Was ist den mit den Personen, die ihre Frauen schlagen? Mir Schein deine Argumentation zu dürftig, es wirkt wie eine Generalklausel. Doch wer kann sagen, ob es Liebe ist?

Kommentar von Akainuu ,

Oho, ein Jurist unter uns ^^ 

Nein, du hast schon recht. Meine Argumente sind eher auf emotionaler Basis. Ich bin zum Beispiel der Ansicht, dass man nicht von Liebe sprechen kann, wenn man den Beziehungspartner betrügt, indem man mit einer Person schläft. Selbstverständlich ist dies auch eine Frage der Definition: Wie siehst du das denn? Ich würde auch nicht von "Liebe" sprechen, wenn jemand seinen Partner schlägt :D Du etwa?

Mein Kommentar ist lediglich darauf bezogen. Das Betrug in anderer Form ebenso falsch ist, ist eine andere Sache.

Kommentar von Maschodepischo ,

Ich bin eine ausgestorbene Rasse ;) Was ich sage bzw. verspreche, ist woran ich glaube. Alles was mein Schatz verletzen würde, könnte ich nicht ertragen.

Kommentar von nextreme ,

Wenn ein Mensch einen anderen wirklich liebt, dann stellt er ihm frei zu leben wie er will, dass betrifft auch den Sex. Ehrlich zu lieben bedeutet nicht vom anderen verzicht zu verlangen, sondern lediglich von sich selbst, also ohne Gegenleistung. Wenn man nicht loslassen kann, dann versucht man zu besitzen, nichts anderes.

Kommentar von Maschodepischo ,

Was machst du den, wenn es sich falsch anfüllt. Angenommen der andere würde Sex mit jemanden haben. Ich könnte es nicht ertragen, da du im Glauben bist, dass es für den anderen nicht gut ist. Als Sanktion würde es heißen, dass man die Beziehung beendet. Liebe kann nicht funktionieren so wie du schilderst, da man nur aus der Sicht des einen sieht.

Kommentar von Akainuu ,
Wenn ein Mensch einen anderen wirklich liebt, dann stellt er ihm frei zu leben wie er will, dass betrifft auch den Sex.

Nein, dem stimme ich keineswegs zu, aber das ist auch eine Frage der Ansicht und davon abhängig, was die Partner überhaupt für Voraussetzungen setzen. Wenn sie nicht monogam leben wollen, dann ist das deren Sache, aber man kann bestimmte Dinge nicht vor dem Partner verheimlichen und dies dann als Selbstverständlichkeit betrachten. Was ist denn, wenn diese Person monogam leben möchte? Als Gegenbeispiel könnte man dir nun auch sagen, dass du die Person nicht wirklich liebst, wenn du seine monogame Lebensweise nicht akzeptierst und dich nicht anpasst. In Ordnung wäre es aber scheinbar, wenn der monogame Partner sich der "offenen Beziehung" positiv gesinnen würde.  In diesem Fall sollte man einfach mit offenen Karten spielen. Würde meine Partnerin dies von mir erwarten, dann würde ich ihr die Tür zeigen. Einfach deshalb, weil ich meine Prioritäten woanders setze und unter diesen Bedingungen keine Beziehung führen kann und will.

Kommentar von Akainuu ,





 Ehrlich zu lieben bedeutet nicht vom anderen verzicht zu verlangen, sondern lediglich von sich selbst, also ohne Gegenleistung. Wenn man nicht loslassen kann, dann versucht man zu besitzen, nichts anderes.


Man verlangt vom anderen aber auch Verzicht, wenn man ihm seine monogame Lebensweise absprechen möchte bzw. verlangt, dass er oder sie die offene Beziehung akzeptieren solle. In dem Fall möchtest du deine Prioritäten einfach dem anderen aufzwingen und das ist auch keine "ehrliche Liebe", wenn es nach deiner Definition geht. Fakt ist, dass eine Beziehung sehr wohl auf einem gemeinsamen Miteinander beruht und auch von "Gegenleistungen" in Form von Kompromissen und Integration geprägt ist. Andernfalls hält die Beziehung nicht lange. Mit Besitz hat das auch nichts zu tun, schließlich steht jedem frei, ob er die Beziehung unter diesen Umständen führen möchte. 

