Immer weniger Menschen sind bereit in Vereinen, Parteien oder Verbänden Zeit und Ideen einzubringen um etwas zu verändern. Warum ist das so? Was hindert euch/dich daran aktiv mitzuarbeiten? Warum entwickeln viele Menschen immer mehr ein Einzelkämpferdasein?
Weil die Zeit fehlt. Viele Menschen sind beruflich immer mehr eingespannt, weil das Leben immer teurer wird und Firmenpleiten an der Tagesordnung stehen.

Ich habe knapp 15Jahre als ehrenamtlicher Betreuer einer Jugendgruppe hinter mir - das reicht erst mal! ;-)
Der Grund dafür dass immer weniger ein solches Amt annehmen liegt wohl auch daran, dass immer mehr Leute immer mehr arbeiten müssen um ihren Lebensunterhalt und den der Familie herbei zu schaffen.
Zeit ist Geld und Geld Wirt immer mehr zur Macht. Egoismus wirt immer größer geschrieben!!! Selbst Freunde machen kaum noch etwas ohne ihren eigenen Gewinn zu sehen!! Schade aber so ist es!!!

ganz einfach, weil man frustriert wird. Von allen Seiten werden einem Knüppel zwischen die Beine geworfen, wenn man etwas erreicht hat dann geht das bestimmt irgendeinem gehörig gegen den Strich, der einen dann verklagt um am Ende muss man für den guten Willen noch seine eigene Existenz aufgeben.
Klassisches Beispiel sind Jugendtreffs: Findet jeder gut, solange nicht einer in der Nachbarschaft aufgemacht wird. Könnte ja mal ein wenig laut werden, weil alle Jugendlichen ja eh assozial sind... Ne, der Frustfaktor ist einfach zu hoch geworden.

Weil Ehrenamt ne tolle Sache ist. Ausserdem kann man in manchen Bereichen auch Erfahrung sammeln und es macht sich "gut" im Lebenslauf.
Maultier am 11. November 2008 13:11 Ja, wer lesen kann ist klar im Vorteil. Ich habe die Frage so aufgefasst, das du wissen wolltest, warum manche ein Ehrenamt ausüben.
ZU der eigentlichen Frage: die Leute werden immer egoistischer und wollen keine Freizeit opfern, dabei kann das echt richtig Spaß machen! Ich bin im DRK aktiv und bin JRK-Leitung, und was bekomme ich dafür: kein Geld aber viele schöne Stunden mit Gleichgesinnten.
Weil einem die ehrenamtliche Arbeit keine Sau dankt? Ich betreue ehrenamtlich die Webseite unseres Heimatortes und kann immer nur wieder sagen: Undank ist der Welten Lohn!

Liegt es vielleicht am Informationszeitalter? Man kann doch alles super bequem von zu Hause aus am PC erledigen. Shoppen, Weiterbildung, News und Leute kennen lernen. Wer möchte da also noch raus gehen, sich aktiv irgendwo beteiligen und dort jemanden kennen lernen. Die Gefahr, dort keine interessanten Menschen zu treffen, wird doch immer größer.
Mein Großer war beim Roten Kreuz, bis er den PC für sich entdeckt hat. Es kostet immer wieder Mühe, ihn davon wegzuholen und sich "real" mit seinen Leuten zu treffen.
Und unter diesen Freunden scheint es irgendwie uncool zu sein, sich freiwillig zu engagieren.
Politik? Unsere großen Politiker machen es doch vor, wie unzuverlässig dieses Gebiet ist.
Was die Vereine anbetrifft, da fehlt einfach das Wissen über die Existenz eines Vereins in der Nähe des Wohnortes und vorallem über die Möglichkeiten die ein Verein bittet. Die Präsenz dee Vereine ist meiner Meinung nicht vorhanden (ausser Fussballvereine). Man soll auch neue Leute informieren und animieren zum Beitritt und nicht so wie bei meiner Nichte der Fall mit dem Schwinnverein war. Da muss man ständig jemanden anrufen und erreicht doch keinen der über Termine und den Rest bescheid weist.

Stimmt so nicht!Viele reden einfach nicht darüber,Handeln aber trotzdem!
kann nicht sein, ich arbeite selbst ehrenamtlich und die Mitarbeit wird immer weniger und dieser Prozess geht weiter .....seit 1999 hat sich die Beteiligung halbiert

Weil die Menschen immer mehr einem existentiellen Druck ausgeliefert sind. Und die meisten sind sich selbst erst mal am nächsten. Wie sagte schon Brecht: Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral. Zweitens haben wohl viele Menschen den (nicht ganz unberechtigten) Eindruck, sie könnten ja eh nichts ändern.
Sie können nichts ändern weil sie nix tun. Wenn viele mitmachen kann man immer was ändern. Auch in der Politik.
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Das politische Engagement ist in der Regel auch ehrenamtlich. Wenn man hin und wieder eine Bestätigung erhält, kann man jahrzehntelang so wirken ...
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