Frage von Takaki, 46

Wie zitiere ich einen Gesetzestext mit der richtigen Quellenangabe?

Wenn ich in einer Arbeit schreibe:

Ich möchte mich im Folgenden mit der Gesetzeslage hierzu befassen, blablabla, dazu ziehe ich zunächst das Grundgesetz heranziehen.

Artikel 1, Absatz 1:

"Die Menschenwürde ist unantastbar. Sie zu schützen usw. blablabal"

So. Wie gebe ich dazu jetzt die Quelle an? Ich hätte einfach am Ende des Zitats ne Fußnote gemacht (oder gleich ne Klammer, das ist ja Wurscht) und hingeschrieben:

Art. 1 Abs. 1 GG

Oder muss ich dann ne Quelle zitieren, wo das steht? Z.B. https://dejure.org/gesetze/GG/1.html

Wie ist das mit dem Abrufdatum? Ich meine, Art. 1 des GG wird sicih demnächst sicher nicht ändern, aber das war ja nur ein Beispiel. Wenn ich jetzt, was weiß ich, aus dem Kreditwesengesetz zitiere, muss dann mit hin, wann ich das nachgelesen habe? Auch hier wieder, kann ich einfach schreiben § xy Abs z Satz 1 KWG? Oder irgendein Buch oder Internetseite, wo ich das vorfinde?

Danke & lg.

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Yingfei, 28

Gesetze werden nicht zitiert. Du schreibst den Inhalt der Norm (In deinem Fall Artikel 1 des Grundgesetzes) und fertig. Keine Quellenangaben, weil das keinen Sinn macht...Hattest du keine Einführung in das Wissenschaftliche Arbeiten oder studierst du kein Jura? Ich habe aber auch noch keine juristische Hausarbeit gesehen, wo man wortwörtlich ganze Paragraphen hinschreibt....

Kommentar von Takaki ,

Ich studiere kein Jura, das ist nur für eine Hausarbeit. Das heißt, es reicht, wenn im Text einfach nur steht: In Paragraph 19 des Kreditwesengesetzes steht: ".." Ganz ohne Fußnote?

Kommentar von Yingfei ,

Genau, denn du hast die Quelle mit dem Paragraphen und dem Gesetz ja auch schon angegeben.

Antwort
von martinunfall, 25

Hi, Gesetzestexte existieren und bedürfen keiner Nachweise. Nur dann, wenn das Gesetz - wie fast immer - mehrere Deutungen (Auslegungen) zulässt, musst Du Fundstellen zitieren.

Bsp.: wie hier MUSTERMANN (in: Quack/Salber, Komm. zum GG, 5. Aufl./2016), aA z.B. ...

und so weiter.

Les mal was zur juristischen Methodenlehre ...

alles gute.

Kommentar von Takaki ,

Danke. Also die Fußnote einfach weglassen?

Wegen eines einzigen solchen Zitats in einer Hausarbeit belese ich mich nicht zur juristischen Methodenlehre. Und es heißt "lies".

Alles Gute.

Kommentar von martinunfall ,

mach was du willst. ich bin mit meinem deutsch bis zur rente als anwalt sehr auskömmlich durchgekommen. erst mal nachmachen.

Kommentar von Takaki ,

Wusste gar nicht, dass Anwälte so schnell eingeschnappt sind. Ja, kannst wirklich stolz auf dich sein, oh du erfahrener, weiser Mann. Ist es das, was du lieber hörst?

Antwort
von rednblack, 24

In Art. 1 Abs 1 GG steht kein blabla, also bitte.

Bei Gesetzeszitaten hast du tatsächlich den Vorteil eines festen Bezugs. Wenn du Literatur zitierst, brauchst du eine vollständige Quellenangabe mit Datum. Genau so verhält es sich auch mit Urteilen (auch wenn darin Gesetze zitiert werden) und anderen Medien (Wikipädia o.ä.)

Kommentar von Takaki ,

Jetzt hab dich nicht so mit dem blabla, mir ist die Wichtigkeit dieses Artikels bewusst; es ging mir nur darum zu zeigen, dass dieses Beispiel völlig aus der Luft gegriffen und der genaue Wortlaut für die erfragte Vorgehensweise komplett irrelevant ist.

Also, was kommt in die Fußnote?

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