Frage von Arabinder, 167

Wieso dürfen Eltern ihre Kinder "nach ihrer Meinung" erziehen?

Es gibt ja viele Eltern die ihre Kinder z.B. Religiös erziehen, wieso ist sowas erlaubt? Das hat ja kaum noch was mit Meinungsfreiheit zu tun, wenn die Eltern ihr Kind nach ihrer Meinung erziehen. Man sollte ein Kind so neutral wie möglich erziehen und es dann selber entscheiden lassen, oder wie seht ihr das?

Antwort
von Dxmklvw, 40

Warum dürfen Eltern ihre Kinder atheistisch erziehen, obwohl es keinem Atheisten möglich ist, zu beweisen, daß es keinen logischen Grund dafür gibt, daß überhaupt etwas existiert?

Oder sollten Eltern, wenn ihr kleines Kind fragt, was wohl passiert, wenn die Oma stirbt, einfach antworten "Dann wird sie in eine Kiste gepackt, und dort verfault sie!"?

Was ist denn "neutral"? Jeder Mensch hält nur deshalb etwas für richtig oder für wahr, weil er glaubt, daß es so ist. Erziehung richtet sich deshalb zwangsläufig nach dem, was Eltern glauben, ohne jede Gewähr, daß das Geglaubte auch wahr ist.

Echte Meinungsfreiheit gibt es nur für diejenigen, die glauben, daß man auch Wissen haben kann, ohne daß man glaubt, daß es Wissen wäre. Aber selbst das wäre dann ja bereits wieder geglaubt.

Kommentar von Arabinder ,

Ich hab nie gesagt, dass man Kinder Atheistisch erziehen soll. Man soll sie weder Atheistisch noch Religiös erziehen. Erziehung soll sich aber nicht nach der Meinung der Eltern richten. Ich rede jetzt nicht von jeder Kleinigkeit, sondern von größeren Themen wie eben Religion.

Antwort
von petrapetra64, 6

Wie bitte kann man denn ein Kind "neutral" erziehen. So was ist doch gar nicht möglich. Das wäre ja vollkommen lieblos und würde dem Kind keinerlei Werte mitgeben. Dann darf man sich nicht wundern, wenn man nur noch gefühllose Roboter hat, die rücksichtslos durch die Gegend rennen. 

Neutral ist irgendwie nichts. Das ist, wie wenn du jemand tausend Fragen stellst, was er mag und will und denkt und der sagt immer "keine Ahnung, ist mir egal".

Ähnliches hat man auch schon mal versucht mit antiautoritärer Erziehung und man war der Meinung, dass die Kinder dann schon lernen, was für sie wichtig ist. Haben sie aber nicht. 

Kinder brauchen einfach die Sicherheit in der Familie und gewisse Grundwerte, um die Welt entdecken zu können. Und nur so können sie am Ende ihren eigenen Weg finden. Manches nimmt man von den Eltern an, weil man es als richtig sieht, anderes nicht.

Extreme in der Erziehung sind natürlich nie gut, aber man kann als Eltern auch nur das vermitteln, wovon man selbst überzeugt ist.

Aber es ist schon richtig, dass man seine Kinder nicht in was reinzwingen soll, was sie nicht wollen. Sie sollten da schon eine Wahl haben, sich das Hobby selbst suchen, den Beruf selbst aussuchen, die Freunde usw. 

Trotzdem muss man als Eltern gewisse Sachen steuern, etwa, wenn es die falschen Freunde sind oder wenn es die schulischen Leistungen betrifft oder ein Hobby zu sehr von der Schule ablenkt. 

Im Punkt Religion habe ich meine kinder den Religionsunterricht besuchen lassen, damit sie einen Eindruck davon haben und sie dürfen selbst entscheiden, ob sie das später wollen oder nicht. 

Umgekehrt aber, wenn man nun sehr gläubig ist, dann ist man ja von gewissen Sachen überzeugt und auch, dass dies für das Leben der Kinder gut und wichtig ist. Und wenn man das in der Familie lebt, kann man sein Kind eben nicht neutral erziehen. 

Wenn ein kleines Kind fragt, "warum betest du", dann kann man nicht sagen "das sag ich dir nicht, weil du dir mal eine eigene Meinung bilden sollst". Da kann man sich keine eigene Meinung bilden, weil man ja gar nichts kennen lernt. 

