Frage von General001, 127

Wieso besitzt Flour den höchsten Elektronegativitätswert und wieso bezieht sich die Elektronegativität auf die Prutonen Anzahl?

Antwort
von ThomasJNewton, 86

Die Elektronegativität beruht letztlich auf der Anziehungskraft des Kerns.

Und da die Elektronen in Schalen angeordnet sind, und Schalen innerhalb derselben die Kernladung kaum, nach außen aber recht effektiv abschirmen, erbibt sich das Auf und Ab der Eigenschaften.

Eine periodische Änderung der EIgenschaften, abhängig vom Belegen neuer Schalen.

Und neben der "gefühlten" Ladung zählt auch die Größe. Das Cöulombsche Gesetz gilt auch für Elektronen, auch wenn man da mit klassischer Elektrostatik schon etwas vereinfacht.

Kommentar von General001 ,

Also kann man sagen weil Flour den kleinsten Atomradius hat auch die
höchste Elektronegativität hat

Kommentar von ThomasJNewton ,

Nein, den kleinsten Atomradius hat Helium. Ähnlich klein ist Wasserstoff.

Aber es geht auch um Ladung. Im H und He werden die Elektronen von 1 bzw. 2 Protonen angezogen.

Im Fluor sind es 9 Protonen, von denen nur 2 Ladungen von der He-Schale abgeschirmt oder neutralisiert werden.
So spüren die beiden Elektronen der ersten Schale 9 Protonen, aber die spielen ohnehin nicht mehr mit.
Die äußeren Elektronen spüren aber immerhin noch 7 Protonen, und das ist schon eine Hausnummer, wie man so sagt.

Auch ein Elektron in der Umgebung spürt diese 7 Ladungen, deswegen macht des das F-Atom sofort zu einem Fluorid-Ion.

Ohne den Schalenaufbau und das Verständnis der abschirmenden Wirkung von Schalen nach außen kannst du die EN nicht verstehen, die ganze Chemie nicht.

Antwort
von OlliBjoern, 86

Die Elektronegativität hängt nicht direkt mit der Protonenanzahl zusammen, jedoch kann man im PSE (Periodensystem) recht gut erkennen, wo die EN zunimmt. Also einfach gesagt "rechts oben" in den Hauptgruppen, das Element mit der höchsten EN ist Fluor (übrigens mit "u" vor dem "o").

Das liegt daran, dass F eben sehr gerne ein Elektron aufnimmt (um die gewünschte Edelgaskonfiguration zu bekommen). Die schwereren Halogene haben auch noch eine recht hohe EN, aber nicht mehr ganz so extrem wie F. Die "links davon" angesiedelten Element wie O haben auch noch eine hohe EN, aber auch in dieser Richtung nimmt sie ab.

Niedrige EN Werte haben die Alkalimetalle, logisch, denn sie geben sehr gerne ein Elektron ab (und haben dann auch Edelgaskonfiguration).

Kommentar von OlliBjoern ,

Ergänzend: innerhalb einer Periode hat die Protonenanzahl natürlich schon einen Einfluss (mit "nicht direkt abhängen" meinte ich: die EN nimmt nicht beliebig mit steigender Protonenzahl zu, sonst müsste ja z.B. Uran eine sehr hohe EN haben, was ja nicht der Fall ist).

Kommentar von OlliBjoern ,

Eine wichtige Sache habe ich noch vergessen: ein möglichst kleiner Atomradius spielt auch noch eine Rolle! Fluor hat einen kleineren Atomradius als O, aber auch einen kleineren Atomradius als Cl.

(Und die Edelgase sind "außen vor" bei der Betrachtung, da sie unter Normalbedingungen gar nicht reagieren.)

Kommentar von General001 ,

Also kann man sagen weil Flour den kleinsten Atomradius hat auch die
höchste Elektronegativität hat ?

Kommentar von OlliBjoern ,

Ja, aber die Stellung in der 7.Hauptgruppe (Halogene) ist natürlich auch wichtig, weil das eben erklärt, warum dem Element "dringend" ein Elektron fehlt. Und Fluor ist eben das kleinste Halogen.

Kommentar von General001 ,

Ja die Atomradien nehmen innerhalb einer Periode von links nach rechts ab und innerhalb einer HG von oben nach unten zu. Somit liegt Fluor am besten im Periodensystem

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