Frage von MarilynG, 137

Wieso behandelt mich die Menschheit so?

Hallo, ich weiß eigentlich nicht wo ich anfangen soll. Habe viel über psychische Krankheiten gelesen und könnte eigentlich schon selbst Psychologin werden...Ich weiß nicht, was mich hier erwartet, hoffentlich kein Mitleid. Zu den letzten drei Personen habe ich den Kontakt abgebrochen, zu meinen Erzeugern und zu einer Borderlinerin. Da sie mir nicht helfen, wenn ich mich anvertraue, sondern die drücken auf die wunden Punkte und lasse mich von keinem mehr belügen bzw. noch mehr runtermachen. Naja, und hier bin ich hoffentlich anonym und kann Kritik besser ertragen. Habe nur noch meine beiden Kater, die mir jeden Tag ihre Zuneigung und Liebe zeigen. Ich entschuldige mich schon vorab für den langen Text. Ich suche nach adequaten Antworten, die mich erinnern, wie ich früher war. Jetzt zu meiner Analyse bzw. Geschichte. Mein Urvertrauen wurde schon als Baby gestört, da meine Erzeugerin, sofort nach mir ein nächstes Kind bekommen hat und ich da schon eifersüchtig war und sie im Auto getreten habe. Als wir größer waren, habe ich sie immer zu abenteuerlustigen Dingen überredet, was die Erzeuger verboten haben. Sie wurde nicht bestraft, ich wurde geschlagen und musste in der Ecke stehen. Einmal wurde ich im dunklen Keller in der Dunkelheit eingesperrt mit Mäusen. Naja, soviel zu meiner Kindheit. Wir sind ausgewandert nach Deutschland und auf der Gesamtschule fing es an die Jungs beleidigten mich und ich prügelte mich mit denen am Anfang, irgendwann haben die Weiber mitgemacht und ich wurde depressiv bzw. ließ es über mich ergehen, war auch schlecht in der Schule und die Lehrer sahen das und haben nichts gemacht. Kam nachhause aggressiv und wollte malen und dann kam mein Erzeuger rein und ich wurde wütend, er schlug mich und da versuchte ich mich das erste Mal umzubringen ca. mit 12. Ich hatte zwar ne Freundin, die schon Frühreif war, aber jetzt erscheint mir das als eine Lüge, da sie sich an meinem Leid ergötzt hat. Irgendwann hatte ich ne Clique und trank Vodka mit 16. Ich verfolgte trotzdem meine Ziele und habe ne schulische Ausbildung mit Fachabitur gemacht, naja die Weiber die mich mobbten waren mir egal. Dann ging ich in die Usa und fühlte mich wohl dort. Zurück in DE arbeitete ich mich hoch zu ner Verkäuferin, aber es reichte mir nicht. Ich sparte für ein Work and Travel Canada, ja und ich kann sagen es war mein Höhepunkt in meinem ganzen Leben, beruflich als auch privat. Voller Selbstbewusstesein kam ich zurück und bewarb mich für meinen Traumjob Flugbegleitern, Mobbing abgebrochen. Schiff, Mobbing abgebrochen, ab nach Guatemala zu Kindern die Hilfe brauchten. Fühlte mich da verfolgt und bin in vier verschiedenen Ländern gewesen, in drei Monaten. Habe dann gegoogelt was ich habe und zurück in DE, Klapse, musste den studierten Psychologen sagen was meine Diagnose ist. Danach folgten zig abgebrochene Ausbildungen, im Wechsel mit der Klapse...Ja, und überall dasselbe, Opfer der Gesellschaft. Teil zwei folgt, in meiner eigenen Frage als Antwort...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Dxmklvw, 40

Du beschreibst nur sehr kurz, von welchen Menschen du dich warum zurückgezogen hast, aber du beschreibst sehr ausführlich nicht dein Problem, sondern die Symptome deines Problems.

Wenn du die Ursache deines Problems wirklich kennen würdest, dann hättest du es längst behoben. Was dir fehlt, ist ein Stück Information und Lerninhalt. Dadurch wird die Gefahr riesig, daß du deine Selbtbeurteilung diverser Hintergründe falsch einordnest oder die Gewichtung falsch setzt.

Das alles bedeutet, daß du eine Problemlösung aus dir selbst heraus nicht finden kannst (das Werzeug dazu fehlt), daß aber die Chance besteht, daß andere dieses Werkzeug liefern können. Ob sie es wirklich können, bleibt jedoch ungewiß.