Man kann sich ja auch nicht entscheiden, welche politische Partei man wählen will, wenn man gar nicht weiss, für was die Partei überhaupt steht. 

Kennt man aber eine Religion, weiß man, worum es grundsätzlich geht, lernt im Leben und in der Schule dann andere Auffassungen kennen (von anderen Kindern z.B.) und kann dann irgendwann entscheiden, was man für sich selbst will. 

Antwort
von Kitharea, 43

Weil Authenzität für Kinder wichtiger ist als jede Regel die jemand für alle aufstellen könnte. Und authentisch kann man nur sein, wenn man sein eigenes Weltbild "vertritt".
Letztendlich sollten Kinder so aufwachsen, dass sie sich irgendwann auch ihr eigenes Weltbild bauen können - aus dem was die Eltern einem beigebraucht und gezeigt haben, dem was Andere einem gezeigt haben und dem, was man sich selbst erforscht hat.
Neutral zu erziehen geht schlichtweg nicht - weil du - weil jeder von uns - niemals neutral sein kann und IMMER in alles was er sagt sein Weltbild einbaut.

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo Kitharea, sehr gut!

Kommentar von Arabinder ,

Natürlich kann man Kinder neutral erziehen. Ich rede ja auch nicht von solchen Sachen wie Essen oder solchen Kleinigkeiten, sondern von solchen großen Themen wie eben Religion und da kann man sein Kind sehr wohl neutral erziehen. Natürlich kann man seine Meinung auch mal preisgeben, aber man soll das Leben des Kindes nicht danach richten, so wie es viele Religiöse z.B. mit ihren Kinder machen.

Kommentar von Kitharea ,

Nein kann man nicht. Das hat auch nichts mit "wollen" zu tun.

Antwort
von MarkusKapunkt, 73

Weil Kinder ohne ein festes Weltbild in ihrer Charakterbildung nachweislich Defizite entwickeln, wenn es ihnen verwehrt bleibt, zu glauben. Das Bewusstsein eines Kindes funktioniert noch ganz anders als das eines Erwachsenen, es ist aufgeschlossener und formbar. Natürlich ist es dadurch auch manipulierbar und es gibt tatsächlich Religionen, die dort ansetzen und Kinder bereits einer Art Gehirnwäsche unterziehen. Aber wo siehst du da bei der Mehrheit der Christen eine Gefahr? Die meisten sind doch wohl aufgeschlossen und weltoffen, die meisten lassen ihrem Kind auch die freie Wahl, ob es Christ bleiben will und die Konfirmation / Firmung machen wollen. Und wenn nicht, so ist jedes Kind mit 14 selbst religionsmündig und darf das selbst entscheiden. Weiter kann dir der Gesetzgeber nicht entgegenkommen, ohne die Freiheit der Eltern einzuschränken. Sei darüber froh.

Kommentar von gnarr ,

ein festes weltbild ist gebaut aus regeln wie respekt für dich und andere, aus festen werten die in einer gesellschaft des 21. jhd. wichtig sind und aus selbstverständlichkeiten (keine gewalt, kein stehlen, kein töten etc). dazu muss ich ein kind allerdings keiner gehirnwäsche unterziehen und es von klein auf anlügen über irgendwelche rachegeister, die im himmel wohnen oder das man nach dem tod irgendwohin geistert, obwohl wir wissen, dass nach dem tod einfach feierabend ist und es natürlich zu keiner geist unsichtbare rachegeister gab. in einer religion die völlig frauenfeindlich aufgebaut ist und menschenverachtend.

das kann kind sich stück für stück durchlesen wenn es 14 und älter ist. es entwickelt sich freier und hat einen gefestigeren charakter, wenn es lernt, dass glauben aberglauben und lüge ist. das ist einem kind von anfang an die wahrheit zu sagen wie die welt funktioniert.

christen sind in der mehrheit intolerant und fanatisch. drum ist religion ja auch eine psychische störung.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Eine so intolerante Meinung ist ebenso fanatisch. Wenn du mit Kirche und Religion nichts anfangen kannst und nicht glauben kannst oder vielmehr willst, ist das deine Sache. Aber du indoktrinierst dein Kind genauso, wenn du ihm eintrichterst dass jeder Mensch, der an Gott glaubt, ein Spinner und potenziell gefährlich ist. Religion KANN in manchen Fällen Gewalt auslösen, ja. Aber für die meisten ist das Christentum eine friedfertige Weltanschauung. Und dass Gott eine Lüge ist, darf genauso bezweifelt werden wie die Meinung desjenigen, der meint, ihn Beweisen zu können.

