Frage von JulyFarmer, 67

Wieso bin ich so depressiv und hat jemand ähnliche Erfahrungen?

Hey Leute, das ist vielleicht eine etwas eigenartige Frage, aber ich weiß einfach nicht wieso es mir so schlecht geht. Eigentlich bin ich nicht in einer schlechten lage oder so, ich hab nen freund und auch freundinnen und bei meiner familie ist eig. auch alles okay, und ich studiere gerade, was mir echt viel spass macht, aber ich bin einfach nicht mehr so glücklich wie früher. Klar hat man mal lernstress oder einen schlechten tag, aber daran liegt es nicht, das hört sich evtl doof an, aber ich glaub das mit der weltsituation, mit dem krieg und der flüchtlingskrise und allem bekommt mir nicht gut. ich hab aber auch angst, dass ich vielleicht einen gehirntumor hab oder so? Mach ich mir zubiele sorgen? Könn tihr mal sagen woran ihr so verzweifelt??? Weil ich weiß echt nicht woran es liegen kann und das macht mich depressiv. Hat jemand schonmal ähnliche erfahrungen?? Und wie habt ihr euch geholfen?? Ich weiß es wirklich nicht :(

Danke im vorraus

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Kabelwurm, 15

Eine sehr interessante Frage! Vor allem schön zu lesen, dass man nicht allein mit seinen Ängsten auf dieser Welt ist. Stets lachende Menschen, die offensichtlich den Ernst nicht realisieren.

Nichts gegen Spaßhaben, ich wünschte auch, mehr Humor an den Tag zu bringen. Aber es bedrückt einen so viel, dass viele Dinge zwar noch immer als lustig wahrgenommen werden und man sich amüsiert, aber so richtig herzhaft gelacht habe ich schon lange nicht mehr. Und bei vielen Menschen habe ich auch den Eindruck, dass ihre RIESENFREUDE oft künstlich ist und belastendes unterdrückt und verdrängt wird.

Ja, genau weiß ich gar nicht wie ich damit umgehe, ich versuche von vielen Dingen Abstand zu wahren und mich mit schönen Dingen abzulenken.

Ich glaube, wir könnten eine tolle Konversation führen....

Antwort
von Knightmare999, 20

Ich kann dir sagen, dass ich die längste Zeit daran verzweifelt bin, dass ich nie die Person war, die ich gerne wäre. Das ging so weit, dass ich mich wirklich selbst gehasst habe, und keine Zeit mit anderen Leuten verbringen konnte, weil ich ja mit mir selbst kaum klar gekommen bin... Das hat mich wirklich fertig gemacht, hätte mir vielleicht den Lebenswillen geraubt, aber irgendwie habe ich es geschafft mich mit so kleinen schönen Ablenkungen wie Pizza und guten Films über Wasser zu halten. Das habe ich dann halt so mit mir herumgetragen, und irgendwie ist dass alles so nach und nach zu einer grauen Pampe geworden, und inzwischen ist es eher so, dass mir das alles ziemlich egal ist. Meistens jedenfalls. Keine Ahnung ob das jetzt gut ist, wahrscheinlich nicht.

Ich finde außerdem, dass man sich gar nicht zu viele Sorgen machen KANN, weil die meistens alle berechtigt sind. Das ganze Leben, egal wo, ist so grausam und alles ist, relativ gesehen, so unbedeutend, dass "Sorgenmacher" eigentlich ein Vollzeitberuf sein könnte, wahrscheinlich dazu auch noch ein ziemlich schlecht bezahlter.
Es kommt eher darauf an, ob man sich so viele Sorgen machen SOLLTE. Und ich denke Nein, sollte man nicht, weil es nichts besser macht, nur einem selbst geht es schlechter.

Ja, irgendwie ist das alles ziemlich deprimierend, aber ich wollte dich nicht mit so leeren Sprüchen wie "Kopf hoch, alles wird besser" usw langweilen... Naja. Bin kein Motivator, und auch kein Vorbild.
Aber falls du dich irgendwie für Depressionen und so interessierst (wobei das hier ein ziemlich seltsames Wort ist... mir fällt aber keinvbesseres ein) habe ich noch einen Super Buchtipp für dich: "Morgen ist leider auch noch ein Tag" von Tobi Katze. Ist auch größtenteils gar nicht so deprimierend, aber durchaus interessant, und stellt auch alles irgendwie nochmal in ein ganz anderes Verhältnis.

Antwort
von conceptart, 19

Hi, mir ging es auch so, bzw. mir geht es abundzu immer mal wieder so. Ich denke, wir sind einfach sensible Menschen. Deshalb ist es wichtig, dass wir nicht alles so an uns heranlassen. Es wird immer leidende Menschen / Lebewesen geben und daran ändern können wir nicht viel. Aber man kann zumindest Menschen in seinem Umfeld helfen. Ich bin ab nächster Woche in einem Ehrenamt. Was außerdem sein kann: Bist du eher introvertiert und behältst deine Gedanken für dich? Ich musste mir erst angewöhnen, dass ich meine Gedanken auch mal mitteile. Irgendwann staut sich sonst alles an.

Hoffe ich konnte dir helfen!

Antwort
von BertRollmops, 11

Ganz ehrlich, die Erde ist im Eimer. Keiner dieser sog. Machthaber hat auch nur einen Funken Anstand im Leib. Und jeder schwört, seinem Land zu dienen, anstatt der Erde und der Menschheit zu dienen. Gesteuert von Rüstungskonzernen, überwacht von NSA-Zuckerberg. Big Brother sagt Dir, was Du shoppen sollst und sagt Deinen Freunden, wann Du wieder out bist. Und da soll ein Mensch nicht verzweifeln..

Du machst aber einen Denkfehler: Leute, die stabil sind, können mit so etwas umgehen, sich abgrenzen und die Spieler ihre Spiele spielen lassen. Sollen sie doch. Do good, and the good will follow you!

Soweit so klar. Aber Du schreibst, Du wirst davon depressiv. Und das bezweifle ich. Depressionen sind eine Erkrankung, die zur FOLGE haben, dass man instabil ist, sich Dinge zu Herzen nimmt und keine Lösung findet. Alles ist schlimm und wird nie wieder besser. Man verkriecht sich, geht nicht ans Telefon, Einkaufen lieber nicht, am Besten nur im Dunklen rausgehen..

Der soziale Kontakt leidet, man hat das, was man eine "Antriebsschwäche" nennt, alles fällt zunehmend schwerer. Dann bleiben Sachen liegen,  der Berg an Unerledigtem sagt einem, dass man eh nichts kann und zu dumm zum Leben ist. Und man glaubt das alles. Wenn man zu lange wartet, verschwindet man..

Ab zum Hausarzt, der klärt mit Dir, was eigentlich los ist! Angst vor Tumor? Hm..

Antwort
von Selli1375, 22

Ich bin gerade auch in einer ähnlichen Situation und würde auch gerne wissen wiso es bei mir so ist...

Antwort
von dermitdemball, 8

Solange Du noch darüber sprechen kannst sofort zum Arzt! Wenn Du mal ganz tief drin bist, schaffst du es nicht mehr!

Bei einer Depression geraten Botenstoffe im Gehirn aus dem Gleichgewicht. Dafür kann man nichts! Liegt auch oft in der Familie, bzw. Verwandtschaft! 

Antwort
von maraku, 20

Depression ist eine ernste Krankheit und sie kann durchaus auch aus dem nichts komm. Informier dich mal über die Symptome und schau ob es passt, konsultier dann ggf. einen Arzt, wenn es nicht besser wird.

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