Frage von jorelll, 347

Wieso dürfen Homosexuelle in Deutschland immer noch keine Kinder adoptieren?

Ich meine das ernst (bin nicht lesbisch, aber ich verstehe das nicht) ich verstehe es echt nicht. Wieso dürfen sie es nicht? Es ist besser, wenn ein Kind bei zwei Menschen aufwächst, die es lieben und sich um das Kind sorgen (vollkommen egal, ob Mann und Mann oder Frau und Mann oder Frau und Frau) als wenn es z.B. bei schlechten Eltern oder im Heim aufwächst! Das ist so ungerecht ! Kann mir das irgendeiner mal erklären ?

Antwort
von BrightSunrise, 140

Das darfst du mal unsere Regierung fragen.

Ich kann es in keiner Art und Weise nachvollziehen.

Ich denke, sie sorgen auch um das Kindeswohl und gehen wohl nach der Devise "Lieber gar keine Eltern als gleichgeschlechtliche Eltern."

Bullshit.

Grüße

Kommentar von hummel3 ,

Ich denke, sie sorgen auch um das Kindeswohl und gehen wohl nach der Devise "Lieber gar keine Eltern als gleichgeschlechtliche Eltern."

Solche billigen Unterstellungen sind dann aber erst recht "Bullshit"! 

Kommentar von BrightSunrise ,

Alles klar.

Antwort
von habakuk63, 9

1. Weil sie eine Randgruppe ohne starke Lobby sind!

2. Weil Politiker (wieder)gewählt werden wollen und deshalb nicht wirklich gegen das Weltbild der BLÖD Leser und Gameshow-Gucker agieren werden.

06.03.2013 - 15:02 Uhr

Mehr als zwei Drittel der Deutschen (68 Prozent) halten Vater-Mutter-Kind für die „beste Form der Familie“. Nur 20 Prozent stimmen dem nicht zu.

Das ergibt eine YouGov-Umfrage für BILD.

Quelle: http://www.bild.de/politik/inland/gleichgeschlechtliche-ehe/so-denkt-deutschland...

Antwort
von laynapor, 100

Die CDU ist nun einmal christlich-konservativ geprägt und Bundeskanzlerin Merkel hat "Bauchschmerzen" bei dem Thema. Christlich geprägt ist ja gut und schön, ich bin selber Christ, aber mit dieser konservativen Haltung bei dem Thema kann ich nicht gut umgehen - denn wirklich stichhaltige, belegbare Argumente werden nicht gebracht. Das Kindswohl ist ein großes, häufig benutztes Schlagwort. So häufig, dass ich manchmal das Gefühl habe, jeder redet davon, aber keiner weiß so wirklich, was er im Detail damit sagen will.

Es gibt Studien, die eine Gleichstellung des Adoptionsrechtes befürworten und Studien, die sich dagegen aussprechen. Bauchschmerzen sind, wie jeder weiß, nicht angenehm und eigentlich wäre es nur in Frau Merkels Interesse, sich mit der Thematik einmal intensiv und konstruktiv auseinanderzusetzen - nur immer eine Wärmflasche drauf im Sinne von das Thema ignorieren hilft vielleicht kurzfristig, ändert aber grundlegend nichts.
Fakt ist, dass es auf vielen Umwegen und über bürokratische Hürden theoretisch möglich ist, dass beide Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft Eltern des Adoptivkindes werden. Aus welchen Gründen der Gesetzgeber es heterosexuellen Partnerschaften so viel leichter macht, ist mir ebenfalls schleierhaft.

Antwort
von Karl37, 43

Natürlich dürfen Homosexuelle Kinder adoptieren, das ist nun schon seit 2004 so. Sie dürfen auch gemeinsam das Sorgerecht über adoptierte Kinder ausüben.

Antwort
von Tastenheld, 161

Einzelpersonen können Kinder adoptieren und Ehepaare können Kinder adoptieren. Unabhängig von Ihrer sexuellen Ausrichtung. 

