aggie am 21.01.2009 um 14:38 Uhr
guten tag, vielleicht wißt ihr rat. bin momentan krank geschrieben wegen "burn out". lange arbeitsanfahrt, stressjob (verhaltesauffällige jugendliche), ein sichergeglaubter neuer job wurde im allerletzten moment abgesagt, bei glatteis die anvertrauten kinder heimfahren, hinzu kam noch, dass mein papa (88j) der seit einem jahr durch eine metastasierende krebserkrankung ans bett gefesselt war, immer mehr abbaute und tag und nacht die aufmerksamkeit der ganzen familie forderte, ich meine mama aufbauen mußte...und und..schließlich kippte ich vor weihnachten auf der arbeit um, was aber niemand so besonders tangierte. ich ging wieder arbeiten, bekam vor ca. woche einen nervenzusammenbruch. man schrieb mich krank, beantragte eine reha, ich bin angemeldet in einer tagesklinik und habe aussichten auf eine therapie. am sonntag verstarb nun mein papa. ich merke, dass ich langsam ruhiger werde. meine frage: soll ich lieber wieder arbeiten gehen und alle termine absagen, oder weiter au bleiben? habe ein schlechtes gewisen gegenüber meines arbeitgebers, weil es mir nun schon ein kleines bisschen besser geht (obwohl ich natürlich traurig bin , dass mein papa nicht mehr da ist.) danke für eure antwort
Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

Bitte nehm dir die Zeit, um wieder richtig fit zu werden und besuche die Therapie. Alles Gute für dich

Denk doch erst mal an dich, es hilft niemanden wenn du nur noch funktionierst und wieder umkippst. Dein Chef wird doch hoffentlich verständnis haben..Und Denk auch an deine Familie die dich braucht
aggie am 21. Januar 2009 14:44 ein sehr guter gedanke, danke.
Karabasch am 21. Januar 2009 14:46 Wünsche dir gute Besserung und das es bald wieder Bergauf geht. Aber lass dir zeit..
aggie am 21. Januar 2009 14:48 tja. ist wohl auch mein problem ,dass ich alles immer meine, im eilschritt hinter mich bringen zu müssen.danke für deine lieben worte
Karabasch am 21. Januar 2009 14:50 Hatte selber letztes Jahr eine schlimme zeit deshalb weiss ich so ungefähr wie es dir geht

Mach man schön die Reha und lass dir Zeit. Wenn du wieder arbeiten gehst und in 3 Wochen total auseinanderfällst ist Keinem geholfen

Ich denke, dass es Zeichen deiner Einstellung ggü deiner Arbeit ist, die dich in den burn-out gebracht hat und die dich jetzt auch ein schlechtes Gewissen ggü dem Arbeitgeber haben lässt. Ich kann dir eigentlich nur raten, dich mal ganz da rauszuziehen. Am besten auch mit räumlicher Distanz. Sobald alles mit Beerdigung deines Vaters (mein Beileid übrigens!) geregelt ist, schau, ob du nicht irgendwo bei Bekannten, Freunden oder Verwandten unterkommen kannst für ne Weile. Dann bist du nicht so alleine und etwas abgelenkt von der Grübelspirale, aber doch mal weg von all dem, was dich in den burn-out trieb. Alles Gute für dich.
aggie am 21. Januar 2009 14:45 vielen dank.
Man hat nur ein Leben... daher: übe dich im gesunden Egoismus und nimm dir Zeit für Dich.
aggie am 21. Januar 2009 14:49 danke für deine ehrliche antwort.
Auch wenn ein Burn Out oftmals abgetan oder gar belächelt wird: Damit ist nicht zu spaßen! Nimm die Hilfen in Anspruch, die dir angeboten werden, und gönne dir ausreichend Zeit zur Erholung. Sonst könnte es dich ganz bald umso härter treffen.
aggie am 21. Januar 2009 14:50 tja, das ist es such, dass die menschen mit psycosomatischer erkrankung uch heute noch in unserer aufgeschlossenen gesellschaft als Wweisse-mäuse-seher" verulkt werden. danke.
Nimm dir auf alle Fälle Zeit. Besuche die Tagesklinik und nimm die Therapien an. Sei offen zu Deinem Arbeitsgeber und suche mit ihm eine Aussprache betr. deiner Erkrankung. Arbeite im Beisein der Therapeuten die familiären Dinge ab und nimm dir für dich Zeit. Du hast nur ein Leben.
aggie am 21. Januar 2009 14:54 danke für deinen rat. mein chef weiss so ziemlich bescheid, auch dessen stelvertretung, aber die denken glaub ich, dass ich wieder bald auf der matte stehe