Kommentar von Katsa1 ,

In einigen wenigen Punkten muss ich widersprechen. 1. Religion ist nicht zwangsläufig eine Gehirnwäsche. Auch politische/weltliche Erziehung kann eine Gehirnwäsche sein, weil Eltern/Erzieher zwangsläufig ihre Meinung an die Kinder weitergeben. 2. Auch nach einer religiösen Erziehung kann man sich eine eigene Meinung bilden und verleugnet Naturwissenschaften nicht. 3. Religion ist nur intolerant und menschenverachtend und fanatisch wenn sie Fundamentalisten sind.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Du widersprichst nicht. Du ergänzt nur ausgezeichnet! Genau dieser Meinung bin ich auch. :-)

Kommentar von gnarr ,

nun im 21. jhd. sind es meistens spinner die an gott glauben - 95%. den anderen ist nicht zu helfen. 2. religion und naturwissenschaft beißt sich. das eine erklärt die welt und weist nach das es nie götter gab.  das andere ist eine anhängerschaft von abhängigen die nicht in der lage sind selbst zu denken.

3. religion ist schon immer menschenverachtend und intolerant. sie ist aufgebaut das einige wenige (priester) eine masse beherrschen und ausbeuten. das christentum ist genau das gleiche wie der islam, wie das judentum. es ist zu keiner zeit eine religion des friedens gewesen oder der liebe. das ist nun mal fakt, egal wie dir das schmeckt. die größten verbrecher sitzen in rom: ratzinger, franky, jp2 oder der teufel von kalkutta auch teresa genannt. schau sie dir an, lies ihre verbrechen und sage dann nochmal wo das normal ist.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Ich bin mir der Schwächen von Religionen durchaus bewusst, auch wenn du sie nicht ständig wiederholst. Deine Haltung ist radikal, und mit radikalen Leuten diskutiert es sich schlecht. Jeder Radikale ist so sehr davon überzeugt, Recht zu haben, dass man ihn unmöglich auch mit Gegenargumenten überzeugen kann. Deshalb spare ich mir Zeit und Nerven, lasse dir deinen Glauben - pardon, dein Wissen - und bitte dich einfach nur darum, selbst ein wenig Menschenfreundlichkeit zu zeigen. Übrigens: Sie zeigt sich am besten, wenn man nicht vorverurteilt und einfach die anderen auch mal Recht haben lässt. Kleiner Tipp.

Antwort
von Eselspur, 30

Ein Kind "dürfen" Eltern nicht nach ihrer Meinung erziehen, sondern sie müssen es! Das ist Elternpflicht.

Was bitte soll eine "neutrale" Erziehung sein? Welche "neutrale" Kultur, Sprache, welche "neutralen Werte" gibt es?

Kommentar von Arabinder ,

Sie müssen es nach ihrer Meinung erziehen? Ok, also müssen Nazis ihren Kinder einreden, wie blöd Ausländern doch sind uws. Ich frage mich, ob hier wirklich nur geistig schwache Leute sind. Neutral bedeutet nicht, dass du dem Kind nicht von der oder der Marke Windeln kaufen sollst, sondern mit neutral meine ich dass Eltern ihr Kind z.B. nicht Atheistisch oder Religiös erzählen. Das Kind soll nicht von anfang an Religiös erzogen werden, weil es dann ja gar kein anderes Weltbild kennt, genauso wenig soll es Atheistisch erzogen werden und nur ein "es gibt keinen Gott" Weltbild kennen. Meine Eltern z.B. haben was das Thema Religion angeht nie wirklich etwas gesagt, ihnen ist es egal, ob ich Moslem, Christ, Jude etc. oder Atheist bin. Und genau so sollte es sein. Aus meiner Klasse z.B. werden 4 Leute von ihren Eltern verprügelt, wenn sie sich nicht an ihre Religiösen Regeln halten. Sowas meine ich. Die Eltern sollen nicht erwarte, dass das Kind die gleiche Meinung hat, genauso wenig sollen sie versuchen ihr Kind streng nach ihrer Meinung zu erziehen.

