Frage von diablo99997, 110

Wieso finden so viele Menschen Anarchie schlecht. Es gibt doch nichts besseres für die Bevölkerung?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Zebbinho, 44

Es beschäftigen sich nur wenige mit dem Anarchiebegriff als Gesellschaftsmodell und verstehen Anarchie eher als "Chaos".

Antwort
von natalia33, 56

Im Prinzip ist es eine gute Idee, denke ich. Nur leider funktionieren mehr oder weniger alle Staatsformen, solange sie nur auf dem Papier existieren. Wie das dann aber in Wirklichkeit aussieht, ist leider meistens etwas ganz anderes. Wie Brecht sagte: "Die Welt ist gut, der Mensch ist schlecht". Leider trifft das auf viele momentan wirklich zu. Damit eine Anarchie funktionieren könnte, müssten sich die Geisteshaltungen der Menschen also grundsätzlich ändern. Dazu mangelt es vielen im Moment aber einfach an der nötigen Bildung.

Antwort
von Dhalwim, 75

Das stimmt nich ganz. Klar, jeder kann das machen was er / sie will. Aber hier gilt sozusagen "Naturrecht", sprich das Recht des stärkeren. Es geht hier um's "Fressen und gefressen werden", und da liegt dann halt das Problem, man hat mehr oder weniger täglich mit Mord und totschlag zu tun.

Nächstes Problem ist, klar, in einer Anarchie, da hält sich jeder an die Regeln, warum? Ist doch logisch, weil es nichts gibt woran es sich zu halten gilt. Man sieht schon allein die Zustände die herrschen in Berlin-Kreuzberg, Kölner Silvesternacht usw.

Es ist einfach keine gute Idee.

Dhalwim

Kommentar von diablo99997 ,

in Berlin gibt es keine Anarchie... In Amerika gibt es ein dorf namens skatetopia, dort gibt es Anarchie und das klappt dort bestens. Kein einziger Mord nichts

Kommentar von Dhalwim ,

Naja, das war eigentlich auch nur ein Vergleich. Trotzdem, wir brauchen mehr oder weniger ein System, denn sonst wird's garantiert den einen oder anderen Idioten geben, der meint er müsse anderen Menschen das Leben schwer machen.

Glaub mir, das Gedankengut habe Ich auch mal gehabt, das Problem ist nur, es gibt keine brauchbare Alternative zumindest keine die uns einfällt.

Ich kenne Larken Rose, https://www.youtube.com/watch?v=gecLqGB_Fww doch sein Plan geht in die Hose,

Denn dann hätten vielleicht sogar Autokratien freie Hand. Glaube mir Ich weiß, wovon Ich spreche.

Kommentar von diablo99997 ,

Alles klar, danke es müsste sich eben in den Köpfen vieler Menschen einiges ändern. Was sehr schwer ist aber nicht unmöglich, würde ich sag :)

Kommentar von DarcVader ,

das ist nicht das Naturrecht ! wenn ein missbrauch. das Naturrecht ist vom sein auf das sollen zu schliessen

Kommentar von Dhalwim ,

Dann eben das Recht des stärkeren. Ich hab nur mal gehört, es wird mit dem Naturrecht gleichgesetzt das "Recht des stärkeren", auf jeden Fall klar selbst wenn es Leute gibt die in einer Anarchie sich (nach unseren Sozialnormen) anständig verhalten, so gibt es doch leider Menschen die's nicht tun, sich "organisieren" und dann andere unterwerfen.

Das böse im Menschen ist leider eine Tatsache, aber das gute Gott sei dank auch.

Antwort
von Chaoist, 31

Weil die meisten Menschen nicht wissen wie Anarchie funktionieren soll. Sie assoziieren es einfach mit Chaos, und das ist immer schlecht.

Antwort
von hambuurg3313, 39

Würdest du es gut finden, wenn jemand auf der Straße deine Mutter ersticht und ihr keiner helfen könnte. Würdest du dich freuen, wenn du einen Laden hättest, und du wüsstest, dass jeder klauen könnte, ohne bestraft zu werden. Wenn du einen Dieb hingegen selbst umlegen würdest, hättest du ein reines Gewissen? Wohl eher nicht... oder?