Ich verstehe nicht, wieso man die Homosexualität dabei herausstellt.  Schließlich geht es bei der Adoption in erster Linie um das Wohl des Kindes, nicht um die Selbstverwirklichung der Erwachsenen.

Kinder sind halt keine Haustiere. 

Es gibt zudem die Möglichkeit eine Patenschaft zu übernehmen und für ein Patentkind da zu sein.


Kommentar von Garlond ,

Gerade weil es um das Wohl des Kindes geht, ist es nicht nachvollziehbar, warum zwei Menschen mit einer eingetragenen Partnerschaft, nicht gemeinsam ein Kind adoptieren dürfen, wie es bei Ehepaaren der Fall ist.
Für das Kind besteht somit die Unsicherheit, dass es aus der gewohnten Umgebung heraus geholt wird, weil der dem adoptierenden Elternteil etwas zustößt, der andere aber kein Sorgerecht hat.

Es ist eine gute Frage, warum Homosexualität dabei so herausgestellt wird und sie nicht einfach genau so behandelt wie Heterosexualität. Genau das versuchen Beführworter, der Ehe für alle, zu erreichen.

Kommentar von Tastenheld ,

Primat ist das Wohl des Kindes.

Danach wird im Detail geprüft, ob der Mensch / das Paar geeignet ist dem Kind auch weiterhin ein stabiles soziales Miteinander über Jahre zu gewährleisten.

Das ist vorgesehen für Einzelpersonen und ausnahmsweise auch Ehepaare (weil dort auch durch Zeugung und Geburt Kinder aufwachsen). Aber auch nicht jede Ehepaar ist geeignet! Darin ist keine Benachteiligung zu sehen.

Partnerschaften, Vereine, Firmen ... sind nicht dazu vorgesehen Kinder zu adoptieren, auch wenn sie das könnten.

Wer unbedingt beides will, kann das haben. Man muss dann ein Kind erst adoptieren und sich dann verpartnern.

Wenn das in der Reihenfolge abläuft, wird auch keiner Zweifel an der Absicht hegen dem Kind eine gute Mutter / Vater zu sein. 

Dann ist es auch unabhängig von der Ausrichtung, Lebensführung und Selbstverwirklichung. 

Es gibt also keine Ungleichbehandlung der Person.

Kommentar von Garlond ,

Ich weiß nicht, warum du nun, wie ein Politiker, von der Kernfrage abschweifst und Vereine und Firmen in die Diskussion einbringst.

Es geht nur um genau den Unsinn, dass eine einzelne Person ein Kind adoptieren kann und dieses dann auch in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft aufwachsen kann, aber es nicht von zwei in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebenden Personen adoptiert werden kann.

Das hat mit dem Wohl des Kindes nicht zu tun, denn dem in einer Regenbogenfamilie aufwachsenden Kind ist es egal ob es adoptiert ist oder nicht. Für das Kind sind nur die Bezugspersonen wichtig. Und genau hier haben wir die Ungleichbehandlung (vor allem auch gegenüber dem Kind), dass der Partner der das Kind in dieser Beziehung nicht adoptieren durfte, nicht mehr für das Kind zuständig ist, wenn der Partner, der das Kind adoptiert hat, stirbt. Er übernimmt nicht automatisch das Sorgerecht, wie bei besser gestellten Partnerschaften.

Antwort
von Empylice, 56

Weil die Merkel homophob ist. Übrigens der Hauptgrund, warum keine CDU-Wählerin bin.

Antwort
von Abc123defgh, 161

Hier mal ein Statement auf politischer Ebene.

Kommentar von BrightSunrise ,

Vielleicht sollte sich Frau Merkel mal den Art. 3 des Grundgesetzes anschauen.

Kommentar von Abc123defgh ,

Sollte sie. Macht sie nicht.

