Frage von Tulpen100, 99

Wieso bin ich im Straßenverkehr überfordert?

Hi Leute
Ich bin 20 Jahre alt und mache momentan meinen Führerschein und bin sehr im Straßenverkehr überfordert. Ich übersehe leichter Dinge wie z.b. Kreuzungen oder Straßen die nach links oder rechts einmünden. Heute z.b habe ich mich ziemlich blamiert: und zwar kam im Gegenverkehr ein Krankenwagen mit Blaulicht und ich hab einfach viel zu viel Gas gegeben und hätte ihn beinahe nicht vorbeigelassen. Es ist mir nicht mal aufgefallen! Ich hab irgendwie das Gefühl, dass ich mich viel mehr auf das Auto konzentriere und wie ich es bedienen kann und dabei geht der Strassenverkwhr unter. Aber warum nur? Irgendwie habe ich das Gefühl, als ob ich total doof dafür wäre... Noch zur Info: meine Eltern haben keinen Führerschein und ich fahre selbst 2-3 Mal im Jahr mit dem Auto. Aber warum kann ich die Dinge in Straßenverkehr nicht gut wahrnehmen und drauf reagieren? Ich hab heute endlich eine Zulassung für ein Studiengang bekommen, und möchte es eben nicht annehmen, weil ich das Gefühl habe, dass ich viel zu bescheuert bin, um zu studieren, weil ich eben total im Straßenverkehr überfordert bin. Ich weiß nicht mehr weiter.. Soll. Ich es annehmen oder lieber nicht?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von fluffiknuffi2, 32

Es ist mir nicht mal aufgefallen! Ich hab irgendwie das Gefühl, dass ich mich viel mehr auf das Auto konzentriere und wie ich es bedienen kann und dabei geht der Strassenverkwhr unter. Aber warum nur?

Nicht jeder ist ein Naturtalent, was das Fahren angeht. Ich war auch keines. Habe lange gebraucht und die erste Prüfung versemmelt.

Aber was soll's. Du musst nur durchhalten! Ist ja nicht wie in der Schule, wo man sitzen bleiben und sogar fliegen kann. Nein, hier machst du einfach so lange unbeirrt weiter, bis du den Führerschein bekommst. Auch wenn es vielleicht was länger dauert.

Einen Erklärungsansatz hast du ja selber geliefert: Du bist mit dem Handling des Autos so stark gefordert, dass du Probleme hast, auch das Geschehen außerhalb des Autos wahrzunehmen. Auch das war bei mir genauso. Ich musste erst im Umgang mit dem Auto selbst sicher (genug) werden. Ich habe dafür lange gebraucht, jede Menge Geld für Fahrstunden herausgehauen - aber na und? Habe nun seit einigen Jahren den Führerschein und mich beim Fahren in einigen Bereichen sehr verbessert! Einen Unfall habe ich bislang übrigens noch nicht gebaut.

Erfahrung reißt viel raus. Und Erfahrung baut man ja sozusagen ganz von alleine auf. Und inzwischen ist mein "peripheres Sehen", wie mein Fahrlehrer das so schön nannte, ziemlich gut geworden. Weil ich das Auto nun "halbautomatisch" beherrsche, also über viele Dinge (meistens) gar nicht mehr (richtig) nachdenken muss. Blinken, Schalten, Spiegel-Blicke... ich habe sehr lange gebraucht um das zu verinnerlichen aber inzwischen habe ich es.

Einen Vorteil hat die Sache sogar: Du und ich wir werden nicht so schnell zu Selbstüberschätzung neigen. Wir kennen unsere Schwächen. Daher fahren wir im Zweifelsfall lieber vorsichtig.

Das Autofahren hat übrigens mit dem Studium gar nichts zu tun. Das sind zwei unterschiedliche Bereiche. Ich habe auch studiert, weiß also, wovon ich spreche. 

Kommentar von Tulpen100 ,

Ok danke :) deine Worte muntern mich auf :) darf ich dich fragen was du studiert hast?