Du mußt deshalb Risiken eingehen und dich auf andere einlassen. Tust du es nicht, dann entfällt auch die Chance auf Abhilfe.

Weiterhin kommt es auf die Bedingungen an, unter denen alles laufen soll. Auch diese Bedingungen dürfen nicht von dir vorgegeben werden, denn wenn du brauchbare Bedingungen zur Abhilfe deines Problems setzen könntest, dann hättest du es schon längst getan, und dein Problem wäre keins mehr.

Wenn du dich auf andere einläßt, damit Abhilfe möglich wird, mußt du dich zwangsläufig auch auf deren Bedingungen einlassen.

Ein derart komplexes Problem, wie du es beschreibst, erfordert jedoch sehr fachkundige Dritte. Die Chance, daß dir Laien weiterhelfen können wie z. B. Teilnehmer dieser Plattform, geht gegen Null.

Mein Rat:

Sprich deinen Hausarzt wegen dieses Problems an und lasse dir eine Überweisung zu einem fachkundigen Psychotherapeuten geben, achte dabei aber darauf, daß ein zufälliger guter Freund deines Hausarztes nicht unbedingt die beste Lösung ist. Auch wer gut Kartoffeln kochen kann, bekommt nur deswegen noch lange nicht einen guten Kaffee hin.

Es ist aber auch möglich, daß deine Darstellung des Problems andere in die Irre führt, z. B. auch mich.

In einem solchen möglichen Fall entsteht die Frage, ob das, was du als Problem ansiehst, wirklich eins ist, oder ob alles nur quasi ganz normaler Alltag ist, den du aber als problematisch empfindest. Selbst noch völlig andere Umstände sind denkbar, und es wäre unsinnig, ernsthaft anzunehmen, genau wissen zu können, was wie warum zusammenhängt.

Selbst, wenn Außenstehende dein Problem als belanglos ansehen würden, steht im Raum, daß du selbst es als nicht belanglos ansiehst. Auch in einem solchen Fall kann ein sinnvoller Rat nur sein, fachkundige Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Kommentar von MarilynG ,

Nein, ich kann keine Hilfe von professionellen nicht mehr annehmen und habe es abgekürtzt, da niemand Lust hat so langes geheule zu lesen, wie habe ich mir selbst beigebracht heulst du, heulst du alleine, lachst du lacht die ganze Welt mit dir....

Kommentar von Dxmklvw ,

Hier hast du einen Teil deines Problems bereits genannt. Du bist an vermeintlich professionelle Hilfe geraten, die so professionell gar nicht ist, denn es war ja für dich keine brauchbare Hilfe.

Das Weitersuchen hast du aufgegeben, was angesichts entsprechend vieler Mißerfolge nachvollziehbar ist, aber dennoch die Chance auf Abhilfe nahezu auf Null setzt.

Wie sinnhaltig Hilfeversuche durch Laien sind, hatte ich bereits zuvor erwähnt.

Was bleibt also übrig?

Wünschen und hoffen, daß das, was du vorgibts (z. B. Fragen in einem Forum) auf irgendeine Weise doch zum Erfolg führt!

Die Chance bleibt dennoch nur minimal. Stattdessen steigt eine ganz andere Chance ungemein, nämlich, daß du dadurch nach und nach zu einer echten Privatexpertin wirst, die alles über sich selbst genau beschreiben kann und auch sämtliche Antworten anderer kennt. Wenn man Pech hat, kann das zum neuen Hobby werden. Das alte Problem besteht dann zwar weiter, aber das neue Hobby kompensiert alles ein wenig.

Daneben gibt es noch weitere Möglichkeiten. Manche Menschen machen sogar unbewußt ein Spiel daraus, und das nennt sich dann "versuche, mir zu helfen, und ich sage dir, warum du es nicht kannst".

Es tut garantiert weh, sich bewußt darauf einzulassen, diverse vorstellbare Möglichkeiten einschließlich der Negativmöglichkeiten gründlich zu durchdenken. Dennoch steckt auch dahinter ein tieferer Sinn, denn wo es am meisten weh tut, da befindet sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Ursache ganz in der Nähe.

