Frage von zahlenguide, 51

Wie würdet Ihr reagieren, wenn ihr unschuldig im Gefängnis wart und dann den Beschuldiger/ Beschuldigerin begegnet?

Es gibt ja nun mal Fehlurteile - was wäre, wenn man euch etwas vorwirft, was ihr nicht getan habt, ihr geht mindestens für ein Jahr ins Gefängnis (z.B. wegen angeblicher Vergewaltigung oder Steuerbetrug oder Korruption etc. etc.) und als ihr raus kommt, begegnet ihr euren Beschuldiger/ Eure Beschuldigerin?

Und Zusatzfrage: Sollte es in Deutschland nicht eine staatliche Instanz geben, die aktiv und ohne Anlass/ Aufforderung etc. nach Unschuldigen im Gefängnis sucht?

Antwort
von JustaUserr, 34

Ich würde mich zivilisiert mit ihm/ihr unterhalten. Vielleicht tut es der Person dann ja auch leid. Und so eine Organisation wäre halt teuer und das möchte niemand bezahlen

Antwort
von MagicalMonday, 25

Ich nehme an, dass ich aus meiner eigenen Erfahrung gelernt haben sollte, dass ein Beschuldigter nicht automatisch schuldig ist. Von daher würde ich ihn in Ruhe lassen, und abwarten, was die Gerichte entscheiden.

Zusatzantwort: Es gibt Vereine, die sich um so etwas kümmern. Mich würden aber mal Zahlen interessieren, wie oft Justizirrtümer in Deutschland vorkommen, bei denen jemand unschuldig im Gefängnis landet.

Kommentar von zahlenguide ,

dein erster Teil geht glaube ich von einer falschen Grundvoraussetzung aus - als Beispiel: dich beschuldigt jemand falsch; du wirst schuldig gesprochen, kommst z.B. 1 Jahr ins Gefängnis; und draußen begegnest du der Person, die damals meinte: Du hast mit deinem Neffen Sex gehabt, Du hast das Finanzamt betrogen, du hast deine Firma als Angestellte beklaut... wie reagierst du auf diese Person?

Kommentar von MagicalMonday ,

Ach so ja, falsch gelesen.

Vermutlich hätte ich extreme Rachegedanken, würde aber im Endeffekt nichts tun.

Antwort
von MisterWebaholic, 32

Ich denke bei so einem Fall steckt mehr als eine Person dahinter, jedoch würde ich, auch wenn es so wäre nix tun, da genauso gut das Gericht Schuld ist.

Um zu deiner Zusatzfrage zu kommen, wäre es doch kontraproduktiv für ein Staat eine Instanz zu gründen, um nach den Fehlern eines Staatsorganes zu fahnden, vor allem wenn es um etwas empfindliches wie das Gericht geht oder nicht?

Kommentar von zahlenguide ,

fast jeder Richter, Staatsanwalt sagt von sich, dass er nicht unfehlbar ist und selbst ein Interesse hat, dass er keinen Unschuldigen ins Gefängnis bringt. Stell dir mal vor du bist Richter und stellst fest, dass du in einem brisanten Fall jemanden Unschuldigen ins Gefängnis gebracht hast - da würde ich mich wohl immer wieder im Leben schuldig fühlen.

Kommentar von MisterWebaholic ,

es ist halt ein riesen Unterschied zwischen einem Richter und dem Gericht. Als Richter kann man natürlich Fehler machen, schließlich bleibt man ein Mensch. Wenn jedoch der Staat quasi aufdecken muss, dass ein Gericht einen Unschuldigen Mandanten einbuchtet sind mehr Leute betroffen als nur der Richter.

Aber davon abgesehen, dafür gibt es ein Gericht. Nämlich aufgrund von Beweismaterial, Zeugenaussagen und Anwälten den Richter zu einer Entscheidung zu führen. Was danach passiert kann man nicht verantworten, da man logisch gehandelt hat

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