Frage von WastedYout, 193

Wieso bringt sich fast niemand mit Opiaten um?

An Opiaten zu sterben wäre doch eigentlich „angenehmer" als sich zu erhängen oder sich die Pulsadern aufzuschneiden, weil man ja high wäre und an ner Atemlähmung sterben würde. Ich frage mich daher wieso viele sich die Pulsadern aufschneiden oder sich erhängen obwohl es viel „unangenehmer" wäre?

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von Artus01, 54

Wenn Du schonmal gesehen hast wie jemand an einer "Überdosis" stirbt, hat sich für Dich diese Frage grundlegend erledigt.

Strangulieren, nicht erhängen, ist da die absolut beste Methode.

Kommentar von WastedYout ,

Für einen Beobachter ist das schlimm aber ich denke jemand der zu viel Heroin oder Morphium genommen hat kriegt gar nichts mehr mit

Kommentar von Artus01 ,

Das weiß man wohl nicht, es gibt nicht viele die darüber berichten konnten.

Kommentar von WastedYout ,

Ich denke jeder der schonmal irgendwann auf Opiaten gewesen ist egal ob im Krankenhaus oder zuhause weiß was ich meine

Antwort
von Maarduck, 91

Stimmt. Man kommt leicht heran an diese Gifte (z.B. Heroin), schläft ein mit Euphorie und wacht nicht wieder auf. Im Fall von Opioiden wird die Atemdepression durch eine Störung im ZNS erreicht, d.h. subjektiv hat man das Gefühl hinreichend mit Sauerstoff versorgt zu sein. Etwas anderes ist die Atemdepression durch das PNS. Menschen die daran sterben müssen, kämpfen bis zuletzt um jeden Atemzug. 

Kommentar von Glueckspilzler ,

Ich glaube die Bezeichnung "Gift" für Opiate ist da irgendwie falsch gewählt, da sich ein Gift dadurch auszeichnet selbst bei geringen Dosierungen aufjedenfall schädlich für den Körper zu wirken.

Selbst bei Heroin handelt es sich um eine Substanz, die sich bei normal wirksamen Dosen erstmal nur an verschiedene Opioid-Rezeptoren bindet.

Erst die erhöhten Dosierungen können lethale Folgen haben.

Aber so ist es doch bei handelsüblichen Sachen wie Salz, Zucker etc. nicht anders.

Man kann sich mit sogut wie allem irgendwie überdosieren, selbst mit Wasser.

Im reinen Begriff der Verhältnismäßigkeit müsste man dann entweder alles als Gifte betiteln oder den Opiaten nicht allgemeingeltend den Begriff "Gift" aufstempeln.

Da könnte man sich auch an Paracelsus orientieren.

Sorry für die Kleinigkeit, nur war mir das tatsächlich etwas diffus ausgedrückt. ^^

Kommentar von Seanna ,

Schon Paracelsus sagte: "Die Dosis macht das Gift." - theoretisch kann man sich sogar mit ner Überdosis Wasser umbringen, auch wenn das nicht einfach und sehr unangenehm ist.

Kommentar von Maarduck ,

@Glückspilzer und Seanna

Ihr habt schon Recht mit eurer Kritik, aber nachdem ich hier sozusagen Oipioide "gelobt" habe, wollte ich mit "Gifte" auch auf ihre besondere Gefährlichkeit hinweisen. Von Heroin wird man SEHR schnell süchtig, es ist SEHR schwer davon loszukommen und seine therapeutische Breite (zwischen Rausch und Tod) ist SEHR eng. 

Da hier auch viele Kinder und Jugendliche lesen ist meines Erachtens die plakative Bezeichnung "Gift" durchaus angebracht, zumindest solange bis man tiefer in die Diskussion einsteigt mit Menschen, die sich ein bisschen auskennen.

Kommentar von Glueckspilzler ,

Guter Einwand.

Ich habe mich selbst mal mit den Ursachen der Heroinsucht auseinandergesetzt (wo wir gerade dabei sind) und erkennbar ist, dass vorallem Menschen zur Sucht neigen, die Probleme im Leben haben und unzufrieden mit ihrer Lebenssituation sind.

Sei es Depression, zuviel Stress , soziale Abgrenzung, fehlende Perspektiven etc.

Die Wirkung des Heroins lässt deren Sorgen verschwinden und sie genießen ihre Zeit in der sie nicht mit ihren Problemen konfrontiert sind.

Blöd nur, dass die Probleme zwar kurz vergessen aber nicht gelöst werden und so kann mit der Zeit bei diesen Menschen ein Bedürfnis dafür entstehen wieder die Wirkung zu spüren.

Gleichzeitig kommt dazu, dass Angehörige, Familienmitglieder oder Freunde anfangen können sich, aufgrund der Unverständnis für das eigentliche Problem, von dem Problemkonsumenten abzuwenden und dieser, der eigentlich am dringendsten Hilfe benötigt, wird leider oft mit seinem Scherbenhaufen zurückgelassen.

