Frage von axxak, 76

Wieso bin ich so unsicher beim Reiten?

Hallo, ich möchte ersteinmal etwas zu mir sagen. Ich bin weiblich, 14 jahre und reite seit ca. 9 Jahren, ich saß praktisch schon als kleines Kind auf dem Pferd. Ich hatte 6 Jahre englisch Reitunterricht auch mit Springunterricht. Ich bin dann vor ca. 3 Jahren auf Western (freizeitmäßig) umgestiegen (ich hatte 2 Jahre Westernunterricht auf einer sehr gut ausgezeichnete Quarterhorse Ranch), da ich es mehr liebe im Gelände zu reiten und ich es schöner finde wenn mein Pferd ´´frei´´ ist und nicht den Kopf an den Hals drücken muss. Ich war bis vor 2 Jahren überhaupt kein ängstlicher Reiter. Ich habe mein Pony selber eingeritten und mache viel mit Horsemanship. Ich hatte kein Problem mit Durchgänger oder Steiger. Ich hatte aber dann im Winter, im Gelände ein nicht sehr schönes Erlebnis und bin seit dem sehr ängstlich und habe vor jedem Galopp kalte, zitternde Hände. Da ich finde, dass es bei den beiden Reitweisen ein paar Unterschiede gibt, habe ich vorallem, seit dem Unfall, Gelände meinen Probleme. Jetzt zu meiner Frage: Wie halte ich mein Pferd (Paint Horse) zurück. Da ich nicht dauern an den Zügeln ziehen möchte bzw sie eng nehmen, was im Westernstil ja auch eher ungewöhlich ist wollte ich fragen, wie ich mein Pferd SICHER zurückhalten kann bzw wieder runterbremsen oder auch wenn es unruhig wird und gerade heiß ist zu laufen. Danke schon einmal im Voraus. LG

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde, 10

Das beste, was man da machen kann, ist,  ein ruhiges Pferd zu reiten, was nicht " heiß" wird.

Eines, welsches Dir nie das Gefühl gibt, dass Du die Kontrolle verlieren könntest.

Übrigens hat richtiges Englisch reiten auch nichts mit " zusammen ziehen" zu tun ( auch, wenn es leider sehr oft falsch ausgeführt wird). Es gibt keine richtige oder falsche Reitweise, es gibt nur gute oder schlechte Ausführung.

Aus Deiner Frage meine ich heraus  zu hören, daß Du in Erwägung ziehst, auf die Dir altvertraute, englische Reitweise zurück zu kommen, dich aber nicht entschließen kannst, weil Du da nicht in feinem Reiten unterrichtet worden bist.

Wegen Deinem Unfall wäre ein Wechsel der Reitweise möglicherweise hilfreich, das Trauma zu überwinden - eine " reset-Taste" sozusagen. 

Da viele Reitlehrer leider nicht viel Wert auf feines reiten legen, ist es gut, klassische Literatur zur Ergänzung zu Rate zu ziehen. Die klassischen Grundsätze, die älter sind als das " Sportreiten", funktionieren übrigens in jedem Sattel,  und haben sowohl das Wohl des Pferdes als auch die Sicherheit des Reiters im Blick - ob Western, Springen oder Dressur...

Antwort
von Nikita1839, 44

Versuch es doch auf Stimme zu trainieren. Meine war auch ein Westernpferd, bei der die Zügel eher Deko waren. Bei 'Whoo' bremste sie automatisch ab oder blieb stehen, wenn man sich etwas zurück lehnte, bei einem anderen Kommando lief sie schneller, ganz ohne Hilfen.

Kommentar von Urlewas ,

Diese Stimmhilfe bringt ein stärkeres ausatmen mit sich, was eine Gewichthilfe zum bremsen ist.

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