Frage von Younes7775, 134

Wieso bekommt mein Onkel kein Visum?

Tach Leute es geht um folgendes ´´Problem´´...

Ich beschreibe Euch mal um was es geht :

Mein Onkel dieser zur Zeit in Algerien lebt, möchte wieder zurück nach Deutschland. * - Männlich 21-07-65 - Lebte von 1991 bis 2006 in Deutschland -*

2007 ging mein Onkel zurück nach Algerien ( aufgrund einer Krankheit seines Vaters ), nach dem Tod meines Opas blieb mein Onkel doch noch etwas länger als geplant in Algerien...

Nicht weiter schlimm , allerdings lief in dieser Zeit ca. 5 Jahre sein Pass ab ( Pass inklusive Visum ) , der Pass wurde in Algerien logischerweise dann neu beantragt & auch ausgestellt , allerdings OHNE Visum - Und dies auch bis dato OHNE Begründung - - für wieder nach Deutschland einreisen zu können ???????

  • Ebenfalls hat mein Onkel einen unbefristeten Aufenthalt sowie eine unbefristete Arbeitserlaubnis ( in Deutschland ) - Und auch hat bzw. hatte er eine zuletzt angemeldete Wohnadresse ( In Germany )

Er war bereits auf der deutschen Botschaft vor Ort in Algerien und auch diese können ihm leider nicht weiterhelfen. ( Wieso kein Visum ausgestellt wird ?? )

Aus diesem Grund bitte ich Euch, mir doch kurz mitzuteilen welche Schritte nun notwendig sind ? Und gibt es überhaupt Möglichkeiten, dass er wieder zurück nach Deutschland kommt ? - Er wurde in Deutschland weder straffällig noch bekam er eine Abschiebung nach Algerien -

  • Mit welchen Kosten können wir für dieses Vorhaben ungefähr rechnen ?

Ich freue mich sehr über Ihre Rückmeldung / Tipps sowie Meinungen

Vielen Dank für EURE Hilfe !!!

Beste Grüße

YOUNES

Antwort
von peterobm, 92

den unbefristeten Aufenthaltstitel hat er durch seinen langen "Urlaub" schlicht verwirkt. Es kann ihm kein neues Visa erteilt werden. 

www.anwalt.de/rechtstipps/-aufenthaltsgesetz-erloeschen-des-aufenthaltstitels-al...

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Recht, 54

Bei deinem Onkel hat sich offenbar nicht bei der Ausländerbehörde abgemeldet und war ca. 9 Jahre im Ausland. Als absehbar war, dass sein Aufenthalt im Ausland länger dauern würde, hätte er sich mit der Ausländerbehörde in Verbindung setzen müssen.  Er hat - obwohl unbefristete AE - durch seinen langen Auslandsaufenthalt sein Aufenthaltsrecht verwirkt. Sein Status wurde quasi auf 0 gesetzt. Er muss nun wie jeder Drittstaatler erneut die Voraussetzungen schaffen, um nach Deutschland einreisen zu dürfen. 

Ich befürchte fast, dass bei der jetzigen Situation die Behörden, gelinde gesagt, etwas zurückhaltend mit der Ausstellung von Aufenthaltstiteln sind. 

Antwort
von DerTroll, 69

Das kann mehrere Gründe haben. Vielleicht war das Visum von Anfang an nur befristet oder es ist damit verbunden, daß er auch in Deutschland arbeitet, was er ja dann nicht gemacht hat. Hat er denn noch irgend einen Nachweis, daß er ein Visum erteilt bekommen hat. Mit diesem Nachweis sollte der Eintrag doch wieder im Paß erfolgen können. Ansonsten muß er ein neues Visum beantragen. Sollte es abgelehnt werden, kann er der Entscheidung widersprechen (Rechtsbehelfsbelehrung sollte im Bescheid enthalten sein). Schlimmstenfalls muß er vor Gericht gehen. Ich kenne die Lage aber nicht, daher kann ich nicht sagen, wie die Erfolgschancen sind. Je nachdem, ob du hier auf die Frage noch eine gute Antwort bekommst, die dich wirklich weiterbringt, wäre es vielleicht gut, einen Anwalt hinzuzuziehen, der sich genauer damit auseinandersetzen kann und auch mit der rechtlichen Situation vertraut ist.