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

Informatik. :)

PS: Rate mal wie viele Fahrstunden ich insgesamt genommen habe. :D Danach wirst du dich noch besser fühlen jedenfalls wenn du es so betrachtest, dass ich es ja letztlich doch geschafft habe. :) 

Kommentar von Tulpen100 ,

Also ich habe bis jetzt um die 30 Fahrstunden genommen.. 40, 50 vllt?

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

Über 50 :D Genau Zahl weiß ich selber nicht aber ich meine es ging auf die 60 zu. >.<

Antwort
von Elizabeth2, 50

Es ist völlig klar, dass du ein Problem mit Auto fahren hast. Da sind nun mal die im Vorteil, die ständig mit den Eltern schon mitgefahren sind. Macht doch gar nichts, wenn du länger für den Führerschein brauchst. Es wäre gut, du hättest jemanden, mit dem du auf die Übungsstrecken fahren könntest. Dumm kannst du nicht sein, sonst hättest du das Abi nicht geschafft. Auto fahren ist eine Multi-Tasking -Sache und das kann man üben. Jedenfalls würde ich eher auf Führerschein verzichten, als auf das Studium. Auto fahren hat auch was mit Praxis zu tun, und nicht unbedingt mit Köpfchen (sonst wäre es auf den Straßen etwas gemütlicher.....)

Antwort
von Delveng, 34

@Tulpen100,

als Fahranfänger hat man es immer schwer. Es stürmen immer so viele Eindrücke auf einen ein. Das ist ja auch der Grund, warum ein Fahrlehrer neben einem sitzt, Ratschläge gibt, Anweisungen gibt und nötigensfalls eingreift.

Zur Fahrprüfung wirst Du sowieso erst dann zugelassen, wenn der Fahrlehrer Dich für "reif" hält.

Mache Dir keine Sorgen. Persönlich ist mir nur ein einziger Mensch bekannt, der es nicht geschafft hat, die Fahrerlaubnis zu erwerben.

Die Praxis und die Routine kommt, im Laufe der Zeit, von ganz allein. Alle anderen Fahrer um Dich herum haben das schließlich auch geschafft.

Ein Studium hat damit nicht das Geringste zu tun. Das ist ein ganz anderes Thema.

Antwort
von DerDudude, 31

Nimm das Studium an. Beim Studieren musst du dich in der Regel immer nur auf eine Sache konzentrieren.

Autofahren erfordert viel mehr Aufmerksamkeit. Man muss auf wirklich viele Dinge achten. Eventuell hast du einfach eine Schwäche, die dich dahingehend einschränkt.

Bist du schon viele Fahrstunden gefahren? Am Anfang ist es klar, dass du nicht sofort mit allem klar kommst, aber je mehr du fährst, desto eher gewöhnst du dich dran und konzentrierst dich nicht mehr darauf, das Auto am Leben zu halten. Das fährt irgendwann wie von selbst.

Kommentar von Tulpen100 ,

Ungefähr 30 Stunden hatte ich ... 🙁

Antwort
von tuedelbuex, 32

Hey! Mach das Studium! Strassenverkehr ist nicht Dein Ding, o.K.! Aber das hat doch nichts mit "zu doof" zu tun! Deine Talente und Fähigkeiten liegen halt auf anderen Gebieten.....möglicherweise auf welchen, für den ein Großteil der Menscheit tatsächlich zu doof ist!

Antwort
von Fischstern123, 39

Keine Panik ! Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wenn du keine Erfahrung im Straßenverkehr hast und selten Auto fährst ist es auch viel, aber man guckt sich rein. Wichtig ist das du ruhig bleibst und dir kein Druck machst.

Mit dem Studiengang hat das sicher nix zu tun ausser das du dir dadurch mehr druck machst, was zu Fehlern führt.

Kommentar von Tulpen100 ,

Das ist schon ungefähr meine 30 Fahrstunde... :/

Antwort
von bonemanReturned, 19

Das Eine hat wenig mit dem anderen zu tun :)

Mach das Studium ! Streng dich dich an

Wenn du überall ne 3 hast sollte es schon klappen

Autofahren ist leider Übungssache

Je öfter man kleine Alltags Fahrten erfolgreich absolviert desto sicherer wird man im Straßenverkehr

Wenn du sehr große Probleme mit dem Auto hast dann hilft vielleicht ein Wagen mit Automatik

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