Frage von tasimas, 144

Wie wurde euer Bandscheibenvorfall behandelt? Was ist zu vermeiden?

Guten Tag, ich habe mich bei der Arbeit an der Lendenwirbelsäule verletzt. Diagnose vom Arzt: Zerrung. Ich bekam Schmerzmittel, Muskelrelaxan und eine Überweisung zum MRT, der Arzt war sich aber sicher, es würde sich nicht um einen Vorfall handeln. Nach dem MRT scheiden sich nun die Geister: Im Bericht steht Protrusion an L 4/5 und L5/S1, in der Zusammenfassung steht Protrusion L4/5 und Prolaps L5/S1 und Ödem L5 und mein D-Arzt sagt zwei Bandscheibenvorfälle. Diese müsste man aber nicht beachten, da so viele Menschen einen unbemerkten Bandscheibenvorfall haben, den man nie bemerkt und der nie Probleme bereiten würde. Er bleibt bei der Diagnose Zerrung und ich soll es aussitzen. Ich bekomme keine Krangengymnastik oder ähnliches mehr. Mir geht es deutlich besser als vor zwei Wochen, das muss ich sagen. Ich konnte weder alleine laufen (nur noch mit Gehhilfen), nicht sitzen, nicht liegen. Schmerzen, die ins Bein ausstrahlen habe ich dennoch und auch solche Sachen wie ein Positionswechsel im Liegen bereitet noch starke Schmerzen. Auf was ist nun zu achten, damit aus dem vielleicht kleinen Vorfall kein gößerer wird? Gibt es da Richtlinien, was man machen darf und was nicht?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von nadu123, 73

Tatsächlich würde ich bei beiden noch von vorwölbung sprechen, noch nicht vorfall. mit großem aber - denn der untere ist grenzwertig. das heißt wie mein vorredner sagte, NICHTS aus dem vorbeugen heraus anheben, auch nicht 3 kilo. sprich ausschließlich aus den knien heraus heben mit angespannter bauchmuskulatur und schön dicht an den körper heran. also nach vorn unten beugen, würde ich völligst vermeiden, denn die bandscheibe bzw. die vorwölbung kann einreißen und dann auslaufen = vorfall.

eine vorwölbung kann man oft wieder hinkriegen, muskelaufbau im rücken und bauch und haltungsschule. und ja es ist richtig, dass kannst du so schon ewig haben und das kann auch unbemerkt bleiben, wenn man kein mrt macht. niemand wird sagen können, ob es durch den unfall gekommen ist, es sei denn du hast ein mrt von vor dem unfall.

also physiotherapie ist ein muss, ebenso muskeltraining (das du ja z.b. in einer rückenschule oder rehazentrum vor ort machen kannst und die krankenkasse bezuschusst es).

da du einen arbeitsunfal hattest, MUSST du alles dokumentieren, vor allem vom arzt! wäre ich allerdings du, würde ich zu einem anderen arzt gehen zwecks zweitmeinung - das ist ja erlaubt - und wenn möglich sogar ein neurochirurg.

kleine tipps am rande - beim drehen im bett hände unter den po und "mithelfen" und beim aufstehen niemals zack hinsetzen und hoch sondern auf der seite liegen, beine aus dem bett und erst dann seitlich den oberkörper hochheben mit hilfe der arme (aufstützen).

NIEMALS niesen unterdrücken sondern frei rauslassen (kannst ja taschentuch vorhalten) denn der druck beim niesen hat schon einige bandscheiben reißen lassen!

zwischendurch mal auf deine unterschenkel setzen, langsam nach vorn beugen und arme lang, das dehnt die wirbel auseinander und gibt der bandscheibe platz, vor allem lws.

gute besserung!

Antwort
von mariontheresa, 62

Ich hatte im Februar das gleiche Problem. Ausser nicht bücken, nichts heben, nichts tragen usw.  kann man vorbeugend wohl nichts machen. Ich konnte vor Schmerzen im Oberschenkel nicht mehr sitzen (schön wenn man aufs Klo muss), und auch nicht richtig auftreten. Da ich meinen Mann pflege, mich aber niemand, hat mich mein Hausarzt ins Krankenhaus geschickt. Dort bekam ich starke Schmerzmittel und Kortison. Gebracht hat das aber nichts, ausser Magenschmerzen. Als dann die Fußsohle taub wurde, hat man mich operiert. Als ich nach der OP aufstehen durfte, waren die Schmerzen weg. Das ist bis jetzt so geblieben. 

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