Kommentar von Kitharea ,

Ich vermute mal du hast keine Kinder und wenn wenig Selbstreflektion. Es ist schlichtweg nicht möglich - psychologisch gesehen - durch die Welt zu spazieren und nichts von sich da zu lassen. Das wäre nämlich nötig um Kinder neutral erziehen zu können. Und es ist auch GUT so, dass das nicht geht. Weil Kinder zumindest eine Richtung brauchen. Das wovon du sprichst ist Kindern nicht zu sagen was sie denken sollen - das ist trotzdem Allem nicht neutral. Ich kann ihnen freie Wahl lassen und TROTZDEM spüren sie was man selbst davon hält. Ob sie sich im Erwachsenenalter daran halten oder nicht steht auf einem anderen Blatt - aber Kommunikation ohne Kommunikation ist nicht möglich. Da kannst du machen was du willst.

Antwort
von Nadelwald75, 24

Hallo Arabinder,

 Eltern erziehen - und das ist ihre Pflicht - Kinder nach den Maßstäben, die ihnen selbst wertvoll sind. Wichtig dabei ist der Unterschied von Indoktrination und Erziehung zur eigenen freien Entscheidung.

Es gibt keine neutrale Erziehung., genauso wenig, wie es unmöglich ist, dass man nicht kommunizieren kann.

Selbst ein (theoretisch) völliger Verzicht auf jede Einflussnahme ist eine Form der Erziehung, die ihre Wirkung hat.

Antwort
von irgendeineF, 45

Man kann Kinder nicht "neutral" erziehen. Jeder Mensch (und damit auch Eltern) haben verschiedenste Werte, die automatisch und oft auch unbewusst, nicht nur an Kinder, weitervermittelt werden. Es ist demnach unmöglich, ein Kind "neutral", also ohne die eigene Meinung und nach Vorgaben, zu erziehen.
Wäre ja auch Schwachsinn, sonst wären alle Charaktere im Grunde gleich gepolt.

Kommentar von Arabinder ,

Versuch doch bitte mal selber zu denken, ich habe nicht gesagt, dass die Eltern ihrem Kind jede Meinung vorenthalten sollen, sondern bei solch großen Themen, sollten die Eltern ihr Kind nicht nach ihrer Meinung erziehen und da kann man ein Kind sehr wohl neutral erziehen. Einfach nicht Religiös erziehen und auch nicht atheistisch oder so, dass Kind wird dann im laufe der Zeit seine eigene Meinung zu dem Thema bilden

Antwort
von Volkerfant, 27

Man kann KInder nicht neutral erziehen, das ist in meinen Augen keine Erziehung. Sonst müssten Eltern ihre Persönlichkeit ausblenden und das geht nicht.

Kinder brauchen Rückhalt, Orientierung, Geborgenheit, Richtlinien, Liebe, sonst gehen sie zugrunde.

Der Jugendliche kann mit 14 Jahren immer noch selbst entscheiden, ob er einer anderen Religion beitritt oder ganz ohne Religion auskommt. Aber vorher muss er wissen und erfahren, was Religion und Glaube sind.

Kommentar von Arabinder ,

Wenn du dein Leben lang Religiös erzogen wurdest, entscheidest du wohl kaum mit 14 aufzuhören, da du ja kein anderes Weltbild kennst. Ich rede hier nicht von Kleinigkeiten, mein Gott, hier kann wohl niemand mal sein Hirn benutzen. Ich rede nicht davon das Kind keine Marken sehen soll, denn es könnte sich dann ja denken, dass die oder die Marke besser ist bla bla. Meine Fresse ich rede von großen Themen wie eben Religion. Das Kind einfach nicht Religiös oder Atheistisch erziehen. Das Kind wird dann irgendwann selber entscheiden. Aber Kinder sind nun mal leicht zu beeinflussen und wenn sie ein Leben lang nach Religiös oder Atheistisch erzogen werden, können sie sich ja kaum eine wirklich eigene Meinung bilden, da sie es nicht anders kennen.