Kommentar von MarilynG ,

Nein, ich mache mir kein Hobby draus...was meinst du wie lange ich schon nach Antworten suche, bei ehemaligen Freunden, bei der ehemaligen Familie und auch durch neue Kontakte, ja und auch bei professionellen. Ich war schon immer in der Lage mich selbst zu heilen, durch positive Erfahrungen, nur nicht jetzt...Es ist zu viel passiert und ein Jahr Kanada positive Erfahrung, daran klammer ich mich jetzt noch. Ich weiß nicht, ob mir das genug Kraft gibt und deine Antworten sind gut, aber ich kann einfach die Worte nicht fühlen bzw. an mich ranlassen, um mich inspirieren zu lassen, geschweige denn mein Ziel durchzusetzen...

Kommentar von Dxmklvw ,

Es ist nicht ausgeschlossen, aber vermutlich unendlich schwer, genau den inneren Konflikt zu finden, der als Gegenpol zum angestrebten Ziel (Abhilfeschaffung) führt.

Du hast die Möglichkeit, unabhängig von allen Problemen über das Zustandekommen von Entscheidungen nachzudenken, also über das, was alles in der Gedankenwelt stattfindet, bis es zu einer Entscheidung kommt.

Wenn du eine lange Reihe logisch richtiger Gedanken hast, aber nur ein anderer Gedanke dazwischen ist, der die restliche Gedankenstruktur in frage stellt, dann hast du ein Entscheidungsproblem, wobei es keine Rolle spielt, ob es sich um bewußte oder unbewußte Gedanken handelt.

Ein solches Problem kann man mit einem Türschloß vergleichen, daß im Prinzip völlig in Ordnung ist, aber sich nicht öffen läßt, weil sich ein Sandkorn verirrt hat. Auch da stößt man auf Schwierigkeiten, wenn man zur Behebung z. B. unbedingt eine Lupe braucht, aber keine hat.

Hoffst du denn darauf, unter den vielen mehr oder weniger sinnvollen Antworten die eine zu entdecken, die quasi die Lupe darstellt, mit der du deine Problemursache entdeckst?

Du hättest ein weiteres Problem, wenn es in dir eine Gegenkraft gibt, die verhindert, daß du erkennen kannst, was die benötigte "Lupe" ist, oder die verhindert, daß du eine evtl. angebotene Lupe annimmst.

Kommentar von MarilynG ,

Klar, versuche die Hilfe anderer immer wieder anzunehmen und versuchte auch anderen zu helfen. Habe hier einer Flüchtlingsfrau Deutsch beigebracht, jetzt sagt sie mir noch nicht mal hallo...Aber wenn mir keiner helfen möchte, wieso sollte ich noch anderen helfen? Oder für meine Hilfe Danke sagt...Es fällt mir sehr schwer egoistisch zu denken, ich hätte einfach nicht geboren werden sollen, und nun bin ich auf der welt und suche nach antworten und auch nach akzeptanz, in canada habe ich das glück gesehen und wenn sich jeder dann abwendet von mir nachdem ich denen die wahrheit erzähle über mich, wenden sich alle ab oder wollen mich abschieben zu professionellen....

Kommentar von Dxmklvw ,

Du nennst hier einige Punkte, die ich sehr gut nachvollziehen kann, weil sie auch meiner Wesensart entsprechen.

Auch ich helfe anderen immer wieder, und daran, daß da meistens kein Dank zurückkommt, habe ich mich gewöhnt.

Ich sehe den für mich aus solcher Leistung entstehenden Nutzen darin, daß ich mit mir selbst zufriedener sein kann, weil mein Verhalten näher an meine (real aber nie erreichbaren) Idealvorstellungen herankommt.

Daneben unterscheide ich strikt, was meine Probleme und was die Probleme anderer sind, d. h., ich mache nicht die Probleme anderer zu den meinigen, sondern ich bemühe mich in Situationen, wo ich anderen helfe, mich in die anderen hineinzudenken unter Berücksichtigung von deren Lebensumständen. Die Hilfe, die ich dann erbringe (wenn ich es mache), ist dann eher von nüchternen Überlegungen geleitet.

Auch daraus ergibt sich häufig ein Gewinn für mich, weil ich dabei sehr viele Informationen sammle, die mir späterhin helfen, daß so manches erst gar kein Problem wird.

Ein wenig öde ist es natürlich, überwiegend zu erleben, daß eigene Leistung wie selbstverständlich angenommen wird und daß überwiegend nie etwas zurückkommt.

