Wieso erhöht sich die Zahl der Tumorzellen bei der Chemotherapie nach einigen Therapiezyklen wieder?

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2 Antworten

Weil es (einzelne) Tumorzellen gibt, die resistent gegen das Chemotherapeutikum sind. Diese vermehren sich demnach ungehindert weiter, während die empfindlichen Tumorzellen planmäßig abgetötet werden. Die resistenten Zellen sind dann (nach etlichen Zyklen Chemo) so zahlreich, dass die Gesamtzahl der Tumorzellen, trotz fortgesetzter Chemotherapie wieder ansteigt. Dies ist der Grund, warum man in der Regel immer mehrere Zytostatika miteinander kombiniert bzw. bei anderen Krebsarten (also nicht bei Leukämie) zunächst mittels OP und/oder Strahlentherapie versucht die Gesamtzahl der Krebszellen zu verringern in der Hoffnung, dass mit diesem kombinierten Vorgehen sämtliche Krebszellen "erwischt" und abgetötet werden.

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Gibt ja auch Chemoresistenz.

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Kommentar von Biofrage123
16.01.2016, 17:58

Vielen Dank für deine Antwort. Die Grafik zeigt aber (angeblich) den normalen, realistischen Verlauf der Chemotherapie. In vielen Fällen kann die Zahl der Leukämie-/Krebszellen aber doch sehr stark vermindert werden (dauerhaft). Wieso erhöht sich die Zahl der Leukämiezellen trotz anhaltender Chemo weiterhin?

Kann die Ursache dafür tatsächlich nur eine Resistenz gegen die verwendeten Zytostatika sein?

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