Kommentar von Volkerfant ,

Auch wenn du Kinder nicht religiös erziehst, so wie du es definierst, lernen sie von der Nachahmung ihrer Eltern. Wenn die eben religiös sind, bekommt das Kind automatisch religiöse Inhalte und Werte mit.

Wenn du der Meinung, bist, dass 14jährige Kinder ihrer religiösen Entscheidungsfreiheit noch nicht nachkommen können (meine Kinder konnten das in dem Alter, außerdem wurde das Gesetz ja nicht von Ahnungslosen gemacht), haben sie später immer noch die Möglichkeit, ihre Religion zu ändern oder abzulegen.

Antwort
von saidjj, 16

hallo 

ein kind das minderjährig ist ist der aufgabe entscheidungen die sein leben betreffen zu treffen nicht gewachsen demnach ist es völlig in ordnung das eltern ihr kind erziehen . 

Kommentar von Arabinder ,

Nein ist es nicht, wenn du z.B. ein Kind hast und dieses streng Religiös erziehst, ist das ja nicht wirllich die eigenen Meinung des Kindes, das Kind kennt ja gar kein anderes Weltbild.

Kommentar von saidjj ,

das kind hat noch genug zeit im laufe seines lebens seine meinung zu ändern . 

ab 18 ca endet die erziehung der eltern und ein mensch wird durchschnittlich 70 jahre alt ( wenn nicht mehr ist jetzt nach gefühl geschätzt ) . 

das heißt dieser mensch hat 52 jahre lang "freien willen " und nur 18 jahre lang "unfreien willen " . 

wenn du an die religion deiner eltern glaubst nur weil sie es tun ist es deine eigene dunmheit die schuld daran ist und nicht die eltern . 

Antwort
von beangato, 28

Die betreffenden Eltern wurden oftmals selbst so erzogen und geben das nun an ihre Kinder weiter.

Mit "neutral" erziehen meinst Du wahrscheinlichso Werte wie Respekt, Disziplin usw.

Sowas lebt man als Eltern vor und erweitert die Grenzen, die auch wichtig sind, so nach und nach, damit die Kinder mit 18 ein selbstbestimmtes Leben leben können.

dann selber entscheiden lassen,

Da stimme ich Dir zu.

Antwort
von kiniro, 34

Auch nicht religiöse Eltern zwingen das eine oder andere Mal durch ihre Erziehung den Kindern ihre Meinung auf.

Ganz einfaches Beispiel: Wenn die Eltern der Meinung sind, dass um 20 Uhr Schlafenszeit ist und dabei ignorieren, dass das Kind noch gar nicht müde ist, ist das für mich nichts anderes als dein Beispiel mit der Religion.

Kommentar von gnarr ,

das eine ist fanatismus, das andere nennt sich erziehung.

Kommentar von kiniro ,

Erziehung ist in meinen Augen auch fanatisch - fanatisch dem Kind das aufzuzwingen, was der Erwachsene für angeblich richtig hält.

Ich sehe darin keinen Unterschied.

Kommentar von Arabinder ,

Darin ist aber sehr wohl ein Unterschied. Beim einen geht es um dein Weltbild und beim anderen um einen guten Schlafrhytmus um fit für die Schule zu sein.

Antwort
von BertRollmops, 47

Auch religiöse Neutralität ist Erziehung im Sinne der Eltern.  Kinder können eben oft nicht unterscheiden zwischen Fanatismus und einer moderaten Einstellung. So sind sie per Gesetz geschützt. Steht das ihrer freien Entwicklung entgegen, sind sie ebenfalls per Gesetz geschützt. Oberste Prämisse ist das Kindswohl.

Kommentar von Arabinder ,

Erziehung im Sinne der Eltern? Nein, dass ist wäre dann eine neutrale Erziehung in dem Bereich.

Kommentar von gnarr ,

es gibt keine neutrale religiöse erziehung. entweder unterziehe ich meinem kind einer gehirnwäsche und erzähle den ganzen spinnkram von geistern mit flügeln und omis im himmel, obwohl wir wissen das es das nicht gibt oder ich bleibe in der realität und erzähle ihm von allen religionen die es gibt.