Die Kompensation erfolgt bei mir dadurch, daß ich stark vermehrt auch Gedankenspielen nachgehe in der Weise, daß ich nichts als absolut ansehe, sondern es bei so ziemlich allem stets für möglich halte, daß die Dinge auch ganz anders sein können.

Indirekt hat mir diese Lebenseinstellung auch geholfen, Erklärungen für viele längst vergangene Probleme zu finden, und manchmal auch für solche, die ich eigentlich schon vergessen hatte.

Kommentar von MarilynG ,

Find ich gut an dir, dass du die Eigenschaft besitzt sich in andere zu versetzen, aber trotzdem ihre Probleme nicht zu deinen machst...Ich kann nicht so schlau schreiben, aber verstehe dich trotzdem und kann nur aus meinen erfahrungen berichten...ich war ehrenamtlich im waisenhaus für kinder im entwicklungsland arbeiten. Und da habe ich die probleme der kinder gesprürt, obwohl ich nur schulspanisch kannte. jeden zweiten tag habe ich bei der kindergruppe übernachtet und wachte sofort auf wenn eins weinte oder aufs klo musste, oder von ihren problemen träumte. resultat dankbarkeit und liebe von den kindern auch malereien, die ich immer noch habe und ich bin immer noch enttäuscht von mir, dass ich meiner schwäche damals, dem verfolgungswahn nachgegeben habe und die kids verlassen habe...

Kommentar von Dxmklvw ,

Enttäuscht? Selbstvorwürfe? Ja, das gibt es und ist eine Folge der Erwartungen die man an sich selbst gestellt, aber manchmal nicht erfüllt hat.

Ich bewerte mein Verhalten und das Verhalten andere nach anderen Kriterien. Ich gehe davon aus, daß sich jeder Mensch so verhält, wie es der Summe der Umstände entspricht, die das Verhalten beeinflußt haben.

Manches erkennt man gleich, manches erst viel später, und vieles bewertet man späterhin gerne ganz anders als zum Zeitpunkt des Geschehens. Doch letztlich reagiert man eigentlich nur auf etwas, und egal, was man tut oder unterläßt, es hat eine Wirkung, von der niemand sagen kann, an welchen Stellen es positiv ist und an welchen ganz anderen Stellen negativ oder umgekehrt.

Gut und Böse sind in meinem Empfinden nur vom persönlichen Geschmack geprägte Fiktionen, was natürlich nichts daran ändert, daß mir manches gefällt und anderes ganz und gar nicht.

Doch ich gehe davon aus, daß in allem irgendwo eine Logik steckt und sicher auch darin, daß man solche Logik trotz intensiven Grübelns oft nicht entdeckt.

Solches Denken nachzuvollziehen, ist nicht jedermanns Sache, weil es häufig als kalt und berechnend fehlgedeutet wird, ohne zu berücksichtigen, daß es auch immer von einer großen Portion Emotionalität begleitet wird, die dabei allerdings stark von Vernuft modifiziert wird (oder von dem, was ich dann für Vernunft halte).

Doch wie andere damit umgehen, ist ja ebenfalls nicht mein Problem, sondern das der anderen. Mir selbst hilft es sehr, mich auch in sehr schwierigen Situationen unter Kontrolle zu halten, auch unangenehme Dinge mehr als Sport und Training zu betrachten und alles recht gelassen zu sehen.

Antwort
von verquert, 36

Hallo Marilyn,

Deine Zeilen klingen sehr verzweifelt - und das Du innerlich einfach nur rennst und rennst und rennst ... und vor etwas (oder jemanden) wegzulaufen versuchst. Es klingt so, als hättest Du so keinerlei Basis in Deinem Leben (innen, wie auch außen). Du fühlst Dich *unterwürfig*, obwohl Du ausbrechen magst aber nicht kannst. Du fühlst Dich hilflos und weißt nicht, wie Du diese Rolle verlassen kannst.

Vielleicht sind es auch innere Blockaden (Ängste, Zweifel,...) die Dich von Deinem Weg abbringen. Vielleicht sind es auch unverarbeitete Erlebnisse, die Dich immer wieder aus der Gegenwart reißen. Vor allem dann, wenn immer und immer wieder das Gefühl in Dir aufkommt, dass Du *verlierer* bist und Dich so hilflos fühlst (und ausgeliefert), sodass Du abbrichst. Und Mobbing kann Dir überall begegnen. Es braucht Strategien, um da rauszukommen. Auch, wenn es lediglich Aufklärung ist.