Kommentar von Garlond ,

Ja, da sieht man auch sehr gut, dass es eigentlich keinen Grund dafür gibt, sondern nur so ein Gefühl und man tut sich damit schwer.

Kommentar von Abc123defgh ,

Vielleicht sollte man nicht jede Entscheidung nur den Politikern überlassen.

Kommentar von hummel3 ,

Ich orientiere mich bei solchen Fragen und Entscheidungen immer an der Natur. - Nicht ohne Grund wohl werden Kinder "normalerweise" von heterosexuellen Vätern und Müttern aufgezogen und nur in Ausnahmefällen vom Vater oder der Mutter. -Dann aber oft unter dem Mangel bestimmter nur väterlicher oder mütterlicher Erlebnisse und Erfahrungen.

Bei einem "Doppel der jeweiligen Art" gehen vermutlich einige prägende Einflüsse bei Kindern verloren. - Hierbei können Soziologen wahrscheinlich noch detaillierter argumentieren.  

Das hätte Frau Merkel schließlich auch noch antworten können. So hat sie aber nur schrecklich "herum geeiert", ohne wirklich etwas zu sagen. Aber das ist so ihre Art. Weiß man ja inzwischen.

Kommentar von Garlond ,

Nein, Frau Merkel hat das nicht angeführt, da es bei bestehenden Regenbogenfamilien keine Anzeichen bei den Kindern gibt, die auf ein Fehlen von Vater oder Mutter zurückzuführen wären. Das wäre dann auch ein sehr weit verbreitetes Phänomen, dass nicht nur Homosexuelle betrifft. Die romantisierte Version von einer Vater, Mutter, Kind - Familie gibt es ja auch noch nicht so lange. Kinder wurden schon immer häufig von einzelnen Elternteilen groß gezogen oder in bestimmten Kulturen überhaupt nur von den Frauen. Männer hatten zu arbeiten und sich um den Unterhalt zu kümmern, und das war noch vor 100 Jahren ein ausfüllender Knochenjob, bei dem keine Zeit blieb sich um die Kinder zu kümmern. Im Gegenteil, man hat gesehen, dass die Kinder so früh wie möglich selbst mit in die Arbeit eingebunden wurden.

Dass sich das dahingehend verändert hat, dass heute Eltern mehr Zeit für Ihre Kinder haben, ist zwar sehr schön, aber kein Indiz dafür, dass nur die Kombination aus Vater, Mutter, Kind richtig oder auch nur besonders gut für das Kind geeignet ist.

Welche väterlichen oder mütterlichen Erlebnisse könntest du denn benennen, die durch die Erziehung von nur einem Elternteil wegfallen?

Und auch deine Orientierung anhand der Natur halte ich für ein vorgeschobenes Argument. Von welcher Natur sprichst du da primär?

Der größere Teil der Studien zu Kindern in Regenbogenfamilien spricht davon das diese Kinder seelisch stärker oder gar schlauer sind. Wenn man das als Propaganda abtut und dann auch noch so ehrlich ist, die Gegenstimmen ebenfalls als Propaganda zu erkennen, kommt man doch zu dem Schluss, dass es eigentlich keine Rolle spielt, sondern das Thema nur aufgepuscht wird um der einen oder anderen Seite dienlich zu sein.

Zeige mir ein Beispiel auf, bei dem ein Kind aus einer solchen Familie sagt es sei nicht gut gewesen aufgrund der Zusammensetzung der Eltern. Also einen Grund, der nur auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass es zwei Väter oder zwei Mütter gab. Und auch kein Grund der die gesellschaftliche Haltung dieser Familienform widerspiegelt.

Antwort
von Goodnight, 52

Es ist eben auch ungerecht Kindern eine Lebensform aufzuzwingen, deren Problematik die Kinder ausbaden müssen.

Du kannst nicht eine ungute Situation mit einer anderen unguten Situation vergleichen.