Kommentar von Bitterkraut ,

Vor welches Gericht soll er denn gehen und in welchem Land?

Kommentar von DerTroll ,

Die Klage muß schon vor dem deutschen Gericht eingereicht werden. Es sind ja die deutschen Behörden, die das entscheiden. Rechtstand usw. steht in dem Bescheid, den er auf seinen Antrag hin erhält.

Kommentar von peterobm ,

Er kann ein Visa beantragen, ist er in der Lage sämtliche Kosten zu tragen? Das wäre wichtig. Ein Visa ist seitens der Botschaft eine Kann-Bestimmung; Sie müssen kein Visa erteilen. Da wäre noch die Remonstration möglich. 

Das Visa wäre nur ein Besuchsvisa für 3 Monate

Die erteilte unbefristete Aufenthaltsgenehmigung ist auf jeden Fall erloschen.

Kommentar von furbo ,

Gegen die Ablehnung eines Visums kann man remonstrieren. Die Remonstration muss schriftlich innerhalb eines Monats nach Ablehnung erfolgen. Darin muss begründet werden, warum man die Verweigerung für nicht zulässig erachtet. 

Der Antrag wird dann erneut geprüft. Der Antragsteller erhält danach das Visum oder eine ausführliche Begründung, warum es immer noch nicht erteilt wurde. Gegen den entgültig ablehnenden Bescheid kann man beim Verwaltungsgericht Berlin klagen. 

Antwort
von Bitterkraut, 55

Er hat seinen Auftenthaltstitel verloren, weil er zu lange außer Landes war. Das geht allen ehemals Aufenthaltsberechtigten in dem Fall so.

Antwort
von Reanne, 57

Durch die Rückkehr nach Algerien ist die Aufenthaltserlaubnis erloschen, immerhin ist 5 Jahre her. Die Situation ist nun eine andere durch  die vielen Einwanderer, auch aus Algerien. Die Länder Marokko, Algerien und Tnesien werden zu sicheren Herkunftsländern erklärt und die Asylanträge dieser Einwanderer werden abgelehnt. Das ist aus meiner Sicht der Grund für die Verweigerung der Visa.

Kommentar von Bitterkraut ,

Ein Visum hat aber nix mit nem Asylantrag zu tun.

Kommentar von peterobm ,

Er war gute 9 Jahre ausser Landes. Asyl ist völlig fehl am Platz

Antwort
von Andreas Starke, 5

Der Gang zur deutschen Botschaft war schon richtig.

Leider hat er durch die lange Abwesenheitszeit sein Aufenthaltsrecht verloren. Er tritt also so an, wie jemand, der noch nie ein Aufenthaltsrecht hatte. Er kann allerdings ein Visum zur Arbeitsaufnahme beantragen. Diesen Antrag kann er nur im Heimatland stellen. Er wird bewilligt, d.h. das Visum wird erteilt, wenn das Konsulat die Chance, dass er tatsächlich seinen Lebensunterhalt in Deutschland durch Arbeitseinkünfte bestreiten kann, positiv beurteilt. Die positive Beurteilung wird deutlich wahrscheinlicher, wenn er schon ein Arbeitsangebot bzw. einen Arbeitsvertrag hat. Eine weitere Voraussetzung ist, dass für diesen Arbeitsplatz kein deutscher Bewerber (oder EU-Ausländer oder Schweizer) gefunden werden kann. Das ist meist bei hochqualifizierten Tätigkeiten der Fall, muss aber nicht. Wenn der Arbeitgeber nachweisen kann, dass er für die betreffende Tätigkeit keinen Deutschen oder anderen Bevorrechtigten Bewerber findet, kann das klappen. (In den USA gibt es ähnliche Bestimmungen, da wird dann oft jemand als Koch für ein turkmenisches Spezialitätenrestaurant eingeschleust.) Es muss also alles Hand in Hand gehen. Grundsätzlich möglich ist es.

Wegen der erfolgreichen Arbeitsaufnahme ist natürlich der langjährige Aufenthalt in Deutschland schon ein Pluspunkt, klar.

Antwort
von jimpo, 26

Weil er sich nicht abgemeldet hat. Dadurch ist der ist der Aufenthalt erloschen.

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