Bitte kämpfe nun erst Recht für Deinen Traum in Canada. Wenn Du nun stehen bleibst, wird sich nie etwas ändern können. Es wird gewiss ein Mix sein aus Verarbeitung der Vergangenheit und Identitätsbewusstsein bilden. Fähigkeiten finden, steigern. Selbstbild verbessern - unabhängig von anderen Menschen.

Eine Basis im Leben finden können. Und auch Menschen finden, die Dich unterstützen können. Auch, wenn es im ersten Moment nicht so aussieht. Vor Canada benötigst Du eine Ausbildung.

Lediglich Deine erwählten Berufe stimmen mich nachdenklich:
in der Küche herrscht ein rauher Ton. Oftmals sind gar nicht die Menschen direkt gemeint, sondern dieser Ton entsteht auch durch den Stress und der Hektik, die in der Küche so ist. Ich denk, mit dem Druck wirst Du kaum umgehen können, laut Deiner Zeilen. Du wirst wieder in *alte Muster* rutschen "sie mobben mich".

Als Krankenschwester.... kannst Du mit Druck und Verantwortung umgehen? Also auch Fehler zugeben und versuchen dies zu klären? Oder wird jeder Fehler (es braucht nur ein falsches Mittagessen sein) Dein Selbstwert so ankratzen, dass Du Dich selbst abwertest? (Perfektionismus)

Und ich nehme an, dass auch unter dem Pflegepersonal viele Konflikte herrschen. Behandlungsspielräume, Teamfähigkeit, an Absprachen halten und auch Personalmangel.

Auch, wenn die Situationen in Canada anders sind, so musst offenbar hier bereits Deine Ausbildung (egal wo) überstanden haben. Eventuell ist der Beruf des Koch's in einem Berufsbildungswerk zu erreichen. Also mit psychologischer Unterstützung absolvierbar. Wo Du auch an Deinen Softskills arbeiten kannst, um Dich vielleicht auf diesem Weg auch mehr in der Gegenwart ankern zu können. Vielleicht ist aber doch eine Psychotherapie im Voraus nötig, um die Inhalte Deiner Vergangenheit in Dir *verdaulich* machen zu können.

Lieben Gruß an Dich
und alles Gute für Dein Lebensweg.

Kommentar von MarilynG ,

Beste Antwort bisher und keine Vorwürfe, dass ich schuld an allem bin.  Also ich denke, ich bewerbe mich erstmal ehrenamtlich im KH und dann Praktikum. Ich weiß wie es in der Küche abgeht, fand ich nicht schlimm, aber die jungen Schüler machten mir zu zu schaffen...

Kommentar von verquert ,

Ein Praktikum ist wohl hilfreich. Vor allem um einen Einblick zu bekommen in die Aufgabenbereiche.

Vielleicht kann Dir auch folgende Initiative helfen:
http://vera.ses-bonn.de/auszubildende/

VerA bietet Auszubildenden Unterstützung an auf ihrem Weg von pensionierten (ehemaligen) Arbeitgebern. Sie vermitteln wohl und begleiten durch die Ausbildung.

Der Hauptsitz ist zwar in Bonn, aber das Angebot ist wohl in ganz Deutschland verfügar, wenn sich ein Helfer dort gefunden hat. Vielleicht magst Du Dich auf der Homepage umsehen und für Dich abschätzen, ob es hilfreich für Dich sein kann oder doch nicht.

Und Vorwürfe bringen niemanden etwas. Sie schaffen nur neue Mauern. Und für jede Handlungen gibt es Gründe. Selbst, wenn sie "nicht so gemeint" sind..... bitte gehe Deinen Weg.

Kommentar von MarilynG ,

Habe mir das angeschaut und das ist nichts für mich, im realen Leben habe ich mir vorgenommen keine Hilfe mehr anzunehmen, die Enttäuschungen sind vorprogrammiert...

Kommentar von verquert ,

Glaube mir, ohne Unterstützung wirst Du auch nicht weit kommen. Außer Du entscheidest Dich für ein "Aussteigerleben", wo Du Dich selbst versorgst. Ist vielleicht auch in Kanada möglich. Aber es muss auch zum Typ-Mensch passen. Ob es zu Dir passt, dann musst Du abschätzen. Eventuell gibt es auch "Initiativen" (also Aussteiger für Aussteiger) wo sich ausgetauscht werden kann.