Als Kind, das eine lesbische Beziehung der Mutter ausbaden musste, werde ich immer gegen solche Adoptionen sein.

Auch meine homosexuellen Freunde und Paten eines meiner Kinder finden die Idee der Adoption für völlig bescheuert.

Homosexuelle Beziehungen sind besonders belastet, das muss man einem Kind nicht zumuten.

Es gibt grundsätzlich kein Recht auf Adoption, auch viele hetero Paare bekommen niemals ein Kind zur Adoption.

 Genau so wie man kein Recht auf eine Organspende hat etc.

Kommentar von laynapor ,

Was genau meinst du mit der Problematik der Beziehung, die du ausbaden musstest?

Kommentar von Goodnight ,

Man ist nie nur ein Kind, man ist immer das Kind mit diesem Hintergrund. Die Sensationslust, die Neugier und der Anspruch man hat gefälligst die Meinung des gerade jeweiligen Gegenübers zum Thema zu haben, der das Thema anspricht.

Niemals wird man das los. Weit öfters wird man als Erwachsener gelöchert und auf das Thema festgenagelt, selbst wenn die Eltern nicht mehr leben.

Ich kann dir gerne sagen, dass homosexuelle Menschen spezifische psychische Probleme und Verhaltensweisen haben, unter denen man als Kind nicht leben will.

Solange meine Mutter gelebt hat bin ich  und meine Geschwister bei jeder Zusammenkunft oder Feier öffentlich nach der Beziehung meiner Mutter befragt bzw. blossgestellt und vorgeführt worden.

Passiert selbst viele Jahre danach noch immer.

Etwas weniger aber auch penetrant  geschieht es zum homosexuellen Paten einer meiner Töchter. 

Nicht zu vergessen, dass homosexuelle Partner auch frustrierte Eltern haben, die gerne ihren Frust an den  wehrlosen Kindern auslassen usw..

Kommentar von Vortragshalter ,

Das zeigt doch eindeutig die Probleme auf dieser Welt.

Es sollte egal sein, welche Sexuelle Orientierung jemand hat.

Und wenn man der Welt das zeigen will, sollte man die Adoption( & Ehe) für Gleichgeschlechtlichen öffnen.

Ich kann dir gerne sagen, dass homosexuelle Menschen spezifische
psychische Probleme und Verhaltensweisen haben, unter denen man als Kind nicht leben will.

Quelle?

Nicht zu vergessen, dass homosexuelle Partner auch frustrierte Eltern haben, die gerne ihren Frust an den  wehrlosen Kindern auslassen usw..

Wieso pauschalisiert man so was?

Es gibt natürlich Eltern, die intolerant sind, aber das liegt auch nur daran, dass sie das oft nicht anders beigebracht bekommen haben.

Des wegen sollten wir auch ein Zeichen setzen.

Kommentar von Goodnight ,

Ja.. ja.. die Betroffenen, wissen es natürlich immer weniger gut als die Klugschwätzer.

Ein Zeichen muss man zum Schutz der Kinder setzen, nicht in die andere Richtung.

Kommentar von Vortragshalter ,

Dein Kommentar ist total inhaltslos.
Ich möchte endlich mal eine Quelle von Dir.

Kommentar von laynapor ,

Richtig, man ist das Kind mit dem Hintergrund der Familie. So, wie ich auch immer das Kind eines Baptistenpastors bleibe und schräg angeguckt oder angemacht werde, weil Menschen glauben, meine Familie sei Teil irgendeiner streng-religiösen Sekte und ich müsste durch meine Kindheit doch vollkommen geschädigt sein. Sollte meinem Vater und anderen Pastoren verboten werden, Kinder zu haben, weil es Menschen gibt, die einfach keine Ahnung haben?
 

Ich kann gut nachvollziehen, dass es nicht leicht war für dich. Aber das Problem liegt nicht bei der Familie, sondern bei der Intoleranz und genau da muss man ansetzen.

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