Frage von Ni8ke, 38

Wieso erkennen manche spätere Konsequenzen nicht?

Ich unternehme in dem Fall nichts, weil es A) nicht mein Problem ist und B) es sowieso nichts bringt

Kathi (22) und Felix (22) sind seit 1 Jahr im Sorgerechtsstreit. Er hat 60/40 das Sorgerecht, weil die Psychologin damals meinte das Kind (1) hätte ne stärkere Bindung zum Vater. Das sich die beiden (Vater und Psychologin) persönlich über die Großmutter kennen, spielte bei der Entscheidung aber ne große Rolle. Die ganze Story hätte eigentl vor Fehlverhalten in der Zeitung landen sollen. Wäre ich die Mutter hätte ich es gemacht. Felix hat sich einen Mist nach dem anderen geleistet, hat bewiesen das er den Sohn nur will, um Kathi eins rein zu würgen, hat überhaupt keine Lust aufs Kind und trotzdem steht das gesamte Amt hinter ihm. Kathi hat sogar Angst vor ihm. Bis dahin hab ich für sie mitgekämpft. Wir alle. Die Regelung galt: er unter der Woche, sie am WoEn. Seit Febr. hat Felix entschieden, das er den Sohn nicht mehr hergibt. Sie hat nicht mal gekämpft (ich wär mit dem JA oder der Polizei dort aufgetreten als Mutter). Stattdessen....

Dann hat sie jemanden kennen gelernt, zog nach 3 Wochen Beziehung, 4 Std Autofahrt vom Wohnort des Kindes entfernt, weg. Mit der Begründung, sie baue sich erst was auf dort, macht Lehre fertig. ihr geht es so gut dort und das Kind holt sie nach. Aber sie würde es ja so sehr vermissen. Durch den Umzug hat sie den Sohn jetzt 2 Monate nicht mehr gesehen. Sie meint immer noch das sich das schon regelt und sie erst mal zu sich finden muss.

Für uns andere sieht das allerdings so aus: Sie postet ständig Party- und Liebesbilder auf FB, was das Amt natürlich sehr gern sieht, wenn es verantwortungsvolle Eltern sucht. Sie kapiert nicht, was so schlimm dran sein soll. Die Bindung zum Kind kann in der Zeit verloren gehen, weil es ja noch so jung ist. Sie meint, das baut sich schon auf, weil sie es ja selbst erlebt hat. Sie war ein Pflegekind und zu ihrer leiblichen Mutter hat sie 1 mal im Monat per Skype (mit schlechter Meinung) Kontakt - wow was für ne Bindung. Und das sie statt für ihr Kind zu kämpfen abgehauen ist, weil es IHR gut tut. Logisch Denken war noch nie ihrs, und wenn ihr grad was passt, dann wird es gemacht. Sieht sie die späteren Folgen nicht oder will sie sie nicht sehen? Ich habs ihr auch schon gesagt, doch natürlich bin ich da in ihren Augen (wie die anderen, die es ihr sagten) der Klugscheißer.

Antwort
von Schokolinda, 11

Er hat 60/40 das Sorgerecht, weil die Psychologin damals meinte das Kind (1) hätte ne stärkere Bindung zum Vater.

nein, das stimmt nicht. das sorgerecht ist so, wie es ist, festgelegt wurde, weil ein richter dem psychologischen gutachten folgte, d.h. es für überzeugend hielt.

Das sich die beiden (Vater und Psychologin) persönlich über die
Großmutter kennen, spielte bei der Entscheidung aber ne große Rolle

da der richter entschieden hat, stimmt der satz nicht. normalerweise holen gerichte psychologische urteile selbst ein und zwar von psychologen, mit denen sie schon länger zusammen arbeiten. daher ist es ein arger zufall, dass sie sich kennen. aber bitte.

Bis dahin hab ich für sie mitgekämpft.

würde gern mal wissen, wie das ausgesehen hat. denn eigentlich kann ein unbeteiligter in der situation gar nichts machen, das die situation entscheidet.

hat bewiesen das er den Sohn nur will, um Kathi eins rein zu würgen

es ist schwer, über anderer leute motive aussagen zu treffen. daher wäre ich hier vorsichtig, vor allem da diese aussagen leute z.b. kathi sehr treffen können. es reicht schon, wenn man sein kind nicht haben kann. wenn man dann noch denkt, der andere tut das nur zu seinem spass, dann wird verzweiflung daraus.

zog nach 3 Wochen Beziehung, 4 Std Autofahrt vom Wohnort des Kindes entfernt, weg.

bis dahin sah es ja so aus, als wäre der vater der böse. nun wird aber klar, dass die mutter auch nicht so einfach sein kann.

Die Regelung galt: er unter der Woche, sie am WoEn.

war das ein inoffizielle regelung oder hat die das gericht so festgelegt? gewöhnlich ist es doch so, dass auch der versorgende elternteil das kind mal am wochenende haben darf- hört sich zwar ungerecht an, da er das kind ja die meiste zeit hat. dahinter steht aber die überlegung, dass sonst der versorger der ist, mit dem man keinen spaß hat, der nur über hausaufgaben etc. nörgelt.

jedenfalls kann der vater von inoffiziellen verabredungen, durch die er mehr zugesteht, als er nach dem gerichtlichen beschluss muss, jeder zeit zurücktreten.

