solf1 am 30.04.2007 um 9:48 Uhr
Viele Leute auf dem Lande haben ja noch Hasen ( Kaninchen ) etc. für den " Eigenbedarf . Die Bauern halten sich Schweine welche sie vollständig in Eigenregie metzgen und verbrauchen.. Wie würde sich wohl die Gesundheit der Menschen verändern ?

Der Fleischkonsum würde drastisch zurückgehen und die Volksgesundheit dadurch drastisch steigen.
Diese Frage könnte von meiner Schwiegertochter stammen. Sie ist seit 20 Jahren aus diesem Grund Vegetatierin. Sie ist der Ansicht, dass jeder seinen Verbrauch selbst decken müsste. Für den Rest der Familie muss ich sagen, dass wir mit diesem Thema seitdem sensibler umgehen. Selbst schlachten könnte ich nicht, ergo müsste ich zwangsläufig auch zur Vegetatierin werden. Mein Kompromiss, ich kaufe kein Fleisch im Supermarkt. Ich kaufe beim Selbsvermarkter, hier werden die Tiere geschlachtet wo sie aufgezogen wurden und somit der Transport wegfällt. Allerdings bin ich der Meinung Fleisch muss nicht täglich zu Ernährung gehören. Wenn man/Frau sich einmal ernsthaft mit diesem Thema befasst ist es gar nicht so einfach zu beantworten. Der Weisheit letzten Schluss habe ich deshalb auch nicht.

Ich schließe mich Ulf und Morgaine an.
Fleischkonsum in den Massen, wie wir es heute haben, ist weder gesund noch ist die Massentierhaltung in irgendeiner Weise vertretbar.
Durch die Massentierhaltung, die wir heute haben, ist es auch nochmals ungesünder, denn wir essen nicht nur Antibiotika und Wachstumshormone mit, sondern auch die Stresshormone, die die Tiere ausstoßen, wenn sie geschlachtet werden. Wenn ich Fleisch esse (ich habe lange vegetarisch gelebt, mir fehlt es aber manchmal), versuche ich, es möglichst vom Biobauern zu kaufen. Wurst esse ich prinzipiell nicht - da weiß man ja eh oft nicht, was drin ist.
Vor 50-100 Jahren und noch länger hat man Fleisch ein- bis zweimal die Woche gegessen, meist am Sonntag. Ich bin der Ansicht, dass das allemal reicht und gesunder wäre, nötig wäre es nicht.
Ich vermute, dass zwar der Fleischkonsum drastisch zurückginge, aber ich denke auch, dass einige Menschen sich sicherlich überwinden würden, Tiere zu schlachten, die heute meinen, sie könnten es nicht. Dennoch würden m. E. die wenigsten so oft schlachten, dass sie jeden Tag Fleisch auf dem Tisch hätten.
krubi am 1. Mai 2007 11:46 Gehst du aber weiter als 100 Jahre zurück, wirst du auf die Ursprünge der Menschheit kommen, wo Fleisch das Hauptnahrungsmittel war :-)
WildeFee am 3. Mai 2007 07:56 Du meinst, so vor 20000 Jahren etwa, oder wie? Dann sag mir mal, was die Menschen gegessen haben, wenn die Jäger gerade wochenlang auf Jagd waren (effektive Konservierungsmethoden gab's noch nicht)?
Irgendwie sind die Steinzeitmenschen nicht so nachahmungswert, finde ich, sie sind so jung gestorben. :)
Allerdings gäbe es bei so wenigen Menschen keine Massentierhaltung.
die frage ist jawohl schon fast rhetorisch. wird wohl schwer zurückgehn, bzw es müsste ein allgemeiner rückläufiger Lebenswandel stattfinden, den wir wohl alle nicht wollen.

Von diesem Zeitpunkt an wäre ich dann wohl Vegetarier. Selbst Schlachten, dass könnte ich nicht. Klar möchte ich auf mein Schnitzel hin und wieder nicht verzichten, aber dann würde ich halt noch mehr Salat und Obst und Gemüse essen!