Kommentar von Arabinder ,

Man kann seinem Kind ja ruhig von den Religionen erziehen, nur soll man es nicht streng nach der eigenen Religion erziehen. Das Kind soll wissen, dass es verschiedene Religionen gibt, aber es soll nicht gezwungen werden das oder das zu glauben.

Antwort
von jiva87, 11

Ich glaube nicht an Gott.

Aber ich kann verstehen wenn Eltern ihren Kindern erzählen das es einen gibt, mit einem Himmel wo die Verstorbenen landen, aber auch mit einem der aufpasst was du so anstellst. Einfach um das Leben verständlicher und erträglicher zu machen.

Ich kann auch verstehen warum Eltern ihren Kindern erzählen das es einen Weihnachtsmann und einen Osterhasen gibt, mit viel leckerer Schokolade aber auch mit einem strengen Blick und vielleicht nur Kohlen wenn man nicht brav ist.

Was ich aber nicht verstehe ist warum den Kindern später erklärt wird, dass es den Osterhasen nicht gibt. Das es den Weihnachtsmann nicht gibt.. Aber alle vergessen zu erzählen das es auch keinen Gott gibt.

Kommentar von Arabinder ,

Ich rede ja auch nicht davon, dass man einem Kind nicht vorlügen soll, dass es einen Osterhasen oder einen Gott gibt wo dann die verstorben hinkommen. Ich rede davon, dass viele ihr Kind z.B. streng religiös erziehen und as ist falsch. Genauso wäre es ja auch falsch, wenn z.B. Nazis ihr Kind nach ihrem Weltbild erziehen.

Antwort
von Arianator0204, 63

Das Problem ist, dass streng religiöse Menschen ihre religiösen "Pflichten" ja einhalten müssen und deshalb wahrscheinlich auch ihre Kinder so erziehen. Ob das Kind das möchte, kann es ja später immer noch entscheiden.

Kommentar von Arabinder ,

Naja, von selber entscheiden kann man da nicht reden. Kinder lassen sich leicht beeinflussen, die glauben ja erstmal alles was du sagst und das prägt sich dann bei denen so ein.

Antwort
von luca1401, 54

Darf man ja auch im Christentum zumindest du bestätigst mit der Kommunion oder Kofirmation was du willst. Im Muslimischen glaube ist das leider ein Problem aber da gibt es leider mehrere Probleme

Kommentar von Arabinder ,

Ich glaube wir reden an einander vorbei. Ich frage nicht, ob das in der Religion erlaub ist, sondern wieso das Gesetzlich erlaubt ist.

Kommentar von luca1401 ,

es ist wohl erlaubt bei uns weil die entscheidung selbst von Kind getroffen wird mit dem 6 oder 12. lebensjahr

Kommentar von Arabinder ,

Aber ein Kind im 6. oder 12. Lebensjahr hat kaum eine eigene Meinung, gerade wenn das Kind in dem Fall christlich erzogen wird, dass hat dann nichts mehr mit selber entscheiden zu tun.

Kommentar von gnarr ,

kinder treffen mit 6 und 12 keine eigenen entscheidungen.

Antwort
von gnarr, 22

weil in der heutigen zeit immer noch geschützt wird, wer sich irgendwelchen aberglauben anschließt. weil der gesetzgeber weiß, dass es noch mind. 2-3 generationen brauchen wird bis die menschheit die religion als ballast endlich abgelegt hat. bis dahin sind diese dinge eben wie sie sind. es ist leider so, dass es noch immer eltern gibt die ihren kindern diese ganzen lügen und schauergeschichten erzählen. spätestens in der schule belächeln die kinder das. die meisten gehen glaubensfrei aus der sache heutzutage und bleiben in der kirche weil es arbeitstechnisch in vielen gegenden einfach vorteile bringt in der richtigen konfession zu sein. mehr ist es nicht.

kinder brauchen eltern die stark sind und ihnen werte anerziehen die sie später im leben brauchen: respekt, manieren, grenzen einhalten etc. kinder brauchen klare linien und enge grenzen, sonst funktioniert die ganze sache nicht.

Kommentar von Kitharea ,

neien

Kommentar von gnarr ,

lern schreiben. dann versteht vielleicht jemand was du sagen möchtest.