Was Du brauchst ist ein Mensch, der/die Dich in keinem Fall verurteilt, sondern Wege mit Dir sucht, wenn es schwierig wird. Und auch mit Dir  an Deiner Kritikfähigkeit arbeiten kannst, was Du selbst als "Schwäche" von Dir bezeichnet hast. Und ja, es kann daran gearbeitet werden. Weil wer nicht so kritikfähig ist, da stecken meist enorm hohe Ängste (Verlust, Versagen, Hilfslosigkeit...) dahinter. Und oftmals sind auch das unverarbeitete Erlebnisse. Somit kann herausgefunden werden, ob diese *Ängste* (Gefühle, Bilder, Handlungen,...) noch in die heutige Zeit passen. Und was Du nun in diesem Moment brauchst, um *Sicherheit* zu schaffen.

Es gibt Wege.

Antwort
von frax18, 10

Wenn der Aufenthalt in Kanada / USA der Höhepunkt deines Lebens waren, wäre es dann nicht eine Idee an den positiven Erlebnissen anzuknüpfen und deine Laufbahn dort fortzusetzen?

Aus dir spricht die Verzeiflung. Ich kenne dich nicht, aber wenn du bereits auf Fehler in der Kindheit zurückblickst, dann müssen die Wunden ja scheinbar schon recht tief sitzen. Vielleicht hast du dir bestimmte Verhaltensweisen angewöhnt, wurdest ein oder mehrmals auch verletzt bzw. gekränkt, bist gefallen und irgendwann aus Resignation nicht mehr aufgestanden.

Eins ist sicher. Dein Umfeld merkt dein Befinden bzw. Veränderungen, wenn eine negative Aura mitschwingt und reagiert dementsprechend. Das Problem ist, dass Menschen bei wiederholten Misserfolgen irgendwann eine ungesunde Einstellung gewinnen, die für sie selbst und das Umfeld schädlich ist und daher zu Distanz führt. Schade nur, dass es wenige Menschen gibt, die sich die Mühe andere zu verstehen. Zumal ja fast jeder im Alter irgendwo ein psychisches Laster hat und sich dann hier und da falsch verhält.

Andererseits beginnen Menschen zwecks des Selbstschutzes auch andere abzuweisen oder ziehen sich aus mangelnden Selbstbewusstsein in die Isolation zurück, beginnen mit gefährlichen Selbstverachtung und einer verzerrten Selbstwahrnehmung, die einen Umgang mit dir erschweren oder gar unmöglich machen. Könnte das eventuell zutreffen? Klar, die Wurzel für eine bedenkliche Psyche liegt irgendwo im sozialen Umfeld, aber die Problempyramide darauf baut man sich dann meistens selbst auf. Vor allem wenn es keinen gibt, der einen dabei hilft bzw. aufhält!

Das Wichtigste ist auch zu erkennen, wo man selbst Fehler gemacht hat und worauf man keinen Einfluss hatte. In den meisten Fällen ist man wirklich selbst die Fehlerquelle, aber in mindestens einem Fall  auch nicht, die Frage ist halt nur, ob man der Spirale dann freien Lauf lässt. Irgendwann wird die Last der Schuld so groß, dass selbst beim leistesten Pieps eine ganze Dominokette fällt und die Emotionen verrückt spielen. Ich kenne das leider auch gut. :/

Vielleicht bist du inzwischen sehr sensibel und wirst bei leisester Kritik anderer Personen schnell feindselig, auch wenn es eine andere Person nicht böse gemeint hat, nimmst du dir vieles zu Herzen und brütest stundenlang über die vermeindlich verletztenden Worte mit deinen eigenen Gedanken, während sich deine Stimmung verfinstert und die andere Person diesen Vorfall schon längst wieder vergessen hat.

Ich weiß nicht was von dem alles zutreffen könnte, aber irgendwas davon macht dir scheinbar zu schaffen, wovon du nicht loslassen willst bzw. kannst! Gibt es verlässliche Menschen in deinem Freundeskreis, denen du dich anvertrauen kannst? Wenn du reden magst können wir uns auch mal per PN austauschen. Ich kann dir aber nicht versprechen, dass ich wirklich eine Hilfe bin, aber manchmal zählt ja auch schon nur der Versuch..