Auch hier stimme ich UlfDunkel absolut zu.
Es ist sogar erwiesen, dass Krankheiten wie Rheuma, Gicht, Arthritis etc. bei Vegetariern nicht auftreten bzw. durch Ernährungsumstellung auf Fleischverzicht oder zumindest starke Reduzierung geheilt werden kann!
Wer tatsächlich sagt, dass der Fleischverbrauch, in der Höhe wie er momentan in Deutschland stattfindet keinen Einfluss auf die Gesundheit hat, sollte sich besser noch einmal informieren!
Ich dachte bisher eigentlich immer, dass es verboten ist in Deutschland ohne eine entsprechende Ausbildung Tiere mit Ausnahmen von Fischen selber zu schlachten.
Für den Eigenbedarf, darf schon eine gewisse Menge geschlachtet werden, natürlich im Rahmen der Gesetze mit Fleischbeschau des Veterinärs.
Auf die Gesundheit wirkt sich das nicht aus! Es schmeckt nur wesentlich besser. Wir schlachten auch selbst, obwohl wir in der Großstadt wohnen. Meine Schwiegereltern und wir kaufen uns zusammen 1/2 Schwein vom Bauern und machen auch selber Wurst, eine Räucherei ist im Garten auch vorhanden. Das machen wir jedes Jahr so und wir kommen mit dem Fleischvorrat (je nach Verbrauch) ziemlich lange aus. Ein großer Teil wird eingefroren, die Wurst muss lange trocknen und wird dann über die Wintermonate verbraucht. Aber wie gesagt, auf die Gesundheit wirkt sich das nicht aus.
Wir "schlachten" das Tier ja auch nicht. Es ist ja schon gestorben und wir schleppen es nach Hause und teilen es uns. Was soll daran verboten sein??

also selbst schlachten? dann wohl auch selbst gemüse, obst, getreide und baumwolle anbauen und mit der angel ans meer fahren? ist doch alles in unserer gesellschaft gar nicht realisierbar. fleisch und fisch sind wichtige bestandteile einer gesunden ernährung, deshalb sollte man 1 mal fleisch und 2 mal fisch pro woche essen. leute mit der blutgruppe 0 sollten sogar öfter zu fleisch greifen, um ihrem körper zu geben was er braucht. für einen gesunden fleischkonsum rät sich allerdings auf schweinefleisch zu verzichten.
krubi am 1. Mai 2007 11:46 So ist es.

Also ICH hätte mit dem Schlachten ehrlich gesagt meine Probleme - aber ich brauch auch nicht unbedingt Fleisch. Obwohl - als ich fast gar kein Fleisch gegessen habe hatte ich ab und zu doch schon richtig verlangen danach...
Kann sein, dass ich das Schlachten evtl. doch machen würde...Fische angeln, töten und ausnehmen kann ich mittlerweile auf jeden Fall schon... ;))

dann würde ich schlagartig Vegetarieren. Ausserdem esse ich jetzt schon nicht viel Fleisch
ein guter Bekannter ist seit 53 Jahren Vegetarier und Ausdauersportler. U.a. läuft er Marathon und was ist passiert? Er bekam mit 54 Jahren einen Herzinfarkt, und was sagt uns das? Kein Arzt kann mir sagen, ob mein Leben durch die Einnahme von Fleisch sich verkürzt. Das gilt selbstverständlich auch für Vegetarier. Sollten aber die Konsumenten ihr Fleisch/Wurst selber herstellen, so hätten viele "kurzfristig" damit ein Problem. Nach einigen Hungertagen/wochen verschwindet die Hemmschwelle und auch diese Personen können Tiere töten u. schlachten. MfG
WildeFee am 30. April 2007 12:03 Hungertage? Nur, weil es kein Fleisch mehr gäbe? Du denkst, man hungert ohne Fleisch? Oder verstehe ich Dich jetzt falsch?
Du bist also der Ansicht, dass Fleisch ungesund ist ! Bestimmt bist du überzeugter Vegetarier. ( ? )
Weder noch. Alles in Maßen.