Kommentar von Chaoist ,

Was hat das mit Anarchie zu tun? Nur weil es keine Herrschaft gibt, bedeutet das noch lange nicht, dass es keine Gesetze gibt. Besonders die Menschenrechte haben unter AnarchistInnen einen hohen Wert.

Anarchie bedeutet Selbstbestimmung, nicht über andere bestimmen.

Antwort
von DUHMHAITTUHTWEE, 51

Alle Isländer sind ursprünglich Anarchisten:)
Anarchie ist gegen das System , wenn jeder macht was er will gibt's halt das totale Chaos , wodurch wenige profitieren , Gangs übernehmen die "Macht" ,Menschen sterben ,is halt net so Nice...

Kommentar von Zebbinho ,

Jeder macht, was er will ist genau NICHT, was mit Herrschaftslosigkeit gemeint ist. Es gibt durchaus Organisationsstrukturen, die Regeln und Zusammenleben ermöglich, ohne, dass es "Herrschaft" braucht. Jetzt müsste man nat. erstmal den Herrschaftsbegriff (z.B. nach Max Weber besprechen etc.)... Das meinte ich ja in der meiner ersten Antwort. Es gibt nur wenige, die sich mit den Begriffen tatsächlich beschäftigen.

Kommentar von DUHMHAITTUHTWEE ,

Anarchist;Freiheitsliebender , sich gegen das Gesetz lehnender ... Sagt der Duden

Kommentar von Zebbinho ,

Der Duden ist ein Sprachlexikon und Anarchist ist nicht Anarchie.

"Anarchie bedeutet somit für Anarchisten, dass jeder Mensch sich ohne unterdrückende Autorität und in freier Assoziation mit anderen Menschen entfalten kann. Eine solche Organisationsstruktur wirdhierarchie-, zwangs- und gewaltfrei gedacht und sollte nicht mit einer herkömmlichen Verwaltung verwechselt werden. Eine anarchistische Gesellschaft ist eine Gesellschaft, in der jeder Mensch selbst beziehungsweise in Kooperation mit anderen für die eigenen Lebensumstände Verantwortung übernimmt. Es gibt keinerlei lenkende Zentralgewalt. Sanktionen gehen nicht von einer Führungsschicht aus, sondern sind nur möglich, wenn vorher vereinbarte Regeln verletzt wurden. Als weitestgehende Konsequenz wird dabei der Ausschluss aus der kommunalen Gemeinschaft angeführt. Die Anarchisten wollen die Gesellschaft sich selbst regeln lassen, etwa über Räte, freie Übereinkunft oder rein funktionale Entscheidungen, mit den Worten von Pierre Joseph Proudhon: „Anarchie ist Ordnung ohne Herrschaft.“" -- Da hilft schon Wikipedia auf die Sprünge :-)

Kommentar von Zebbinho ,

Ich bin übrigens kein Anarchist, sondern lediglich Hobby-Philosoph, der ein bisschen was darüber gelesen hat :-)

Antwort
von Max7777777, 26

Anarchie ist nichts andere als das totale Chaos. Wie soll das gut sein? Keine Regeln, kein Schutz, keine Hoffnung.

Antwort
von goingin, 29

Weil nach 10 Tagen alle Tod wären weil sich jeder irgendwann gegenseitig umbringen würde

Kommentar von Zebbinho ,

Was hast Du denn für ein Menschenbild? Haha! Jetzt mal im Ernst: Anarchie ist ein Gesellschaftsmodell, das eig. nicht viel mehr sagt, als dass keine Macht, bzw. Herrschaft ausgeübt wird und Entscheidungen nach dem sog. Konsensprinzip getroffen werden, was bedeutet, dass niemand zu Dingen gezwungen werden kann, die man selber gar nicht will. Es bedeutet eben nicht, dass man einfach Leute umbringen darf. Da gibt es bestimmt einen Konsens in der Gemeinschaft und entsprechende Sanktionen.

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