Das hat dann oft zur Folge, dass sich ein Teufelskreis aufbaut, da der bereits Abhängige kaum noch was anderes hat außer seine Sucht, da ihn ja jetzt viele anfangen zu meiden, da er den Stempel des kriminellen Junkies & Versagers aufgedrückt bekommen hat.

Beispielsweise ein Alkoholkranker bekommt oft deutlich mehr Unterstützung seiner Freunde & Verwandten von seiner Sucht wieder loszukommen, denn auch das ist mitunter eine der schlimmsten Abhängigkeitszustände wenn man da einmal drin ist.

Warum ist das so? Im Grunde die Illegalität und das entstandene Image.

Achja, für jemanden, der eigentlich ein persönlich glückliches Leben führt, ist
die Wirkung des Heroins fast schon uninteressant, da es für sie
höchstens eine immense Betäubung ist und sonst auch nicht weiter
spannend.

Worauf ich letzlich hinaus will; Für eine Abhängigkeit stehen vielmehr psychologische Faktoren eine Rolle als alleine die Substanz und ihre Wirkung.

Ebenso körperliche Entzugserscheinungen beim Heroin sind erst bei gehäuftem Konsum überhaupt möglich. Die Gefahr ist (wenn man nur vom reinen Heroin ausgeht und die Streckmittel oder die Verunreinigungen weglässt) abgesehen vom Überdosieren nicht unbedingt körperliche Schäden sondern das Abhängigkeitspotential bei Menschen, die aber auch wirklich dafür affin sind, diese zu entwickeln.

Was hat das eigentlich der Fragestellung dieses Threads zutun? Absolut garnichts :D

Ansonsten stimme ich dir in dem Punkt zu, dass das eine Sache ist, an die man, wenn überhaupt, nur mit Vorsicht rangehen sollte, da in diesem Fall ein vernünftiger Gebrauch bei weitem nicht von jedem eingehalten werden könnte und die Gefahren nicht unterschätzt werden dürfen.

Ich finde übrigens, dass die von mir angeschnittenen menschlichen Vorraussetzungen auch oft eine Rolle in der Ausbreitung einer Sucht im Allgemeinen spielen. Zu meinen "das ist X und X macht von sich aus süchtig" find ich viel zu simpel und einfach falsch gedacht.

Dein Punkt mit dem Plakativen Abdruck kannst du ja machen; Ich selbst bevorzuge das Unterrichten über die realen Umstände als das Mittel der gewollten Angstmacherei.

Das schafft letztendlich, wie die Politik so schön mit ihren jahrzehntelangen Propagandas, Eine Gesellschaft, die zu dem Thema meistens keine Ahnung hat aber impulsiv mit erlogenem Quatsch daherkommt, weil die Falschinformation sich ja so gut trägt wenn sie aus dem Mund von Menschen kommt, die vermeindlich wissen wovon sie reden.

Sorry für den Brocken, ich war grad in Schreiblaune ^^

Gruß Glueckspilzler

Kommentar von Maarduck ,

Dein Punkt mit dem Plakativen Abdruck kannst du ja machen; Ich selbst bevorzuge das Unterrichten über die realen Umstände als das Mittel der gewollten Angstmacherei.

Ich versuche einen Kompromiss zu finden. Was hältst du von der Behauptung dass für Heroin vor allem die Menschen empfänglich sind, die körperliche Probleme haben einen lustvollen Orgasmus zu empfinden? Ich denke, dass da was dran ist.

Antwort
von VegasEditing, 57

Das größte Problem ist wohl, dass man relativ lange braucht um zu sterben.
Stell dir vor, mitten im Rausch nimmst du dein Leben plötzlich anders wahr und merkst, dass es sich eventuell doch lohnt zu leben.
Doch wenn du das merkst, ist es schon zu spät. Die Substanz ist überdosiert in deinem Körper. Du musst also eventuell noch Stunden leben, mit dem Gedanken weiterleben zu wollen, aber nichts gegen den, in einiger Zeit eintretenden Tod machen zu können.

Außerdem besteht bei dieser Selbstmordvariante, genau wie bei allen anderen, die Möglichkeit, dass du überlebst.
Hast du dir "nur" den Arm aufgeschnitten musst du "nur" mit einer Narbe weiterleben.
Hast du allerdings überdosiert aber überlebt, kann das unabsehbare Folgen für deinen Körper haben. Du könntest zum Pflegefall werden und im schlimmsten Fall sogar Bewegungsunfähig, was dir die Chance auf einen zweiten "Versuch" nimmt.

Kommentar von WastedYout ,

Ich denke wenn du so viel Heroin oder Morphium intus hast wirst du nichts mehr merken abgesehen von Pseudo guten Dingen außerdem sind Opiate nicht toxisch. Kleine Frage warst du schonmal im Krankenhaus auf Morphium oder hast andere leichtere Opiate genommen?

Kommentar von VegasEditing ,

Im Krankenhaus wegen Drogen war ich noch nie, möchte ich auch nicht unbedingt ;)
Ich hatte mal einige Opiate ausprobiert, sind aber nichts so wirklich für mich und außerdem hab ich viel zu hohen Respekt vor der Suchtgefahr.

