Frage von Missderim, 84

Wieso bin ich nicht glücklich, was fehlt mir?

Hey, ich bin 14 Jahre alt, ein normales Mädchen, aus normalem Elternhaus. Ich weiß um ehrlich zu sein wirklich nicht was ich mit diesem Beitrag erreichen will und ich weiß auch nicht warum ich es tue, aber manchmal tut man Dinge und weiß einfach nicht wieso. Seit einiger Zeit geht es mir nicht sehr gut. Ich werde in vielen Dingen demotivierter, ich sehe nur noch das schlechte im Leben und ich bin aus einem unerklärlichen Grund einfach nur unglücklich. Ich habe keine Freunde, habe aber keine Probleme in der Schule oder so. Ich hatte eine Phase, eine lange wo es mit den Noten überhaupt nicht geklappt hat, jetzt werde ich trotz meiner komischen Phase die ich gerade habe immer besser in der Schule! Ich kann eine Depression völlig ausschließen, da ich kein Selbsthass oder so empfinde. Ich würde gerne glauben, es läge daran, dass ich keine Freunde habe, aber ich muss sagen, dass ich schon immer ein Einzelgänger war! Zwar hatte ich in der Grundschule noch viele Anschlüsse, aber in den folgenden Jahren sind es immer weniger geworden. Sodass ich heute niemanden habe. Ich habe kein großartiges Talent, bin auch nicht in etwas besonders gut und um ehrlich zu sein, stört es mich auch. Ich meine es könnte daran liegen, dass ich bloß ein pubertierendes Mädchen bin. Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht wieso ich mich manchmal einschließe und einfach beginne zu weinen. Ich weiß nicht wieso ich mich manchmal irgendwo hinsetzen und einfach starr irgendwo hinsehe. Das schlimmste dabei ist, dass ich einfach an gar nichts denke. Ich weiß nicht wieso. Ich denke ich habe alles, was ein Mädchen sich wünschen kann und ich rede mir ständig ein dankbar zu sein. Ich versuche mir ständig einzureden wie schön ich sei und wie schön mein Leben sei. Ich weiß nicht ob meine Phase der Anfang von etwas ist oder das Ende.

Ich würde mich über ein lieben Kommentar freuen!

Antwort
von JeannieMiller, 25

Weißt du, die Sache mit dem "Glück" wird eindeutig überbewertet. Da ist schon Hollywood zu einem großen Teil mit dran schuld.

Glück ist ein punktueller Zustand, der dauert nie lang. Es gibt kein lebenslanges Glück. Wenn man Glück hat, ein paar Minuten oder Stunden. Manchmal ne Woche. Der war gut...Wenn man Glück hat...

Ich bin ja schon "etwas älter". Und - hey - ich bin jetzt mit "zufrieden" zufrieden. Kannst du glauben. Das mit dem "Glück" hat nicht so doll funktioniert, denn ich hab immer erst gemerkt, wie glücklich an einem Punkt meines Lebens gewesen bin, wenn ich tief in der Ka... gehangen bin.

Da saß ich dann, hab geheult und gedacht: "verdammt, wieso hab ich damals nicht bemerkt, dass ich glücklich war?"

Du machst dir zu viele Gedanken. Und hey - durchschnittlich sein find ich gut. Es gibt hier echt zu viele Leute, die sich für Genies halten, die nur noch keiner entdeckt hat. 

Und schon die Art und Weise, wie du die Frage gestellt hast, gibt dir das Recht, glücklich zu sein, dass du das überhaupt so toll formulieren kannst, findest du nicht? Ich denke nicht, dass du Durchschnitt bist, sonst würdest du jetzt irgendwas anderes machen und nicht um einen lieben Kommentar bitten.

In 10 Jahren, wenn vielleicht grad was ganz ganz Schlimmes passiert ist, erinnerst du dich hoffentlich an diesen Post von dir von heute und denkst. "Mann, war ich damals glücklich und ich hab's nicht gemerkt". 

Merkst du was? Glück ist immer Ansichtssache. Da gibt es übrigens einen ganz tollen Spruch von Lord Byron, der war ein berühmter Lyriker:

"Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind."

ich wünsch dir alles alles Gute. Du schaffst das. Du denkst nämlich nach. Liebe Grüße.

Kommentar von Missderim ,

Danke:)

Antwort
von Maimaier, 19

Das du besser wirst in der Schule ist verständlich. Du wirst nicht mehr abgelenkt durch andere Sachen.

"Ich werde in vielen Dingen demotivierter, ich sehe nur noch das
schlechte im Leben und ich bin aus einem unerklärlichen Grund einfach
nur unglücklich."

Das passt recht gut auf Depression. Was normalerweise dazu kommt ist Nachdenken und Selbstvorwürfe, aber ich glaube das muss nicht unbedingt dazugehören.