Kommentar von MarilynG ,

Ja, merci für deine Analyse und deine Zeit. Habe auch über den Budhissmus viel gelesen und kann sein das es mein Kharma ist. Wenn man das ganze Leben keinen Respekt begegnet ist für das man sich selbstständig aufgebaut hat an Persönlichkeit, trotz der Vergangenheit...dann fängt man an sich jeden Shit eintrichtern zu lassen und meine Erzeuger bzw. meine 3 Exschwestern haben dazu beigetragen. Die sind nun mal anders als ich, die haben ihre Kinder und ihre Family, ihr Spießerleben...sowas wollte ich nie, dachte immer an Karriere und es ist das beste, dass für mich das ich den Kontakt abgebrochen habe. Ich habe lange beobachtet und gecshluckt, wie die erzeuger meine schwestern behandelt hat. Klar habe ich Fehler gemacht, aber mir werden sie bis jetzt vorgeworfen und ich bin ausgezogen, damit ich endlich Ruhe habe, nein sie kommen und dissen mich...Ja, ich trinke viel Alkohol, es ist Mittel zum Zweck, damit die Stimmen im Kopf endlich still sind es sind Parasiten, die ich mir eintrichtern ließ und je weniger Menschen über mich wissen, desto besser...eigentlich habe ich das Bedürfnis schon wieder umzuziehen, weil ich mich hier zwei Nachbarn anvertraut habe und eie Freundin von ihr hat mich schon beleidigt und der andere nutzt meine Ängste aus, dass bei mir einer einbricht und mich vergewaltigt...

Antwort
von TorDerSchatten, 60

Wenn du überall, egal wohin du gehst, aneckst - liegt es an dir. Sorry, aber das muss ich so sagen.

Versuch dir professionelle Hilfe zu holen und die ganze Vergangenheit aufzuarbeiten. Aus deinem Text merkt man nämlich, daß du nicht drüber hinweg bist und ständig die Schuld im Vergangenen suchst.

Du selbst bist deines Glückes Schmied - und nicht die Gesellschaft

Kommentar von MarilynG ,

Du hast so schnell geantwortet, dass du noch nicht mal alles gelesen hast hast. Und habe schon mehrfache Therapien hinter mir Tagesklinik, Selbsthilfegruppen und Psychotherapeutin und sie hat mir gesagt, tut mir leid ich kann ihnen nicht helfen....

Kommentar von TorDerSchatten ,

ich bin Autorin und kann extrem schnell lesen. ich habe alles gelesen. Du brauchst professionelle Hilfe und das Problem sitzt in dir, nicht in der Welt, nicht in anderen Menschen und nicht in der Gesellschaft.

DU bist das Problem, und nur DU kannst es lösen

Kommentar von MarilynG ,

Ja, indem ich ne zweite Ausbildung mache und auswander....

Kommentar von TorDerSchatten ,

na dann los! Du hast einen Plan, ein Ziel - erreiche es und fang gleich morgen an

Kommentar von MarilynG ,

Ja, ich habe einen Plan, aber es gibt Menschen die mir nichts gönnen und ich weiß nicht recht, wie ich mit Mobbing umgehen soll bzw. mich wehren und dann die Gruppe aufn Hals haben. Habe deswegen hier Hilfe gesucht, enthalte ich mich und bin alleine, lästern die trotzdem und sagen dumme Sprüche...

Antwort
von Sanja2, 47

Gegenfrage:

Was trägst du dazu bei, dass die Menschheit dich so behandelt? Wenn man so ein Thema nicht mehr loswird hat man daran meist einen eigenen Anteil. Du hast jetzt das große Glück, dass du auch mal eine Phase hattest in der es anders war. Was war da genau anders, an dir? In den Antworten könnte deine Lösung stecken.

Kommentar von MarilynG ,

Ja, du hast den zweiten Teil nicht gelesen...brauche eine zweite Ausbildung damit ich nach Canada auswandern kann...