Natürlich merkst du nichts mehr wirklich wenn du überdosiert hast und alle Sorgen sind weg, aber eben auch der Grund für den Selbstmord könnte sich quasi "in Luft auflösen".

Wenn Tod durch Überdosis, dann würde ich wahrscheinlich eher starke Benzos nehmen. Man pennt weg und wacht nicht mehr auf. Obwohl da das Risiko auf Überleben und Pflegefall werden auch vorhanden ist.

Kommentar von VegasEditing ,

Obwohl man zusätzlich zu den Benzos noch andere Substanzen konsumieren müsste, da eine Überdosis von Benzos alleine eher selten tödlich endet.

Auch eine Überdosis Barbiturate könnte "zielführend" sein, da es dort meist keine weitere Substanz braucht.

Kommentar von WastedYout ,

Dir ist das Leben in dem Moment egal

Kommentar von Maarduck ,

>Du musst also eventuell noch Stunden leben, mit dem Gedanken weiterleben zu wollen, aber nichts gegen den, in einiger Zeit eintretenden Tod machen zu können.

Dafür gibt es Gegengifte. Rechtzeitig behandelt überlebt man meistens.

>Hast du dir "nur" den Arm aufgeschnitten musst du "nur" mit einer Narbe weiterleben. 

Das Gehirn kann hierbei irreversibel durch Sauerstoffmangel geschädigt werden.

>Hast du allerdings überdosiert aber überlebt, kann das unabsehbare Folgen für deinen Körper haben. Du könntest zum Pflegefall werden und im schlimmsten Fall sogar Bewegungsunfähig, was dir die Chance auf einen zweiten "Versuch" nimmt.

Davon habe ich noch nie gehört. Hast du dafür eine Quelle?

Kommentar von VegasEditing ,

Da es ja durch Opiatkonsum zu Atemdepressionen kommen kann, die nicht zwangsläufig tödlich enden. Sauerstoffmangel im Hirn kann ja, je nach Dauer auch zu schwerwiegenden Hirnschäden führen. 
Durch Überdosierung kann man auch im Koma liegen, was wieder je nach Dauer ebenfalls enorme Schäden am Hirn verursachen kann.

Ich denk eine Quelle für die Atemdepression muss ich dir nicht nennen, dass kann man auf jeder Drogen-Infoseite lesen.
Quelle für Koma nach Überdosis:
http://www.bunte.de/sucht/nach-drogenkonsum-blake-im-koma-multiorganversagen-328...
http://forum.suchtmittel.de/viewtopic.php?t=13979
und ebenfalls auf etlichen Drogen-Infoseiten nachzulesen.

Antwort
von 5Balance, 106

Eine Atemdepression ist ganz bestimmt nichts angenehmes. Wie kommst du darauf?

Antwort
von user6363, 64

In Voraus, Chris Miles ist geil.

Zu deiner Frage: Man stirbt trotzdem nicht schmerzlos, ist genau wie mit Überdosis Schlaftabletten, man schläft nicht einfach ein und stirbt schmerzlos. Genau wie bei Opiaten, zu ersticken ist niemals schön und schmerzlos, egal wie high du bist. Man spürt es trotzdem, man kann sich nur nicht bewegen. 

Kommentar von WastedYout ,

Ne ich hab mal gehört das Leute auf Morphium oder guten Heroin gar nichts mehr mitkriegen aber mal was anderes hättest du Interesse an der F*ck it LP?

Kommentar von user6363 ,

Ich hab die Fck it LP, aber finde nur den zweiten Track (oder ersten, Captain Hindsight) gut /:

Aber nicht wenn sie sterben. 

Kommentar von WastedYout ,

Ich meine die 2te F*ck it LP

Kommentar von user6363 ,

Oh, kenne ich nicht, gerne, schick mir eine Freundschaftaanfrage :D 

Antwort
von ghandi10, 70

Erstens miss man opiate erst mal rankommen
Zweitens muss man sociel geld haben um sich ne überdosis leisten zu können
Drittens is ne überdosis auch unbedingt schön. Wenn nur an ner atemlähmung stirbst hast noch glück du kannst aber auch herzrasen, paranoia etc kriegen oder schläfst ein und erstickst an deiner kotze...gibt sicher auch noch andere unschöne überdosen-tode

Bei pulsadern tut eig nur der schnitt sm anfang weh und der muss ja nocht mal arg tief sein...wenn dann verblutest wirst einfach nur immer müder und schwächer

Kommentar von Glueckspilzler ,

Hast du Quellenangaben darüber was du schreibst?

Oder stellst du das einfach so in den Raum? ^^

Kommentar von WastedYout ,

Bei Opiaten merkst du es nicht weil du zu weg also ist zumindest bei Heroin oder Morphium so

Kommentar von Messkreisfehler ,

Bei einer Dosierung von Morphium die zur Atemdepression führt bist Du noch lange nicht "zu weg" um das nicht mitzubekommen. Das ist Blödsinn.

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