Trauere ersteinmal um deinen Vater und bleib weiterhin AU. Burnout dauert lange und es ist damit nicht zu spaßen. Ein schlechtes Gewissen sollte dich dabei nicht plagen. Herzliche Bitte: Rede unbedingt über deine Situation noch einmal mit dem Arzt deines Vertrauens.
Alles Gute für Dich. <:)
cu
larX42
aggie am 21. Januar 2009 14:51 oh, ich habe eine sehr liebe ärztin, morgen habe ich eh einen termin und werde mir deinen rat zu herzen nehmen, dankeschön.

Als erstes mein herzliches Beileid. Ich kann dich schon verstehen mit der Arbeit, jedoch besser ein gesunder Mitarbeiter, als einer der nur die halbe Leistung bringt. Deshalb denk an dich, was muss dir denn noch passieren damit du endlich an dich denkst. Gesundheit haben wir alle nur eine. Ist ja klar das kein Arbeitgeber ueber eine Krankschreibung gluecklich ist. Man muss jedoch auch an sich denken, wer denkt denn sonst an dich ?
aggie am 21. Januar 2009 14:59 das ist eine sehr realistische einschätzung, danke
mir geht es sehr ähnlich wie dir. Auch ich werde im soziaen Bereich verheizt, habe burn-out und eine krebskranke Mutter in der Endphase und bin die einzige Angehörige. Ich bin in einer psychosomatischen Tagesklinik hier am Ort angemeldet und auf der Warteliste. Die KK zwingt mich jedoch eine Rehamaßnahme, weit weg anzunehmen, weil ihr die Wartezeit zu lange ist. (10 Wochen)Ich kann mir nicht vorstellen mich irgenwo zu erholen ohne die Möglichkeit zu haben nach meiner Mutter zu sehen, da bin ich gedanklich nicht frei.Bei mir geht es nur um das verschieben von Kostenträgern und nicht um das was für mich genesungsfördernd wäre. Da bist du schon einen guten Schritt weiter und wohl auch nicht allein. Nimm dir die Zeit, die du brauchst, der Stress der Arbeit holt dich schnell genug wieder ein. Und mach dir kein schlechtes Gewissen, du hast viel gegeben im Job, sonst hättest du keinen burn-out.Jetzt darfst du auch mal nehmen. Ich wünsche dir gute Genesung.
GALLARIAOY am 24. Oktober 2009 08:56 Du musst für dich eine Entscheidung treffen, die du vor dir selbst verantworten kannst. Eine Krebskrank im Endstadium zu Pflegen ist eine Herausforderung, der du womöglich garnicht gewachsen bist. Wenn deine Mutter krebskrank ist, hat auch sie mit an ihrer Krankheit gewirkt, denn aus heiterem Himmel kommt keine Krankheit! Wir sprechen nicht die so genannte Schuld an, denn die gibt es nicht, jedoch eine Verantwortung, wie ich mit meinem Körper umgehe. Übergebe deine kranke Mutter, für die Zeit, deiner Reha, einem Pflegeheim. Ob sie dort oder unter deinen Händen stirbt, ist für deine Mutter, nicht mehr von belang, denn sie wird sterben, und sollte dir die Chance zugestehen, dass du überlebst, und endlich zu dir selbst findest. GALLARIAOY
dankeschön für deine antwort