Antwort
von chrisis98, 30

Ich kann mir gut vorstellen das ich mir mit diesem Kommentar keine Freunde machen werde aber ich kannte mal ein Mädchen sie war nicht gerade schlank sie sagte sie wird überall gemobbt wo sie auch hin geht der Witz war das sie nicht wegen ihres Übergewicht gemobbt wurde sondern wegen ihrer Art sie war so rechthaberisch und eigentlich ein Streber und schleimer darum wurde sie gemobbt aber das verstand sie nicht worauf ich nun hinaus möchte ist das du vielleicht genauso bist und ich möchte das vielleicht unterstreichen was wenn es nicht daran liegt wie dumm die Menschheit ist und das ist sie definitiv nur was wenn du der Grund dafür bist wenn du dir den Zorn der Menschen mit der Art und Weise wie du mit ihnen sprichst Auf dich ziehst und du vielleicht in anderen Ländern besser klar kommst weil du dich in anderen Sprachen anders anhörst also im deutschen vielleicht total hochnäsig und und und aber im zb englisch Sprachen Raum nicht vielleicht ist das das Problem? Wie du dich gibt's? Möglicherweise wie du sprichst da ich im Text lesen konnte das du die studierten Psychologen als nicht gerade qualifiziert darstellst und dich selbst schon fast als qualifizierter vielleicht ist genau das das problem

Kommentar von MarilynG ,

Nein, war eigentlich immer untergewichtig und habe sogar in meinem Lieblingsland als Modell für einen Kunstkurs gestanden...wie gesagt, hatte ne große Fresse und die lasse ich mir von keinem nehmen, habe auch nämlich was dahinter...

Kommentar von frax18 ,

Das ist eine legitime Vermutung, aber nicht mehr. Ich kenne viele Szenarien aus meinem Leben, wo scheinbar ganz normale Menschen grundlos gemobbt wurden, z.B. stille und generell in sich gekehrte Menschen, die sich nicht wehrten, gewaltfrei waren und harmlos erschienen wurden oft beliebte Zielscheiben.

Kommentar von MarilynG ,

Ja, du bin lieber Einzelgänger, als Mitläufer, wie gesagt habe mich anfangs mit denen gekloppt bzw. gewehrt...aber scheinst ein gaffer bzw schaulustiger zu sein, als helfer...

Kommentar von chrisis98 ,

ist der letzte Kommentar an mich gerichtet? Denn dann muss ich dich enttäuschen wurde selbst gemobbt dann wurde ich zum mobber und seit einigen Jahren trete ich für gemobbte ein auch wenn die Situation nicht den Anschein erweckt gewaltfrei zu enden

Antwort
von MarilynG, 44

2013 wurde ich öfters von den Bullen zu meinen Erzeugern gebracht, naja irgendwann rausgeschmissen worden und durch KO Tropfen nicht freiwillig geschwängert worden. Will nicht darauf weiter eingehen, da ich selbst schuld bin und alle Fraunde gelöscht habe, da mich keiner aufnehmen wollte. Trotz allem habe ich einen Traum und zwar nach Canada auswandern...aber dazu brauche ich eine zweite Ausbildung, entweder als Köchin oder als Krankenschwester. Und das Jobcenter ist mir keine Hilfe, geschweige denn meine Betreuerin, die haben mich krankgeschrieben und ich fühle dass ich noch Kraft habe, auch wenn ich nur noch meine Katzen habe...

Kommentar von menz84 ,

Ich verfolgte trotzdem meine Ziele

Tue dies auch weiterhin!

Ich kann dir leider keine Antwort geben. Möchte dir aber sagen, dass ich es großartig finde wie du, trotz allem was dir wiederfahren ist, weiter für dich kämpfst, einen Traum hast und diesen verfolgst!

Ich wünsche dir alles erdenklich Gute für die Zukunft!

Leider gibt es,(auch hier) zu viele Leute, die sich am Unglück anderer erfreuen...

Kommentar von MarilynG ,

Ja, damit habe ich schon gerechnet...Merci

Antwort
von marit123456, 36

Hhhm, ich kenne auch so einen Menschen, der die Schuld immer bei anderen sucht, aber nie bei sich selbst.

Dazu kommt, daß auch dieser Mensch sehr davon überzeugt ist, die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben.

Mensch, wenn ich schon lese, daß DU und selbstverständlich nur DU, den Therapeuten und Ärzten sagen muß, was du hast, dann stellen sich mir die Nackenhaare auf!

Komm mal raus aus deiner Opferrolle, leg deine Scheuklappen ab und denke mal intensiv darüber nach, an welcher Stelle DU dich verändern solltest.


Kommentar von MarilynG ,

Deswegen habe ich hier gefragt, ich brauche keine Familie, keine Freunde nur meine Katzen und will eigentlich nur auswandern und dort Arbeit haben...

Antwort
von Dirndlschneider, 18

Niemand ist dir etwas schuldig . 

Komm raus aus deiner Opferrolle .

Antwort
von Findulin1995, 59

Never stop fighting

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