es handelt sich dabei um einen fussballer iranischer herkuft, der seit dem ersten lebensjahr mit seinen eltern in deutschland ist. er spielt für die deutsche u-21 nationalmannschaft da er beide staatsangehörigkeiten hat. er weigert sich nun aus persönlicher und politischer überzeugung an einem spiel gegen die israelische nationalmannschaft teilzunehmen.

Sein persönliches recht, doch dann darf er nicht als Vertreter des deutschen Fußballs mitspielen!Auch nicht in anderen Länderspielen. Man kann sich das so vorstellen: beispielsweise kann Klose aus privaten und ethischen Gründen nicht gegen Irland spielen, Kahn nicht gegen England, Podolski nicht gegen Bulgarien....das würde ad absurdum führen! Wenn Herr Dejagah ein begnadeter Fußballer ist, kann er ja weiter spielen, in der Nationalmannschaft muß er die Pflichten erfüllen wie die anderen auch.

Wenn das Schule macht, hat der Bundestrainer in Zukunft nicht nur das Problem, die besten Spieler fuer das deutsche Team zu positionieren, sondern auch noch ethische und politische Belange der Spieler zu beruecksichtigen, also wen kann ich aufstellen gegen diesen oder jenen Gegner?
Da sich dieses Problem ja nicht nur in Deutschland stellt, dürfte die Einstellung dieses Spielers zu weitgreifenden Folgen führen, wenn hier nicht ein Exempel statuiert wird.
Meine Meinung: Er wurde für die Nationalmannschaft nominiert, will spielen, dann soll er auch.Er spielt dann für Deutschland, das ihm eine Heimat gibt, und nicht für eine Religion oder irgendeine politische Gesinnung.
Aber wenn er seine politischen und religiösen Ansichten in den Sport trägt, gehört er schlicht und einfach aus der Nationalmannschaft geworfen.
Sport ist verbindend, es wird von den Sportvereinen um Immigrantenkinder geworben, um sie von der Strasse zu bekommen, und dann sowas?
Starbuck am 10. Oktober 2007 10:26 Sehr richtig, ganz meine Meinung.
Sein persoenliches Recht. Wenn mit Konsequenzen gegen ihn verbunden, hat er sie zu tragen.

Kann ich leider nicht verstehen. Es ist ein Spiel- kein Krieg? oder doch?
bommel65 am 9. Oktober 2007 08:24 Sehe ich auch so - Sport sollte Sport bleiben und Nationen verbinden (-> Olympische Spiele), nicht trennen.
Jeder, der es als politisches (Druck-) Mittel verwendet gehört gesperrt...
Soll er daheim bleiben und sich selber "outen". So was von rückständig...

Der Trainer stellt die Mannschaft auf. Weigert sich ein Spieler zu spielen, gehört er aus der Mannschaft entfernt.
Genausogut könnte er sich weigern, gegen Fussballer zu spielen, die Schweinefleisch essen.

Kann er natürlich so sehen, nur ist er dann in einer Nationalmannschaft falsch aufgehoben, weil man da auch schonmal gegen andere Länder spielt.

Schlage vor, der junge Herr trainiert mal eine Saison lang mit dem Team der iranischen Frauenfußball-Nationalauswahl. Danach weiß er vermutlich, wo der brave Revolutionswächter Gewissensprobleme hat...
Aber mal anders:
So weit ich weiß, besteht zwischen dem Iran und Israel kein Kriegszustand (anders etwa als zwischen Israel und Syrien), weil sich der Iran noch unter dem Schah (nun, ich war ja persönlich nicht dabei) nicht an den Versuchen beteiligt hat, den Staat Israel zu vernichten.
Wenn das so ist, könnte unser junger Sportsfreund sich ja - bei gehöriger Gewissensanspannung - einmal fragen, ob er Gefahr laufen möchte, sich mit dem menschenverachtenden Regime im Heimatland seiner Eltern gemein zu machen. - Oder will er einfach nur mal eben einen Krieg erklären, auf den selbst Schah und Mullahs nicht gekommen sind?
Ob sich das Gewissen auch bei Spielen gegen Dänemark/Schweden (Karikaturenstreit), China (Muslimverfolgung in Westchina) oder, last but not least, den Iran (Verfolgung liberaler Muslime etc.) selbst regt?

Er muss sich aufgrund dieser Einstellungen von der Nationalmannschaft verabschieden. Da Sport auch immer einer Völkerverständigung dient, sollte er auch dauerhaft nicht mehr mitwirken dürfen.

Der Sportplatz als Uebertragungsort fuer jenen unsaeglichen "Kampf der Kulturen"? Gab es womoeglich leider immer schon, und hat seit der Olympiade 1936 (Rassenwahn) sozusagen sein Geschaeftszeichen in der oeffentlichen Diskussion. Letzter mir bekannter Fall: Zidedine Zedane Ueberall, wo sich Ressentiments (religioese, nationalistische, "rassische", geschlechtliche usw.) ein Podium in der Oeffentlichkeit verschaffen, ist das von grossem Uebel. Schlimm genug, dass es sie gibt. Und das gilt fuer jede Form von Anti-...-Kampagnien. Wenn ich an seiner Stelle waere, haette ich zu jedem einzelnen Spieler der israelischen Mannschaft: "Shalom" und "Assalamu alaikum" gesagt. Und dann haette ich versucht, den Israelis ein paar Tore zu verpassen. Bei aller zur Gebote stehenden Fairnis. (Sollte doch moeglich sein,oder?)

Abgesehen davon, daß solche Aspekte im Sport eigentlich keine Rolle spielen dürften: Er könnte doch mitspielen. Schließlich geht es GEGEN Israel! ;-)