"dass ich bloß ein pubertierendes Mädchen bin"

Das klingt aber schon ein bisschen danach, sich selbst die Schuld zu geben.

"Ich denke ich habe alles, was ein Mädchen sich wünschen kann und ich rede mir ständig ein dankbar zu sein."

Oberflächlich gesehen wahrscheinlich schon. Aber es gibt Dinge, die Dir fehlen. z.B. Freunde. Freiheit. Vielleicht sogar der Sinn im Leben. Ich glaube deine Traurigkeit hat durchaus gute Gründe.

Vielleicht HSP, würde zu der Situation passen.

www.zartbesaitet.net/test.htm

Vielleicht machst du Dir gar nicht so viel aus dem, was andere so erstrebenswert halten: Besitz, möglichst viele Freunde, Ruhm, Siegen. (Extrovertiert) Dafür zählen dann andere Dinge dafür mehr, tiefere. Mitgefühl, Ehrlichkeit, Natur, Miteinander. (Introvertiert)

Antwort
von Sozialfall0000, 19

Wow, du bist ein ganz intelligentes Mädchen, wenn ich das so lese, würde ich nie im Leben denken, dass du erst 14 bist! In dem Alter sind Freunde zwar wichtig, aber ich glaube, dass sich Freundschaften fürs Leben erst später entwickeln. Gerade in der heutigen Generation verstehe ich dich sofort, dass du mit den "coolen" Gangster-Kiddies nichts zu tun haben willst. Sei nicht traurig und konzentrier dich auf die schönen Dinge. Das Leben macht Spaß und ist doch schön, auch wenn's manchmal hart ist. Die Pubertät ist ein Geschenk, aber vom Teufel. Du wirst schon noch sehen, in ein paar Jahren lachst du über deine Gedanken, die du jetzt hast. Versprochen. Und oh ja, du hast Talent, oh ja! Fühl dich umarmt.

Kommentar von Missderim ,

Danke:)

Antwort
von Fischi1310, 23

Ich denke dir würde wirklich eine gute Freundin helfen, mit der du über so etwas reden kannst. Ich frage mich nur, wieso hast du denn keine Freunde? Gibt es dafür Gründe, bist du zu schüchtern auf andere zuzugehen?

Ansonsten kann ich dir nur sagen, dass nicht jede Phase so bleiben muss wie sie ist. Irgendwann geht es bergauf. Du bist ja mit deinen 14 Jahren noch sehr jung und da kann sich noch sehr viel in deinem Leben ändern.

Antwort
von Pilotflying, 31

Deine "Krankheit " heißt Pubertät. Da ist es ganz normal,  dass Deine Gefühle Achterbahn fahren. Vielen Jugendlichen in Deinem Alter geht es genau so. Auch wenn es nur ein schwacher Trost ist: das geht vorbei. Fühl Dich gedrückt. 

Antwort
von LightDarkness, 28

ich denke dass ist schon eine depression weil das nichts fühlen von einer viel schlimmeren depression zeugt

soweit ich das beurteilen kann ich bin kein psychologe

Antwort
von nonamestar, 23

Ich meine es könnte daran liegen, dass ich bloß ein pubertierendes Mädchen bin.

Scheint so.

Gehe raus und nutze Angebote wie Sport- oder Hobbyvereine.

Sonne auf der Haut wirkt extrem stimmungsaufhellend.

In Deinem Alter sind extreme Stimmungsschwankungen völlig normal. Das liegt am Hirnumbau während der Pubertät und der Flut an Hormonen in Deinem Körper.

Das wird in 2 bis 3 Jahren wieder besser.

Antwort
von atzef, 24

Entwickele intellektuelle Interessen und halte weniger nutzlos egomanische Nabelschau.

Kommentar von Maimaier ,

"halte weniger nutzlos egomanische Nabelschau."

Selbstreflexion kann durchaus hilfreich sein, seinen Weg zu finden. Und sie hat geschrieben, an gar nichts zu denken, also auch keine "egomanische Nabelschau".

Antwort
von pilot350, 18

Du bist voll in der Pubertät.

Kommentar von Miramar1234 ,

...und da hat man solche Gedanken,vergleicht sich und es fallen einem Dinge auf,die man als Kind nicht "gesehen" hat.Wenn Du gerne Einzelgänger bist,ohne das Du Sehnsucht nach Gesellschaft hast,kann das völlig in Ordnung sein.Mache Dir aber auch nichts vor...in einigen Jahren hast Du die Selbsterkenntnis und Selbtreflexion,Dich so zu verändern,auf andere zugehen kannst,solltest Du doch Freunde brauchen.Und so zwischen 40 und 50 wirst Du eine ähnliche Phase haben,die Midlife Crisis,und Dich fragen was Du versäumt hast und ob es das schon alles gewesen sein kann...Beste Grüße

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