Wie wurde in den deutschen U-Booten des 2. WK die Berechnungen des Analogrechners in die Torpedos übertragen damit die auch zur richtigen Zeit das Ziel treffen?

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1 Antwort

Die Torpedos im 2. WK waren zu Beginn noch mehr oder weniger einfache "Geradeausläufer". D.h. der Torpedo wurde in eine Richtung abgeschossen und behielt diese auch bei. Dabei war natürlich die Reichweite des Torpedos bekannt, ebenso wie die Entfernung des Ziels. Da man auf diese Weise aber sehr geringe Trefferquoten hatte, wurden oft Torpedo-Fächer abgegeben.

Eine größere Varianz wurde ab ca. 1943 möglich, als man den Torpedos eine Laufbahn "einprogrammieren" konnte. Dies geschah aber noch mechanisch. Die Grundidee war, den Torpedo Schleifen laufen zu lassen, wenn er sein Ziel beim ersten Versuch verfehlt hatte. Diese Modelle bezeichnet man als Flächen-Absuch-Torpedos. Weiterhin gab es noch akustisch gelenkte Torpedos ("Zaunkönig"), die in der Lage waren, ihr Ziel mehr oder weniger selbsständig zu verfolgen.

Aber wie gesagt, eine Zielberechnung und deren Übertragung wie bei heutigen Torpedos gab es nicht. Die Ausgangswerte zur Berechnung (Entfernungen, Geschwindigkeiten) konnten zwar recht einfach ermittelt werden, die Informationen, die ein Torpedo speichern konnte, waren aber aufgrund des rein mechanischen Aufbaus sehr begrenzt.

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