Das man bestimmte Voraussetzungen setzt, ist vollkommen selbstverständlich und gehört einfach zu einer Beziehung - zumindest meiner Ansicht nach.

Das du da anderer Meinung bist, kann gut sein, aber dem stimme ich nicht einmal im Ansatz zu.



Antwort
von ichhasseminions, 18

Es gibt viele Gründe

Einsamkeit ( bei Fernbeziehungen)
Alkohol
Stress mit dem Partner
Sich in jmd anderen verguckt
Nervenkitzel
Oder das übliche denken, dass das Gras auf der anderen Seite grüner ist.
Vlt vermisst man auch sein Single Leben.

Der Mensch verliert ja dadurch, dass er einen Partner hat nicht automatisch das Interesse an allen anderen potentiellen Partnern die so rumlaufen.
Einigen fällt Treue einfacher, anderen schwerer und das hängt viel mit dem Partner und der Beziehung zusammen die man führt.

Wer betrügt aber dies nicht zugeben will.
Will seinen Partner vlt nicht damit verletzen, weil es ein einmaliger Fehltritt war. (Man ist ja immer noch ein Mensch. Das soll jetzt aber kein Freifahrtschein sein. )
Wer öfter betrügt, seinen Partner aber dennoch nicht verlässt, ist in der Beziehung in irgendeiner Weise unerfüllt. Aber irgendwas scheint der Partner zuhaben, was er nicht aufgeben will. Vielleicht ist diese Person aber auch einfach ein A*schl*ch.

Antwort
von JaniXfX, 39

Hallo Maschodepischo,

ich würde in eine männliche und eine weibliche Form des Fremdgehens unterscheiden.

Männlich hat meist damit zu tun, dass es darum geht, mit anderen Frauen, anderen Körpern, Sex zu haben. Etwas aufregendes Anderes, was Neues, Abwechslung. Hier geht es eher weniger (aber auch immer ein bisschen) um den eigenen Selbstwert.

Weiblich hat damit zu tun, dass mit dem Fremdgehen etwas ganz anderes Bezweckt wird, als reiner Sex. Eins auszuwischen, heimlich etwas heimzuzahlen, vorher enttäuscht gewesen sein, das Gefühl zu haben dass eigentlich die Beziehung kaputt geht und dies auf die Probe stellen...

In vielen Fällen kann man sagen: Wenn man das Bedürfnis hat, fremdzugehen, ist etwas in der Beziehung nicht mehr stimmig. Dann ist Fremdgehen nur mehr ein Symptom. Bei Jugendlichen bis etwa 20 halte ich es für normal, dass der Wunsch nach Abwechslung vorhanden ist. Übrigens würde ich Sexualität auch weiter fassen, letztlich halten viele offene Beziehungsmodelle Einzug.

Antwort
von ThisIsPrivat, 74

Ich versteh das auch nicht. Einer meiner kumpels ist auch öfters fremdgegangen. Sowas könnte ich nie machen wenn ich eine freundin hätte. Er hatte das ja auch nicht zum angeben gemacht. Er hat es einfach so gemacht.

Antwort
von Cemesis40, 62

Das zeigt nur wie unzufrieden man mit sich selbst ist 👍

Antwort
von Bestie10, 54

Wenn es dem Esel zu wohl wird .... geht es aufs Eis

so der volksmund

Antwort
von Rosswurscht, 27

Bissl Abwechslung hat noch nie geschadet. Mut zum Risiko :-)

Kommentar von Bestie10 ,

wie alt bist du ?

also ich habe mir dadurch ne Beziehung zerstoert 

das schmerzt mich, war bald 40 Jahre her, heute noch 

Kommentar von Maschodepischo ,

Manche machen wegen den Trieben oder um ein Trauma zu bewältigen. ;)

Kommentar von Rosswurscht ,

Das Leben ist zu kurz für Monogamie

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community