KingKurde am 31.10.2009 um 11:57 Uhr

Weil sie keine Nahrung mehr durch den Baum bekommen. Er schaltet auf "Sparflamme"
Jedes Jahr im Herbst, wenn die Tage kühler werden, verlieren die Laubbäume ihre Blätter. Und zwar nicht, weil diese Blätter alt geworden wären, sondern weil der Baum sich dadurch schützt.
Im Frühling und Sommer haben die Blätter eine wichtige Aufgabe. Sie versorgen den Baum mit Nährstoffen. Die Nährstoffe produzieren sie aus Luft, Wasser, Sonnenlicht und Mineralien. Wasser und Mineralien kommen aus dem Boden und werden über die Wurzeln und den Stamm bis zu den Blättern gepumpt. Die Sonnenbestrahlung bewirkt die chemische Umsetzung. Jedes Blatt ist also eine richtige kleine Nahrungsmittelfabrik.
Mit den Blättern atmet der Baum aber auch. Jedes Blatt hat winzige Löcher - Spaltöffnungen, die nur unter dem Mikroskop zu erkennen sind. Durch diese Öffnungen wird auch ein Teil des Wassers wieder abgegeben: als Wasserdampf.
Im Herbst läßt die Nahrungsproduktion der Blätter nach. Der Baum hat genügend Nährstoffe angesammelt, um über den Winter zu kommen. Er hält eine Art Winterschlaf.
Bevor die kalten Tage kommen, setzt der Baum allerdings noch einen Schutzmechanismus ein. Er verkorkt die Löcher an den Blattstielen, durch die das Wasser gepumpt wurde. Dieses Stückchen Kork ist hart und wasserdicht. Das Blatt trocknet nach und nach aus und fällt ab. (Bei den Amerikanern heißt der Herbst deswegen "fall".) Würde der Baum die Blätter nämlich behalten, dann würden sie immer weiter Wasserdampf abgeben - auch noch, wenn der Boden schon gefroren ist und kein Wasser mehr hergibt. Der Baum würde austrocknen und absterben.
marlylie am 31. Oktober 2009 12:00 hast du toll erklärt, nur wird stricki jetzt nie ein Biologiebuch über solche Themen in die hand nehmen und das ist schade... lg

Weil sie vom Sommer von den vielen Biergartenbesuchen so ausgelaugt sind, dass sie im Herbst keine Kraft mehr zum Tragen der Blätter haben.
thermelus am 31. Oktober 2009 11:59 hähä, der ist gut.

weil es den bäumen so kalt wird, dass die zittern und frieren und sich so stark schütteln, dass die zarten blätter aus ihren halterungen fallen...
hast du noch nie was von einem biologiebuch gehört - da kann man was von den natürlichen kreisläufen in der natur lesen... lg

Weil die Bäume auch über einen Stoffwechsel verfügen und der im Herbst auf ein Minimum beschränkt wird. So dass er die Blätter verliert und dadurch im Winter keine Frostschäden auftreten können

Also, im herbst wird es kälter. dies kann der baum wahrnehmen und schützt sich auch davor(biologisch: er will nicht den winter über "verdursten".). Er zieht das wertvolle Chlorophyll(blattgrün) zurück in den Stamm, sowie auch andere lebensnotwendige Stoffe. wenn dies passiert ist, bildet sich eine korkschicht zwischen blatt und ast bzw. zweig. dadurch werden sie bunt. farben sind gelb, braun, rot. das rot wird allerdings von manchen bäumen noch einmal neu gebildet und dient dann als "sonnencreme", weil die bäume im herbst sehr empfindlich gegen sonnenlicht sind. nach weiterer zeit verliert der baum dann schließlich seine blätter, denn er hat durch die korkschicht keine nährstoffe oder andere lebensnotenwendigen stoffe bekommen.
Genau.Daumen hoch.
das ist die gute "Kurzfassung" ... ;-) lg