Mitten im Bewerbungsverfahren fragt die Personalabteilung an, ob die Firma von meiner Handschriftprobe ein graphologisches Gutachten anfertigen lassen darf. Um meine Chancen nicht zu gefährden, werde ich wohl einwilligen. Aber wie zuverlässig sind diese Gutachten eigentlich? Welche Eigenschaften kann man noch relativ sicher rauslesen?

Ich würde auf jeden Fall darauf bestehen, das Gutachten einsehen zu dürfen und ggf. ein Gegengutachten bringen. Im Internet gibt es die Möglichkeit, kostenlos selbst ein Gutachten erstellen zu lassen. Daran sieht man schon, wie unseriös die Sache ist! Graphologische Gutachten sollten verboten werden. Sie sind nicht wissenschaftlich fundiert. Lies mal was Sarah Marth über Graphologie geschreiben hat: Prinzip Zufall oder seriöse Persönlichkeitsanalyse? TU-Chemnitz: www.tu-chemnitz.de/phil/leo/rahmen.php Graphologie und Kaffeesatzlesen haben dieselbe Trefferquote! Also lieber Finger weg von der Firma!
Das ist doch unglaublich! Wahrscheinlich haben sie nach Prüfung Deines Geburtsdatums schon die Sterne befragt und durch listige Gesprächsführung die Eckdaten zur Ermittlung Deines Aszendenten herausbekommen.
Bei was für einer Firma bist Du da gelandet?

Schade, dass Du uns nicht mitgeteilt hast, für welche Stelle Du Dich beworben hast.
Ich kann Dir aber versichern, dass aus dem Gutachten ALLES abgeleitet werden kann!!! Deine ganze Persönlichkeit liegt für den Fachmann wie auf einem Silertablett. Ich hoffe, Du hast in Deinem Bewerbungsschreiben nichts verheimlicht oder geschummelt (verschönt). Kommt alles heraus. Viel Glück!!!!!!!!!!!

Also ich sehe es nicht so wie Arendt. Für Deine Chancen zu erhöhen musst Du wohl zustimmen. Aber, jeder "Fachmmann in Graphologie" wird Dir etwas anderes über Deinen Charakter mitteilen. (Dies ist meine persönliche Meinung)