wieder anfangen zu rauchen?

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8 Antworten

Dein Autopilot ist fleißig. Er will Dich zur alten (krankmachenden) Handlung zurückziehen. Fall nicht auf ihn rein.

Statt dessen fülle Dir in eine kleine Dose alte Zigarettenasche, und wenn ein Schmacht kommt, sage Dir
"HEUTE NICHT"
 und steck Deine Nase in die Dose. Und wenn es zeitlich passt, lauf eine Runde. Leichter Sport ist gut beim Rauchstopp. - Dies alles hat schon vielen geholfen, wenn so ein Schmacht kam.

Wir haben in uns also so etwas wie einen Autopiloten, man kann auch sagen „Gewohnheitsviech“. Dieser Autopilot ist sehr wertvoll, denn ohne ihn müssten wir täglich alles neu lernen: essen, sitzen, laufen, Nase putzen - einfach alles. Sobald unser Unterbewusstsein eine erlernte Handlung für lebenserleichternd oder lebenserhaltend befunden hat, wird diese Handlung in den „Autopiloten“ integriert.

Willst Du nun eine fest integrierte Handlung im Autopiloten ändern, und das Unterbewusstsein sieht keinen zwingenden Überlebensgrund dafür, wird es versuchen, Dich (= Wachbewusstsein) mit aller Kraft daran zu hindern. Denn das Unterbewusstsein ist sich sicher, dass Du MIT dieser Handlung überlebst (schließlich lebst Du ja), und es weiß nicht, ob Du auch mit der neuen Handlung überlebst. (Es will also Dein Leben schützen und weiß nicht, dass es in diesem Fall so Dein Leben erschwert.)

Das Unterbewusstsein hat den Verstand eines etwa vierjährigen Kindes. Du als erwachsene Person, die erkannt hat, dass Deine alte Handlung Dein Leben erschwert und Dich vielleicht sogar krank macht und überhaupt willst Du jetzt damit aufhören, musst jetzt die Führung übernehmen.

Dazu brauchst Du Geduld und Durchhaltevermögen. - Das Unterbewusstsein ist natürlich nicht faul und versucht mit aller Raffinesse, Dich von Deiner Verhaltensänderung abzubringen (schließlich weiß es ja nicht, ob Du mit Deiner neuen Art zu handeln überlebst). Sei wachsam! Es wird sich vermutlich allerlei Tricks einfallen lassen, um Dich wieder zur alten Gewohnheit zu locken.

Boss über Dein Leben bist aber Du, nicht Dein Autopilot! Der ist nämlich Dein Diener.

Unser Autopilot reagiert wie ein großer Dampfer auf dem Meer: Will der Kapitän (also Du) den Kurs ändern, muss er (anders als beim Fahren eines Autos) lange das Steuer in die neue Richtung lenken. Hält er das Steuer nur kurze Zeit (wie bei einem Auto) in die neue Richtung, ändert sich sein Kurs nicht.

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Kommentar von holodeck
15.12.2015, 23:50

Das Unterbewusstsein hat den Verstand eines etwa vierjährigen Kindes.  

Nein. Bitte! Das sind doch inzwischen unhaltbare und völlig unpsychologische Pauschalisierungen. Sehr griffig, aber grundfalsch. Genaugenommen hat nämlich unter Verstandesgesichtspunkten das Unbewusste überhaupt keinen Verstand, weil es nicht auf der Basis von Vernunft und Ratio arbeitet. Denn auf dieser Grundlage wäre es viel zu langsam für all die überlebenswichtigen Dinge, die es so ganz nebenher tut. Es lässt uns beispielsweise immer atmen, ohne dass wir darauf Aufmerksamkeit verwenden müssten.       

Das Unbewusste tut nur, was dem unmittelbaren Überleben und Wohlbefinden zuträglich ist. Das ist sein Job. Wenn das Unbewusste das Rauchverhalten automatisiert, tut es zunächst einmal nichts weiter als seinen Job. Daran anknüpfend lassen sich weitaus sinnvollere Metaphern entwickeln als ausgerechnet den (völlig sinnlosen) Kampf gegen den eigenen Autopiloten.     

Weder ist also das Unbewusste identisch mit dem Autopiloten (sondern der ist nur eine von vielen Instanzen des Unbewussten), noch ist das Ich identisch mit Wachbewusstsein.  

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Wenn du es schon sechs Monate ohne durchgestanden hast, dann packst du auch noch mehr...
Wenn du dieses starke Verlangen jetzt überwindest, dann wird es dir mit zunehmender Zeit immer leichter fallen und irgendwann wirst du nicht mehr rauchen wollen.
Dein Körper müsste bald aufhören, sich nach dem Rauchen zu sehnen, je länger du es ihm verweigerst.
Vielleicht suchst du dir irgendeine Ablenkung oder so? Wie wäre es mit Sport? 

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LASS ES ! Gut gemeinter Rat. Beschäftige Dich mit einem Hobby was Dir Spaß macht, erst recht wenn es Dir nicht gut geht. Aber verzichte auf's rauchen und Alkohol nur gelegentlich in Maßen. ;-) Lg

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Rauchen hat vielleicht die Symptome deiner Trauer verdrängt aber nicht die UrsacheIch würde an deiner Stelle erst die Gründe warum du mit dem Rauchen angefangen hast bekämpfen und dann nochmal darüber entscheiden ob du wieder anfangen willst.Ich finde aber dass das mit dem Rauchen aufhören auch eine Art Symbolcharakter à la:Ich stelle mich meinen Problemen .

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Du solltest nicht wieder anfangen zu Rauchen es ist schrecklich ungesund, aber das weißt du wahrscheinlich selbst. Du hast jetzt schon 6 Monate durchgehalten, dass ist doch wirklich ein guter Anfang. Also schmeiss deinen Erfolg nicht weg.

Außerdem hast du es geschafft deine Magersucht zu überwinden und das, so finde ich, ist eine große Leistung.

Ich denke du wirst es also auch hinbekommen dein Verlangen zu Rauchen los zu bekommen. Mit der Zeit wird das auch immer schwächer.

Also nur Mut! :)

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Du schreibst es ja selbst, dass die Ursache für deinen Wunsch, wieder zu rauchen, eigentlich klar ist. Also arbeite an den Ursachen für dein Verlangen. Rauchen ist grundsätzlich ungesund und birgt gesundheitliche Gefahren. Solltest du nicht wieder mit anfangen.

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ach, beginn einfach wieder, es wird dich schon nicht umbringen. Du solltest nur nicht übertreiben, aber ich denke das weißt du selbst. so oft können zigaretten einfach helfen, ich sehe keinen grund darin sich durch den tag zu quälen anstatt einach 3/4 zu rauchen und mit schwung durch den tag zu gehen

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Ich habe auch vor 5 monaten aufgehört und war 6 jahre starke raucherin ... ich möchte nie wieder anfangen ... gibt viel zu viele negative aspekte als dass ich für son müll geld rauswerfe , meiner gesundheit schade , und stinke ... überleg es dir echt .. 

als erstes verschwindet die physische sucht und erst viel später deine psychische ..das packst du schon 

und gute besserung :) 

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