Kommentar von Kitharea ,

neien - hat 5 Buchstaben und ist ausreichend um nein zu sagen

Kommentar von gnarr ,

nein hat 4 buchstaben. das wort was du geschrieben hast, existiert garnicht du troll.

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo gnarr, neien ist die Steigerungsfom von nein. Noch deutlicher: neieiein!

Antwort
von lifeispain7, 49

Ne sehe dass total anders, wenn du dein Kind Nicht erziehst, erzieht es ein anderer nach seinen Vorstellungen, für extreme fälle gibt es ja noch dass Jugendamt

Kommentar von Arabinder ,

Was meinst du mit es erzieht ein anderer nach seiner Vorstellung? Du sollst ja nicht mit der Erziehung aufhören, aber wenn es um bestimmte Themen geht, sollst du deinen Kind nicht sagen, dass das oder das besser ist und alles andere ist falsch bla bla.

Antwort
von Virginia47, 9

Es gibt nun mal keine Gebrauchsanweisung dazu, wenn man ein Kind bekommt. Also erziehen die Eltern ihre Kinder, wie sie es für richtig halten.

Wenn sie gläubig sind, werden sie die Kinder auch in ihrem Glauben erziehen.

Wenn sie nicht gläubig sind, wird das Thema Gott eher eine untergeordente Rolle spielen.

Deswegen müssen die Eltern keine schlechten Eltern sein. Sie machen es so, wie sie es für richtig halten. Um dem Kind eine schöne Zukunft zu bereiten.

Kommentar von Arabinder ,

Aber bei vielen Religiösen Eltern ist mir aufgefallen, dass sie es kaum akzeptieren können, wenn ihr Kind nichtmehr dieser Religion angehören will oder was auch immer.

Antwort
von Lazybear, 23

Alta, wenn das kind erwachsen ist, kann es sich selbst entscheiden! Manche menschen sind dumm, die werden erwachsen und selbst wenn die eltern atheisten sind, werden die religiös, wer bischen mehr hirn hat kann als erwachsener austreten, so oder so es läuft aufs gleiche hinaus! Lg

Kommentar von Kitharea ,

etwas krass formuliert das ginge auch netter aber ja .. letztendlich sollten wir selbst als Erwachsene soweit sein uns die Welt nach unseren Vorstellungen zurecht zu schustern.

Kommentar von Arabinder ,

Denken ist wohl nicht deine stärke, dann erklär ich dir das mal für dumme. Wenn du ein Kind streng Religiös ist, kann das Kind kaum selber entscheiden, da es kein anderes Weltbild kennt. Kinder sind in jungen Jahren leicht zu formen und mit dem alter werden sie hart. Ach warte, dass verstehst du ja wieder nicht, damit ist gemeint, dass ein Kind bis sagen wir zum 12 Lebensjahr leicht zu beeinflussen ist und fast alles glaubt was man sagt und am Ende dieser Zeit hat sich das beim Kind so fest eingeprägt.

Kommentar von Lazybear ,

@ Arabinder, dein versuch mir das für dumme zu erklären ist wie ein blinder, der blinde führen will, so viel erstmal dazu! ich kenne genug menschen, die sehr streng religiös erzogen wurden und im erwachsenenalter sich absolut frei umentschieden haben oder sogar schon in der pubertät, darüber hinaus kenne ich auch genug menschen die atheistische eltern haben und sich im erwachsenenalter für die religion entschieden haben, also erzähl hier nichts vom pferd! sicher mit lockeren eltern ist das hin und her und selbstfindungsgedönst viel einfacher und angenehmer, und ich rede auch nicht von einzelfällen, wo die eltern oder das kind irgendwelche verrückte fanatiker sind! ein mensch ist kein hund der abgerichtet wurde, die intelligenz eines menschen ist entweder da oder nicht und schafft sich schon noch den weg, oder glaubst du noch an den osterhasen, die zahnfee und den weihnachtsmann, weil dir deine eltern sowas im kindesalter erzählten? mal abgesehen davon war in meinem kommentar auch keine rede davon, dass menschen sich im kindesalter umentscheiden können/müssen/sollen, daher halten wir hier mal fest, dass tatsächlicherweise, sowohl das denken als auch das lesen nicht deine stärken sind! lg

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