Wie würden Schulen, Schüler, Lehrerschaft und ggf andere auf diese Situationen reagieren?

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3 Antworten

Dazu wird es, denke ich, keine konkreten Vorschriften geben. Entweder würde es totgeschwiegen oder es würde so getan als ob derjenige der sich sein Leben genommen hat jedermanns Held war und alle nun um ihn trauern.

Meine Meinung zu den verschiedenen Situationen:

Situation 1:
Wenn es nur "ein Schüler" ist, den ich nicht kannte, wäre ich wahrscheinlich nicht traurig, nur etwas bedrückt, allerdings wäre das schnell wieder aus meinem Kopf raus.
Man weint ja auch bei den Todesanzeigen in der Zeitung nicht, nur weil einem ein Name bekannt vorkommt.
Situation 2:
Hier würde ich mich nur fragen warum man es so weit hat kommen lassen und nicht vorher eingeschritten ist. Lehrer und wenigstens ein paar Mitschüler müssen was gemerkt haben. Ein Schulwechsel bevor es zu spät ist kann Wunder wirken.

Situation 3:
Selbst schuld. Entweder hat man sich bei der Wahl der Schule falsch eingeschätzt oder arbeitet nicht hart genug.
Wenn man das Gymnasium nicht schafft, obwohl man alles gibt, macht man eben einen guten Realschulabschluss.
Aufgeben ist immer falsch. Und Suizid aus solchen Gründen ist die ultimative Form von aufgeben.

Situation 4:
Siehe Situation 1

Situation 5:
Das war, egal welchen Grund der Schüler hatte, der falsche Ausweg. Menschen die dem Schüler vorher nichts getan haben, ihn vielleicht nicht einmal kannten würden durch sein Handeln traumatisiert.
Es würde vielleicht seine Mobber, wenn er/sie gemobbt wurde wachrütteln, allerdings werden die damit noch viel schlechter fertig. Ihnen wird man die Schuld am Tod eines Menschen geben. Damit hat man dann viele traumatisierte Jugendliche und eine Gruppe die ihr Leben lang daran denken werden, dass sie einen Menschen auf dem Gewissen haben.

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Gegenfragen:

Wie oft kommen derartige Situationen in eurer Schule vor?

Was kannst du konkret mit den Antworten dazu aus dieser Community hier anfangen?

Welchen persönlichen Rat brauchst du hier für dich?

Wie kommst du überhaupt auf diese Fragestellung? (Wehe, wenn es eine Hausarbeit ist! Das würde vom support gelöscht.)

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Kommentar von JuliusSt
12.11.2015, 00:47

Interesse? xD solche gedankenkonstrukte können Viel über Einstellungen zu leben und Tod aussagen...

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zu situation 1: als sich ein schulfreund von mir mal das leben genommen hat (wahre geschichte), wurde in der aula von den lehrern ein trauergottesdienst mit den eltern organisiert und die freunde und einige direkte mitschüler haben psychologische betreuung bekommen, nach dem, was ich gehört habe (mir wurde sowas nicht angeboten (bin ich auch ganz froh drüber) weil ich zu dem zeitpunkt schon nicht mehr an dieser schule war) und alle schüler der schule sollten sich zu einer schweigeminute erheben. die mitschüler und lehrer haben getrauert und einige mitschüler/lehrer waren auch auf der beerdigung. das ist jetzt 1,5 jahre her und man spricht nur noch wenig darüber, weil tote langsam aber sicher in vergessenheit geraten, erst recht wenn es nicht um verwandte geht.
zu situation 4: wenn man sich im unterricht das leben nimmt, bekommt das jemand mit. man sitzt ja dann im raum mit vielen anderen menschen. selbst wenn man in der letzten reihe sitzt ist es äußerst unwahrscheinlich, dass das lange unbemerkt bleibt.

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