Eastside am 19.06.2007 um 21:56 Uhr
Die Hummel hat eine Flügelfläche von 0,7cm² und ein Gewicht von 1,2 Gramm.
Nach allen Gesetzen der Aerodynamik kann sie nicht fliegen. Die Hummel weiß dies aber nicht … und fliegt!
Die moderne Neurowissenschaft und die Mystik sind sich in einem Punkt einig:
Der Mensch nutzt bis jetzt höchstens 10% seines Potentials. Die meisten Forscher gehen davon aus, dass du sogar nur 1% deiner Fähigkeiten ausschöpfst.
Was versperrt dir den Zugang zum großen Rest deiner schlafenden Möglichkeiten?

Vielleicht könnte ich auch fliegen....?
Im Ernst - durch unser Wissen ist echt vieles vebaut. Ich denke da u.a. an Kindererziehung: Wenn die Eltern nicht so viel über die kindlche Psyche wüssten und was man falsch machen KÖNNTE, dann würden sie immer noch aus dem Bauch raus erziehen und das wäre imme noch das beste - egal ob da angeblich Schäden fürs Kind entstehen KÖNNTEN.
Würden wir nicht soviel über die Schädlichkeit mancher Lebensmittel wissen, würden wir 'guten gewissens geniessen' und wären nicht so unzufrieden - vielleicht würden wir ein paar Jährchen weniger leben - wären dafür aber zufriedener.
Ich könnte noch viele andere Dinge aufzählen, aber ich glaube, die beiden Beispiele machen meine Denkungsweise schon klar..
Das Leben wäre unruhiger, weil mehr Fehlschläge kämen. Durch stärkeres Ausprobieren würden zusätzliche Erfahrungen und breiter gestreute Fähigkeiten entstehen. Hindernisse an der Entfaltung eines Potentials können Zeitmangel und die Scheu vor den erforderlichen Anstrengugen ohne garantierten Erfolg sein.
Die Aussage, Hummeln könnten nach den Gesetzen der Aerodynamik nicht fliegen, geht auf einen alten Studentenscherz zurück, die Flügel wurden fälschlich als steif angenommen und die im Vergleich zu Flugzeugen ganz anderen Größen - und Geschwindigkeitsverhältnisse nicht berücksichtigt (http://de.wikipedia.org/wiki/Hummeln#Das_Hummel-Paradoxon).
Die Vermutungen über den Anteil des genutzten Potentials beruhen auf der Anzahl der Verbindungen von Nervenzellen (Synapsen) im Gehirn. Durch Training kann sicherlich die Leistungsfähigkeit in einem gewissen Ausmaß gesteigert werden. Allerdings arbeiten Teile des Gehirns unbewußt und sind nicht steuerbar. Zudem bewirkt die bloße Menge an gleichzeitig beteiligten Schaltungen nicht unbedingt ein besseres Ergebnis.
Eastside am 20. Juni 2007 00:20 ..schau, schau..;-)
unser Albrecht hat wieder mal blitzartig den Sinn der Frage erfaßt und uns gleichzeitig eine Biologiestunde verpaßt - danke!!!
Sag mal was machst du, wenn sie dir wikipedia wegnehmen?

In diese Richtung wird deine Frage nicht gehen, aber mir fällt nur ein, daß alles anders wäre, wenn es keine Regeln und Gesetze gäbe. Wenn ich nicht jeden Tag zur Arbeit gehen müßte, um mein Leben finanzieren zu können... Das Leben ist so seit der Geburt vorgeplant mit Schule, Ausbildung, Beruf, Stress, Tod, Ende, daß man gar keine Zeit mehr hat, zu überlegen, wie man denn noch leben könnte. Vielleicht irgendwo im Wald... -Die Gedanken sind frei-

Der Kopf ist es, der sich dazwischenstellt. - Dabei gibt es nichts, was es nicht gibt.
So ist alles möglich.
Des Menschen Hirnkastl ist sein Gefängnis, da könnte man dicke Bücher darüber schreiben.
Meine Antwort also: ich weiß, daß alles möglich ist.
Das, was nicht möglich ist, wurde noch nicht erfunden.