Wie zeige ich meinen Eltern bzw. Familie dass ich Atheist bin ohne es direkt zu sagen?

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11 Antworten

Ich war kath. Christin. Als ich in der Familie immer deutlicher zeigte, dass ich nicht glaube habe die sich richtig Sorgen gemacht. Sie sind aufrichtig besorgt um mein Seelenheil und verstehen mich nicht.

Heute verschweige ich es in bestimmten Kreisen immer noch. Nicht, weil ich sie für intollerant halte, sondern, weil ich sie nicht traurig machen möchte. Ferner habe ich auch keine Lust mehr auf die divesen Rettungsversuche meines Umfeldes.

Wenn ich an einer Messe teilnehme (z. B. aus Respekt vor einem Verstorbenen oder weil ich die Stimmung in einer Weihnachtsmesse mag) ist es für mich eine Form der Meditation.

Ich halte mich auch weiter gerne in religiöser Umgebung auf. Selbst wenn ich manchmal die eine oder andere Bemerkung runterschlucken muss, so sind es doch Menschen, die wenigstens versuchen was postiv zu verändern oder anständig zu leben.

Es ist die Welt von Menschen die ich mag und respektiere, somit versuche ihnen so wenig wie möglich Kummer zu machen. Daher binde ich es nicht jedem auf die Nase, das ich Atheist bin. - Was sie freilich nicht schützt vor meine kritischen Fragen und Versuche Widersprüche auf den Tisch zu bringen.


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Hallo!

Ich habe den Eindruck, Du bist eine sehr kluge junge Frau und hast es gelernt und verstanden, die Dinge differenziert und kritisch zu betrachten, sie zu hinterfragen und Dich nicht von solchen Blendwerken indoktrinieren und vereinnahmen zu lassen, die im Grund nichts anderes enthalten als den Wahnsinn ihrer Zeit. (Ganz gleich, ob es um den Quran oder um die Bibel oder die Tora geht.) Was verdummt, unterjocht und nichts als Schaden anrichtet, muß überwunden und abgeworfen werden. In diesem Sinne bist Du ganz auf dem richtigen Weg!

Wie Du das Deinen Eltern beibringst, die offenbar ziemlich gläubig sind, ist allerdings eine andere Frage. Denn ein Glaube ist eben keinerlei Argumenten zugänglich und beruht gleichsam auf nichts anderem als sich selber, weswegen er auch mit Zähnen und Krallen verteidigt wird, sobald auch nur ein kritisches Wörtchen zu hören ist, da irgendeine vernunftsmäßige Diskussion von vornherein nicht möglich ist und jeder theistischer Glaube jeglicher ernstzunehmender Grundlage entbehrt.
Es wird aber auch darauf ankommen, wie tolerant Deine Eltern sind, ob sie eine gewisse Einsichtigkeit und Weltoffenheit haben.
Jedenfalls würde ich es ihnen nicht einfach so vor den Kopf knallen, daß ich mich vom Glauben abgewandt und der realen Welt zugewandt habe, zumindest nicht in Deinem jetzigen Alter. Sondern ich würde die Dinge sich einfach entwickeln lassen, in aller Ruhe und ohne Gewissenskonflikte. Irgendwann werden sie ja merken (oder scheinen es ja auch schon gemerkt zu haben), daß Du Dich aus ihrer Welt entfernt hast. Und man kann nur hoffen, daß sie das auch akzeptieren können und Dich deshalb nicht ablehnen (was bei manchen ja leider vorkommt, die völlig religiös benebelt sind und ihr ganzes Leben lang nie über den eigenen Tellerrand hinauskommen).
Also bleibe einfach auf Deinem Weg, lasse Dich nicht beirren und versuche zugleich, Deinen Eltern gegenüber tolerant zu sein, ohne Dich dabei zu verbiegen.

LG

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Eind echte Diskussion mit Deinen Eltern macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Es würde im Streit enden, den niemand will und der niemandem nutzt.

Wenn Du Dich outen willst, dann belasse es bei "Ich kann nicht an Allah glauben." und "Es gibt keinen Zwang im Glauben." falls man Dich zu irgendwelchen glaubensstärkenden Maßnahmen drängen will.

Atheismus ist das folgerichtige Ergebnis logischer Überlegungen über "Gott und die Welt". Bedenke aber, dass so, wie es keinen Beweis für die Existenz eines Gottes gibt, so gibt es auch keinen Beweis gegen die Existenz. Drum heisst es ja auch "Glaube". Wenn Dein Glaube niicht vorhanden ist, empfehle ich Dir - aus logischen Gründen - ein Sein als "atheistischer Agnostiker".

Alles Gute für Dich!

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Hallo thisgirl0,

Die Art und Weise, wie du es deinen Eltern sagst, musst du selbst entscheiden, aber ich kann dir sagen, dass sowohl ich, als auch die meisten meiner Freunde irgendwann an den Punkt kamen, ihren religiösen Eltern zu erzählen, dass sie nicht mehr daran glauben.

Zum Erwachsenwerden gehört es, die Welt zu hinterfragen und alle Grundwerte, die man im Leben eingetrichtert bekommen hat, logisch zu überprüfen. Dies passiert selbstverständlich nicht bei allen, da viele die Dogmen der Religion so sehr verinnerlicht haben, dass sie gar nicht erst versuchen oder sich nicht trauen, sie auch nur zu hinterfragen und sich dann auf der Suche zu sich selbst nur noch mehr darin verwickeln.

