Frage von Rgzdima, 28

Wiederrufsrecht ab Unterschrift oder ab Beginn der Laufzeit ?

Hey,

Ich habe vor ca einem Jahr einen Vertrag bei einen DSL/Telefonanbieter ein Angebot unterschrieben. Ein Jahr später vor fast zwei Wochen hat die Laufzeit des Vertrags begonnen. Nur leider war damals das Angebot genau das gleiche wie es auch heute Angeboten wird, außer das die Geräte aktueller sind. Ich, der den Vertrag vor einem schon angenommen hat, werde benachteiligt. Hab beim Anbieter angerufen, der meinte: so waren damals die Konditionen, wenn sie die neuen Geräte haben woll müssen sie 300€ zahlen.

Daraufhin hab ich vorgeschlagen den Vertrag zu wiederrufen um einen aktuellen abzuschließen. Und dann kamm die Antwort die ich nicht erwartet habe: ihr wiederrufsrecht ist schon vor einem Jahr abgelaufen. Sie müssen den Vertrag 2 Jahre lang nutzen.

Und so komm ich zu meiner frage:

Endet das wiederrufsrecht 2 wochen nach der Unterschrift oder 2 wochen nach Laufzeit beginn?

Antwort
von kevin1905, 16

Du schreibst "unterschrieben".

Also würde ich mal schätzen du hast den Vertrag damals nicht per Telefon oder im Internet abgeschlossen?

Demzufolge bestünde gesetzlich kein Widerrufsrecht, da hier dann kein Fernabsatzgeschäft vorläge, es sei denn im Rahmen eines Haustürgeschäfts.

Für Fernabsatzverträge gilt § 365 BGB, Abs. 2 BGB ...mit Vertragsschluss.

Antwort
von Bitterkraut, 13

Der Anbieter hat recht. Die 2-Wochen-Frist läuft ab dem Moment, in dem du die Widerrrufsbelerung bekommen hast und den Vertrag unterschrieben hast. Steht sicher auch in den AGB.

Warum macht ma einen Vertrag, der erst  Jahr später beginnt - das wär meine Frage - insbesondere angesichts dessen, daß sich Tarife ständig ändern.

Kommentar von Rgzdima ,

Weil es eigentlich ein super Angebot war welches zeitlichen begrenzt war.

Hinzu kommt das ich noch  ein jahr lang auf das Ende der Laufzeit meines alten Vertrages warten musste 

Das sowas bei denen in den AGBs steht hab ich gesehen. Aber wenn ein Abschnitt im AGB dem BGB widerspricht ist dieser Abschnitt nichtig 

So hab ich es jedenfalls damals gelernt, kann mich aber auch irren.

Die Frage ist jetzt, ob im BGB was dazu steht

Kommentar von Bitterkraut ,

Widrrufsrecht gibt es nur bei Fernabsatzgeschäften und Haustürgeschäften. Wenn du im Laden unterschrieben hast, ist ein Widerrufsrecht ohnehin Kulanz.

http://www.fernabsatz-gesetz.de/Widerrufsrecht/Fernabsatzvertrag.htm da findest du die Paragrafen.

Kommentar von Rgzdima ,

hmm,

somit hat der Verkäufer mich angelogen, habe nämlich bevor ich unterschrieben hab explizit danach gefragt ob ich das Gerät und die Verbindung testen kann bevor ich dafür bezahle. Der Verkäufer hat mir versichert das ich nachtraglich kündigen kann.

kann man dies evtl. rechtlich nutzen um da rauszukommen?

Antwort
von Videoseven, 21

Ich würde sagen nach Unterschrift ya du ja dann den Vertrag angenommen hast sozusagen.

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