Frage von Agalumgus, 89

Wieso finde ich es doof, dass ich KEINE Depressionen mehr habe?

Also, ich hatte seit 8 Jahren Depressionen, was ich auch deutlich gemerkt habe, ich wollte nicht mehr wirklich Leben, alles was passiert ist war doof. Ich wollte nur alleine in meinem dunklen Zimmer sein.

Seit 1 Jahr bin ich an sich glücklicher, zufriedener und genieße es einfach mehr. Der Arzt hat auch diagnostiziert (heisst das so?), dass meine Depressionen vorbei sind. Jedoch fand ich mein Leben besser, als es mir so schlecht ging. Ich habe nicht mehr oder weniger Aufmerksamkeit bekommen als jetzt. Ich wünsche mir jeden Tag, dass ich wieder Depressionen bekomme (dabei bin ich aber trotzdem glücklich, und habe einen richtigen Lebenswillen) aber als ich Depressionen hatte, hatte ich irgendwie mehr etwas, was mich antreibt. Ich habe jeden Tag über das Leben etc. nachgedacht und nun kann ich mich nicht wirklich dazu zwingen darüber nachzudenken, sondenr ich lebe einfach. Nehme jeden Tag wie er ist, ohne zu meckern oder sonstiges. Die Depressionen haben mich also gewissermaßen angetrieben, warum ist das so?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Loeffelqualle, 27

Ich hatte zwar keine reinen Depressionen sondern Magersucht, aber da ist meistens Depressionen dabei. (Nimm 1 zahl 2 :D..ich bin so dermaßen unlustig <.<) auf jeden Fall glaube ich zu wissen was du meinst. Man hat einfach das Gefühl wenn man so 0815 Standart Mensch ist, dass einem was abgeht. Es fehlt irgendwie was. Ich wollte sehr lange meine MS nicht loslassen...wenn die weg wäre..was bliebe denn dann? Wer bin ich denn ohne? Man definiert sich praktisch durch die Krankheit. Man möchte nicht loslassen, denn man weiß  nicht was ohne sein wird. Ich glaube du hast deine Depris noch nicht ganz losgelassen. Denn wer wärst du denn 1oo% ohne? Was bliebe denn dann übrig? Manchmal wünsche ich mir auch, dass ich eine psychische Krankheit habe. Aber ich habe keine. Denn wenn man eine hat, hat man entweder das Ziel sie zu bekämpfen oder aber sie vollkommen auszuleben. Aber wenn du keine psych. Probleme hast, was ist dann dein Ziel? Einfach immer den ganzen Tag glücklich sein ist langweilig. "Wie lange halt ich es noch ohne Essen aus?" "Wie tief kann ich mir in den Arm schneiden?" etc, das ist so ein..Nervenkitzel, so ein Antrieb. Manchmal wünsche ich mir auch es gäbe eine Zombieapokalypse, denn dann hätte jeder von uns einen verdammten Sinn im Leben, nämlich überleben. Man hätte was zu tun und lebt nich nur einfach so vor sich hin. Schule, Ausbildung, Beruf, Heirat, Parnter, Altsein, Tod. spannend! manchen menschen fehlt halt einfach dieser nervenkitzel, irgendwas das sie antreibt. Tja..ich hoffe du verstehst was ich meine und wir reden nicht aneinander vorbei :D oder am Ende meinst du was ganz anderes und ich versteh dich nicht o.O Naja, viel Glück^^

Antwort
von RedFaction, 29

Hey :) Also ich bin jetzt kein Arzt oder Experte, aber ich vermute einfach, dass man sich wieder an das "normale" Leben gewöhnen muss. Du hast vorher alles auf den Kopf gestellt; dich vermutlich um alles gesorgt und zu allen Dingen gingen dir Fragen durch den Kopf. Das ist jetzt nicht mehr so und ich denke du brauchst einfach etwas Zeit, um dich an dein neues Leben zu gewöhnen. Du wirst auch im Leben ohne Depressionen auf ausreichend Fragen, Problemen usw. stoßen, aber es ist halt nicht mehr so, dass dich jeder Kleinkram juckt. Ich würde einfach sagen: Genieß dein neues Leben, versuch dich daran zu gewöhnen, hab Spaß und denk nicht zu viel nach : ) 

Antwort
von Maimaier, 23

Dir geht es nicht um die Depressionen, sondern um das Nachdenken.

Die Depression ist eine Traurigkeit, die Traurigkeit hat eine Ursache, ein Missstand, der Leid erzeugt. Lügen, Gewalt, Gier z.B. können diese Misstände sein, die von anderen auf Dich einwirken und Leid erzeugen.

Man kann auf Leid mit Wut reagieren, kämpfen. Oder mit Trauer reagieren, nachdenken. Hängt von den Umständen ab und vom eigenen Charakter.

Jetzt ist dein Leid weg, du denkst nicht mehr nach. Du willst aber nachdenken.

Es gibt noch eine Menge Leid auf der Welt. Eine Menge Probleme, über die es nachzudenken lohnt. Mitleid ist der Weg.

Antwort
von Koenich, 12

Freiheit heißt, sich entscheiden zu müssen. In der Depression ist man so eingeengt, daß man keine Entscheidungsmöglichkeiten hat. Könnte so sein- oder?

Antwort
von Sigimike, 20

Ich glaube kaum, das du diese Schwarze,Schwere,Unerträgliche Last freiwillig zurück willst. Wen der Stein vom Herzen fällt (Bildlich gesprochen).. wünscht sich das keiner freiwillig zurück.

Antwort
von Wonnepoppen, 16

Dann waren es keine, so viel kann ich nur dazu sagen, denn die treiben einen gewiß nicht an!

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