Seit Febr. hat Felix entschieden, das er den Sohn nicht mehr hergibt. versus
Durch den Umzug hat sie den Sohn jetzt 2 Monate nicht mehr gesehen.

an der stelle sollte dir klar sein, dass du dir die dinge so hinbiegst, wie du sie gerade brauchst.

Sieht sie die späteren Folgen nicht oder will sie sie nicht sehen?

da keiner in ihren kopf schauen kann, ist die frage nicht zu beantworten. allgemein tut der mensch aber eher das, was ihm kurzfristig nutzt, und er übersieht die langfristigen konsequenzen.

da du es ihr nun einmal gesagt hast, wie es deiner meinung ist, hast du alles getan, was du konntest. weiter zu insistieren, wird nur eurer beziehung schaden.

Kommentar von Ni8ke ,

wow, du hast ja alles zerpflückt..ok, dann mach ich das jetzt pro Absatz auch

Das der Richter das Sorgerecht so festgelegt hat, ist ja klar..60/40 werden ja nicht durch Zufall entschieden.

Der Satz mit der Psychologin stimmt leider schon. Der Richter hat es im Nachhinein erfahren. Kathi hätte dagegen sprechen müssen bzw neu aufrollen lassen, aber sie war psychisch nicht mehr in der Lage. 

Mitgekämpft sah so aus, das ich für sie bzw mit ihr überall hin ging,sogar ne Aussage bei der Polizei machen musste, wegen dem Drogenkonsum des Vaters. Das er den Sohn eigentlich nicht bei sich haben will, weis ich aus erster Hand. Er hat es seinem besten Kumpel erzählt und nicht gemerkt, das ich unterm Balkon stand und alles mithören konnte. Aber wie gesagt, bei ihm lief so einiges Verkehrt und das er gewonnen hat, liegt an seinen Beziehungen und dem geringen Gegenwirken von Kathi. 

Unter der Woche und WoEn-Verteilung stimmt auch, hab den Plan gesehen. Und dieser war offiziell von den Behörden aufgesetzt. Also MUSSTEN sie sich dran halten. 

Zwei Monate ist es wirklich her. Das letzte mal wo sie ihn sah, war fast Ende Februar. Ok, die Wortwahl war nicht perfekt, aber im Grunde gings darum, das er den Sohn verweigerte und sie es akzeptierte. Ich sag ja, ich zweifle an ihrer Urteilskraft momentan. 

Eines weiß ich jedoch sicher. Vom sozialen Umfeld her, wäre der Sohn bei der Mutter besser aufgehoben. Sie ist zwar nicht die Hellste Kerze auf der Torte, aber ne wesentlich bessere Erziehungsperson als der Vater. Denn der Vater (und ich war vorher auch mit ihm befreundet) hetzt das Kind jetzt schon gegen die Mama auf, will ihn nur wenns zeitlich passt und ansonsten, bleibt das Kind hauptsächlich bei der Oma (väterlicherseits). Er zeigt ihm Fotos von der Mutter in Verbindung mit *bah* und schlimmeres. Mal abgesehen davon das er Drogen konsumiert, den Staat von vorn bis hinten bescheißt und sogar das Kind gefährdet, weil er unerlaubt mit Epilepsie Auto fährt. Aber all das, scheint für unsere Beamten nicht viel wert zu sein

Antwort
von Matahleo, 16

Hi, 

nun, Kathi scheint einfach auch nicht reif für ein Kind zu  sein. 

Sie selbst hat keine oder miserable Bindungen erlebt und nicht gelernt, was es heißt eine gute Bindung zu haben. Wie bitte soll sie dann etwas weitergeben?

Vielleicht ist das Kind beim Vater ja wirklich besser aufgehoben, wer weiß.

Aber wenn sie nicht kämpfen will, weggezogen ist, Party macht, dann ist es vermutlich genau das, was sie will und ein Kind passt da nicht rein. 

Die Konsequenz aus ihrem Handeln kann sie vermutlich nicht erkennen, da ihr dazu die nötige Reife und Lebenserfahrung fehlt. 

LG Mata

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Psychologie, 10

Hallo Ni8ke,

ich würde mal vorsichtig schätzen: ein Fall von 'Gehirnarmut' in Kombination mit Egoismus?

Nein, ich denke sie ist wirklich nicht in der Lage, das alles zu erkennen. Selbst, wenn sie wollte, sie hat m. E. nicht die geistigen Kapazitäten und die Persönlichkeitsstruktur dazu. Sie ist wie sie ist, und Du wirst sie nicht ändern.

Kennst Du den Spruch:

Gott gebe mir
die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den
Mut die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine
vom anderen zu unterscheiden. (Autor nicht ganz eindeutig)

Aber Du wolltest ja eh nichts unternehmen, und ich stimme Dir zu: es bringt nichts ;-)

LG

Buddhishi

Antwort
von Steffile, 13

Ich glaube sie lebt, was sie selbst erlebt hat. Traurig fuers Kind, echt.

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