Frage von lToml, 48

Wieso beten nach solchen Ereignissen so viele für Paris?

Wie kann man sich da noch an Gott wenden? Er hat zugelassen, dass mehr als 128 Menschen hingerichtet und unzählige weitere schwer verletzt wurden. Außerdem gibt es andere die sich noch AN GOTT BEDANKEN, bedanken dafür, dass ein eigener Bekannter da noch lebend rausgekommen ist. Doch ein Mensch ist doch nicht mehr wert nur weil man ihn kennt was ist mit den Anderen, die nicht so viel Glück hatten? Bitte erklärt mir das!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von sarahj, 28

Wähle unter folgenden Möglichkeiten:

a) es gibt keinen Gott
b) es gibt einen, aber er interessiert sich nicht für uns
c) es gibt einen, aber er ist böse (i.e. Gott == Teufel)
d) es gibt Gott und Teufel, aber letzterer ist mächtiger und am Zug
e) Gott und Teufel haben die Rollen getauscht (zynisches Spiel) und die Gläubigen beten den falschen an, ohne es zu merken

a) und b) führen zum selben: wir sollten unser Leben selbst gestalten und Religion als Zeitverschwendung und Quelle allen Übels meiden


c-e) dann sollten wir gegen ihn sein. Es gibt ja Leute (nennen sich selbst "besonders Gläubig") die der Meinung sind, daß man selbst wenn es so wäre, ihm folgen/huldigen/was auch immer sollte. Das halte ich für krank: selbst wenn es diesen "Schöpfer" gäbe, wäre seine "Moral" falsch und unsere Moralvorstellungen besser. Auch dann müsste man sich (genauso wie das Volk über einen bösen Diktator) gegen ihn stellen.

"Gott sei Dank" denke ich, daß a) und vielleicht noch b) am wahrscheinlichsten sind, denn sonst müßte ich an der Welt verzweifeln.
So glaube ich immer noch, daß sich die Welt - wenn sie endlich Religionen verbietet - noch zum besseren wenden kann (zumindest theoretisch).

Kommentar von sarahj ,

wow - danke für das Sternchen (hätte ich nicht erwartet, wo meine Antwort doch etwas provokativ ist)

Antwort
von vicedry, 47

Für die Situationen auf der Erde sind wir Menschen doch selber Schuld. Wir können Gott doch nicht die Schuld an Sachen geben die wir selber versaut haben.

Menschen beten weiter zu Gott auch in diesen Situationen, weil der Tod eben nicht alles ist. Es gibt ein Leben danach ein ewiges Leben. Man sucht nach Halt in diesen Situationen und dies kann Jesus sein. Vielleicht werden durch diesen Attentat  mehr Menschen bewusst, dass das Leben begrenzt ist.

Wenn wir uns bewusst werden, dass es ein Ende gibt, nutzen wir unsere restliche Zeit vielleicht sinvoller.

Natürlich hätte Gott das verhindern können, er könnte aber auch noch viel mehr zulassen. Wir sollten uns nicht in eine Position stellen in der wir wüssten was das beste für die Menschen ist. 

Ich finde diese Anschläge in keinster Weise in Ordnung oder gut im Gegenteil ich finde das abschäulich und es zeigt uns wie viel böses doch in Menschen steckt.

Kommentar von sarahj ,

"Natürlich hätte Gott das verhindern können, er könnte aber auch noch viel mehr zulassen. Wir sollten uns nicht in eine Position stellen in der wir wüssten was das beste für die Menschen ist."


Daß der (eingebildete) Gott die Ursache ist, kommt den meisten Gläubigen scheinbar nicht in den Sinn.

Kommentar von vicedry ,

Aha genau Gott hat das schon lange geplant hat irgentwelchen Leuten die Waffen in die Hand gedrückt und gesagt geh mach nach Paris und töte alle die du siehst.

Kommentar von DerKleineRacker ,

Ja genau, war bloß Zufall. Aber nächstes Mal wenn dann zufällig die Bombe nicht explodiert, war es Gottes Gnade, ein Wunder!

Es ist mir ein Rätsel wie Menschen dieses simple Prinzip der Selbsttäuschung nicht durchschauen können.

Kommentar von sarahj ,

aber so ist es doch; brauchst nur mal einen Koran lesen...

Antwort
von AppleTea, 48

War doch schon immer so. Dauernd sterben Menschen und die Leute glauben und beten weiterhin, das wird sich auch nicht ändern. Warum? Weil es ihnen Hoffnung und zuflucht gibt. Sie brauchen etwas, an das sie sich in schweren Zeiten klammern können

Antwort
von JunisO, 42

In anderen Ländern ist das Tagesordnung und nur weil das jz in einem Land in der EU passiert heulen alle rum.
Im Übertagenen Sinne heißt das Menschen unterschiedlich viel Wert sind, nur an ihrer Herkunft gemessen, hab ich recht?

Kommentar von AppleTea ,

Nein, es ist nur so, dass es uns näher geht, wenn unsere Landsmänner sterben, als wenn irgendwo ein Afrikaner stirbt. Für die Afrikaner ist es andersrum schlimmer, wenn der Afrikaner stirbt

Antwort
von stubenkuecken, 17

Beten für die Opfer, nicht zu einem bestimmten Gott. Das gemeinsame beten verbindet und zeigt religionsübergreifend die Anteilnahme.

Antwort
von Mucke454, 36

Es gibt keinen Gott

Kommentar von Nafaso ,

Genau so wenig wie es dich gibt 😅

Kommentar von sarahj ,

doch, Mucke gibt es. Von Gott sehe ich hier keinen Kommentar!

Kommentar von Mucke454 ,

Stimmt. Sitze hier ganz entspannt an meinem Schreibtisch und trinke Blut aus Pristerköpfen :3

Antwort
von lindgren, 29

Wer sagt dir denn, dass alle zu Gott beten? Ich bete auch für die Opfer, ich bete, wenn ich denke, dass es hilft. Glaube mir, du wirst auch irgendwann das Beten anfangen, wenn es dir schlecht geht, wenn jemand von deinen Lieben im Sterben liegt, wenn du richtig Angst hast. Dann betet man.

In uns ruht die Veranlagung zum Gebet. Es ist menschlich bedingt. Schwer zu unterdrücken. Auch wenn es den Einen vielleicht nicht gibt, so haben wir das Bedürfnis nach Geborgenheit, wenn sie uns hienieden abhanden kommt. Der Atheist in seiner Arroganz sollte das nie vergessen.

Ich betete also. Doch es half nichts.  Aber schön, lieber Gott, dass wir mal darüber gesprochen haben. Es tat für den Moment gut.


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