Du hast nun den großen Vorteil, dass du vollkomen vorurteilsfrei die Welt erschorfschen kannst und dir nicht mühsam die Dinge so zurecht legen musst, damit sie in dein Weltbild passen. Du kannst philosophische Konzepte durchdenken, die religiöse Menschen nicht mal zu denken wagen würden und ethische Probleme mit Verstand und Logik lösen, ohne sie ohne Rücksicht auf Verluste an fixen Regeln fest zu machen.

Wenn du vom Glauben abgefunden hast, gibt es sicher eine Menge Gründe warum du das hast und Argumente, die dir im Laufe der Zeit unter gekommen sind, warum es für dich keinen Sinn macht, an eine Religion zu glauben. Deinen Eltern gegenüber genügt es zu erzählen, dass du nunmal denkst, wie du denkst, aber sollten sie irgendwie versuchen, dich wieder zu bekehren, hast du die Argumente auf deiner Seite.

Ich wünsche dir alles Gute auf deinem selbstbestimmten Weg und hoffe, dass sich hier nicht all zu viele religiöse Eiferer tummeln, die auf Gedeih und Verderb versuchen werden, dir ihre Religion aufzuschwatzen.

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Kommentar von thisgirl0
22.11.2016, 00:58

Ich bin eine Person die Kunst liebt und schon fast für Kunst lebt. Aber die Kunst die ich liebe, ist im Islam "verboten" .... das war der erste Grund für mich... zweitens beschäftige ich mich sehr mit der menschlichen Psyche (bin auch hochsensibel, also sehr gut im schnellen verstehen und beobachten, analysieren), und mir ist im Quran und allgemein Religionen aufgefallen, dass dies mit sehr viel Emotionen geschrieben wurde, nicht mit der Logik und Gott so ziemlich menschlich dargestellt wird.

Würde ich das aber meinen Eltern erklären, würden die mich nicht verstehen, da sie nicht einmal wissen wie die menschliche Psyche überhaupt funktioniert und was Hochsensibilität ist.

Ich mache es eher so, dass ich sie in Dingen wie das Universum oder die Psyche oder Wissenschaft immer aufkläre, halt Sachen die den Islam widersprechen...

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Also entweder du sagst es frei heraus, aber auf dich bezogen oder du lässt es einfach.

Du musst es niemandem sagen dass du nicht mehr glaubst, wenn du das in deiner Familie tun würdest, könnte es sein dass sie denken du wolltest sie missionieren oder dass sie versuchen dich zu missionieren (wie sie reagieren könnten, weißt du sicher am Besten).

Wäge also die möglichen Folgen ab und überlege dann ob du sie tragen möchtest.

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Ich weiß nicht, was dir droht, wenn du gestehst, dass du an keinen Gott mehr glaubst. Also verhalte dich so, dass dir von deiner Familie keine Ungerechtigkeit oder Benachteiligung angetan wird.

Hinterfrage den Glauben, äußere dich skeptisch, zweifelnd, vielleicht auch abweisend, je nachdem, wie viel deine Familie aushält.

Letztendlich kannst du es auch für dich behalten oder frei raus sagen, da deine Verwandten es eh schon ahnen.

Du musst selbser entscheiden, wie und ob du was sagst, da kann dir keiner helfen. Wir kennen deine Verwandten nicht.

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aber wenn sie es dir freundlich sagen, dann haben sie es eh doch schon gemerkt, und du musst ihnen nichts mehr zeigen...

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Darf ich dich fragen warum du so sehr den Islam (und andere Religionen) hasst ?

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Dein Bekennertum in Ehren, aber ich würde meine Eltern nie 'aufklären' wollen, weil ich nur Nachteile davon hätte. Deine Eltern sind seit ihrer Jugend mit ihrem Glauben verwachsen und wohl nicht mehr fähig, das zu ändern. Es würde ein Graben zwischen ihnen und dir als Ungläubige entstehen, was sie dich auch bei jeder Gelegenheit spüren lassen werden. Was hast du dann davon ???

Mir würde es reichen, ihnen ab und zu kritische Fragen zu stellen.


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warum willst du deine eltern in gewissenskonflickte stürzen?

lasse ihnen doch einfach ihre religion und bleibe du bei deiner "nichtreligion", die NIEMANDEN etwas anzugehen hat!

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Ich würde mich nicht auf eine Diskussion mit den Eltern einlassen und sogar davon abraten, sie in irgendeiner Form zu überzeugen versuchen ( wie du es in einem Kommentar angemerkt hast), dass der Islam nicht so perfekt ist, wie sie anscheinend glauben. 

So wie du das Recht hast Atheistin zu sein, haben sie auch das Recht zu glauben. Wenn sie in deiner Gegenwart den Islam preisen, schalte deine Ohren einfach auf durchzug. So mache ich es bei gewissen Themen, innerhalb der Familie, auch. Man muss nicht immer gleicher Meinung sein und kann sich trotzdem lieben und respektieren.

Wenn sie dich das nächste Mal als "Kafir" bezeichnen, könntest du dem einfach zustimmen, denn es sollte für dich als Atheistin ja keine negative Bedeutung (mehr) haben. Ich hoffe, dass dann von Seiten deiner Familie, aus "spaßig" nicht plötzlich ernst wird.

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